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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2018

Eine coole Idee mit Schwächen

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1
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June's Wunsch ist es ihr letztes Jahr vor dem Abschluss in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen. Eine richtige Bindung hat sie zum väterlichen Teil der Familie zwar nicht, aber das soll sich trotz Bedenken ...

June's Wunsch ist es ihr letztes Jahr vor dem Abschluss in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen. Eine richtige Bindung hat sie zum väterlichen Teil der Familie zwar nicht, aber das soll sich trotz Bedenken ihres Dads nun ändern. Lediglich der Wohnort hat sich von einem kleinen Cottage am See etwas verändert.

Ich muss gestehen, dass mir diese Rezension nicht so einfach fällt und ich wirklich erst am Ende entscheiden werde, wie die Bewertung ausfällt. Ich habe schon das ein oder andere Buch vom Autorenduo Rose Snow gelesen und doch ist dieser Auftakt irgendwie schwierig zu beurteilen.

Gefallen hat mir auf jeden Fall das Setting. Ich konnte fast die salzige Luft riechen, den Wind im Haar spüren und die weiten grünen Landschaften vor meinem inneren Auge erspähen. Auch die Beschreibung von Green Manor, dem kleinen Örtchen in der Nähe oder die malerischen Details der Landschaften oder Sehenswürdigkeiten fand ich einfach zauberhaft.

Die Charaktere haben ihre zwei Seiten. June ist sehr stur, schlagfertig und impulsiv. Sie ist eine treue Seele, aber willensstark. Ich hätte mir nur ein klein wenig mehr von ihrer natürlichen Art gewünscht, wenn einer der Bad Boys in der Nähe ist. Denn dann mutiert sie zu einem kleinen, naiven Mädchen mit Selbstwertproblemchen. Ich habe gerade in Romantasybüchern kein Problem mit dem ein oder anderen Klischee, aber was hier zu viel ist, ist eindeutig zu viel. Mir tat es dann manchmal schon etwas in der Seele weh, wie die Autorinnen June zu einem Dummchen mutieren ließen, wenn einer der zwei schon bekannten Düfte der Männer in ihr Riechorgan flogen.

Dann kommen wir auch gleich zu den Zwillingen Blake und Preston. Beide überaus gutaussehend, überaus muskulös und groß - und mit SO BLAUEN AUGEN. Ich war absolut not amused über diese ständigen Wiederholungen. Bei jeder Begegnung nahmen June sofort blaue Augen in den Bann und ließen sie irgendwie gedankenlos zurück. Der einzige Unterschied zwischen den zwei Herren ist der, dass Blake Kommunikationsprobleme hat, man in ihm aber grundlegend den ehrlicheren und irgendwie trotz Grummeligkeit sympathischeren Bruder war nimmt. Ich mag Blake. Er scheint das Herz auf dem rechten Fleck zu haben und schützt sich einfach. Verständlich bei dem dramatischen Unfall im Jahr vorher.

Während Preston einfach nur hinterhältig ist und falsch wirkt. Da läuft einfach so viel verkehrt im Kopf dieses Kerls. Während Blake selbst für sein Alter reif und etwas abgeklärt ist, wirkt Preston wie ein verzogener Teenager mit Gottkomplex.

Die Nebencharaktere sind schön angerissen. Leider gab es hier ein paar Dinge die einfach so vorhersehbar waren, weil die Hinweise darauf viel zu deutlich waren. Und ich hoffe, dass man im nächsten Teil noch ein bisschen mehr Input bekommt. Lilly, eine neue Schulfreundin von June, wirkt zwar schon etwas plastischer. Der Rest hält sich eher noch im Hintergrund und ich hoffe Band 2 der Trilogie zeigt uns da mehr.

