Profilbild von Luna0501

Luna0501

Lesejury Star
offline

Luna0501 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luna0501 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2019

Erfrischend und spannend

Underground Kings: Sven
0

Als eine verrückte Frau im Pyjama in Sven’s Club in Las Vegas auftaucht und die Gäste befragt, ist ihm noch in keinster Weise klar, was das für Auswirkungen auf sein Leben haben wird. Er will sie einfach ...

Als eine verrückte Frau im Pyjama in Sven’s Club in Las Vegas auftaucht und die Gäste befragt, ist ihm noch in keinster Weise klar, was das für Auswirkungen auf sein Leben haben wird. Er will sie einfach nur wieder los werden, aber Maggie lässt nicht locker. Ihrer Schwester wurde in seinem Club Drogen verabreicht und danach bezog sie böse Prügel. Das lässt Maggie nicht los und sie will die Drahtzieher finden. Als er keine andere Wahl mehr hat, als sie näher an sich zu binden um sie unter Kontrolle zu haben, kommt Sven auf eine wahnwitzige Idee. Er macht sie zu seiner Assistentin und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Maggie ist von dem Clubbesitzer erst gar nicht begeistert. Ständig will er sie bevormunden, jedes weibliche Wesen baggert an ihm herum und das letzte Wort fällt ihm auch noch ständig zu. Kein Wunder, dass sie ihm die Stirn bietet. Als er nach einem üblen Vorfall plötzlich den Beschützer Nummer eins herauskehrt, seine Augen immer wärmer werden und auch ihre Schmetterlinge abheben, steckt Mags in großen Schwierigkeiten. Doch leider bleiben das nicht die Einzigen und die Mafia ist plötzlich näher als den beiden lieb ist.

Schon die ersten beiden Teile mit den Geschichten über Kenton und Kai waren tolle Bücher. Aurora Rose Reynolds hat ein Händchen für attraktive, aber schwierige Männer mit einem Hang zum Gefährlichen. Sie sind Einzelgänger, welche ihr perfektes Gegenstück zuerst nicht finden, sich mit den härteren Geschäften rum schlagen und doch nur eins zum Schluss brauchen: Liebe.

Auch Sven ist ein harter Kerl, der bedingungslos beschützt, als er merkt, was ihm bisher gefehlt hat. Das ihn nun gerade auch noch die Sache mit Paulie einholt, gibt dem Buch den gewissen Thrillfaktor. Die Geschichte hat sich über alle drei Teile aufgebaut und nun soll sie ein für alle mal enden. In einem genialen Finale!

Die Protagonisten wirken echt und authentisch, wie auch die Charaktere der anderen Bücher, und vor allem mag ich auch das Wiedersehen mit eben jenen. Sie haben eine gemeinsame Vergangenheit und man erinnert sich gern nochmal daran. Maggie übernimmt eher den frechen, empathischen Part und Sven ist halt der beinharte Boss mit dem weichen Herzen. Das ist nochmal erfrischend zu den Vorgängern.

Die Schreibweise der Autorin hat es mir wieder leicht gemacht mich von ihrer Handlung mitreißen zu lassen. Es gibt viele spannende Spitzen, wird nie langweilig und auch die Emotionen kochen oftmals über. Ich mag die Art, wie die Protagonisten sich in diesem Band öffnen und weiter entwickeln. Man kann als Außenstehender gut beobachten, wie sich diese Verbindung bildet und festigt. Es ist unheimlich schön, wenn auch ab und zu ein wenig sprunghaft in den Situationen. Ich hätte mir manchmal doch ein paar Details mehr gewünscht, aber es hat mich jetzt nicht großartig gestört.

Im Ganzen sind die Kings für mich tolle Bücher und eine intensive Unterhaltung für Zwischendurch.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Mein Herz ist erschüttert...

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
6

Ich bin erschüttert, wie authentisch die Autorin die Lage erfasst und darstellt. Es hat mich zutiefst ergriffen und ich habe mit Gracelyn so sehr gelitten! Am Anfang wollte ich sie schütteln. Sie ist ...

