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Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Geister der Toten

Die Toten von nebenan
1

Frau Löfflers Großmutter erzählt ihr, dass sie sich durch die Welt der Lebenden frei bewegen kann. Sie kann durch Dächer und Wände schweben, kann ihr Alter frei wählen - eine durchaus verlockende Welt, ...

Frau Löfflers Großmutter erzählt ihr, dass sie sich durch die Welt der Lebenden frei bewegen kann. Sie kann durch Dächer und Wände schweben, kann ihr Alter frei wählen - eine durchaus verlockende Welt, wenn man nicht tot wäre. Denn das ist sie nun, nach dem Fahrradunfall…

…und sie staunt nicht schlecht, als ihr hier, in ihrem Viertel, die schon lange toten Nachbarn begegnen. Mehr noch, sie alle wohnen wie zu ihren Lebzeiten in ihren Häusern - egal, ob diese nun leer stehen oder wieder bewohnt werden. Die Lebenden nehmen sie nicht wahr, sie haben sich nach dem Ableben der früheren Bewohner neu eingerichtet, ein Haus wurde sogar abgerissen und neu aufgebaut, was die Parallelwelt der Toten nicht zu stören scheint, denn diese wohnen nach wie vor mit ihren alten Möbeln, ihrem Geschirr und all ihrem Besitz - nur die Toten sehen sich gegenseitig.

Kaum hat sich Frau Löffler mit ihrer neuen Situation vertraut gemacht, kommt Herr Tober ins Spiel. Seine Anhänger sind Feuer und Flamme, als er ihnen das „Paradies auf Erden“ – wie er sein Projekt nennt – verspricht. Sie wollen die Lebenden aus ihren angestammten Häuser und Wohnungen vertreiben, sie wollen sie regelrecht vergraulen.

Ein so faszinierendes wie schwer greifbares Szenario stellt Olivia Monti in den Raum, ihre Parallelwelt hat gar satanische Züge. Herr Tober ist die Verführung in (Geister)Person, der ihnen Wünsche abverlangt, um diese dann zu ihrer mehr oder weniger Zufriedenheit einzulösen. Es kommt wie im richtigen Leben zu Rivalitäten, zu Eifersucht und Missgunst, all die schlechten Gefühle drängen sich mehr und mehr in den Vordergrund.

„Die Toten von Nebenan“ haben mich sofort in ihr Universum gezogen, ich kenne und schätze Olivia Montis Stil seit „Sterbewohl“. Ein nachdenklich machendes Buch über eine erzwungene Sterbehilfe, eine Mischung aus Krimi und Dystopie. Und hier, bei den „… Toten von Nebenan“, hat sie neben anderem auch paranormale Studien mit einfließen lassen. Ihre Figuren werden stets mit Frau oder Herr angesprochen, was schon allein deshalb für eine gewisse Distanz sorgt, dem Thema der Toten durchaus angemessen.

Was wäre wenn… man dem Bösen folgt, der den Hass und die Gier weiter schürt um des eigenen Vorteils willen? Natürlich sollte jedem klar sein, dass nichts umsonst ist. Ist dieses angebliche Paradies wirklich erstrebenswert? Ein schaurig-schönes Lesevergnügen über die Kunst der Verführung, ohne Weiteres auf die Lebenden und unsere gar nicht so heile Welt übertragbar.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Das Schicksal zweier Heimkinder, das tief berührt

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
1

Susanne Abel erzählt die Geschichte zweier Heimkinder, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nichts mehr haben außer sich selbst. Der Junge ist 1942 geboren, mehr geben seine Ausweispapiere nicht her. ...

Susanne Abel erzählt die Geschichte zweier Heimkinder, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nichts mehr haben außer sich selbst. Der Junge ist 1942 geboren, mehr geben seine Ausweispapiere nicht her. Auch der Familienname ist bis auf die ersten Buchstaben unleserlich, also wird er ab sofort als Willeiski geführt. Die Liste mit den Vornamen steht bei Hartmut, seine neue Identität steht somit fest. Wir schreiben das Jahr 1945. Zu dem Zeitpunkt ist Margret Tucke elf Jahre alt, ihre Eltern sind im Krieg umgekommen. Beide wachsen in einem Kinderheim auf, in dem Nonnen für Zucht und Ordnung sorgen.

