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Veröffentlicht am 05.07.2017

10 Jahre Qualen und Schuld…

Ein Gefühl wie warmer Sommerregen
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10 Jahre ist der Unfall her und doch kann Alis die Vergangenheit nicht hinter sich lassen…

Getrieben von ihren eigenen Gefühlen kämpft Alis täglich ehrenamtlich um das Leben von Menschen in Seenot. Sie ...

10 Jahre ist der Unfall her und doch kann Alis die Vergangenheit nicht hinter sich lassen…

Getrieben von ihren eigenen Gefühlen kämpft Alis täglich ehrenamtlich um das Leben von Menschen in Seenot. Sie liebt diesen Job und steckt ihr ganzes Herz in die Einsätze. An ihrer Seite der starke, ruhige Matthew, ihr sicherer Hafen und doch fehlt etwas. Das Risiko, das große Flattern von Schmetterlingen, vielleicht auch ein wenig die Freiheit… Als es ihr wie Schuppen von den Augen fällt und die beständige Welt der Alis Rivers plötzlich komplett über den Haufen geworfen wird, beginnt sie erst das Leben mit anderen Augen zu sehen….

Alis ist ein zwiespältiger Charakter. Auf der einen Seite – der beruflichen Ebene – ist sie souverän, stark und ausgeglichen. Die Ruhe in Person. Aber privat merkt man ihr die Erlebnisse und die daher kommende Zerrissenheit an. Anfangs geht sie keine Risiken ein, bleibt lieber in ihrem festgefahrenen System und wirkt eher jünger als die 28 Jahre, die sie ist. Aber im Laufe der Geschichte reift Alis und beginnt ihr Leben in die Hand zu nehmen. Sie lernt jemanden kennen und versteht, dass es da draußen mehr gibt, als Beständigkeit und ein warmes Gefühl in einer Beziehung. Ich finde sie total authentisch und realistisch gestaltet, konnte mich super in sie hineinversetzen und sehr gut nachempfinden, wie sich Seite um Seite die Fesseln um ihre Seele gelöst haben.

Evan ist genau das, was ein Mensch wie Alis gebrauchen kann. Lebensfroh, locker, frech und ständig herausfordernd. Kommt es hart auf hart, ist er der starke Fels in der Brandung. Auch er hat seine Altlasten, aber Evan ist in diesem süssen Roman der gefestigte Part. Eigentlich so garkein Typ für feste Beziehungen, kommt er der jungen Frau ganz gelegen. Bis.. ja bis das Leben ihnen vielleicht einen Strich durch die Rechnung macht.

Die Nebencharaktere sind auch absolut zauberhaft und liebevoll gestaltet. Ob Nina, Alis beste Freundin und ihr Mann Dave, ihr Onkel John oder Morgan und seine Tochter mit dem verrückten Schaf. Selbst die zuckersüsse Nebengeschichte um den verschrobenen Rhys und die durchgeknallte Sienna ist total schön eingebaut.

„Natürlich komme ich sofort… ich werde aber eine gute Stunde brauchen… Ja, bis gleich.“ Sienna ließ das Handy sinken und atmete tief durch. „Das war Carry vom Wildlife Center. Sie haben einen gestrandeten Schweinswal, ich muss sofort hin.“ Sie wandte sich ab, hielt dann aber inne und warf Rhys ein hinreißendes Lächeln zu, das sie bewusst einzusetzen vermochte. „Oh, keine Sorge, Sie müssen Ihre Meinung nicht ändern. Schweinswale sind keine besonders großen Tiere. Eher die Hamster der Wale, also ist es ja gut, dass ich eine Hamsterärztin bin, nicht wahr?“ (S. 57)

„Ein Gefühl wie ein warmer Sommerregen“ wurde aus der Erzählersicht von hauptsächlich zwei Charakteren geschrieben und ist in sich abgeschlossen. Allerdings wurde ab und zu ein Kapitel aus Rhys Sicht eingeschoben, was ich persönlich dieses Mal echt schön fand. Normalerweise tue ich mich schwer, wenn es zu viele Sichtwechsel werden, aber hier war es flüssig eingewoben und hat einfach dazu gepasst. Die Schreibweise von Ella Simon ist phänomenal. Sie schreibt so bildgewaltig, dass ich mich an die Küste versetzt gefühlt habe oder die Tage mit Alis auf der Ranch verbracht habe. Man konnte förmlich das Meer riechen, das Salz auf der Haut fühlen und die Brandung der Wellen hören. Das Setting war unglaublich schön beschrieben und mit diesem Buch habe ich wahrlich einen Kurzurlaub nach Tenby gemacht.