Ich bin erschüttert, wie authentisch die Autorin die Lage erfasst und darstellt. Es hat mich zutiefst ergriffen und ich habe mit Gracelyn so sehr gelitten! Am Anfang wollte ich sie schütteln. Sie ist aufgrund ihrer Erziehung eine Frau, die nie gelernt hat, sie selbst zu sein. Sie weiß eigentlich überhaupt nicht, wer Grace ist, was sie mag und was ihre Person ausmacht. Als ihr Mann Finn sie verlässt und ihr Umfeld auf die übelste Art reagiert, die es gibt, wollte ich sie unbedingt an der Hand nehmen und mit ihr die kleine Heimatstadt Chester samt Einwohner in Schutt und Asche legen. Ich war vertretend für die Pastorentochter unheimlich wütend und wollte vor allem ihrer Mutter an die Gurgel springen!!!



Doch zum Glück gibt es da noch Jackson. Das verschriene Monster der Stadt, das jede Frau flach legt und trotzdem aus Gründen von allen gehasst wird. Warum und weshalb ist einfach nur derb. Das müsst ihr selbst lesen, aber als er Grace anfängt in sein Leben zu lassen, brauchte ich mich nur noch zurück lehnen und abzuwarten. Jackson mag eine harte Schale besitzen und auch sein Kern ist alles andere als butterzart, aber sein Wesen, seine Charakterstärke und seine Art zu Denken haben mich zutiefst beeindruckt.



Und dann beginnt der gute Teil. Der in dem eine Pastorentochter ihren Glauben auf andere Art neu entdeckt, ihr Leben – ja ihr ganzes Sein – neu erfindet und der böse böse Junkie der Stadt sein Herz aus den tiefen seiner Dunkelheit entlässt um ein wenig Licht zu finden.



Sowohl ein paar Nebencharaktere als auch Hund Tucker haben das Bild dieser Story abgerundet und zum Teil auch weicher gezeichnet. Die Handlung ist manchmal dermaßen heftig, dass es diese liebevollen Personen geben muss. Ich könnte mir kein Buch ohne sie vorstellen und sie nahmen für mich Rollen ein, bei denen ich doch ein wenig Zuspruch für die Protagonisten gefunden habe. Halt, den beide dringend nötig hatten.



Ich liebe die bildliche, gefühlsintensive Schreibweise von Brittainy C. Cherry. Dieses Mal spricht sie mir so sehr aus der Seele, dass ich mich selbst ein Stück weit erkannt, beziehungsweise auf jeden Fall verstanden gefühlt habe.

Selbst die Danksagung… zum Schluss fehlen mir schlicht die Wort.

Ich hoffe die Autorin schreibt noch viele weitere Bücher!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.10.2019

Fantastisch!

Just One Kiss: Böse Mädchen haben mehr Spaß....
0

Lydia ist 22 Jahre alt und noch Jungfrau. Irgendwie hat sie es bis zum Ende des Colleges nicht geschafft ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und das soll sich endlich ändern. Aber Lydia will nicht irgendwen. ...

Lydia ist 22 Jahre alt und noch Jungfrau. Irgendwie hat sie es bis zum Ende des Colleges nicht geschafft ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und das soll sich endlich ändern. Aber Lydia will nicht irgendwen. Es soll ein Mann sein, bei dessen Anblick ihr Höschen freiwillig von alleine verschwindet und der in ihr ein Gefühl von purer Lust auslöst – bisher hat das nämlich noch keiner geschafft. Wer wäre da besser geeignet, als der attraktive Mann in der Bar um die Ecke, der ihr freiwillig einen Kuss schenkt und sie dann nach Hause schickt, weil er denkt sie wäre ein “gutes Mädchen”? Doch natürlich kommt es anders als man denkt und wie es Lydia schafft mit einer List, die man ihr nicht zutraut, dass der Mann den sie will und der sich auch gleichzeitig noch als ihr Chef entpuppt, sich möglicherweise um dieses Problemchen kümmert, müsst ihr selbst raus finden.