Die Idee der Gabe finde ich grundlegend wirklich toll. Es ist mal etwas neues und ich bin da echt super gespannt drauf wie es weiter geht. Im Auftakt gehen wir einen wirklich langsamen Weg mit June und ich hätte es auch toll gefunden ein wenig mehr erklärt zu bekommen, gerade was ihr plötzliches Training angeht. Sie weiß absolut nichts über die Gabe, schafft es aber sie zu steuern? Etwas unauthentisch. Nichtsdestotrotz stellen wir da Fortschritte fest und auch was die Zwillinge angeht wird ein Geheimnis recht schnell gelüftet.

Was die Handlung drum herum angeht, muss man sich echt ein bisschen locker machen, denn hier wurden die ganz großen Klischees raus geholt. Vom mittelständischen Mädchen in eine Prinzessin verwandelt, überhäuft mit Kleidern, vorgeführt auf einem Ball mit Umstyling einer französischen Visagistin... Und und und... Das muss man echt mögen. Für mich war es so teils teils. Manches ist ganz liebevoll, weil der Onkel sich halt so freut, aber der Umfang der Beschreibungn gerade von den weniger wichtigen Details ist da schon etwas viel.

Die sonst sehr flüssige Schreibweise, die lockeren witzigen Dialoge und frechen Wortspielereien haben mir da viel gerettet. Das Hin und Her mit zwei blauäugigen Bad Boys und deren intensiver Anziehungskraft, und die leider wenig spannungsgeladene Handlung haben das eher etwas flacher gehalten. Das Buch hatte seine tollen aufregenden Momente und ich bin trotzdem neugierig, wie es weiter geht und ob Rose Snow mich noch richtig mitreißen kann. Denn Potenzial ist gegeben!
Aber ganz überzeugen konnte der erste Teil dann leider nicht wirklich. Ich wäre aber gespannt auf den zweiten. Ihr seht, es ist ein Hin und Her und jeder muss selbst entscheiden, ob es ein paar Lesestunden wert ist.

Veröffentlicht am 18.09.2018

Zauberhafte Gute-Nacht-Geschichten

Kalle Körnchen: Kalle Körnchen
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"Kalle Körnchen: Ein kleiner Sandmann kommt groß raus" ist ein Gute-Nacht-Geschichten - Buch über den kleinen Wichtel Kalle, der plötzlich die Urlaubsvertretung für den echten Sandmann übernimmt. Zuerst ...

"Kalle Körnchen: Ein kleiner Sandmann kommt groß raus" ist ein Gute-Nacht-Geschichten - Buch über den kleinen Wichtel Kalle, der plötzlich die Urlaubsvertretung für den echten Sandmann übernimmt. Zuerst ist er sehr überrascht, dass es überhaupt klappt, aber zum Glück hat er ja Frechdachs Flick an seiner Seite und auch die Pflasterfee versorgt eventuelle Wehwehchen wunderbar.

Kalle startet in ein unvergleichliches Abenteuer. Er bringt den Kindern nicht nur Traumblasen, sondern schlichtet auch kleinere Streitsituationen, rettet besondere Schafe und Sternschnuppenmädchen oder versucht Flick aufzuhalten irgendwelchen Blödsinn anzustellen.

Das Cover ist zuckersüss und mit den kleinen glitzernden Effekten ein absoluter Hingucker für Erwachsene, als auch Kinder.

Mit einer kindgerechten Schreibweise, angenehmen Längen der Geschichten und einer zauberhaften Innengestaltung ist dieses süsse Buch eine Freude für Jedermann. Die Bilder sind farbenfroh und groß gestaltet. Man entdeckt zwar  viele kleine Details, aber die größeren Zeichnungen sind auch wunderbar für die Kleinsten gemacht.

Die Wortwahl ist ab und zu etwas zu niveauvoll für ein Alter von 3-6 Jahren, aber da es nicht allzu oft vorkommt, tut das den Geschichten keinen Abbruch.

