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Veröffentlicht am 23.04.2025

Elise und Valérié – gelungener Auftakt der Montmartre-Dilogie

Montmartre - Licht und Schatten
1

Elise Lambert wird als Tochter einer einfachen Wäscherin am 28. Juni 1866 geboren. Sie wächst in Armut auf den Hügeln von Montmartre auf. Am gleichen Tag, wenig später, erblickt Valérie Dumas das Licht ...

Elise Lambert wird als Tochter einer einfachen Wäscherin am 28. Juni 1866 geboren. Sie wächst in Armut auf den Hügeln von Montmartre auf. Am gleichen Tag, wenig später, erblickt Valérie Dumas das Licht der Welt. Sie ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers am Boulevard de Clichy, dementsprechend behütet ist ihre Kindheit. Der Lebensweg der beiden scheint vorgezeichnet, denn im ausgehenden 19. Jahrhundert hat eine Frau zu heiraten und ihrem Manne zu dienen - was weder für Elise noch für Valérie erstrebenswert ist.

Eine frühreife Freundin nimmt Elise heimlich mit, um sich in einem Variété unter die Tanzenden zu mischen. Sie ist begeistert vom Cancan, Jacques Offenbachs Galop infernal, der Höllen-Cancan, hat es ihr besonders angetan und spätestens da reift in ihr der Wunsch, diesen schnellen Tanz zu erlernen und zu vervollkommnen.

Valérie ist zeichnerisch überaus begabt, viele Stunden verbringt sie malend in Vaters Galerie. Über ihr Ansinnen jedoch, eine Malakademie, die ausschließlich männlichen Schüler offen steht, zu besuchen, ist er nicht erfreut. Dennoch macht er es ihr möglich, als einzige Frau dort aufgenommen zu werden, allerdings muss sie so einige Einschränkungen in Kauf nehmen.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, angefangen von der späten Kindheit der beiden im Jahre 1878 über ihre mehr oder weniger wilde Jugend bis hin zu den darauf folgenden stürmischen Jahren. Weiter geht es dann auf den Weg zum Erfolg, Licht und Schatten endet mit ihren nunmehr dreiundzwanzig Jahren 1889.

Dabei begegnen ihnen viele heute weltberühmte Künstler. Henri Toulouse-Lautrec spielt eine große Rolle, auch Suzanne Valadon, Vincent van Gogh, Camille Pissarro, Edouard Manet und Claude Monet, um nur einige wenige zu nennen. Louise Weber, die als La Goulue als laszive Tänzerin Berühmtheit erlangte, ist in Elises Geschichte eingewoben. Eine schillernde Persönlichkeit, die mir bis dato unbekannt war. Ihr Charakter passt sich perfekt der anzüglichen, ja unzüchtigen, der frivolen Atmosphäre einschlägiger Nachtlokale – in ihrem Fall Tanzlokale - an. Die Autorin klärt zum Schluss über Wahrheit und Fiktion auf. Dabei wird klar, dass sie sich zwar künstlerische Freiheiten gegönnt, aber doch sehr viel an Wahrem wiedergegeben hat, wenngleich so einiges im fiktiven Bereich angesiedelt ist.

Der erste Teil der Montmartre-Dilogie hat mich sofort ins Buch gezogen. Die gegensätzlichen Lebenswege der beiden Frauen, die sich irgendwann begegnen, sind interessant und spannend erzählt, auch das Who’s Who der Kunstszene gibt sich die Ehre, was mir besonders gut gefällt. Beide Erzählstränge sind reizvoll, wobei mich Elises erste Lebensjahre noch mehr bewegt haben, was sich aber dann im Laufe der Geschichte ausgleicht. Vom Dorf Montmartre, in dem die armen Leute ihr Dasein fristeten bis hin zur Eröffnung des Moulin Rouge und der Pariser Weltausstellung und vielem mehr erstreckt sich der Roman, der von viel Licht, aber auch von noch mehr Schatten erzählt. Viel ist die Rede von den Stilrichtungen der damals aktuellen Malerei – eine kurze Erklärung dazu findet man am Ende des Buches, ebenso eine Liste der erwähnten Kunstwerke. Marie Lacrosse vermittelt Interessantes über eine Zeit, in der Frauen nicht viel zu melden hatten, einzelne es aber dennoch mit viel Durchhaltevermögen nach oben geschafft haben.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Sie reden nicht dieselbe Sprache

Die Summe unserer Teile
1

„Wir sind mehr als die Summe unserer Teile“ hat einst Lyudmila zu ihrer kleinen Tochter Daria gesagt. Als Kind konnte sie damit nichts anfangen. Ihre Mutter war nie nur eine Person, sie war schon immer ...

