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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Spannender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt die vermisste Frau auf dem Flugblatt in der Nähe der Uni sofort. Zu traumatisch waren die Umstände, als sie im Kindesalter entführt wurde und dabei Nicole Klement ...

Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt die vermisste Frau auf dem Flugblatt in der Nähe der Uni sofort. Zu traumatisch waren die Umstände, als sie im Kindesalter entführt wurde und dabei Nicole Klement kennenlernte. Aufgeschreckt nimmt Luisa Kontakt mit der Polizei auf, wo Hauptkommissar Ramin Brunner den Fall übernimmt. Gerne nimmt er die Hilfe Luisas an, die sich aufgrund ihres eidetischen Gedächtnisses noch sehr gut an die Vergangenheit erinnert. Da der damalige Entführer wieder kurz zuvor auf freien Fuß gesetzt wurde, scheint es sehr wahrscheinlich, dass sich die dramatischen Ereignisse von damals wiederholen sollen...

Der deutsche Autor Arno Strobel ist eigentlich ein Garant für die Spannungsliteratur. Schon mehrfach konnte er mich mit seinen Geschichten in den Bann ziehen, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem temporeichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der das Buch für mich schnell wieder zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird um die vermisste Nicole Klement und die Freilassung des damaligen Entführers Lichner sehr gut zu Beginn des Buches aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Strobel arbeitet hier auch mit vielen kurzen Kapiteln, die mit den jeweilig einhergehenden Perspektivwechseln für ein zusätzliches Tempo sorgen. Es entwickelt sich eine sehr spannende Geschichte, die mit vielen überraschenden Wendungen zunehmend komplexer wird. Eine gut nachvollziehbare und gelungene Auflösung rundet das Ganze dann ab.

Insgesamt ist "Ungelöst - Die erste Zeugin" ein gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die mich verheißungsvoll auf den zweiten Band blicken lässt. Der Thriller überzeugt mit einer guten Grundidee, interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors. Wer Thriller mag, die weniger auf "laute" Effekte, sondern eher auf psychologische Tiefe eingehen, sei das Buch ans Herz gelegt. Die Bewertung fällt mit den vollen fünf von fünf Sternen entsprechend positiv aus.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Spannung aus der Schweiz

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Chefermittler Dominik Dornach bekommt es mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Der Regisseur Tom Kurti soll den renommierten Kulturpreis "Prix de Soleure" für seinen Dokumentarfilm über Gewalt gegen Frauen ...

Chefermittler Dominik Dornach bekommt es mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Der Regisseur Tom Kurti soll den renommierten Kulturpreis "Prix de Soleure" für seinen Dokumentarfilm über Gewalt gegen Frauen erhalten, wird aber kurz vor der Preisverleihung brutal ermordet. Der provokante Regisseur hat aufgrund seines Schaffens viele Feinde und den Ermittlern eröffnet sich ein Sammelsurium aus Bedrohungen. Schnell wird Dornach aber klar, dass der Fall vielleicht mit einem ungelösten Verbrechen aus seiner Vergangenheit zusammenhängt. So wird der Fall zu einem ganz persönlichen Einsatz, bei dem es um Leben und Tod geht...

"Solothurn ruft nach Vergeltung" ist bereits der siebte Band aus der Reihe um den sympathischen Ermittler Dominik Dornach. Die bisherigen Fälle konnten mich immer begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in das neue Werk vom Schweizer Autor Christof Gasser gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in einem ruhigen aber sehr intensiven Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt und mich schnell in die Schweiz entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem Mord an den Regisseur direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die kniffligen und mit überraschenden Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Geschickt und mit Feingefühl verwebt Christof Gasser das brisante Thema des Femizids in die Handlung und verleiht dem Kriminalroman damit eine zusätzliche Tiefe. Auch die Weiterentwicklung der Protagonisten trägt zum Gelingen des Buches bei, so dass ich bis zum fulminanten Finale, welches die Geschichte mit einer nachvollziehbaren, aber für mich überraschenden Auflösung gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Solothurn ruft nach Vergeltung" ein für mich sehr gut gelungener Kriminalroman, der mit einem gesellschaftskritischen Thema, einer spannenden und raffiniert konstruierten Story, sehr interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich freue mich auf weitere Fälle für Dominik Dornach, empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Gefangen im Schnee

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Die Mörder-Mitzi kommt in ihrem Ruf wieder einmal nach und zieht den Tod und das Verbrechen an. Ein gemütliches Retreat in den Bergen ist geplant, als eine Gruppe von acht Personen sich zu einer entlegenen ...

Die Mörder-Mitzi kommt in ihrem Ruf wieder einmal nach und zieht den Tod und das Verbrechen an. Ein gemütliches Retreat in den Bergen ist geplant, als eine Gruppe von acht Personen sich zu einer entlegenen Berghütte aufmacht, Schon vor dem offiziellen Beginn entdeckt Mitzi eine Leiche in einem aufgebauten Schneemann. Um die Gruppe nicht zu verunsichern, beschließt sie in Absprache mit dem Leiter des Events, den Vorfall nicht zu erwähnen, da aufgrund eines starken Schneefalls ein Abbruch des Ganzen nicht möglich ist. Als dann aber eine weitere Person stirbt, beginnt die Mörder-Mitzi mit den Ermittlungen, um weiteren Schaden von der Gruppe abzuwenden...