Ich jedenfalls, habe mich kaputt gelacht. Ich hatte erst Angst eine Story über so ein prüdes Mädchen lesen zu müssen, in der der Kerl die Zügel in die Hand nimmt und das gute Mädchen zu bösen Sachen verführt, aber weit gefehlt. Jana Aston hat es absolut drauf ihre Charaktere einzigartig zu machen und als mir klar wurde, wie erfrischend ehrlich, aber doch tiefgründig und gleichzeitig versaut Lydia ist, sie dabei aber trotzdem eine natürliche Unsicherheit an den Tag legt, die einfach nur bezaubernd ist, habe ich die Handlung nur noch genossen und mich echt amüsiert.

Rhys ist so ein erfahrener und kluger Geschäftsmann, aber selbst er checkt bis zum Ende hin nicht, wie der Hase läuft und was diese unerfahrene Pfadfinderin da ausgeheckt hat. Manchmal ist es regelrecht niedlich mit ansehen zu müssen, wie er stutzt und sich nicht sicher ist, was er über die Aussagen von Lydia denken soll. Er ist einfach nur unwissentlich hingerissen von ihrer unbedarften Art, und hat keine Ahnung, wie er damit umgehen soll.

Der Ort des Schauplatzes?
Ein großes Casino mit allem wünschenswerten Luxus kurz vor der Eröffnung.

Lydia’s Job?
Eine Personalangestellte, die Regeln und Richtlinien liebt.

Und die Nebencharaktere?
Sind genauso verrückt, wie ich sie mir in Las Vegas vorstellen würde. Ein wenig egozentrisch, mit seltsamen kleinen Macken und liebenswerten Charakteren.

Ein wenig fehlen mir die Beschreibungen des Settings im Buch, aber bei der lebhaften und witzigen Schreibweise, und vor allem der süssen und total durchgeknallten Liebesgeschichte, fällt das nicht stark auf.

Wer Spaß an kurzweiligen, lustigen und erotisch angehauchten Liebesgeschichten hat, ist hier genau richtig. Ich kann euch das Buch super für Zwischendurch empfehlen.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Da geht noch mehr...

Awakening
0

Naturkatastrophen, Umweltschutz und das Zurückdrängen der Natur durch die Menschheit sind aktuelle Themen, die uns alle betreffen. Jennifer Alice Jager hat mit dem ersten Band ihrer neuen Endzeitromanreihe ...

Naturkatastrophen, Umweltschutz und das Zurückdrängen der Natur durch die Menschheit sind aktuelle Themen, die uns alle betreffen. Jennifer Alice Jager hat mit dem ersten Band ihrer neuen Endzeitromanreihe “TERRA” ein Werk geschaffen, das sich mit diesen Themen intensiv beschäftigt und uns aufs heftigste mögliche Folgen unseres Tun’s aufzeigt. Plötzliche Detonationen, übermäßig wachsende Pflanzen und Menschen mit gold leuchtenden Augen bringen Addy zum Grübeln, und plötzlich steht sie vor einem Problem, das sie selbst mit lösen soll. Doch wie die Menschheit retten, wenn diese die Augen vor der Wirklichkeit verschließt? Addy braucht einen Plan, genauso wie drei andere junge Menschen auf der Erde und sie sollten sich beeilen, denn das Ende naht und jede Minute zählt.

Im ersten Band lernen wir zwar die meiste Zeit Addy kennen, aber auch die anderen drei Charaktere tauchen in kurzen Kapiteln schon mal auf und man merkt, was die vier verbindet. Ich muss gestehen, es war nicht ganz so mein Fall, so viele Personen schon im ersten Band zu treffen, auch wenn man dadurch umfassendere Einblicke bekommt.

