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Veröffentlicht am 25.04.2021

Blinde Rache

Ine-ane-u und tot bist du
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Das Ermittler-Duo Alex Wild und Theo Bergmann wird zu einen vermeintlichen Unfalltatort gerufen, wo aufgrund von Augenzeugen aber schnell klar wird, dass es sich um einen kaltblütigen Mord handelt. Beim ...

Das Ermittler-Duo Alex Wild und Theo Bergmann wird zu einen vermeintlichen Unfalltatort gerufen, wo aufgrund von Augenzeugen aber schnell klar wird, dass es sich um einen kaltblütigen Mord handelt. Beim Opfer wird eine rätsel-hafte Nachricht entdeckt, die darauf hindeutet, dass es eine dunkle Vergangen-heit geben könnte. Kurz darauf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, auch bei ihr wird ein ähnlicher Hinweis entdeckt. Zudem muss Theo Bergmann feststellen, dass er beide Opfer kennt, und die drei ein lang zurückliegendes gemeinsames Geheimnis haben, welches sie jetzt noch einmal einholt...

Die Autorin Lilly Frost hat mit "Ine-ane-u-und-tot-bist-du" einen aus meiner Sicht packenden Thriller geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einem äußerst lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir das Geschehen bildreich vor Augen führte. Gleichzeitig arbeitet sie mit vielen kurzen Kapiteln, die mit den einhergehenden Perspektivwechseln die Handlung mehr Tiefe geben und ihr ein noch höheres Tempo verleihen. Der Spannungsbogen wird mit dem ersten Mord direkt zu Beginn des Buches klassisch aufgebaut und über die fesselnden Ermittlungen mit einigen überraschenden Wendungen auf einem stets sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine komplexe und raffiniert aufgebaute Geschichte, die mich bis zum fulminanten Finale in den Bann ziehen konnte. Es wurde zunehmend schwieriger für mich das Buch aus der Hand zu legen, auch weil die Protagonisten mit ihren interessanten Charaktern zum Gelingen des Buches beigetragen haben.

Insgesamt war "Ine-ane-u-und-tot-bist-du" ein für mich mehr als gelungener Thriller/Kriminalroman, der mit einer tollen Story und dem Erzähltalent der Autorin überzeugen konnte und auf weitere Fälle für das Ermittler-Duo hoffen lässt. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Äußerst unterhaltsamer Provinzkrimi

Prost, auf die Erben
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Brunngries soll in neuem Glanz erscheinen. Der Bauunternehmer Ludwig Holzinger hat ein neues Chaletdorf errichtet, welches kurz vor der Eröffnung steht. Der Touristenansturm soll Brunngries neues Leben ...

Brunngries soll in neuem Glanz erscheinen. Der Bauunternehmer Ludwig Holzinger hat ein neues Chaletdorf errichtet, welches kurz vor der Eröffnung steht. Der Touristenansturm soll Brunngries neues Leben einhauchen und da kommt es mehr als ungelegen, das just dieser Bauunternehmer tot in seiner Badewanne aufgefunden wird. Hauptkommissar Tischler wird herbeigerufen und zum Entsetzen des Bürgermeisters ist relativ schnell klar, dass es sich nicht um einen Unfall sondern um Mord handelt. Ludwig Holzinger war nicht gerade ein Menschenfreund und so entwickeln sich die Ermittlungen für Tischler zu einer echten Herausforderung, denn die Verdächtigen stehen quasi schon Schlange...

"Prost auf die Erben" ist bereits der zweite Band aus Brunngries. Schon der erste Teil "Prost auf die Wirtin" hat mir ausgesprochen gut gefallen, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen Fall eingestiegen bin. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder gut im bayrischen Brunngries angekommen. Der Autor Friedrich Kalpenstein erzählt die Geschichte in seinem lebendigen und gut zu lesenden Schreibstil und sorgt mit seiner gekonnten Mischung aus Spannung und Humor trotz des Mordes für eine entspannte Atmosphäre und Lesevergnügen. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod des Baulöwen zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die turbulenten Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Den besonderen Charme erhält der Kriminalroman durch die gute Weiterentwicklungen der Protagonisten und einer ausgeklügelten Geschichte.

Insgesamt ist "Prost auf die Erben" die für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit sympathischen Protagonisten, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich empfehle den Provinzkrimi daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Guter Regio-Krimi

Böse Wetter
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Die BKA-Sonderermittlerin Hannah Stein wird an die tschechische Grenze des Erzgebirges gerufen, da der mysteriöse Fund einer abgetrennten Hand für viel Aufregung sorgt. Die Hand stammt von einem vermissten ...

