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Veröffentlicht am 09.12.2018

Ich war schnell gefesselt

Die Sternen-Saga 1. Taurus
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Natalie ist erst 13 Jahre alt und trotzdem besitzt sie eine Intelligenz, die den Leser einfach nur umhaut. Als Enkelin eines berühmten Archäologen, Astronomen, Physiker und Professor von einigen weiteren ...

Natalie ist erst 13 Jahre alt und trotzdem besitzt sie eine Intelligenz, die den Leser einfach nur umhaut. Als Enkelin eines berühmten Archäologen, Astronomen, Physiker und Professor von einigen weiteren Dingen wurde sie schon von klein auf mit etlichen Informationen gefüttert. Als beim nächsten Vortrag von Professor Hardaker plötzlich seine eigene Glaubwürdigkeit heftig ins Wanken gerät, Natalie sich schon an den Kopf greift vor lauter Unverständnis und der ganze Abend mit einer Entführung endet, bricht Chaos aus – und genau dieses “rückt aus”. Eine Mischung aus Mythologie, Astronomie, ein bisschen Indiana Jones und durchwoben von physischen, manchmal kniffeligen Erklärungen ist “Taurus” ein Spaß für jüngere Leser, als auch für Erwachsene.

Michael Templar hat hier eine Geschichte erschaffen, die wirklich fesselt und fasziniert. Ob geschichtliche Hintergründe, berühmte Personen der Zeit gemischt mit Verschwörungstheorien oder wissenschaftlich bewiesene Erkenntnisse, es ist für jeden etwas dabei und das auch noch so leicht und flüssig geschrieben, dass eine Altersempfehlung ab 12 hier definitiv gerechtfertigt ist. Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen und war völlig hin und weg.

Die Schreibweise ist so leicht verständlich und trotzdem so gewandt. Die Beschreibungen des Settings sind lebendig und so detailliert, dass man Natalie quasi selbst auf Schritt und Tritt verfolgt und ihre Schauplätze miterlebt. Ob Ägypten, Paris oder auch London, ich fühlte mich total mitgenommen.

Natalie macht sich also auf die Reise um die Spuren des ominösen Orakulum’s, eine Maschine, die die Zukunft vorhersagen können soll, zu finden, und somit ihren Großvater zu retten. Mit von der Partie sind der viel zu reiche 14-jährige Giles und sein Bodyguard Romain. Natalie weiß nicht so wirklich wem sie vertrauen kann und dann sind da auch noch ihre furchtbaren Migräneanfälle. Doch das junge Mädchen gibt nicht auf. Sie ist stark und mutig, entschlossen und im Herzen trotzdem sensibel. Aber auch die anderen Charaktere sind faszinierend und besitzen sogar eine gewisse Tiefgründigkeit, was mich bei dieser abenteuerlichen Handlung dann doch etwas überrascht hat.

Das Einzige, was ich persönlich zu bemängeln hatte, war die Tatsache, dass wenn mal ein Problem bestanden hat, es wenige Sätze weiter doch sofort ohne erkennbare neue Erkenntnisse gelöst wurde. Zum Beispiel wusste Natalie manche Sachen nicht und ein oder zwei Seiten später kam sie plötzlich doch darauf – von ganz alleine. Ich hätte mir hier ein paar mehr Wege gewünscht, oder auch mal den geistigen Einsatz von jemand anderem. Und so war auch das Ende etwas zu abrupt gelöst und die wirklich nervlich aufreibende Situation, die mich ziemlich fasziniert hat, schnell vorbei. Das war schon etwas enttäuschend.

Aber alles in allem hat mir das Buch super gefallen. Es ist sehr spannend und die Spannung steigt auch ständig an. Man hat viele emotionale Momente, gerade was die Sorge um den Großvater anging oder auch das später immer inniger werdende freundschaftliche Verhältnis zu Giles. Auch er öffnet sich ein wenig. Und besonders gefallen hat mir, dass der Autor es in diesem Buch geschafft hat, doch sehr junge Protagonisten reif wirken zu lassen. Normalerweise ist das ja nicht so meins.

Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil!

Veröffentlicht am 29.11.2018

Ich fürchte, meine Erwartungen waren einfach zu hoch.

Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)
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Schon durch die Meinungen von anderen Bloggern habe ich mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. “Spiel der Macht” ist ein unglaublich schön gestaltetes Buch. Das Cover ist ein Traum und die aufeinander ...