Aber nicht nur das hat mich begeistert. Die Achterbahn der Gefühle, die mich als Leser erwartete, war unvergleichlich. Von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt – ja ich wurde von der Dramatik weggerissen und habe Tränen vergossen! – es war alles dabei! Die Liebesgeschichte knisterte und loderte mit heißblütiger Leidenschaft auf und erschütterte mit wachsenden, tiefen Gefühlen.

Die Schicksalsschläge, die Vergangenheit, auch der Blick in die Zukunft und der Versuch einer 28-jährigen doch noch ihr Glück zu finden, bzw. überhaupt daran zu glauben, dass auch sie sowas wie Glück verdient hat – es war überwältigend und mein Herz hat geblutet, nur um dann gleich wieder vor lauter Aufregung zu klopfen!

Vervollständigt wurde die Story durch eine gesunde Portion frechen Humor in frischen, spritzigen Dialogen gepaart mit ständig auflebenden Spannungspitzen durch die Einsätze der Seenotrettung. „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ hat mich berührt und lässt mich wahrscheinlich auch gedanklich nicht so schnell los.

Ich freue mich unglaublich darauf, dass im Juli schon der Nachfolgeband über Reed veröffentlicht wird und ich die Charaktere noch einmal wieder treffen darf.

Das Cover ist wunderschön. Der hellblaue Hintergrund mit den küstentypischen Details, wie eine Muschel oder der Rettungsring passen super zur Geschichte und auch innen ist der Einband echt hübsch.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 05.07.2017

„Liebe mich nicht!“ Ja DAS sagt er so einfach...

GötterFunke 1. Liebe mich nicht
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Es ist ja auch nicht so als wären Göttersöhne hässlich und ausschließlich mit schlechten Charaktereigenschaften ausgestattet….

Jess atmet tief auf, als sie endlich den langersehnten Ausflug in die Rockys ...

Es ist ja auch nicht so als wären Göttersöhne hässlich und ausschließlich mit schlechten Charaktereigenschaften ausgestattet….

Jess atmet tief auf, als sie endlich den langersehnten Ausflug in die Rockys antreten darf. Zusammen mit ihren besten Freunden Robyn und Josh, sowie Robyns Freund Camden soll ihr letzter Sommer in einem Camp mitten in der Natur die erhoffte Entspannung von ihrer Familie bringen. Schon der Weg zum Camp ist den Phobien der jungen Frau nicht unbedingt zuträglich und das erschütternde Gewitter lässt die Nerven flattern. Als sie dort ankommen und Jess auch noch in den Bann von smaragdgrünen Augen gezogen wird – zu ihrem Leidwesen auch jedes andere weibliche Wesen im Camp – soll ihr Schicksal seinen Lauf nehmen…

Kennt ihr das Sprichwort „Unverhofft kommt oft“ ? Das hätte Cayden sich wohl mal besser vor Augen halten sollen als er den Wettstreit mit Zeus vereinbart hat, aber auch Götter sind nicht gefeit vor Fehlern und so müssen ein paar der Unsterblichen ihre Ferien im Camp verbringen.

„Götterfunke. Liebe mich nicht“ ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie von Marah Woolf. Es ist zum größten Teil aus der Erzählperspektive von Jess geschrieben. Und zwischendurch gibt es kurze Einblicke in die Aufzeichnungen eines Gottes.

Zuerst hat mich das Cover förmlich angesprungen. Der leicht glänzende Einband mit wunderschönen leichten Farben des Hardcovers im Gegensatz zu der etwas arrogant wirkenden Frau darauf ist wunderschön. Es passt super zum Inhalt.