Die Handlung und die Personen – bis auf wenige Ausnahmen – sind fiktiv, die Schicksale jedoch sind es nicht. Die Autorin hat viel Zeit in die Recherche investiert, viele Zeitzeugenberichte fließen mit ein. Alles, was sie schreibt, was sie beschreibt, entspricht den Tatsachen. Wenn man bedenkt, dass beim Suchdienst des DRK in den Nachkriegsjahren 1945 bis 1950 14 Mio Suchanfragen eingingen und davon 300.000 Kinder betrafen, die von ihren Eltern gesucht wurden oder selbst gesucht haben, wird erst das ganze Ausmaß dieser verlorenen Kinder sichtbar. Das Nachwort gibt darüber Auskunft.

Es sind zwei Zeitebenen, die im Wechsel erzählt werden. Von 2006 bis 2017 ist es Emily, die bei ihren Urgroßeltern Margret und Hardy aufwächst wie zuvor schon ihre Oma Sabine und ihre Mama Julia. Die beiden Letztgenannten sind sehr jung Mutter geworden, beide waren sie überfordert, beide haben sie ihr Kind an Margret und Hardy abgeschoben. Emilys Nachfrage nach ihrem Vater beantwortet Julia nicht, dabei wäre dies für ihre Tochter so wichtig. Das Schweigen, das Verschweigen, zieht sich wie ein unsichtbares Band durch die Generationen.

Die Zustände in den Heimen waren alles andere als christlich, die Kinder werden körperlich und seelisch grausam misshandelt. Von Nächstenliebe keine Spur. An den wehrlosen Kindern werden Medikamententests durchgeführt, sie werden als Nummern geführt und auch so angesprochen, jede kleinste Verfehlung wird mit Schlägen und Einsperren geahndet. Mit dem kleinen Hardy durchlebe ich seine Odyssee, es verschlägt ihm regelrecht die Sprache. Was den Nonnen einen weitern Grund gibt, ihn zu bestrafen. Die etwas ältere Margret ist es, die sich seiner annimmt und auch sie ist es, die ihn fest an der Hand hält, wann immer es ihr möglich ist. Aber auch sie durchlebt ihre persönliche Hölle, auch sie erlebt Missbrauch, geglaubt wird ihr jedoch nicht. Die Nachwirkungen dieser schrecklichen Jahre ziehen sich durch ihrer beider Leben.

„Manchmal hilft es, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, damit die alten Wunden heilen können“ meint eine Ärztin, die Margret wegen eines Rezeptes aufsucht. Hört sich gut an, ist aber nicht einfach. Sollen all diese schrecklichen Jahre wieder präsent sein? Da ist Verdrängen oft der einzige Ausweg.

Das Buch hat mich tief berührt und es hat mich erschüttert ob dieser unfassbaren Härte, die Heimkinder ertragen mussten, die sie für ihr weiteres Leben gezeichnet haben. Die Figuren sind feinfühlig gezeichnet, man spürt ihre innere Zerrissenheit und auch die Liebe und die Fürsorge, die sie verbindet. Ein wiederum sehr lesenswertes Buch von Susanne Abel, das ich jedem ans Herz legen möchte.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ein Schöngeist der besonderen Art

Garden Girls
2

„Garden Girls“ klingt nach Schönheit, nach Freiheit, nach Natur, nach Sommer und Wärme, auch vermittelt das Cover auf den ersten Blick dieses warme Gefühl - von Blumen umgeben, ein stimmungsvolles Ambiente, ...

„Garden Girls“ klingt nach Schönheit, nach Freiheit, nach Natur, nach Sommer und Wärme, auch vermittelt das Cover auf den ersten Blick dieses warme Gefühl - von Blumen umgeben, ein stimmungsvolles Ambiente, dazu Beethovens Mondscheinsonate. Zum Dahinschmelzen romantisch.

Wäre da nicht diese Dissonanz, dieser Missklang, diese so falschen Töne, denn schon der Prolog zerstört dieses Bild, er lässt mich frösteln. „Komm, meine kleine Blume. Hinein mit dir.“

FBI-Agent Tiberius Granger, kurz Ty genannt, wird mit seinen Kollegen zu einem Leichenfund gerufen. Eine vom Hals bis zu den Schenkeln mit Rosen tätowierte Frau lehnt am Eingang eines Leuchtturms. Bald ist klar, dass es sich um Amy-Rose Rydell handelt, die seit einem halben Jahr vermisst wird. Auch Lily Hayes Leiche, von der seit fünf Monaten jede Spur fehlt, wird an einem anderen Leuchtturm, ähnlich drapiert, mit Lilien tätowiert, gefunden.