Schon durch die Meinungen von anderen Bloggern habe ich mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. “Spiel der Macht” ist ein unglaublich schön gestaltetes Buch. Das Cover ist ein Traum und die aufeinander abgestimmten Farben von Dolch und dem Rot der Blütenblätter ist wirklich ein Hingucker. Auch das Innere des Buches muss sich nicht verstecken. Aber dann kam der Inhalt und ich war einfach enttäuscht.

Kestrel, die Tochter General Trajans, liebt ihr Klavier und die Musik, was ihrem Vater nicht wirklich zusagt. Er möchte, dass sie mit ihrem strategischen Denken als Kämpferin in die Armee eintritt und große Schlachten bezwingt, wie es in ihrer Familie üblich ist. Oder sie muss bis zu ihrem 20. Lebensjahr heiraten. Keine tollen Aussichten für eine Frau ihres Kalibers. Kestrel ist schwierig zu verstehen. Ihren Charakter würde ich als stolz, intelligent, sensibel, kalt und absolut unnahbar beschreiben. Hinter ihrer Maske aus Arroganz verbirgt sich ein scharfer Sinn trotz ihrer erst 17 Jahre, und doch beweist sie uns im Verlaufe des Buches oft, dass sie ihrem Alter nicht in allen Lebenssituationen voraus ist. Ihre Empathie zum unterjochten Volk macht ihr manchmal schwer zu schaffen, was sie uns zumindest ein bisschen näher bringt. Es bringt ihr große Probleme ein, wie sie handelt, doch vor allem kommt sie später einfach nicht mehr zu einer klaren Entscheidung für sich selbst. Verräter oder nicht? Es ist wirklich schwer zu sagen. Sie selbst ist Valorianerin. Die Halbinsel Herran wurde von ihrem Volk unter Kontrolle gebracht und die Herraner wurden zu Sklaven gemacht. Als sie eines Tages auf dem Markt ihren ersten Sklaven ersteigert, soll sich alles verändern. Der stolze und geheimnisvolle Arin hat es ihr angetan und als sie merkt, dass sie weitaus mehr für ihn empfindet, als es sich gehört, ist alles schon zu spät… Das Rad des Schicksals dreht sich weiter, ob sie will oder nicht.

Arin hat es mir schwer gemacht. Auf der einen Seite bewundere ich beide Charaktere sehr, auf der anderen mag ich es nicht, dass er so überhaupt nicht auf einer Seite steht. Kestrel, als auch er spielen wirklich mit der Macht, aber Arin nimmt seinen eigentlichen Einfluss fast bis zum Schluss nicht mal richtig wahr bzw. ernst. Er schlingert in seinen seltenen Emotionen und ich finde es schade, dass man zwar irgendwie die Leidenschaft seines Charakters unter der Oberfläche brodeln bemerkt, es aber einfach nicht wirklich raus kommt. Es zeichnet sich kein richtiges Bild und die Autorin hat meiner Meinung nach hier einfach zu wenig Gefühl einfließen lassen. Gerade dieses Paar hätte so viel Potenzial gehabt, aber es berührte mich einfach nicht wirklich. Man erahnte romantisch angehauchte Taten und konnte ab und zu ein bisschen hinter die Masken luren, aber das war es auch schon. Mir fehlt da einfach der Tiefgang, denn das Paar wurde schon eine zeit lang sehr in den Vordergrund gestellt.

Ansonsten geht es viel um Politik, um grundsätzlich genial geplante Strategien, Übernahmen und Machtspielchen. Wenn man sich gerne mit der Übernahme von anderen Ländern in Kriegszeiten beschäftigt, ist man hier sehr gut versorgt. Es werden wirklich tolle Schauplätze gezeigt und die Taktik erörtert. Ich habe mich teilweise schon sehr stark davon fesseln lassen können, aber umso weiter die Geschichte voran schritt, umso mehr langweilte mich das auch. Da die Gefühle und das Hin und Her des vermeintlichen Paares immer anstrengender wurden, war auch der Krieg im Buch nicht mehr so interessant. Außerdem war es einfach so, dass durch die zwei Sichten, in der das Buch geschrieben wurde, die Handlung sehr vorhersehbar war und mich selten überraschen konnte. Das war besonders schade und gab dem ganzen dann noch den zusätzlich faden Beigeschmack.