Meine zwei Leseratten finden die Geschichten mit dem kleinen Wichtel Kalle Körnchen ganz toll und so war das Buch schnell zu Ende. Zu ihrem Missfallen. Mir persönlich hat jedes Mal dann auch noch der Abschluss der Geschichten gefallen. Es ist eine passende Frage zur vorangegangen Geschichte und jedes Mal ein schöner Abschluss um danach ins Bettchen zu gehen. Wie ein kleines Ritual, das den Kleinen nochmal ins Gedächtnis ruft um was es in der Geschichte ging und das sie vielleicht auch die Möglichkeit haben, dies gleich in ihrem Traum zu erleben.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Ein genialer zweiter Band

Der verbannte Prinz
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Morgan’s erster Weg nach der Pleite mit dem Wunsch, der ungewollten Verbindung mit Caél und dem brutalen Rauswurf von Aithan führt die junge Knochenhexe über ein paar kurze Abstecher zurück nach Yastia. ...

Morgan’s erster Weg nach der Pleite mit dem Wunsch, der ungewollten Verbindung mit Caél und dem brutalen Rauswurf von Aithan führt die junge Knochenhexe über ein paar kurze Abstecher zurück nach Yastia. Immer darauf bedacht Larkin nicht in die Hände zu fallen schmiedet Mor Pläne um ihren Verräter zu entlarven. Dabei tun sich mächtige Abgründe auf, welche die junge Wölfin immer wieder kurzzeitig in ihren Grundfesten erschüttern. Vertrauen wurde missbraucht und bei anderen Begegnungen werden Feinde plötzlich zu Freunden. Doch wem soll sie folgen?

Im zweiten Band der Reihe von Laura Labas wurde wieder mächtig was aufgefahren. Nicht nur die Geschichte von Morgan geht weiter, auch die Nebenhandlung um die Webhexe Rhea bekommt drastische Ereignisse. Verschleppt, betrogen und gebrandmarkt….
Ob sie ihren geliebten Prinzen jemals wieder sieht?

Die Spannung erreicht immer wieder horrende Spitzen. So oft erscheinen Situationen auswegslos nur um dann einen genialen Schlenkerer in eine ungewohnte Richtung machen zu lassen. Die Autorin bietet uns so einiges und ich habe mich nicht gelangweilt.

Durch die lockere, flüssige und vor allem sprachgewaltige Schreibweise fiel es mir leicht immer wieder in die Handlung einzutauchen. Das detailliert beschriebene Setting machte es mir leicht mit der Diebin durch die Städte zu streifen und ihre Aufgaben quasi mit zu erleben. Und davon bekommt sie reichlich neue. Wir treffen nicht nur alte Bekannte wieder, auch neue Charaktere haben sogar ziemlich schnell einen festen Platz in Morgan´s Leben.

Und doch konnte mich der erste Teil mehr begeistern. Ich kann das schwer beschreiben, ohne zu spoilern, aber zum Beispiel die neue Anbandelung einer Liebelei hat mich stutzig werden lassen, auch wenn ich den männlichen Charakter unglaublich fangirle. Aber wie wird es im dritten Teil sein? Ich bin etwas verwirrt, zumal ich eine andere Person im Auge hatte.

Dafür fand ich es unglaublich genial wie Laura Labas am Ende die Fäden wieder mal in die Hand genommen und ein Stück weit zusammen geführt hat. Daher hat mich das jetzt auch nicht unbedingt gestört und die Bewertung bleibt so.

Wer Fan von komplexeren Fantasygeschichten mit einer authentischen, starken, aber durchaus sensiblen Protagonistin ist, die gern mal Hintern versohlt, ist hier absolut richtig.

Vielen Dank für das Vorabexemplar.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine geniale Idee, aber verschenktes Potenzial

Der Dämonenprinz und ich
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Der Privatdetektivin Chloe Sanchez fällt bei einem Auftrag kein geringerer als der Thronanwärter der Dämonen vor die Füße. Als Mason sie anheuert um heraus zu finden, wer ihn umbringen möchte, beginnt ...