Die BKA-Sonderermittlerin Hannah Stein wird an die tschechische Grenze des Erzgebirges gerufen, da der mysteriöse Fund einer abgetrennten Hand für viel Aufregung sorgt. Die Hand stammt von einem vermissten Polizisten und sie wurde nicht nur abgetrennt, sondern auf eigentümliche Art und Weise ablentiert. Es ergeben sich zunächst viele offene Fragen und vom vermeintlichen Opfer fehlt jede Spur. Hannahs Ermittlungen führen sie in die dortige Drogenszene. Es scheint ein Kampf um die Vorherrschaft im Handel mit Crystal Meth zu gehen, in den auch eine ansässige Motorrad-Gang verwickelt ist. Es entwickelt sich ein komplexer Fall für die eigenbrötlerische Ermittlerin...

"Böse Wetter" ist der Auftaktband zu einer Kriminalroman-Reihe aus dem Erzgebirge um die BKA-Ermittlerin Hannah Stein. Die Autorin Gesa Knolle erzählt die Geschichte in einem temporeichen und gut zu lesenden Schreibstil, mit dem sie die etwas düstere Atmosphäre um die tiefen Wälder an der tschechischen Grenze gut einfängt. Der Spannungsbogen wird mit dem Fund der abgetrennten Hand direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die Ermittlungsarbeiten auf einem hohen Niveau gehalten. Im Verlauf ergeben sich immer mehr Fragezeichen und der raffiniert aufgebaute Fall entwickelt sich für die Ermittlerin zu einer immer größeren Herausforderung. Manchmal überschlagen sich ein wenig die Ereignisse und die Vielzahl der Protagonisten sorgten an der einen oder anderen stelle mal dafür, dass ich ein wenig die Übersicht verlor. Zum Ende hin führt Gesa Knolle aber alle Handlungsstränge wieder zusammen und sorgt mit einer überraschenden und gut nachvollziehbaren Auflösung für einen gelungenen Abschluss.

Insgesamt ist "Böse Wetter" aus meiner Sicht ein gelungener Auftakt einer Krimi-Reihe um eine interessant charakterisierten Hauptprotagonistin, die immer wieder aneckt, aber auf mich einen sympathischen Eindruck gemacht hat. Ich würde mich freuen noch mehr von ihr zu lesen, so dass ich "Böse Wetter" gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Familiengeheimnisse

Die Blaue Reiterin
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Eigentlich deutet alles auf einen tragischen Unfall in den Bergen hin, als die Leiche einer siebzigjährigen Frau in den Wädern des Oberammergaus gefunden wird. Die unkonventionelle Metzgerin und Jägerin ...

Eigentlich deutet alles auf einen tragischen Unfall in den Bergen hin, als die Leiche einer siebzigjährigen Frau in den Wädern des Oberammergaus gefunden wird. Die unkonventionelle Metzgerin und Jägerin Theresa Hack kann und will aber nicht glauben, dass die rüstige Rentnerin und erfahrene Bergwanderin wirklich bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Zumal sie nach den ersten Recherchen auf einige Ungereimtheiten stößt, die in der vorliegenden Häufung schon einen sehr großen Zufall darstellen würden. Mit ihrem Charme und ihrer Hatnäckgikeit überzeugt sie die Kommissare vor Ort den Fall noch einmal aufzurollen...

"Die blaue Reiterin" ist der zweite Band um die außergewöhnliche und manchmal auch etwas eigenwillige Metzgerin Theres Hack, deren Leidenschaft die Aufklärung rätselhafter Verbrechen ist. Ich bin mit diesem Teil in die Reihe gestartet und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Die Autorin Monika Pfundmeier erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell nach Oberammergau entführt hat. Der Spannungsbogen wird mit einer verhängnisvollen Wanderung im ersten Kapitel gut aufgebaut und über die wirklich außergewöhnlichen Ermittlungsarbeiten auf einem hohen Niveau gehalten. Monika Pfundmeier wechselt dabei geschickt zwischen zwei Handlungssträngen in verschiedenen Zeiten, um mögliche Tathintergründe aufzuzeigen und erhöht damit noch einmal das hohe Tempo. Es entwickelt sich eine raffiniert aufgebaute Geschichte die bis zum fulminanten und überraschenden Finale spannend bleibt.

Insgesamt hat mir "Die blaue Reiterin" als emotionaler Regionalkrimi mit einem sehr gut recherchierten historischen Hintergrund ausgesprochen gut gefallen. Der Kriminalroman überzeugte mich in erster Linie mit einer interessant charakterisierten Hauptprotagonistin, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent der Autorin. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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