Das Ende hat mich dann quasi nur noch in meiner Meinung bestärkt. Mehr werde ich da nicht verraten, aber ich fand Kestrel dann einfach nur noch unglaubwürdig und Arin wollte ich mal kräftig durchschütteln.

Die Schreibweise allerdings, hat mich so lange durch halten lassen. Ich mag es wenn Autorinnen dem Leser Platz für die eigene Fantasie machen und das Setting nicht zu detailliert beschreiben. Und ich mag ihre fast schon poetisch angehauchte Wortwahl manchmal. Wenn man auch mal hinter den Worten lesen muss oder zwischen den Zeilen. Daher konnte ich das Buch auch fertig lesen. Ob ich allerdings weiter lese, werde ich spontan entscheiden. Ich hoffe einfach, der nächste Band lässt viel mehr Raum für Emotionen.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Buchtipp!!!

Trust
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Normalerweise schreibe ich meine Rezensionen ja in einem sehr ähnlichen Muster, aber dieses Mal gibt es da Gefühle in mir zu diesem Buch, die einfach raus müssen. Sorry!

Die Bücher von Kylie Scott haben ...

Normalerweise schreibe ich meine Rezensionen ja in einem sehr ähnlichen Muster, aber dieses Mal gibt es da Gefühle in mir zu diesem Buch, die einfach raus müssen. Sorry!

Die Bücher von Kylie Scott haben immer einen witzigen Einschlag und auch ernste Themen kamen nur nebensächlich vor. Schon tiefgründig, aber der Humor und die Liebesgeschichte standen eigentlich eher im Vordergrund. “Trust” hat mich hier absolut überrascht. Denn die Autorin behandelt nicht nur ein echt gewichtiges Thema.

Was ist wirklich wichtig im Leben, wenn man dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen ist?

Tja gute Frage. Aber als Edie den Überfall im Drop Stop nur haarscharf überlebt, und andere sterben, verlagern sich ihre Prinzipien und Überlegungen grundlegend. Schule? Wichtig oder nicht? Welche Worte haben mehr Gewicht in deinem Leben? Die deiner Mutter, oder der Schulmobberin, die dir dein Leben jeden Tag zur Hölle macht, aber nach dessen Akzeptanz du dich jeden Tag zuvor gesehnt hast. Zu den “Coolen” gehören, nicht mehr der Außenseiter sein, nur weil man ein paar Rundungen zu viel hatte. Ja, Edie wollte auch “normal” sein, aber was bedeutet das nach dem Blick in eine Schusswaffe schon noch?


Edie verändert sich quasi um 180 Grad. Die Dinge bekommen einen anderen Wert und sie wird vom braven Strebermädchen fast schon zur Rebellin. Und ich verstehe sie so verdammt gut. Wer gibt Menschen nur das Recht seine Mitmenschen zu beurteilen und festzulegen, was cool, toll, modern oder was weiß ich ist? Ich finde absolut jeder sollte so leben dürfen, wie er sich am wohlsten fühlt und die anderen haben das verdammt nochmal zu akzeptieren. Ich habe es so satt, darüber nachdenken zu müssen, was andere über mich denken könnten. Leider passiert mir das sogar heute noch, in alte Muster zurück zu fallen, aber dann kommen Bücher wie “Trust” und ja ich bin der Autorin schon fast dankbar dafür. Rüttelt sie uns doch mal wieder richtig auf und zeigt uns, dass es wichtigeres im Leben gibt, weil es nunmal viel zu kurz ist, um es mit solchen Nichtigkeiten zu vergeuden. Wie oft hätte ich lieber gern mal jemanden die Nase gebrochen, als ertragen zu müssen, wie fies manche Jugendliche sein können. Aber gut. Edie macht das für mich und auch wenn sie schnell merkt, dass das nicht der richtige Weg ist, vor allem Dank John, wirft sie ein paar verschüchterte Wesenzüge ab, holt den schwarzen Galgenhumor samt Sarkasmus und Schlagfertigeit raus und geigt ihrem Umfeld endlich mal ordentlich die Meinung. Natürlich läuft das nicht ohne ein paar putzige Fettnäpfchen ab und ich hatte so viel zu Lachen! Ich mein, sie ist 17 und steckt mitten in Hormonumschwängen. Aber sie beweist so viel Stärke und dafür bewundere ich sie sehr.



"Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Jeder Einzelne von uns ist eine einzigartige, kleine Sonnenblume."