Ich bin absolut begeistert. „Götterfunke. Liebe mich nicht“ ist das erste Buch von der Autorin für mich und ich frage mich gerade, wieso ich sie nicht schon viel eher für mich entdeckt habe. Die Schreibweise ist flüssig und ausdrucksstark. Marah Woolf schreibt locker und leicht, egal wie oft ich mit dem Buch kurz aussetzen musste, ich hatte nie Probleme wieder in den Lesefluss rein zu kommen! Es dauerte nur wenige Sätze und man ist sofort wieder gefesselt. Ihre Art zu beschreiben hat mich die Geschichte leben lassen.

Die Story von Jess, den Göttern und vielen anderen tollen Nebenprotagonisten ist so mitreißend, dass man überhaupt nicht mehr aus der Welt auftauchen möchte. Ich bin echt überrascht von der Dynamik. Es war nie langweilig, sondern immer etwas los ohne es zu überfallen! Spannungsspitzen ziehen sich durch das ganze Buch und finden im Finale einen tollen Höhepunkt. Erfrischender, genialer Humor hat mich so oft zum Lachen gebracht, dass ich schon Lachmuskelkater hatte und auch was die Gefühle betrifft gab es ein ganzes Repertoire zu durchleben. Auch Leidenschaft, Wut, Angst, Tiefgründigkeit, Neid, Verrat… So einiges kommt vor und man fühlt einfach mit.

Die Protagonisten sind durch die Bank authentisch und greifbar. Besonders toll finde ich, dass man die Götter vorher nicht kennen muss um zu verstehen was vor sich geht und vor allem dass diese menschlicher dargestellt sind, als man es von Göttern erwarten würde.

Ich bin echt zutiefst hingerissen von „GötterFunke“ und ich würde es am Liebsten nochmal neu lesen können. Ich konnte mich nur schwer trennen. Fantasyfans aufgepasst! Das ist eins meiner absoluten Highlights 2017, schon zu Beginn des Jahres!

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ich war schnell gefesselt

Stepbrother Dearest
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Eine schmerzlich schöne Liebesgeschichte, viel Dramatik und witzige Neckereien in einem Buch. „Stepbrother dearest“ von Penelope Ward hat mich in seinen Bann gezogen.

Das Buch besitzt zwei Teile. Anfangs ...

Eine schmerzlich schöne Liebesgeschichte, viel Dramatik und witzige Neckereien in einem Buch. „Stepbrother dearest“ von Penelope Ward hat mich in seinen Bann gezogen.

Das Buch besitzt zwei Teile. Anfangs ist Greta 17 Jahre alt, als ihr Stiefbruder Elec für 1 Jahr bei ihr und der Familie wohnen soll. Als er ankommt, ist er echt ein Riesenarschloch. Doch in seiner harten Schale steckt ein zutiefst verletztes Herz und mit der Zeit lebt er sich ein. Er kann auch der liebenswerten , herzlichen Art von Greta nicht entkommen und seine Schutzmauer beginnt zu bröckeln. Der zweite Teil beginnt 7 Jahre später und ist definitiv sehr spannungsgeladen. Emotional hat dieses Buch wirklich wahnsinnig viel zu bieten und ich habe es in ein paar Stunden durch gelesen. Die Story um sie, das dunkle Familiengeheimnis, die Schicksalsschläge, die sie erleiden mussten haben mich zutiefst aufgewühlt. Dazu kommt die intensive Leidenschaft. Man kann die Energie förmlich greifen und spürt wie es prickelt. Erotisch angehauchte Momente vervollständigen die Geschichte und die Schreibweise macht es einem leicht darin zu versinken. Sie ist flüssig und wortgewandt, abwechslungsreich und sie wirkt so lebendig.

Ich habe einen kleinen Kritikpunkt. Um nicht zu spoilern verrate ich nur ein wenig. Später gibt es eine Erklärung der Gedanken von Elec und das war mir zu detailliert, da einiges wie in den Kapiteln zuvor , als es passiert ist, Wort genau in der Schrift von Elec wieder gegeben wurde. Ich finde das hätte man etwas anders lösen können, damit es nicht so langatmig ist.

Das Cover sagt mir dieses Mal nur bedingt zu. Ich hätte es im Laden wohl nicht unbedingt beachtet.

Alles in Allem aber ein ganz tolles Buch.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ein bisschen anders als sonst, aber schön

Kein Kuss wie dieser
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„Kein Kuss wie dieser“ ist mal ganz anders, als ich es von Tanja Voosen gewohnt bin und doch wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte von Jessa und Quinn ist echt tiefschürfend. Jessa ist selbstbewusst ...