Der Privatdetektivin Chloe Sanchez fällt bei einem Auftrag kein geringerer als der Thronanwärter der Dämonen vor die Füße. Als Mason sie anheuert um heraus zu finden, wer ihn umbringen möchte, beginnt eine rasante Verfolgungsjagd. Zwischen Hexen mit verrücktem Aussehen, glitzrigen Feen, nackten Engeln und süchtigen Vampiren hat die ehemalige Polizistin alle Hände voll zu tun. Mit ihrer schlagfertigen Art, ihrem toughen Wesen und dem guten Herzen vereinnahmt sie andere Charaktere wie auch den Leser selbst und ich hatte viel Spaß mit ihr. Ich mag es ja, wenn Protagonistinnen ein bisschen Kick-Ass benutzen und so dem ganzen Verlauf eine schlagfertige Note geben.

Leider hab ich auch ein bisschen mehr erwartet, denn das Cover ist ja wohl mal der absolute Oberhammer. Es liegt nicht unbedingt an der Schreibweise der Autorin. Johanna B. Becking schreibt humorvoll, locker und leicht. Mit ihren malerischen Beschreibungen sieht man Setting und Charaktere super vor sich und kann der Protagonistin quasi auf Schritt und Tritt folgen. Es gibt auch genügend spannende Überraschungen und mir wurde nie langweilig. Ich hab das Buch innerhalb von drei Stunden durch gehabt.

Aber genau das fand ich eben auch so schade. Mir fehlt vollkommen die Tiefe und die Hingabe fürs Detail. Abläufe, bei denen man dachte, die Detektivin käme jetzt mal richtig in Schwierigkeiten wurden aalglatt gelöst und es griff ständig alles in sich, als gäbe es keine richtige Herausforderung. Die Emotionen gingen komplett an mir vorbei und ich hab quasi geguckt wie ein Schwein, wenn's blitzt, als da plötzlich eine Liebesgeschichte aufkam. Das war mir völlig unheimlich und aus der Luft gegriffen. Mir fehlte absolut der Bezug zum Gefühlsleben und ich habe mir so sehr gewünscht richtig gepackt zu werden - bei dem Ende vor allem von mehr Gefühlen.

Mason ist zwar ausdrucksstark, aber leider hat er echt nicht viel dahinter. Ich fand es zwar schön ein bisschen in die Vergangenheit einzutauchen, aber auch hier hätte ich mir gewünscht noch emotionaler gepackt zu werden. Man erfährt ein wenig über seine Familienverhältnisse, aber wer ist der Dämonenprinz denn bitte himself? Warum schiebt er Chloe vor und hat nicht ein bisschen mehr Po in der Hose. Warum ist sein Auftreten so charismatisch und vereinnahmend, aber leider nur heiße Luft? Und nochmal? Wie bitte konnte da eine Liebesgeschichte, wenn man dieses kurzen Miteinander überhaupt so nennen kann, entstehen?

Auch bei Chloe war das einfach zu wenig. Man erfährt nur beiläufig, warum sie keine Polizistin mehr ist und auch mit dem Vater wird sich eigentlich nicht auseinander gesetzt. Hier und da so ein kleiner Fetzen. Und dann sind da so tolle Nebencharaktere, aber auch hier wird nur knapp angerissen, warum der eine Medikamente nimmt und der die kleine Fee ein bisschen zu temperamentvoll ist. Es ist einfach so schade!

Alles in allem hat mich "Der Dämonenprinz und ich" kurzweilig unterhalten, aber da ich ja sehr gerne für die Protagonisten fangirle, hat mir hier einfach die Bindung gefehlt. Ich finde die Autorin hat definitiv großes Potenzial, aber das wurde hier für mich persönlich noch nicht richtig genutzt. Da geht noch was!

Veröffentlicht am 10.09.2018

Bewegend, schockierend, aber ein wenig mehr Emotionen hätten sein dürfen

One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
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Rachel ist tot. Die große Schwester von Beth wurde vor drei Jahren von einem Auto überfahren und seit dem ist in ihrer Familie nichts mehr, wie es einmal war. Verständlicherweise.
Und doch ist die 17 - ...