Addy ist auf jeden Fall eine authentische Naturschützern. Sie lebt mittlerweile in einem kleineren Ort, außerhalb von London, weil sie Panikzustände in der Stadt bekam und ihre Mutter sich große Sorgen um sie gemacht hat. Im Örtchen Orsett ist dieses Problem nicht mehr wirklich präsent. Ab und zu konnte ich mich mit Addy nicht völlig identifizieren, weil sie mir wahrscheinlich doch ein wenig zu fanatisch rüber kam, aber im großen und ganzen hat sie das Recht auf ihrer Seite. Am meisten bewundere ich ihren Mut und ihre Empathie. Sie umgibt durch ihre besondere Verbindung zur Natur eine intensive Ausstrahlung und das wirkt im Laufe der Handlung fast schon magisch. Ihre Bindung zu einem wahrlich zauberhaften Wesen hat mich sich berührt. Allerdings muss ich auch gestehen, dass mir die Zwischensequenzen, wenn mal nichts aufregendes passierte, manchmal zu langwierig waren und ich auch die ein oder andere Handlung nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Dazu kommt, dass die Emotionen mich dieses Mal nicht wirklich berühren konnten. Ich empfand die Persönlichkeiten der Charaktere, auch der anderen drei zwar interessant, aber mir fehlte einfach etwas. Ich konnte sie nicht so greifen, mich nicht mit ihnen identifizieren und vor allem Addy hat für ich eben nicht immer nachvollziehbar reagiert.

Zu Geschichten von Jennifer Alice Jager habe ich die letzten Male sehr gern gegriffen, sobald sie raus kamen. Ihre sonst so bildliche, fast schon malerische Schreibweise schaffte es immer mich in ihre Welt zu reißen und die Kreativität, mit der die Autorin ihre Handlungen gestaltet, überrascht mich jedes Mal wieder. Auch hier hat sie sich einen unvorhersehbaren, ziemlich coolen Fact überlegt, der dem ganzen eine dramatische Wendung gibt, aber das bildhafte kam bei mir leider nicht so richtig an. Ich konnte ihre Welt nur zum Teil gedanklich betreten. Dafür war die Handlung spannend gehalten und die Nerven wurden auch teilweise strapaziert.

“Awakening” hat mich zwar nicht völlig überzeugen können und kommt für mich nicht an die anderen Bücher der Autorin heran, aber das Thema ist präsent, die Ideen sind super und auch das Setting ist grundsätzlich eine gute Wahl. Die Umsetzung hat mich dann nicht so gefesselt und ich bin noch nicht sicher, ob ich weiterlesen werde.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Ich hatte etwas mehr erwartet

TausendMalSchon
0

“TausendMalSchon” erzählt die Geschichte einer jungen Frau mit magischen Kräften, die ihr Schicksal aus vollster Überzeugung ablehnt und nach einem tragischen Vorfall in ihrer Kindheit ein ruhiges Leben ...

“TausendMalSchon” erzählt die Geschichte einer jungen Frau mit magischen Kräften, die ihr Schicksal aus vollster Überzeugung ablehnt und nach einem tragischen Vorfall in ihrer Kindheit ein ruhiges Leben auf der Insel Alderney bei ihrer Großmutter bevorzugt.
Bis Cedric in ihrem Leben auftaucht und an Grundpfeilern ihres Glauben rüttelt, welche das Mädchen seit Jahren schon täglich vorgelebt bekommt. Dazu kommt, dass Seelenjäger plötzlich die Insel stürmen und Sasha’s friedliches Leben in starke Bedrängnis gerät.
Wird sie dem blassen Kerl mit dem strahlenden Blick mehr vertrauen, als jahrelang anerzogener Seelenmagiergeschichte?

Beginnen wir mit den positiven Punkten. Die Idee hinter der Seelenmagie gefällt mir sehr gut. Seelen, die tausend Leben leben um dann zur Ursprungsseele zurück zu kehren; Magierinnen, die das Gute schützen und das Böse im Zaum halten; und verschiedene andere magische Wesen, wie Wandler oder Verfluchte, die dem Ganzen eine vielfältige Richtung geben, haben mir die Handlung schmackhaft gemacht. Auch die Zeitreisen und Beschreibungen des Settings machten zwischendurch Lust auf mehr.

