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Veröffentlicht am 23.09.2023

Transhumanismus

KRYO – Die Verheißung
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Die Technologien zur Erweiterung und Optimierung des menschlichen Körpers sind umfangreich und angetrieben durch den Wunsch nach dem ewigen Leben werden sie auch immer lukrativer. Julia Wild begibt sich ...

Die Technologien zur Erweiterung und Optimierung des menschlichen Körpers sind umfangreich und angetrieben durch den Wunsch nach dem ewigen Leben werden sie auch immer lukrativer. Julia Wild begibt sich auf der Suche nach ihrem spurlos verschwundenen Sohn Michael in die skrupellose Welt und stößt dabei auf mächtige Gegner. Was hat der junge Chirurg Michael Wild herausgefunden und wer könnte ihn aus dem Verkehr ziehen wollen? Es entwickelt sich eine gefährliche und zugleich sehr mühselige Suche, die aber von einer entschlossenen und furchtlosen Mutter geprägt ist...

Die schweizerische Autorin Petra Ivanov konnte mich schon mit einigen ihrer Kriminalromane begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude in ihr neues Werk gestartet bin. Sie erzählt die futuristisch anmutende Geschichte in einem gut zu lesenden, aber auch sicherlich nicht ganz anspruchslosen Schreibstil, der dem Thriller einen besonderen Charme verleiht. Mit dem Transhumanismus hat sich Petra Ivanov einem brisantem aber auch hochaktuellen Thema gestellt. Ihr gelingt es sehr gut aus meiner Sicht den Gedanken dieser Generation, die nächste Evolutionsstufe mit der Fusion von Mensch und Maschine zu erzielen, in eine spannende fiktive Geschichte einzubetten. Die Hintergrund-informationen wirken sehr gut recherchiert und geben ein authentisches Bild dieser Bewegung wieder. Der Spannungsbogen wird mit dem Verschwinden von Michael Wild gut aufgebaut und über die aufwendige und facettenreiche Suche auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten werden interessant gezeichnet und tragen zum Gelingen des Buches bei.

Insgesamt ist "Kryo - Die Verheißung" für mich der gelungene Auftakt einer besonderen Thriller- Trilogie, die einen Blick in die Zukunft wagt und mich mehrmals nachdenklich das Buch zur Seite hat legen lassen. Ich bin sehr gespannt auf den Folgeband, empfehle das vorliegende Buch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Ab in den Ofen

Kochen mit Christina
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Der Löwenzahn-Verlag hat bereits einige Backbücher von und mit Christina Bauer veröffentlicht und ich bin mittlerweile ein Fan der Reihe geworden. Immer wieder erhalte ich gute Tipps zur Zubereitung von ...

Der Löwenzahn-Verlag hat bereits einige Backbücher von und mit Christina Bauer veröffentlicht und ich bin mittlerweile ein Fan der Reihe geworden. Immer wieder erhalte ich gute Tipps zur Zubereitung von Gerichten und tolle Rezeptideen, dementsprechend bin ich auch mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in das neue Werk "Kochen mit Christina" gestartet. Hier wird die Welt des Backens ein wenig verlassen, ohne aber den Ofen außen vor zu lassen.

Themenschwerpunkt des Kochbuches ist die Zubereitung im Backofen. Wie vielseitig dies sein kann, zeigt schon das Inhaltsverzeichnis. In den aus meiner Sicht sehr umsichtig gewählten Rubriken wie "Wenn es mal schnell gehen muss", "Wenn Besuch zum Essen kommt" oder "Wenn es mal vegetarisch sein soll" zeigt sich schon die Alltagstauglichkeit des Buches. Insgesamt sind es nicht die völlig neuen Kreationen, die mit viel Aufwand und exotischen Zutaten zubereitet werden, sondern eher die Klassiker der Küche, die hier gut beschrieben und hervorragend in Szene gesetzt werden. Begeistert haben mich bisher vor allem die "Pikant gefüllten Palatschinken", die "Spinat-Quiche" und die "Topfenstrudel-Lasagne". Die Rezepte sind bestens beschrieben, so dass kein Problem beim Nacheifern entsteht und die Fotos setzen die Speisen hervorragend in Szene und regen so zum Nachahmen an. Die Rezepte sind sehr vielschichtig, so dass sowohl der Vegetarier als auch der Liebhaber von Fleischgerichten fündig werden kann und gut angeleitet tolles Essen auf den Teller zaubern kann.