„Kein Kuss wie dieser“ ist mal ganz anders, als ich es von Tanja Voosen gewohnt bin und doch wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte von Jessa und Quinn ist echt tiefschürfend. Jessa ist selbstbewusst und stark aber eigentlich im Grunde ihres Herzens sehr sensibel und auch etwa unsicher. Sie musste schon frühzeitig selbstständig sein und kümmert sich auch noch um ihren kleinen Bruder Felix.

Quinn ist ein Arsch , wie er im Buche steht. Doch unter seiner harten Schale birgt er einen phänomenalen Charakter und genau weil er ist, wie er nunmal ist, versteht er Jessa am Allermeisten. Auch er hat sein Päckchen zu tragen und ist daher sehr abweisend zu den Meisten. Die zwei haben eine sehr traurige Gemeinsamkeit, was sie aber auch gerade deshalb zusammen schweißt. Ich bin dieses Mal beeindruckt von der Ernsthaftigkeit der Story und habe mir die Tränen nicht verdrücken können.

Natürlich kommt auch in dem neuen Buch Tanja’s wundervoller Humor nicht zu kurz. Ich hatte oft schon Bauchweh vor Lachen und die schlagfertigen Dialoge sind wieder mal genial. Die Kreativität gerade über Brady’s seltsame „Nachtaktivitäten“ war so richtig verblüffend und ich hatte echt Spaß in dem Kapitel. So abgedreht und verrückt. Ich werde hier nicht mehr verraten.

Nur so viel : Lasst die Show beginnen ?

Trotz der Tiefgründikeit ist „Kein Kuss wie dieser“ leicht und flüssig geschrieben. Ich kann mich immer wieder in die Geschichten von Tanja Voosen fallen lassen und bin ab der ersten Seite mitgerissen worden.

Einen kleinen Kritikpunkt hab ich. Irgendwie hat mir ein bisschen Spannung gefehlt, daher konnte es mich nicht zu 100% überzeugen.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Endlich wieder ein Buch der „Flüstern-Reihe“ ❤

Winterflüstern
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Auch wenn Kasie nicht direkt eine Regan ist, gehört sie als Cousine zur Familie und das merkt man ihr auch an. Sie hat das nervöse Geplapper, wie Lucy, und das nerdige wie Taylor an sich. Ich hab sie ...


Auch wenn Kasie nicht direkt eine Regan ist, gehört sie als Cousine zur Familie und das merkt man ihr auch an. Sie hat das nervöse Geplapper, wie Lucy, und das nerdige wie Taylor an sich. Ich hab sie sofort ins Herz geschlossen ! Und dafür, dass sie echt eine harte Zeit erlebt, ist sie eine liebenswerte und starke junge Frau. Ich bewundere sie sehr für ihr Durchhaltevermögen und ihre Stärke ! Es ist schön zu beobachten wie sie sich emotional wieder mehr auf andere Menschen einlassen kann.

Constantin Bash ist eine Type für sich. Das Beste an ihm sind seine Sprüche, mit denen er die Leute um sich rum immer zum Lachen bringt. Ich liebe seine nerdige und doch auch mega süsses Art. Er hat ein geniales Selbstvertrauen und Kasie kann sich immer auf ihn verlassen.

Auch Jemma und Archie kommen in ein paar wichtigen Drehpunkten vor. Jemma ist die abgedrehte, beste Freundin, ohne die das Konfetti im Buch fehlen würde und Archie ist für mich ein interessantes Rätsel, dass gerne noch in einem eigenen Buch gelöst werden darf. ? Auch altbekannte Gesichter aus den Teilen davor haben ihre Auftritte und ich habe oft gelacht.

Die Schreibweise von Tanja Voosen hat mich dieses Mal wieder sofort ab der ersten Seite abgeholt. Ich vergöttere ihren Humor und die ausdrucksstarke Art Bilder hervorzuzaubern und Emotionen auszulösen, um den Leser in ihrem Buch gefangen zu nehmen. Ich hab es an einem Tag verschlungen und kann „Winterflüstern“ sehr empfehlen. Der Leser bekommt eine zarte Liebesgeschichte mit einem traurigen Hintergrund, viel Hoffnung und wunderschönen Erkenntnissen.