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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2020

Grenzüberschreitung

Das Spiel – Es geht um Dein Leben
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Meine Meinung und Fazit:
Der Gedanke des Spiels ist stellenweise richtig heftig und abartig. Wie viel Hass muss man auf Menschen haben, um das durchzuziehen? Welcher Fetisch steckt dahinter? Das hab ich ...

Meine Meinung und Fazit:
Der Gedanke des Spiels ist stellenweise richtig heftig und abartig. Wie viel Hass muss man auf Menschen haben, um das durchzuziehen? Welcher Fetisch steckt dahinter? Das hab ich mir beim Lesen immer wieder gedacht.
Jan Beck gelingt eine temporeiche (Täter -) Jagd über den europäischen Kontinent. Nach und nach offenbart sich, was es mit dem Skorpion auf sich hat und vor allem, wer es trägt. Gekonnt setztvJan Beck zum Ende des Kapitels Cliffhanger, so dass man weiterlesen muss, aber es immer mit einem anderen Ort weitergeht. Christian Brand, ein österreichischer Ermittler und Inga Börk, aus Schweden, sind über Umwege als Ermittlerduo fur Europol tätig. Beide extreme Charakter, beide wollen den Fall aufklären, sind gegenüber jedoch verschlossen.

Das hat mich ein Stück weit an Inga gestört, ihre unnahbare Art. Klar hat dies zu ihrer Geschichte gepasst, aber hätte Christian mehr gewusst, vielleicht wäre die Aufklärung schneller möglich gewesen. Irgendwie bin ich mit ihr auch nicht warm geworden

Das Buch ist sehr spannend und atemberaubend. Ein sehr gelungener Thriller, für den ich gern eine Leseempfehlung ausspreche. Meine persönliche Empfindungen hane ich oben beschrieben, ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Penguin verlag und den Autor für angenehme Lesestunden.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Du bist mein Leben

Mohnschwestern
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Meine Meinung und Fazit:
Dieses Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück lässt, denn es ist ein Buch gegen das Vergessen und es zeigt die schlimne dunkle Zeit des 2. Weltkriegs auf. Freunde, Eltern und ...

Meine Meinung und Fazit:
Dieses Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück lässt, denn es ist ein Buch gegen das Vergessen und es zeigt die schlimne dunkle Zeit des 2. Weltkriegs auf. Freunde, Eltern und Kinder haben sich verraten, man musste nicht mehr, was man nich sagen, ja denken durfte und so ziemlich alle Männer mussten in den Krieg und kamen verletzt oder gar nicht wieder. So ein sinnloser Krieg, mit unendlich viel Leid.

Lotte, die taffe junge Hauptprotagonistin, hat mich tief beeindruckt. Sie wächst in Darmstadt auf und beginnt zu studieren, wo doch eine Frau nur als Mutter gut war. Was ich an ihr bewundere ist, ihre Kraft, ihr Wagnis und ihr unbedingter Überlebenswille. An ihr sieht man, wie viel
Widerstand es gegeben hat und wie schwierig es war, diesen umzusetzen. Zitat von Seite 9 "Solange der Wind der Veränderung weht, ist nichts verloren". Oder von Seite 153 "Wie schwer es für alle war, sich dagegen zu behaupten, ohne das eigene Leben zu riskieren. Wie man im Gleichschritt marschieren musste und bei jedem Tanz aus der Reihe Gefahr lief, in ein Arbeitslager gesteckt zu werden."

Ilona Einwohlt schreibt so, als würde ich Lotte und ihre Familie kennen. Sehr gelungen.
Parallel dazu wird das Leben von Hazel erzählt, in der Gegenwart. Im Buch immer durch eine andere Schrift abgesetzt und die Verbindung hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Hazel ist eine liebenswerte belesene Frau, die ihre Liebe gefunden zu haben scheint. Zitat von Seite 69 "Henry hatte ihr Herz berührt, nicht nur ihren Körper, es war, als öffnete er ihr eine andere Welt. Eine Welt der Freiheit, voller Vertrauen in den anderen, Hazel fühlte sich geliebt wie noch nie in ihrem Leben, und sie hatte selbst noch nie soviel Liebe gegeben. Und noch eine andere Textpassage zum Thema Liebe zwischen den Freundinnen Lotte und Ruth von Seite 226 "Lieber durch Liebe verwirrt als durch Hass."... "Niemand kann dir sagen, was du fühlen musst, wen du lieben, für wen du dich entscheiden musst. Heirate lieber keinen als einen Mann, den du nicht liebst. Lebe lieber die Liebe, als dass du betreust, es niemals probiert zu haben. Folge deinem Herzen, folge der Liebe, die du fühlst. Hab keine Angst! Und vor allem: vertraue darauf, dass letztendlich alles so wird, wie es werden soll."

Eine eindeutige Leseempfehlung, ein sehr gut recherchiertes (Geschichts-) Buch, was die Vergangenheit verdeutlicht und aufzeigt, wie unmenschlich die damalige Zeit gewesen ist. Die nie wieder kommen darf, ein Buch gegen das Vergessen.

