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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Spannender und packender Mystery-Thriller

Ein Pakt aus Asche und Blut
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Das neue Buch "Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel ist ein packender historischer Mystery-Thriller, der geschickt die Schicksale von Menschen im Ratingen des 15. Jahrhunderts mit denen der Gegenwart, ...

Das neue Buch "Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel ist ein packender historischer Mystery-Thriller, der geschickt die Schicksale von Menschen im Ratingen des 15. Jahrhunderts mit denen der Gegenwart, verwebt.

Obwohl Mystery-Thriller nicht unbedingt mein Genre sind, machte mich das wunderschöne Cover mit der knieenden Engelsfigur und dem in Nebel gehaltenen Hintergrund, sehr neugierig und ich wurde nicht entäuscht.

Die Geschichte spielt überwiegend in Ratingen und wird aus abwechselnden Zeitebenen sowie Perspektiven erzählt. Besonders gut gefällt mir, dass die Zeitebenen farblich und mit Kapitelüberschriften so gestaltet sind, dass sofort erkennbar ist (auch wenn ich das Buch mal zur Seite legte), in welcher Zeit ich mich befinde.

Gegenwart: Ein verheerender Waldbrand in Ratingen weckt eine jahrhundertealte Macht, die nicht vergessen hat und unbarmherzig ihr Ziel verfolgt. Während der Feuerwehrmann Mark ein finsteres Erwachen in sich spürt und die depressive Melanie von Visionen eines gesichtslosen Mannes heimgesucht wird, lässt sich die Fotografin Cat auf ein gefährliches Experiment ein, das sie in die dunkle Geschichte der Stadt Ratingen hineinzieht.

Vergangenheit: Ratingen um 1460 kämpft die Heilerin Helene um das Leben ihrer Schwester Anna, die der Hexerei bezichtigt wird. Um sie vor dem Scheiterhaufen zu retten, geht sie einen verhängnisvollen Pakt ein, der Generationen überschreitet.

Es beginnt ein mystischer Kampf, der im tiefen 15. Jahrhundert seinen Ursprung genommen hat. Der Spannungsbogen, wie sich die Geheimnisse nach und nach aufdecken und sich die Zeitebenen verbinden, ist wirklich außerordentlich und geschickt gelungen.

Fazit:
Mit "Ein Pakt aus Asche und Blut" ist der Autorin ein spannender historischer Mystery-Thriller gelungen, den ich sehr gerne gelesen habe.
Der Schreibstil und die detaillierten Beschreibungen der Charaktere sowie die düstere Atmosphäre, die sich durch die Handlung zieht, konnten mich von der ersten Zeile an fesseln.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Temporeicher Fantasyauftakt

Heir of Illusion
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"Heir of Illusion" ist der Auftakt-Debüt-Roman der "The Verran Isles"-Reihe der Autorin Madeline Taylor, die hier eine temporeiche Fantasy Romance Geschichte in einer Welt voll magischer Fae, mysteriöser ...

"Heir of Illusion" ist der Auftakt-Debüt-Roman der "The Verran Isles"-Reihe der Autorin Madeline Taylor, die hier eine temporeiche Fantasy Romance Geschichte in einer Welt voll magischer Fae, mysteriöser Götter, Intrigen und Verrat, erzählt.

Inhalt
Ivy Pomeroy verfügt als Phantom über die Gabe der Illusion und hat zahlreiche weitere Tricks in der Hinterhand, aber nichts davon ist dem verfluchten Halsring gewachsen, der sie an den skrupellosen König Baylor fesselt. Sie muss die Rolle des gehorsamen Schoßtiers und seiner braven Auftrags-Assassinin spielen, bis sie ihre Freiheit erlangen kann.

Als der mysteriöse Seelenfänger Thorne in der Stadt auftaucht und es auf genau die mächtige Waffe abgesehen hat, die Ivy für ihren Plan benötigt, lässt sie sich auf ein brüchiges Bündnis mit ihm ein. Doch hinter Thornes Fassade steckt mehr, als Ivy zunächst vermutet hätte. Ihre Neugierde ist geweckt – ebenso wie ein für beide nicht zu leugnendes gefährliches Verlangen. Aber wird ihre neu entdeckte Verbundenheit ihnen zum Erfolg verhelfen oder werden ihre Geheimnisse sie gegenseitig zerstören?