Die Schreibweise ist zwar locker und leicht, die Dialoge sind flüssig und recht ansprechend, und ich bin auch schnell über die Seiten geflogen, aber dann hatte ich das Buch beendet und kam nicht umhin mich zu fragen, warum ich eigentlich nicht wirklich zufrieden war?

Das will ich nun so spoilerfrei wie möglich erklären.

Die Handlung ist nett und birgt definitiv Potenzial richtig spannend zu werden, aber die vielen schon oft gelesenen Klischees der Liebesgeschichte und die vorhersehbaren Aktionen der Protagonisten machten mir manchmal das Herz schwer. Ich konnte mich kurzzeitig öfters einfach nicht mitreißen lassen und wenn ich eine Lesepause einlegte, war der Drang nicht so groß weiter zu lesen, obwohl man ja doch unbedingt das Ende und die Geheimnisse kennen wollte.

Was war es also?

Das Buch wurde so sehr auf der Liebesgeschichte, und vor allem Cedric’s Vergangenheit, und dem damit verbundenen Fluch aufgebaut, dass die wirklich spannenden Ereignisse um Selina, Lazarus, die Jäger der Seelen und Sasha’s Einfluss auf das Ganze total unter gingen oder nur schnell abgehandelt wurden. Mir fehlten ausgefeilte Situationen in denen die Aufregung, das Nervenflattern und diese adrenalinsteigende Aufregung mal so richtig hoch kochen! Das gab es so gut wie gar nicht, oder es war einfach nur schnell vorbei. Ganz zu schweigen davon, das der wirklich ausschlaggebende finale “Kampf” in sehr wenigen Sätzen abgehandelt war.

Im Gegensatz dazu schlug ich mich mit Lügen, Geheimnissen und klischeebeladenen Momenten herum, die eher aufhielten als die Handlung weiter zu bringen. Ich fand es unheimlich schade, weil die Grundidee richtig toll klang!

Dazu kam, das ich am Ende auch so viele Fragen hatte, die einfach offen gelassen wurden, obwohl man so schön hätte darauf eingehen können. Ich möchte nicht zu viel verraten aber ein Beispiel: Was ist denn die Ursprungsseele überhaupt und wozu ist sie da? Das wurde völlig außer Acht gelassen.

Ich war aber nicht gänzlich enttäuscht, da es auch ganz schöne emotionale Momente gab und vor allem die Idee des Seelenbuches hat mir total gefallen. Es werden öfters sogenannte Scrapbooks gebastelt, welche für die Seelenmagierinnen Erinnerungen ihrer letzten Leben enthalten. Das Thema zieht sich durch das gesamte Buch, weil die Bewohnerinnen der Insel auch eine Möglichkeit geschaffen haben, diese Bücher für Normalsterbliche herzustellen, und das gab mir eine heimelige Note mit. Marah Woolf schaffte es hier zu zeigen, wie wichtig Erinnerungen im Leben sind und das hat mich schon berührt.

Auch die Nebencharaktere waren total sympathisch und gaben der Geschichte etwas Rundes mit. Ich mochte viele von Ihnen, möchte hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen, da ihr sonst zu viel über den Verlauf der Handlung erfahrt.

Das Ende ist leider eine Geschmackssache und für mich so nicht authentisch. Es wirkt an den Haaren herbeigezogen und ein bisschen, als müsste man die Leser jetzt gezwungen zufrieden stellen, aber selbst hier musste ich ein wenig schmunzeln. Zum Glück darf man in Büchern auch mal zaubern.

Was ich auf jeden Fall noch erwähnen möchte, ist das unglaublich schöne Cover und den farbigen Buchschnitt. Es ist in der Farbgebung so liebevoll gestaltet, das das Buch im Regal ein echter Hingucker ist. Es fällt zwar nicht in meine Bewertung rein, aber muss trotzdem angemerkt werden.

Ob “TausendMalSchon” das richtige Buch für euch ist, kann ich dieses Mal nicht sagen. Ich finde es ganz schön und ich hab mich ab und zu auch amüsiert. Ich denke aber, es wird kein Buch sein, dass mich länger beschäftigen kann.