"Die Mörder-Mitzi und der eiskalte Tod" ist mittlerweile der siebte Band um die sicherlich spezielle aber sehr liebenswerte Maria Konstanze Schlager, auch Mörder-Mitzi genannt. Ich habe bereits viele Kriminalromane von der Autorin Isabella Archan gelesen und jedes mal kann sie mich mit ihrem wortgewandten und mehr als unterhaltsamen Schreibstil begeistern. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet. Der Spannungsbogen wird mit dem schnellen Auffinden der männlichen Leiche im "Schneemann-Gewand" zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die sehr erschwerten Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Isabella Archan schafft mit der eingeschlossenen Gruppe samt Täter ein klassisches Krimi-Szenario, verleiht ihm aber dank ihrer mehr als interessant gezeichneten Protagonisten ein Eigenleben. Die clever inszenierte Geschichte lädt zum Miträtseln ein, um dann im spannenden Finale wahrscheinlich doch noch von der schwer vorhersehbaren Auflösung überrascht zu werden.

Insgesamt ist "Die Mörder-Mitzi und der eiskalte Tod" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einer außergewöhnlich und charmant skizzierten Protagonistin, raffiniert ausgedachten Fällen und natürlich dem Wortwitz und Erzähltalent der Autorin überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Spannende Reise in die Nachkriegszeit

Zurück unter Mördern
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Der junge Jurist Henry Mahler versucht sich in Hamburg als Privatermittler und bekommt es gleich mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Oswald Lassaly, der Erbe einer großen Kaffeehandelsdynastie, kehrt ...

Der junge Jurist Henry Mahler versucht sich in Hamburg als Privatermittler und bekommt es gleich mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Oswald Lassaly, der Erbe einer großen Kaffeehandelsdynastie, kehrt nach Deutschland zurück, auf der Suche nach Gerechtigkeit und einer neuen Zukunft für sich und seine Frau. Im Krieg wurde seine Familie enteignet und der gesamte Konzern ging für einen völlig unangemessenen Betrag, der auch noch einbehalten wurde, auf einen neuen Besitzer über. Kann Oswald Lassaly mit der Hilfe von Henry Mahler seine moralischen Ansprüche gelten machen? Steckt noch viel nationalsozialistisches Gedankengut in den Köpfen der Entscheidungsgremien?

Der Autor Michael Jensen hat mit "Zurück unter Mördern" einen aus meiner Sicht spannenden und ergreifenden Kriminalroman geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der die damaligen Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die authentisch wirkenden Ermittlungsarbeiten des Privatermittlers Henry Mahler auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine packende Story, die mich mit ihren gut recherchierten historischen Informationen immer wieder ergreifen und erschaudern konnte. Eine gut nachvollziehbare und für mich auch überraschende Auflösung rundet diese Reise in die düsteren Zeiten der deutschen Geschichte dann gelungen ab.

Insgesamt ist "Zurück unter Mördern" ein für mich mehr als gelungener historischer Kriminalroman, der mit sehr interessant gezeichneten Protagonisten, einem historisch bewegenden und sehr gut wiedergegeben Zeitraum, sowie mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte das Buch folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Komplexe Dystopie

Dogma der Wahrheit
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Hagen lebt in einer Welt, die nicht mehr viel mit ihren Ursprüngen zu tun hat. Jeder Gedanke wird kontrolliert und kritische werden sogar brutal bestraft, in der Regel mit dem Tod. Dieses dystopische Szenario ...

Hagen lebt in einer Welt, die nicht mehr viel mit ihren Ursprüngen zu tun hat. Jeder Gedanke wird kontrolliert und kritische werden sogar brutal bestraft, in der Regel mit dem Tod. Dieses dystopische Szenario wird für Hagen erst nicht mehr ignoriert, als ihm bereits alles genommen wurde. Nun versucht er für die alten Werte und Rechte einzustehen und jagt dem Mythos des Root-Chips hinterher. der die Kontrolle zurückgewinnen lassen soll. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei einem Kampf, den Hagen eigentlich nicht gewinnen kann...

Mit "Dogma der Wahrheit" hat der Autor E.X. Behemoff einen dystopischen und aus meiner Sicht auch recht anspruchsvollen Thriller veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem eigenen sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der bei mir einen Lesesog entstehen ließ. Dieser war aber auch notwendig um in dieser komplexen Geschichte auch richtig anzukommen. Zunächst wurde ich mit Protagonisten und technischen Details überlagert, die mich im Verlauf immer mehr verwirrten, als das sie für Aufklärung sorgten. So entwickelt sich nach und nach das "Grid", eine virtuelle Welt, die dystopische Züge aufweist und durchaus unserer aktuellen Realität nicht weit entrückt ist. Dies lässt das Ganze bedrohlich wirken und verleiht dieser fiktiven Welt einen ordentlichen Schub an Authentizität. Der Spannungsbogen baut sich in der Welt um Hagen und seine Bezugspersonen auf, konnte bei mir aber aufgrund der manchmal sehr orientierungslos wirkenden Geschichte nicht immer aufrechterhalten werden.

Insgesamt ist "Dogma der Wahrheit" aus meiner Sicht ein kritischer, dystopischer und sehr komplexer Thriller, der beim Lesen definitiv die volle Aufmerksamkeit einfordert. In dieser Geschichte muss man einfach dran bleiben, um in die virtuelle Welt wirklich eintauchen zu können. Mir hat es im Verlauf immer besser gefallen und mein Durchhaltevermögen wurde belohnt. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt, empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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