„Wir sind mehr als die Summe unserer Teile“ hat einst Lyudmila zu ihrer kleinen Tochter Daria gesagt. Als Kind konnte sie damit nichts anfangen. Ihre Mutter war nie nur eine Person, sie war schon immer mehrere gewesen – so denkt Daria im Nachhinein über sie.

Mit „Die Summe unserer Teile“ hat die Österreicherin Paola Lopez, die in Berlin lebt, ihren Debütroman vorgelegt. Es ist ein Roman über Mütter und Töchter und deren mehr als konfliktbeladenes Verhältnis zueinander.

Die 23jährige Lucy ist Informatikstudentin. Sie lebt seit drei Jahren in Berlin und nun wird sie direkt mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. In ihrem WG-Zimmer steht der Steinway ihrer Kindheit, ihr WG-Mitbewohner hat ihn für sie angenommen und nun schäumt sie vor Wut über ihre Mutter, die ihr dieses Ding nachgeschickt hat, nachdem sie endlich ihre Adresse herausgefunden hat. Nach drei Jahren Funkstille. Denn Lucy ist ohne ein Wort einfach weg, keiner wusste, wo sie war.

Nach diesem geschickt gemachten Anfang möchte ich schon wissen, was es mit diesem Steinway auf sich hat, allerdings muss ich mich gedulden, denn nun schwenkt die Erzählung ins Jahr 1976 zurück zur Medizinstudentin Daria, die später dann eine Kinderarztpraxis eröffnet. Sie ist Lucys Mutter und möchte alles besser machen. Besser als ihre Mutter Lyudmila, die im Alter von achtzehn Jahren ihre Familie in Polen verließ. Eigentlich aber floh sie vor den Nazis und sie landete schließlich in Beirut, wo sie Chemie studierte und ihren Professor Haddad ehelichte. Sie war mit Leib und Seele Chemikerin, sie eiferte ihrem großen Vorbild Marie Curie nach, für ihre Tochter Daria blieb da nicht viel Zeit. Eine Nanny war ihr Mutterersatz, was für Daria später dann, als sie selber Mutter war, nie infrage kam.

Von 1942 bis 2014 wird von den drei Frauen und deren Leben erzählt. Nicht chronologisch, aber doch übersichtlich dank der den Kapiteln vorangestellten Orts- und Zeitangaben. Lucy steht im Zentrum. Sie sucht nach ihren Wurzeln. Sie ist der Auslöser dieser Erzählung, die die Geheimnisse zwischen den Frauen zutage fördert.

Sie reden nicht dieselbe Sprache, sowohl im wörtlichen und auch im übertragenen Sinne. Und genau dieses Nicht-Gesagte und Falsch-Verstandene schwebt über ihnen, es nimmt immer mehr Raum ein. Lucy, Daria, Lyudmila – es sind drei ganz eigenwillige Persönlichkeiten, die mir im Laufe der Erzählung nicht nahe kommen. Es gibt schockierende Szenen wie etwa jene, als Lyudmila nach Lucys Geburt nach München kommt und ganz anders reagiert, als man es erwarten würde. Gut, Lyudmilas Schicksal wird mehr durchleuchtet – ist sie deshalb so hart geworden? Irgendwann dann wandelt Lucy auf Lyudmilas Spuren, sie fährt nach Sopot, was ihr allerdings in punkto Großmutter nicht recht weiterhilft. Überhaupt ist es die Figur Lucy, die sehr eigennützig handelt. Nicht nur ihrer Mutter gegenüber ist sie anklagend, obwohl sie es war, die schon in ganz jungen Jahren ihr ureigenstes Ding durchgezogen und den Kontakt zu ihren Eltern rigoros gekappt hat. Sie benimmt sich auch ihren Freunden gegenüber ziemlich übergriffig, was diese jedoch ganz entspannt übersehen.

Die 250 Seiten lassen sich gut lesen. Die sehr unterschiedlichen Lebensweisen sind spürbar, ebenso die generationenübergreifende Sprachlosigkeit. Und auch wenn mich das Buch etwas verloren zurücklässt, so wird es den doch sehr nüchternen, vernunftorientierten Frauen durchaus gerecht, was zumindest die beiden Mütter beschreibt.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Das Leben ist nicht fair

Night Road – Der Sommer unseres Lebens
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Kristin Hannah hat mir schon viele intensive Lesestunden beschert. Sie ist eine erstklassige Erzählerin, was sie mit „Night Road. Der Sommer unseres Lebens“ wiederum beweist.

Lexi Baill wurde seit jeher ...

Kristin Hannah hat mir schon viele intensive Lesestunden beschert. Sie ist eine erstklassige Erzählerin, was sie mit „Night Road. Der Sommer unseres Lebens“ wiederum beweist.