(Kapitel 14)



Der andere Mensch, der knapp den Überfall überlebt, ist John Cole. An seiner Schule berüchtigter Drogendealer und gefürchtet wie geächtet zugleich. Jedes Mädel will ihn und jeder Kerl will sein Gras, aber als Edie ihn als Helden bezeichnet und aus dem Gefängnis holt, in dem er unschuldig gelandet ist, ändert sich sein Leben. Es ist unglaublich wie diese zwei rapide in gegensätzliche Richtungen trifften und sich dabei so stark ergänzen. Ohne John würde Edie noch öfter nachsitzen, doch ohne Edie… Na lest einfach selbst.

Die Nebencharaktere hat die Autorin auch zuckersüss gestaltet. Ich liebe Hang und die zwei anderen Mädels, aber vor allem Hang weil sie Edie’s schwarzseherische Todesmöglichkeiten einfach mitspinnt und ihre Verrücktheiten einfach annimmt, wie sie sind. Sie ist super sympathisch!

Und der Basketballer Anders. Meine Güte musste ich lachen. Dieser schlaksige Kerl ist absolut gutmütig, aber eine solche Labertasche!!! Ich hab mich köstlich amüsiert.

Neben der tiefgründigen Story, was zwei gebrandmandmarkte Menschen nach einem Nahtoderlebnis aus ihrem Leben machen, dürfen wir uns einer total untypischen, trockenen, aber total süssen Liebesgeschichte hingeben und ich hab mich einfach verguckt. Das ganze Buch hat mich absolut mitgerissen, bewegt und meine Gefühle auf eine Achterbahnfahrt geschickt.

Die Schreibweise von Kylie Scott ist mal wieder unvergleichlich. Locker, leicht, mit einer guten Portion Humor und einer Ernsthaftigkeit, die Herzen berührt und ich will einfach mehr!

Veröffentlicht am 26.11.2018

Lieblingsbuch

Second Chance
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Ihr kennt das vielleicht. Man liest immer gerne Bücher seiner Lieblingsautoren und mit der Zeit, weiß man einfach was man kriegt. Und dann kommt der Tag an dem euch besagte Autoren ein Buch in die Hand ...

Ihr kennt das vielleicht. Man liest immer gerne Bücher seiner Lieblingsautoren und mit der Zeit, weiß man einfach was man kriegt. Und dann kommt der Tag an dem euch besagte Autoren ein Buch in die Hand drücken und du fällst aus allen Wolken…

Cassandra ist ein Mädchen, das im Prinzip nur dafür da ist, um nach den Wünschen ihres Vaters geformt zu werden. Mit 17 Jahren hat sie jeden Tag eine andere Verpflichtung um für die Zukunft gewappnet zu sein, und das nicht gerade freiwillig. Der einzige Mensch, der zu dieser Zeit mehr sieht, als die verschüchterte, pflichtbewusste Tochter, ist Trip.

Tätowiert vom Halsansatz abwärts mit einer schon in jungen Jahren intensiven und düsteren Ausstrahlung denkt man, Trip wäre genau so, wie man ihn sieht. Kriminell, gefährlich und kaputt. Er tut falsche Dinge aus ehrbaren Gründen, erfüllt die schlechten Meinungen, die Außenstehende in ihm haben. Zum Teil mag das also vielleicht sogar stimmen, aber blickt Cassie in seine grünen Augen, ist es als würde er ihr seine Seele offenbaren. Er ist klug und empathisch, aufmerksam und liebevoll. Doch genau diese Seite soll er ihr erst 7 Jahre später endlich beweisen können, denn damals, als Cassie ihn am Meisten gebraucht hätte, ist er gegangen. Ohne zurück zu blicken.


Kennt man die Bücher von Rose Bloom, meint man zu wissen, was hier in etwa auf einen zu kommt. Natürlich besitzt “Second Chance” wieder den unvergleichlichen Humor und die tollen Dialoge. Auch was die Ausarbeitung der Charaktere angeht, hat sie authentische und plastische Personen gezeichnet, die einen schonungslos in ihren Bann ziehen und egal ob man sich gerade in der männlichen oder in der weiblichen Sichtweise befindet, man kann nicht anders als mitzufühlen und sie in sein Herz zu lassen.

Aber dann kommt die Autorin mit einer noch sprachgewandteren und vor allem emotionalen Schreibweise um die Ecke, dass mir selbst jetzt noch der Bauch kribbelt, die Augen Tränchen vergießen und der Boden unter meinen Füßen zeitweise verloren ging.