Meine Meinung:
Das hochwertig veredelte Cover mit dem limitierten Farbschnitt, ist einfach nur ein Hingucker und die Gestaltung im Inneren eine Augenweide, alles passt wunderbar zur Mischung aus Mystik und Dunkelheit.

Erzählt wird aus der Sicht von Ivy als Hauptfigur. Sie ist keine klassische starke Heldin, sondern jemand, der viel ertragen musste und trotzdem nicht aufgehört hat zu fühlen. Sie empfindet Schuld, Mitgefühl sowie Zweifel und genau das macht sie glaubwürdig. Besonders gut fand ich, wie sehr sie versucht, anderen Menschen wenigstens kleine Gesten der Gnade zukommen zu lassen, auch wenn sie selbst kaum Freiheit besitzt. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Pflicht, Überleben und Moral zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte.

Der mysteriöse Seelenfänger Thorne ist einer der undurchschaubarsten Gestalten. Er wirkt distanziert, teilweise hart, zeigt aber immer wieder Momente von Fürsorge, die im starken Kontrast zu seiner sonstigen Haltung stehen. Seine Interaktionen mit Ivy sind voller unausgesprochener Spannungen, Missverständnisse und Zurückhaltung.

Ein Spannungsbogen wird vorallem durch das ständige Gefühl von Bedrohung und Erwartung aufgebaut, selbst wenn nicht viel in der Geschichte passiert.

Fazit:
Die Sprachgewalt der Autorin ohne Punkt und Komma, ist sehr leicht und flüssig, zu lesen. Die Charaktere mit ihren Geheimnissen und Wendungen, sind gut ausgearbeitet und machen Neugierig auf den Folgeband.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans einer temporeichen Fantasy Romance!

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Der neue Roman von Alena Schröder „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist der dritte und letzte Teil der Trilogie einer Familiengeschichte und erzählt auch in diesem Band über zwei Frauen ...

Der neue Roman von Alena Schröder „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist der dritte und letzte Teil der Trilogie einer Familiengeschichte und erzählt auch in diesem Band über zwei Frauen und deren Schicksale aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Alle drei Bände können sehr gut eigenständig gelesen werden da sie in sich abgeschlossen sind obwohl sie unmittelbar zusammenhängen.

Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist.

Güstrow, Mai 1945: Nach ihrer Flucht aus Demmin begegnet der 14 jährigen Marlen in einem verlassenen Forsthaus Wilma, die Frau, die ihr das Leben retten wird. Aufmerksam geworden durch die Motorengeräusche handelt Wilma instinktiv und versucht Marlen rechtzeitig unter dem Dach in der Schublade einer Kommode vor den russischen Soldaten zu verstecken. Kauernd entdeckt Marlen in der Schublade eine Unebenheit und versucht diese mit ihren Fingern immer wieder zu greifen aber es gelingt ihr nicht und endlich beschließt sie, sich zu befreien. Ein Blick zurück in die Schublade und sie findet unter alten Zeitungen ein kleines Bild, dass sie an einer Stelle mit ihrem Fingernagel, zerkratzt hat. Sie nimmt das Bild mit und verspricht, es zu reparieren.
In der unteren Etage des Forsthauses, findet Marlen die bewusstlose Wilma, holt sie ins Leben zurück und die Malerin nimmt die junge Waise bei sich auf. Bald wird Marlen für sie unentbehrlich, denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht.

Berlin, 2023: In der Gegenwart ist die 34 jährige Hannah Borowski, die aus allen Wolken fällt, als ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen will, denn sie ist Schwanger und wird mit ihrem Lebensgefährten in eine WG aufs Land ziehen. Eine Arbeitskollegin hat doch gleich einen passenden Untermieter, ihren Neffen Justus, mit dem sich Hannah nun arrangieren muss und das alles, weil sie nicht nein sagen kann. Dann meldet sich unerwartet auch noch ihr leiblicher Vater und will sie mit seiner Familie zusammenführen, doch Hannah traut dem Ganzen nicht. Und diesmal gibt ihr Bauchgefühl ihr Recht.

Die beiden Handlungsstränge erzählen zwei unterschiedliche Geschichten und der Zusammenhang wird erst am Ende des Buches deutlich, indem der Epilog mit dem Prolog abschließt.