Lexi Baill wurde seit jeher von einer Pflegefamilie in die nächste gegeben, nachdem ihre Mutter wieder mal im Gefängnis gelandet ist. Nach deren Tod nimmt sich eine Tante ihrer an und auch wenn das Geld knapp ist, so spürt Lexi das erste Mal in ihrem Leben, wie viel Geborgenheit und Liebe wert sind.

In der neuen Schule geht Lexi auf die schüchterne Mia zu, beide Mädchen sind bald unzertrennlich, auch Mias Zwillingsbruder Zach ist von Lexi sehr angetan und auch ist sie in der Familie der Zwillinge stets willkommen. Die drei verbringen einen herrlichen letzten Sommer, denn bald werden Mia und Zach auf ein College wechseln, das nur die Besten der Besten annimmt und zudem nur für die Kinder vermögender Familien erschwinglich ist. Die drei kosten jeden Moment aus, sie sind jung, sie feiern das Leben.

Bis dann das Unfassbare geschieht und die Nacht auf der Night Road ihr bis dahin unbeschwertes Leben auf den Kopf stellt. Es ist eine falsche Entscheidung, die ihren Schwur, für immer zusammenzustehen, sich nie aus den Augen zu verlieren, zunichte macht.

Dieser Sommer wird mir großteils aus Lexis Perspektive nähergebracht und dann ist es noch Jude Farraday, deren Fürsorge ihren Kindern gegenüber ich mit eher gemischten Gefühlen sehe. Alles ist leicht und unbeschwert, Kristin Hannah fängt diese so lebensbejahenden Teenager gut ein, auch Jude als überfürsorgliche Mutter kann ich mir bestens vorstellen. Und dann ist es diese eine Fehlentscheidung, die zur Katastrophe führt. Es folgen Schuldzuweisungen und Schuldgefühle, jeder ist betroffen und jeder geht anders mit dieser Tragödie um. Und wenn man meint, alles ist schlimm genug, dann wird es noch härter, so manch Reaktion macht mich fassungslos. Gibt es Gerechtigkeit? Und wenn ja – für wen? Gelingt es, zu vergeben?

Night Road macht mich unendlich traurig, aber doch weiß ich, dass diese Schicksalsschläge zum Leben gehören. Kristin Hannah greift ein Thema auf, das man am liebsten verdrängen würde. Alles beginnt in dieser einen Nacht, ein Verlust wiegt schwer. Und doch ist es damit nicht getan, denn nachfolgende Entscheidungen führen noch tiefer ins Verderben.

Es sind aufwühlende Themen, derer sich die Autorin annimmt. Man spürt in jeder Figur ihr ureigenes Empfinden, die einen sind geprägt von Hass und Rachegedanken, andere wiederum zerfrisst ihre tief empfundene Schuld, die direkt in Selbstaufgabe ausartet. Dieses und noch vieles mehr ist emotional, aber nie geschmacklos wiedergegeben. Auch hier zeigt sich der meisterhafte und so ergreifende Erzählstil der brillanten Autorin, deren Bücher ist allesamt verschlungen habe und auch in Zukunft will ich mir keines entgehen lassen.

Wer auch nur eines von Kristin Hannahs Büchern kennt, weiß um ihren charakteristischen Schreibstil. Es ist ein absolut lesenswertes, ein so ergreifendes Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen will.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Brutal und unerbittlich

Narbensommer #Thriller
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Der zweite Davids- und Martin-Thriller ist nichts für Zartbesaitete, soviel gleich mal vorweg. Marc Davids und Zoé Martin haben es mit einer Bestie zu tun, denn die Opfer weisen nicht nur Bisswunden auf, ...

Der zweite Davids- und Martin-Thriller ist nichts für Zartbesaitete, soviel gleich mal vorweg. Marc Davids und Zoé Martin haben es mit einer Bestie zu tun, denn die Opfer weisen nicht nur Bisswunden auf, die von einem Wolf stammen könnten, sie sind daneben auch dermaßen schlimm zugerichtet, dass man sich beim Lesen direkt die Augen zuhalten möchte.

Alles beginnt vor zwanzig Jahren. Nach der Abi-Feier wird Michelle H. auf dem Heimweg überfallen und getötet, sie weist Bisswunden auf, die allem Anschein nach von einem Wolf stammen könnten.

Und nun, zwanzig Jahre danach, geht es wieder los. Die 23jährige Altea Mema, eine albanische Staatsbürgerin, wird tot aufgefunden. Sie wurde bestialisch ermordet, ihre Leiche dürfte schon sechs bis sieben Tage hier liegen. Der alte Lagerkomplex gehört den Albanern, er dient als Umschlageplatz für Kokain und dergleichen. Es folgen weitere Morde, allesamt waren sie Prostituierte, sie weisen Bisswunden auf und zudem wurden sie regelrecht ausgeweidet.