Ty wird von seiner Vergangenheit eingeholt, er trifft auf seine große Liebe Bexley Hemmingway, die er viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Ahnah, Bex Schwester, ist verschwunden – ist auch sie diesem „Tattoo-Künstler“ in die Hände gefallen? Die fieberhafte Suche beginnt.

Die Zeit drängt, denn ein schwerer Sturm hält genau auf ihre Gegend zu. Sie gehen momentan von acht vermissten Frauen aus, sie alle tragen eine Blume im Namen. Die bedrohliche Atmosphäre ist stets gegenwärtig und die Frage, ob auch Bex Schwester von diesem schöngeistigen Ungeheuer festgehalten wird, schwingt mit. Zwischendurch meldet sich der Täter selber zu Wort, er scheint Ty ganz nahe zu sein, bleibt jedoch unsichtbar. Und - wir bekommen Einblicke in seine Welt.

Die Story fesselt sofort. Es tauchen so etliche zwielichtige Gestalten auf, denen man jedes Verbrechen zutrauen würde. Dann wieder sind es private Offenbarungen, die Ty fast den Boden unter den Füßen wegziehen. Man spürt seine innere Zerrissenheit, auch scheint eine Sekte eine nicht zu unterschätzende Rolle zu spielen. Und immer wieder dieses „schöne“ Bild der Blumen, die vollkommene Ästhetik, die doch so verstörend anmutet.

Dieser Thriller ist voller Dramatik, die Szenen beklemmend, die Figuren gut nachvollziehbar gezeichnet. Lediglich der Schluss war mir zu langatmig, ich hätte ihn mir kurz und knackig gewünscht, dieses Langgezogene, alles bis ins letzte Detail Erklärende, wäre für meine Begriffe nicht notwendig gewesen. Alles davor ist Gänsehautfeeling, es ist Spannung pur – ein absolut empfehlenswerter Thriller.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Spionage und mehr in Kriegszeiten

Der Italiener
2

Elena Arbués findet einen schwer verletzten Mann am Strand. „Er trug einen Gürtel mit einem Messer, am linken Handgelenk zwei seltsame große Uhren und am rechten eine dritte. Die Zeiger einer von ihnen ...

Elena Arbués findet einen schwer verletzten Mann am Strand. „Er trug einen Gürtel mit einem Messer, am linken Handgelenk zwei seltsame große Uhren und am rechten eine dritte. Die Zeiger einer von ihnen standen auf 7.43Uhr.“ Einen Moment lang dachte sie, es könnte sich um einen Matrosen handeln, denn sie erinnert sich an die nächtliche Explosion und das brennende Schiff. Sie schleppt ihn kurzerhand zu ihrem nahe gelegenen Haus, sie ruft nicht die Guardia Civil. Kurz darauf wird er von Unbekannten abgeholt.

Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß ist, dass er – Teseo - als Kampftaucher einer italienischen Spezialeinheit mit Stützpunkt in Algeciras angehört, die mit ihren maiale (das sind mit jeweils zwei Tauchern bemannte Torpedos) sich direkt an die britischen Schiffe heranpirschen, um diese mit Sprengsätzen zu versehen mit den Ziel, sie zu versenken. Es waren sehr effiziente Kriegswaffen und sollten sie wider Erwarten doch entdeckt werden, sind sie entsprechend ausgerüstet, um ihr Gerät zu zerstören und sich selbst dem verräterischen Tauchanzug zu entledigen.

Elena Arbués entscheidet sich, für die Italiener die Lage auszukundschaften. Sie als Spanierin kann ohne größere Probleme auf die britische Seite wechseln, auch hat sie in einem befreundeten Buchhändler eine Tarnadresse und doch kann sie als Spionin jederzeit auffliegen. Ein gefährliches, ja ein durchaus tödliches Spiel beginnt.

Arturo Perez-Revertes Roman basiert auf realen Ereignissen. Lediglich die hier agierenden Personen sind fiktiv, auch einige Situationen sind der Handlung angepasst. 1942 und 1943 - während des Zweiten Weltkrieges - versenkten oder beschädigten italienische Kampftaucher in Gibraltar und in der Bucht von Algeciras insgesamt vierzehn Schiffe der Alliierten. Diese Info lese ich, bevor ich mit der Gruppe Orsa Maggiore, wie sie sich nannten, abtauche.