Insgesamt ist "Kochen mit Christina" ein aus meiner Sicht rundum gelungener Ratgeber rund ums Kochen mit dem Backofen. Besonders gefallen hat mir die Alltagstauglichkeit des Buches, da die Rezepte leicht nachzukochen sind, einfach zu beschaffende Zutaten verwendet werden und trotz des geringen Aufwands hervorragende Geschmackserlebnisse kreiert werden können. Somit ein toller Ratgeber, der in keinem Koch- und Backbuch-Regal fehlen sollte. Daher empfehle ich ihn gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Ein sehr berührender Roman

Kein guter Mann
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Walter ist Postzusteller und mag seinen Beruf, aber er eckt immer wieder mit seiner etwas schroffen Art an. Ein eskalierter Streit mit einem Kunden bringt ihm letzten Endes die Strafversetzung in die Abteilung ...

Walter ist Postzusteller und mag seinen Beruf, aber er eckt immer wieder mit seiner etwas schroffen Art an. Ein eskalierter Streit mit einem Kunden bringt ihm letzten Endes die Strafversetzung in die Abteilung für unzustellbare Briefe ein. Wenig begeistert liest er so die Briefe, die an das Christkind gerichtet wurden, in erster Linie mit Listen unterschiedlichster materieller Wünsche zu Weihnachten. Eines Tages hält er aber einen Brief vom siebenjährigen Ben in der Hand, der Gott fragt, wie man einen Klempner ruft. Neugierig geworden antwortet Walter ihm und es entsteht eine Verbindung zwischen den Beiden, die eine echte Chance birgt, Gutes zu bewirken...

Der Autor Andreas Izquierdo hat mich mit seinen Romanen schon mehrfach begeistert, so dass ich mit viel Vorfreude in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte vom einsamen und verloren wirkenden Postboten Walter in seinem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, was mich als Leser schnell mit dem Schicksal des Hauptprotagonisten verbunden hat. Walters Schicksalsverlauf war zunächst von Erfolgen gespickt. Er war sehr beliebt und gerade in seiner großen Leidenschaft, dem Fußball, mehr als erfolgreich. So lernt er auch die Liebe seines Lebens kennen und das Glück scheint keine Grenzen zu haben, aber viele Jahre später fristet er ein einsames Dasein. Was hat sein Leben aus den Fugen geraten lassen? Über die Freundschaft zu dem kleinen Ben arbeitet Walter auch sein eigenes Leben noch einmal auf, was Chancen auf beiden Seiten bedeuten kann. Andreas Izquierdo gelingt es aus meiner Sicht mit seiner einfühlsamen Art hervorragend, diese hochemotionale Geschichte erlebbar zu machen. Der Roman hat mich bis zur letzten Seite berührt und lange nicht losgelassen.

Insgesamt ist "Kein guter Mann" ein für mich toller und fesselnder Roman, der ans Herz geht. Es hat mir großen Spaß bereitet, das Buch zu lesen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Eines meiner absoluten Lesehighlights in diesem Jahr, so dass ich es natürlich auch sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Leider etwas enttäuschend

Meine Männer
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Die siebzehnjährige Brynhild arbeitet in Norwegen auf einem Hof als Aushilfskraft. Sie verliebt sich in den Sohn des Hofherren und erlebt ihre ersten sexuellen Erfahrungen und Ekstasen. Als sie feststellt, ...

Die siebzehnjährige Brynhild arbeitet in Norwegen auf einem Hof als Aushilfskraft. Sie verliebt sich in den Sohn des Hofherren und erlebt ihre ersten sexuellen Erfahrungen und Ekstasen. Als sie feststellt, dass sie schwanger ist, sieht sie sich in der Zukunft an der Seite des Mannes, den sie über alles liebt. Dieser reagiert aber ganz anders, schlägt Brynhild und sie verliert das Kind. Verzweifelt wendet sie sich zunächst an ihre Eltern und von dort an ihre Schwester in den USA. Auch hier ist ihr Glück nur von kurzer Dauer und es reift etwas in ihr, was noch einigen Männern zum Verhängnis werden soll.