Das AS9 folgt einer Fährte aus Blut und Tod im Frankfurter Rotlichtmilieu, Marc und Zoé arbeiten mit der Abteilung Bandenkriminalität zusammen. Zum Team gehören Ayman Elmalah und die IT-Spezialistin Nicole Unger, unterstützt werden sie hier von dem Kriminaloberkommissar Bernd Konstantin, der sich mit Marc so manchen Schlagabtausch liefert. Die beiden scheinen so gar nicht miteinander auszukommen, bei ihren schon hart ausgeführten Dialogen musste ich so manches Mal schmunzeln, wenngleich ich dann wieder ziemlich erbost über diesen Konstantin war. Gerade diese halbprivaten Einschübe sind es, die das knallharte Prozedere um die Mordaufklärung und die gnadenlosen Machtkämpfe zwischen der albanischen Mafia und einer Rockergruppierung ein wenig auflockern.

Wie schon im ersten Buch um die beiden Ermittler spielt auch hier Social Media eine Rolle, was unserer realen Welt schon sehr nahe kommt. Hier kommt Leon ins Spiel, der während eines Video-Drehs für eine Band seine Drohne über das weitläufige Hafengelände kreisen lässt und dabei so manche Szene festhält, die für Marc und Zoés Arbeit von Bedeutung sein könnte.

Auch der zweite Davids- und Martin-Thriller hat mich ziemlich geschockt, ich war gefühlt direkt dabei, die detaillierte Beschreibung der Opfer hat mir schon einiges abverlangt, auch ging es hochexplosiv zur Sache, was mir dann doch etwas zu viel an Dramatik war. Nichtsdestotrotz empfehle ich jedem Thriller-Fan diesen „Narbensommer“ und nun bin ich auf Band drei gespannt, denn auch das nächste Buch von Chris Dominik will ich mir nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Astro-Business

Stars
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Am Anfang war ein Stein. Ein Pflasterstein, der durch Carlas Fenster flog. Und viele Dollars, in einem müffeligen Karton. Sowohl Stein als auch Geld geben Rätsel auf, beides verwahrt sie erst mal sicher. ...

Am Anfang war ein Stein. Ein Pflasterstein, der durch Carlas Fenster flog. Und viele Dollars, in einem müffeligen Karton. Sowohl Stein als auch Geld geben Rätsel auf, beides verwahrt sie erst mal sicher.

Katja Kullmann, die Autorin von „Stars“, glaubt nicht an die Sterne, wie sie verrät - und ihre Heldin glaubt auch nicht daran. Carla Mittmann, eine ehemalige Philosophiestudentin, verdient ihre Brötchen als Sachbearbeiterin in einer Möbelfirma. Von ihren einstigen Plänen und ihrem Forschungsprojekt „Der Aberglaube im Spätkapitalismus“ ist nichts geblieben, zumindest hat explizit sie davon nicht profitiert und das, obwohl das Geschäft mit der Astrologie boomt. Man wird täglich damit konfrontiert und wie es das Schicksal so will – oder sind es die Sterne, die ihren weiteren Weg befördern?- ist Carla plötzlich mittendrin in diesem Metier. Ihre Horoskop-Website ist der Anfang ihrer Erfolgsgeschichte, sie steigt groß ein ins Astro-Business.

Obwohl auch ich nicht an die Sterne glaube, ich früher mal diese Zeitungshoroskope gelesen und dann gleich wieder vergessen habe, war ich auf diese „Stars“ dann doch neugierig, „der ultimative Hochstaplerinnenroman“ hat mich direkt angezogen.

In den 1970er Jahren war es Madame Teissier und ihre Astro-Show, die die Astrologie in die Wohnzimmer brachte und nun ist dies Carla Mittmann, die sich vor Aufträgen kaum retten kann.

Carlas Geschichte lese ich mit einem Augenzwinkern, ihr schier kometenhafter Aufstieg wird launig erzählt, so manch Konkurrenz entlarvt sich durch plumpe Plagiate selber, Zeitschriften, VHS-Kurse, Funk und Fernsehen springen auf den lukrativen Zug der Astrologie auf, Zulauf bekommen sie aus allen gesellschaftlichen Schichten und dafür wird so manch erkleckliches Sümmchen hingelegt. Wollen wir nicht alle dem Schicksal ein wenig in die Karten schauen und von dem vermeintlich schicksalhaften Einfluss der Gestirne auf uns Menschen nur das Positive glauben? Und sind diese Voraussagen auch und gerade in Lebenskrisen ein Stück weit tröstlich?

Alles steht in den Sternen – diese Aussage lässt sich beliebig interpretieren. Ich lass das mal, Carla, die Astrophilosophin, kann das viel besser. In diesem Sinne wünsche ich viel Freude mit diesem unterhaltsamen Roman.

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