Vielen Dank an Ilona Einwohlt für die gelungenen Lesestunden.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Sternengarten

Der Sternengarten
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Inhalt:

Das Schicksal meint es nicht gut mit Sophie, ihre Mutter ist früh gestorben und ihr Vater und Zwillingsbruder Christian sind von der Ochsentreibjagd nicht zurück gekehrt. Ihre Pflegemutter Johanna ...

Inhalt:

Das Schicksal meint es nicht gut mit Sophie, ihre Mutter ist früh gestorben und ihr Vater und Zwillingsbruder Christian sind von der Ochsentreibjagd nicht zurück gekehrt. Ihre Pflegemutter Johanna kann sich nicht noch um sie kümmern.

Christian hat als einziger den Überfall überlebt und wird gerettet. Und zwar durch den Ritter Christian Rantzau, der im weiteren Verlauf noch das Leben der Zwillinge bestimmen wird. Obwohl Sophie nicht wissen kann, dass Christian noch lebt, fühlt sie sich ihm immer noch nah. Und so nimmt die Geschichte rund um den Gottorfer Hof seinen Lauf, wie später die Gestirne um den Globus im Lustgarten von Herzog Friedrich III.

Fazit:

Hauptprotagonistin Sophie ist für mich eine erstaunliche Frau, sehr zeitig auf sich allein gestellt, trotz sie den widrigen Umständen der damaligen Zeit und schafft es durch einen kleine Trick eine Anstellung/Arbeit in der Gartenanlage am Gottorfer Hof zu bekommen. Durch ihren Arbeitswillen und -eifer schafft sie es, sich einen Namen zu machen und so auch Gönner zu bekommen, die sich für sie einsetzen und ihr Wissen nicht als Hexerei verteufeln.

Das Leben am Hof wird erstaunlich genau beschrieben, wobei die Einblicke im Leben des Herzogs für mich etwas zu kurz kommen.

Erstaunlich finde ich, wie weit das Wissen rund um die Gestirne zu den damaligen Zeiten angediehen war und mit welcher Akribie Adam Olearius das Lebenswerk von Herzog Friedrich III. umgesetzt hat. Noch dazu mit wenigen Hilfsmitteln. Umso beeindruckend fand ich, dass es dieses Globushaus mit seinem Sternenhimmel wirklich gibt. Sehr gut recherchiert und beim Lesen bekommt man richtig Lust, sich dieses Anwesen in Natura anzuschauen.

Hervorzuheben ist noch das ausführliche Nachwort und das Personenregister, was für mich immer zu einem guten historischen Roman gehört.

In der Nachbetrachtung zum Buch finde ich etwas ungünstig gelöst, dass zum Ende hin Ritter Rantzau davon gekommen ist und an ihm nicht Rache genommen wurde und Sophie so gegen den Wunsch von ihrem Bruder verstoßen hat. Sicherlich ist Rache kein ehrbarer Gedanke, aber hier hätte man noch mehr ausschmücken können. Ein klein wenig vermute ich ja, dass eine Fortsetzung gibt und Ritter Rantzau noch seine gerechte Strafe erfährt und ich hoffentlich noch mehr über Farid erfahren kann!? Die Sache um den Ritter Ranztau ist für mich ein Kritikpunkt, weswegen ich nur 4 von 5 Punkten vergebe.

Sternengarten war für mich das erste Werk von Katrin Burseg, es hat mir sehr gut gefallen, da es sehr fundiert und recherchiert ist. Es wird nicht das letzte sein, "Rebellin des Papstes" ist schon auf meinen Reader geladen

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Seelenheil und Donnerkraut

Die Sündenbraut
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Meine Meinung und Fazit:

Für mich war "Die Sündenbraut" das erste Buch aus der Feder von Manuela Schörghofer und ich muss sagen, die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende in ihren oder Fenjas ...

Meine Meinung und Fazit:

Für mich war "Die Sündenbraut" das erste Buch aus der Feder von Manuela Schörghofer und ich muss sagen, die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende in ihren oder Fenjas Bann zu ziehen. Mit ihrer bildhaften und sehr gefühlvollen Sprache gelingt es ihr gekonnt, dass ich mich als Leserin direkt im Geschehen der Geschichte wiederfinde. Uch hab mich wie eine stille Beobachterin gefühlt, bei Fenjas und Geralds Reise war ich dabei.