Ich bin geflasht, begeistert, mitgerissen!!! Diese Handlung hab ich nicht erwartet!


Schon auf den ersten Seite wusste ich, dass dieses Buch etwas besonderes wird. Anfangs hatte ich etwas Panik, weil ich kein Freund von 0815 Lovestorys bin mit vielen Klischees und vorhersehbaren Handlungssträngen bin, aber ich sollte es eigentlich schon besser wissen. Die Autorin ist kein Fan von eben solchen. Sie hat immer noch ein Ass im Ärmel und denkt man, man weiß wie es sich entwickelt, kommt plötzlich eine ganz andere Wendung daher und lässt euch staunen. Selbst Tage danach fangirle ich dieses Buch immer noch.

Man sieht einfach die bombastische Entwicklung, welche Frau Bloom plötzlich gemacht hat und ich will einfach mehr. Jetzt. Sofort. Am besten auf der Stelle. Ich möchte Nash und Everett kennen lernen und vor allem wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass jeder dieser besonderen Männer sein eigenes Ende bekommt. Egal ob happy.. oder eben nicht.

Ein Muss für Romance Fans!!!

Veröffentlicht am 26.11.2018

Genial

Third Chance
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Drogen bestimmen das Leben von Nash schon seit seiner Kindheit. Vergessen. Ein Wunsch, der bei seiner Vergangenheit durchaus verständlich erscheint und doch ist da plötzlich diese Hoffnung. Hoffnung darauf, ...

Drogen bestimmen das Leben von Nash schon seit seiner Kindheit. Vergessen. Ein Wunsch, der bei seiner Vergangenheit durchaus verständlich erscheint und doch ist da plötzlich diese Hoffnung. Hoffnung darauf, besser zu sein, als die Jahre zuvor. Hoffnung darauf, seine Brüder nicht weiterhin zu enttäuschen und aus dem Sumpf, den Drogen, Schulden und krumme Geschäfte verursacht haben, zu entfliehen. Doch wo Lichtschimmer sind, tauchen auch Schatten auf und oftmals sind diese dunkler und abgründiger, als ein einzelner Mensch alleine ertragen kann. Und dann kommt diese eine Person, die dein Leid nicht nur versteht, sondern selbst gelebt hat und du fragst dich, ob zwei kaputte Seelen sich helfen können oder ihr daran zu Grunde geht…

Die Geschichte um Tanner hat mich in emotionale Abgründe gestoßen. Nash’s Story setzt da in meinem Entsetzen noch einen drauf. So roh und wild, unverklärt und manchmal sogar abgebrüht, es war eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. In “Third Chance” prallen quasi zwei heftige Lebensgeschichten aufeinander und als Leser hast du oft einfach nur das Gefühl, dass gleich die Hölle los bricht. Egal ob in den Kapiteln aus Sicht des männlichen Charakters oder der weiblichen Protagonistin, die Erlebnisse führen uns an so manche Grenze. Ganz toll finde ich hier, dass die Autorin wieder Kapitel aus der Vergangenheit mit eingeführt hat, welche das Geschehen von Nash wie auch Elli noch stärker hervorheben.

Nash ist ein Draufgänger und das ist etwas, was Elli in ihrem Leben nicht gebrauchen kann. Sie versteckt sich quasi auf der Ranch und versucht sich selbst in den Griff zu kriegen. Aber kann man die Vergangenheit einfach verdrängen, ohne sie richtig verarbeitet zu haben? Nein. Und das muss sie bald auf die schmerzhafte Art erfahren. Und eigentlich will sie auch den attraktiven tätowierten Motorradfahrer nicht an sich ran lassen. Denn Elli vertraut niemanden mehr. Und doch ist da diese wahnsinnig intensive Verbindung, wie bei zwei Hälften einer Seele, die sich gefunden haben, und mögen sie noch so geschunden sein – sie passen perfekt zusammen. Das Zusammenspiel ist leidenschaftlich, stark und ernsthaft gefühlvoll. Und manchmal so herzzerreißend, schmerzhaft und rigoros. Ob sie es schaffen? Das müsst ihr selbst erfahren.

Aber für mich hat Rose Bloom einen einzigartigen zweiten Teil erschaffen und ich kann es gar nicht erwarten Everett in die Finger zu bekommen. Ihre “Chance”-Reihe ist überwältigend emotional und so ganz anders, als ihre anderen Bücher. Ihr solltet Taschentücher bereit halten!