Rachel ist tot. Die große Schwester von Beth wurde vor drei Jahren von einem Auto überfahren und seit dem ist in ihrer Familie nichts mehr, wie es einmal war. Verständlicherweise.
Und doch ist die 17 - jährige, die noch am Leben ist, wie lebendig begraben. Sie darf keinen Hund haben, weil Rachel allergisch war. Sie darf zu keinen Partys, weil ihr ja etwas passieren könnte. Und nun soll sie auch noch von zu Hause aus studieren, damit ihre Eltern sie immer unter Kontrolle haben. Es ist grauenhaft. Beth bricht aus und dabei driftet sie auf eine Katastrophe zu, die immense Ausmaße hat und ihre Welt erschüttern wird.

Charlie Donnelly wurde für drei Jahre ins Gefängnis gesteckt. Nun ist er zurück und versucht sein letztes Jahr an der Highschool zu Ende zu bringen. Wann ist man endlich genug bestraft? Wann darf bzw. kann man Vergangenes lassen wo es ist - in der Vergangenheit? Ist ein 16 - jähriger, der ein Auto klaut und dabei ein Mädchen überfährt, gleichzeitig ein Mörder?

Wie würdest du entscheiden?

Ich für meinen Teil, war im Laufe der Handlung unglaublich wütend. Ich verstehe, dass man als Vater oder Mutter, Schwester oder Freund, wütend auf denjenigen ist, der einem die geliebte Person genommen hat. Man muss denjenigen ja nicht gleich lieben oder in der Familie aufnehmen. Aber wie man Charles in "One Small Thing" behandelt, ja quasi mobbt und diskriminiert, als Fußabtreter missbraucht und nichts als Hass entgegenbringt, hat mich bald zur Weißglut getrieben. Ich wollte ins Buch hüpfen und den Menschen gehörig meine Meinung sagen. Und gerade die, die sich am größten aufspielen, waren am Ende schlimmer, als der Achtung Sarkasmus böse, kriminelle Mörder von der armen Rachel.

Guckt man sich nämlich die Nebencharaktere mal an, wäre ich wahrscheinlich in der Situation von Beth böse ausgerastet. Aber ich muss gestehen, auch wenn sie so ihre Ausbrüche hat, habe ich Respekt vor ihr. Klar ist sie nicht unfehlbar, aber das macht sie sehr authentisch. Eine Mischung aus jungem Mädchen, das selbst noch dringend ihren eigenen Weg finden muss und junger Erwachsene, die reifer ist, als so mancher Volljähriger im Buch.
Ob ihre Eltern, die beste Freundin Scarlett, der Exfreund der Schwester Jeff oder auch andere... Man kann sie quasi alle in einen Sack werfen und drauf kloppen. Es würde nie den Falschen treffen.

Sympathisch sind mir die Menschen aus den Gebieten, die im Buch als schlechtes Umfeld bezeichnet werden. Ich glaube die und Beth haben ihr Hirn noch im Kopf und ansatzweise Herz in der Brust.

Was soll ich abschließend sagen. Die Schreibweise ist flüssig und locker. Die Wortwahl eher jugendlich gehalten, was ja sehr gut zum Setting passt. Mir hat an und für sich die Handlung gefallen, auch wenn sie ein wenig vorhersehbar war. Ab und zu hätte ich mir doch gewünscht, auch einem positiv gesinnten Menschen zu begegnen. Beth stand schon ziemlich alleine da und irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, dass keiner der Erwachsenen etwas reifer oder intelligenter sein soll. Das war in meinen Augen doch etwas unfassbar. Außerdem hat mir die schnelle Abhandlung am Ende irgendwie das Gefühl der Situation geraubt. Ich hätte mir da ein wenig mehr Input gewünscht um emotional noch einmal richtig mitgetragen zu werden.

Alles in allem ist "One Small Thing" ein Buch, das stark berührt und zum Nachdenken anregt, zumindest was das Gerechtigkeitsgefühl angeht. Alles andere hätte etwas intensiver sein können. Die Hauptcharaktere allerdings hab ich ins Herz geschlossen und Charlie wird absolut unterschätzt.