Fenja ist eine junge Frau, der das Schicksal übel mitgespielt hat. Als Baby sind ihre Eltern bestialisch ermordet wurden und Runhild hat sich ihrer angenommen. Runhild hat ihr wenig über erzählt, sie weiß fast die vergeht eine junge Frau, der das Schicksal übel mitgespielt hat. Als Baby sind ihre Eltern bestialisch ermordet wurden und Runhild hat sich ihrer angenommen. Runhild hat ihr wenig über erzählt, sie weiß fast gar nichts über ihre Abstammung. Das harte Schicksal nimmt mit Runhilds Ermordung ihren weiteren Verlauf.
Fenja hadert oder verzweifelt nicht, sondern begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Der Titel "Die Sündenbraut" hat etwas mit Fenjas "Berufung" zu tun, dazu möchte ich nicht spoilern, aber ich finde ihn sehr passend gewählt. Zitat von Seite 199 "Glaubst du wirklich, dass der Weg zu deinem Seelenheil leicht sein wird? Wer der ewigen Verdammnus entfliehen will, der muss sich schon ein wenig anstrengen."
Eine junge taffe Frau, an ihr sieht man, dass es sich lohnt zu kämpfen und aufgeben, falsch ist.
Ein passendes Zitat von Seite 282 "Fenja hatte einen Zipfel der Decke zu fassen bekommen, die die Zeit über ihre Vergangenheit gebreitert hatte, und sie gedachte ihn festzuhalten. Sie würde nicht aufgeben, bis sie endgültig herausgefunden hatte, was in jener verhängnisvollen Nacht in Eibenbach geschehen war."

Im Verlauf wird sie von Gerald von Aue begleitet. Da er nicht verraten darf, warum er unterwegs ist, entstehen schöne Wortgefechte, da Fenja schlau ist und erkennt, dass so einiges nicht zusammenpasst. Beide tanzen mit Worten umeinander herum, um vielleicht irgendwann und irgendwie ...

Eine klare Leseempfehlung von mir. Die Covergestaltung ist sehr gelungen und ein Blickfang.
Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den Harper Collins Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an Manuela Schörghofer für schöne Lesestunden.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Reise, an deren Ende das Glück auf sie wartet

Schicksalssterne
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Meine Meinung und Fazit:

Es ist schon etwas her, dass ich zuletzt ein Buch von Sarah Lark gelesen habe, ohne bestimmten Grund. Doch in letzter Zeit habe ich verstärkt Sehnsucht nach Neuseeland und da ...

Meine Meinung und Fazit:

Es ist schon etwas her, dass ich zuletzt ein Buch von Sarah Lark gelesen habe, ohne bestimmten Grund. Doch in letzter Zeit habe ich verstärkt Sehnsucht nach Neuseeland und da fand ich das Buch passend, da ich Romane von ihr in guter Erinnerung habe.
Mia und Julius, die sich in Hannover begegnen und lieben lernen, sind die Hauptprotagonisten der Geschichte. Beide lieben Pferde und diese Leidenschaft begleitet sie. Es beginnt eine spannende Reise durch die Geschichte und nach Neuseeland.
Für mich stimmig geschrieben und was ich für sehr positiv empfunden bzw. aufgenommen habe, dass man bei manchen Personen die Entwicklung zu einer gestandenen Persönlichkeit miterleben konnte und andere nun ja, dich etwas verhalten waren. Für mich ust das dich typisch wahres Leben. Julius ist nicht verkehrt und kebt fur seinen Beruf des Soldaten, doch er hat im späteren Verlauf nicht den A.... in der Hose, Dinge zu klären. Beim Lesen habe ich ihn immer schütteln wollen.
Mia hat ein schweres Schicksal durch die Geschehnisse rund um den 1. Weltkrieg erfahren und sie ist daran gewachsen. Und genau die Diskrepanz, die taffe, am Schicksal gewachsene Frau und der blasse Julius haben dann zum Ende mich etwas gestört, aber ihm Rückblick, spiegelt es doch auch das normale typische Leben wider. Bei einigen Entwicklungen auf Epona Station hatte ich mir mehr Entschlußkraft von Julius gewünscht, unerfüllte Liebe kann Unglück hervorrufen. Folgendes Zitat aus Kapitel 2 Epona Station Seite 403 ist dafür passend: "Kann jemand vernünftig sein, der einen anderen liebt?" Oder ein weiteres Zitat zum Thema Liebe aus Kapitel 9 Mia Seite 349 "Wir haben es uns jedenfalls versprochen. Und wenn unsere Gedanken sich treffen, dann leuchten die (Schicksals) Sterne gleich ein bisschen heller."

Was mir sehr gut gefallen hat, dass man einiges über das Leben der damaligen Zeit erfahren hat und das zum Beispiel mit Ausbruch des 1. Weltkrieges jeder Deutsche dort als Feind/Spion betrachtet wurde. Was ich sehr enttäuschend fand, dass die Judenfeindluchkeit in Hannover so deutlich gezeigt wurde, erschreckend. Mir ist sicher bekannt, dass sie schon immer mit Anfeindungen zu kämpfen hatten, aber so und vorm 1. Weltkrieg.

Das Buch hat mir angenehme Lesestunden beschert, zum Ende klärt sich alles auf, alle Stränge schließen sich, jedoch zum Teil aber auch zuviel Zufälle, zuviel des Guten. Das ist für mich ein Kritikpunkt. Ich vergebe gern 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.
Mein Dank geht an das Team von lesejury.de für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

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