Der Klappentext von "Meine Männer" klang sehr ansprechend und gerade die angekündigte einzigartige Sprachkraft der norwegischen Autorin Victoria Kielland hat mein Interesse geweckt. Ich bin daher mit einer hohen Erwartungshaltung in das aus meiner Sicht gelungen und wertig gestalte Buch gestartet und war zunächst auch sehr angetan. Victoria Kielland erzählt die Geschichte in einem an einigen Stellen durchaus poetisch wirkenden Schreibstil, war aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mehr gestört hat mich aber, dass die Autorin für mich nur an der Oberfläche blieb, als sie über das bemitleidenswerte Schicksal der jungen Norwegerin Brynhild berichtet hat. Die wirklichen inneren Konflikte einer Person, die sich zur ersten Serienmörderin in den USA entwickelt, bleiben unerwähnt und die Erzählung beschränkt sich auf die Anreihung von Bekanntschaften die nach den ersten sexuelle Kontakten mit dem Tod der Männer enden. Ich hatte schon ein wenig mehr Tiefgang erwartet, so dass mich das Buch auch nicht wirklich fesseln konnte.

Insgesamt bin ich schon ein wenig enttäuscht, auch wenn "Meine Männer" ein Erzähltalent der norwegischen Autorin mehr als nur andeutet. Ich glaube, dass hier sicherlich noch deutlich mehr möglich gewesen wäre und würde daher sicherlich noch einmal ein Buch aus der Feder von Victoria Kielland lesen. Insgesamt bewerte ich den Roman mit drei von fünf möglich Sternen.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Pfanntastisch

Einfach in die Pfanne!
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Die gute alte Bratpfanne leistet sicherlich viele gute Dienste, wie vielseitig sie aber eingesetzt werden kann, zeigt uns der Star- und Fernsehkoch Christian Henze in seinem Kochbuch "Einfach in die Pfanne" ...

Die gute alte Bratpfanne leistet sicherlich viele gute Dienste, wie vielseitig sie aber eingesetzt werden kann, zeigt uns der Star- und Fernsehkoch Christian Henze in seinem Kochbuch "Einfach in die Pfanne" Der Schwerpunkt des Ratgebers ist auch schon in der Gliederung des Buches zu erkennen, es ist das Wort "Einfach". So gibt es die Unterteilung in die Rubriken "Einfach und express", "Einfach und leicht" oder "Einfach und deftig" und ähnliches. Es sind alles Rezepte die für jeden gut nachzuahmen sind und somit eine absolute Alltagstauglichkeit aufweisen.

Trotz der vermeintlichen Einfachheit in den Gerichten, haben sie mich bisher nachhaltig beeindruckt. So sind die "Knusprigen Gemüsepuffer mit Aprikosen-Feta-Topping" ein echtes Highlight und gerade durch die Kombination mit dem außergewöhnlichen Topping aus meiner Sicht auch äußerst kreativ. Ebenfalls konnte ich mit dem "Grillkäse mit Parmesanspinat" und dem "Veggie-Shashuka mit Hüttenkäse" mehr als nur punkten und die Gerichte stellen auch die enorme Vielschichtigkeit der Möglichkeiten mit der Pfanne tolle Mahlzeiten zu zaubern unter Beweis. Selbst für Freunde des süßen Geschmacks gibt es spannende Anregungen, so konnten mich der "Karamellisierte Kaiserschmarrn mit weißer Schokolade" echt begeistern. Das Ganze wird mit tollen Fotos sehr gut in Szene gesetzt und regt zusätzlich zum Nachahmen an.

Insgesamt ist "Einfach in die Pfanne" aus meiner Sicht ein wertvoller und absolut alltagstauglicher Ratgeber, der in keinem Back- und Kochbuchregal fehlen sollte. Gerade weil er sich auf ein Spezialthema mit der Pfanne fokussiert und sowohl bei den Zutaten als auch bei den Rezepten auf exotische und spektakuläre Elemente verzichtet. Ich empfehle das Kochbuch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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