Diese Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen sind es die Protagonisten - die Tauchgruppe und auch Elena - mit denen ich hautnah am gefährlichen Geschehen bin. Und dann führt der Autor Jahrzehnte später mit einigen der damaligen Helden Gespräche. In diese Art der Erzählung musste ich mich erst einfinden, da lediglich ein neuer Absatz die unterschiedlichen Zeiten und Sichtweisen voneinander trennt. Bald aber war ich tief drin, sodass ich mich auf diese gefährlichen Szenarien ganz einlassen konnte.

„Liebe und Sabotage in Zeiten des Krieges“ ist eher Sabotage in vielen Facetten denn Liebe, die eher angedeutet wird. Was mir sehr zupass kommt, denn ein Zuviel davon wäre diesem Kriegs- und Spionageroman abträglich gewesen. So aber stimmt die Balance, diese unglaubliche und dicht erzählte Geschichte ist für jeden historisch Interessierten sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Absoluter Lesegenuss

Verschworen
1

Den Wiedereinstieg nach der Babypause hat sich Polizeikommissarin Elma etwas weniger stressig vorgestellt. In Akranes, einer isländischen Hafenstadt in der Region Vesturland, nördlich von Reykjavík, wird ...

Den Wiedereinstieg nach der Babypause hat sich Polizeikommissarin Elma etwas weniger stressig vorgestellt. In Akranes, einer isländischen Hafenstadt in der Region Vesturland, nördlich von Reykjavík, wird die Leiche des vierzigjährigen Þorgeir gefunden. Dem ersten Anschein nach ist er mit sieben Messerstichen ermordet worden. Hat die Botschaft über seinem Bett, mit Blut geschrieben, etwas mit seinem Tod zu tun? Bald ist klar, dass es sich um den Auszug eines Kirchenliedes handelt, der Sinn dahinter jedoch erschließt sich weder Elma noch ihrem Vorgesetzten Hörður.

Der mittlerweile fünfte Island-Krimi führt zwischendurch fünfundzwanzig Jahre zurück in ein Ferienlager, in dem Þorgeir mit seinen Jugendfreuden die Ferien verbrachte. Damals kam es zu einem Unfall mit Todesfolge, die Ermittlungsakte jedoch, die Elma anfordert, gibt nicht viel her. Aber Elma lässt nicht locker, sie ahnt einen Zusammenhang mit ihrem heutigen Fall.

Da ich die Vorgängerbände aus der Reihe „Mörderisches Island“ verschlungen habe, war ich auf Band fünf sehr neugierig, der mich letztendlich eine schlaflose Nacht gekostet hat.

Als erstes war es das Personenregister, das ich als hilfreich empfand, denn gerade die isländischen Namen sind mir nicht geläufig. Es ist in Personengruppen unterteilt, der Lesefluss ist schon allein deshalb gegeben. Die Story ist raffiniert aufgebaut, ich erlebe ein und dieselbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln, die ich zeitversetzt lese. Daneben und dazwischen sind es viele, die mir verdächtig erscheinen, jedoch scheint bei jedem mehr als ein entscheidendes Detail zu fehlen. Ein ziemlich großer, alter Blutfleck, der mit einem Teppich abgedeckt ist, gibt Rätsel auf. Warum wird der erwähnt? Und das nicht nur einmal? Hat er eine Bedeutung? Elma nimmt Þorgeirs Umfeld, sein heutiges und sein damaliges Leben, auseinander.

Und dazwischen sind es die privaten Momente mit Sævar und ihrer kleinen Tochter Adda, die nun er in Elternzeit betreut, welche die Ermittlungsarbeit auflockern. Hörður wiederum hat an ganz anderer Front zu kämpfen, ein Sturz setzt ihm ziemlich zu. Die Aufklärung steht aber dennoch stets im Vordergrund. Elma ist auf der richtigen Spur, was nicht jedem gefällt, sie aber nicht davon abhält, sowohl den Vorkommnisse im Ferienlager vor langer Zeit als auch den heutigen Verbrechen nachzugehen.

Eva Björg Ægisdóttir bietet eine wendungsreiche Story, die sich ziemlich vielschichtig präsentiert, um auf verschlungenen Pfaden dann doch gelöst zu werden. Ihre charakterlich starken Figuren sind allesamt glaubhaft, allen voran natürlich Elma und Hörður neben Sævar, der – so wie es den Anschein hat – schwer an einem Geheimnis trägt, das sich vielleicht im nächsten Band offenbart. Und natürlich werde ich wieder dabei sein, im „Mörderischen Island“.

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