Fazit:
Die Autorin hat einen gelungenen Schreibstil, der mir durchaus sehr gut gefallen hat. Die Art des Romans in Form von zwei unterschiedlichen Geschichten zu erzählen, die sich erst am Ende zusammenführen lassen, fand ich sehr gewagt aber durchaus interessant. Die Vergangenheit fand ich bewegend dargestellt obwohl mir echte Emotionen gefehlt haben während die Gegenwart leicht und locker, daherkommt. Auf die nächste Veröfflichung der Autorin bin ich schon sehr gespannt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die Familiengeschichten lieben.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Antiker Mithraskult und seine Mysterien

Die Gesichter des Mithras
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In seinem Romandebüt „Die Gesichter des Mithras“ verwebt der Autor Sami Eriksson, ein okkultes Historiendrama auf zwei Zeitebenen miteinander.

Inhalt:
Rom im Jahr 190 nach Christi Geburt. Das Weltreich ...

In seinem Romandebüt „Die Gesichter des Mithras“ verwebt der Autor Sami Eriksson, ein okkultes Historiendrama auf zwei Zeitebenen miteinander.

Inhalt:
Rom im Jahr 190 nach Christi Geburt. Das Weltreich ist gezeichnet von religiösen und gesellschaftlichen Gegensätzen, die sich unter Kaiser Commodus weiter zuspitzen. Im fernen Dalmatien verliebt sich der Sklave Lucius in die Tochter eines alten Adelsgeschlechts. Als das unwahrscheinliche Paar ein Kind erwartet, gerät ihre Romanze unter den Einfluss einer uralten Macht aus dem Orient. Zwei Jahrtausende später macht die deutsche Nachwuchsarchäologin Nora während einer Ausgrabung auf dem Balkan eine sensationelle Entdeckung. Sie stößt auf ein verborgenes Mithras-Heiligtum und erweckt dadurch das tödliche Grauen aufs Neue, das Lucius' und ihr Schicksal miteinander verbindet.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und mit seinen kurzen Kapiteln im Wechsel der beiden Zeitebenen, bringt eine angenehme Spannung in die Erzählung.

Lucius gerät in der Verganenheit im Jahr 190 n. Chr., immer mehr unter den Einfluss des Mithraskultes und merkt zu spät, wie stark er manipuliert wurde und in welche Gefahr er sich und seine Familie gebracht hat.

Ein sehr interessanter Handelsstrang, der sehr mysthisch endet.

Zwei Jahrtausende später entdeckt die deutsche Nachwuchsarchäologin Nora durch Zufall einen Mithrastempel und plötzlich begleiten sie nächtliche Visionen, die ihr die Augen für die Vergangenheit, öffnen. Sie ist ihrem Chef und ihren Kollegen immer einen Schritt voraus und gewinnt die Aufmerksamkeit eines Kunsthändlers, der ihr eine Stelle an der Universität in Chicago, anbietet.

Zwischen Lucius und Nora ergeben sich immer mehr Parallelen aber wie sich ihr Schicksal letztendlich miteinander verbindet, muss jeder selbst lesen …

Besonders Interessant und lesenswert finde ich das ausführliche Nachwort des Autors.

Fazit:
Dem Autor gelingt es hervorragend seine persönliche Leidenschaft, die römische Antike und sein Verständnis für archäologische Grabungen, an denen er auch selbst teilgenommen hat, glaubwürdig und lebendig in seinem Romandebüt, darzustellen. Für mich war es sehr Interessant etwas über die Lebensweise aus der Antike und über den Mithraskult zu lesen.
Von mir 4 von 5 Sternen und gerne eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Schmerzhafte Erinnerungen

Die Insel meiner Schwester
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„Die Insel meiner Schwester“ ist ein außergewöhnliches Debüt der in Stockholm lebenden Autorin Sara B. Elfgren. Neben ihren international erfolgreichen Kinder- und Jugendbüchern, schreibt die mehrfach ...

„Die Insel meiner Schwester“ ist ein außergewöhnliches Debüt der in Stockholm lebenden Autorin Sara B. Elfgren. Neben ihren international erfolgreichen Kinder- und Jugendbüchern, schreibt die mehrfach ausgezeichnete Autorin u.a. für Theater, Oper, Radio und Film. Sie war bereits für den August-Preis und den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.

Mit psychologischem Gespür erzählt Sara B. Elfgren ein packendes Drama inmitten der rauen Landschaft der Stockholmer Schären.

Inhalt:
Mirjam leidet noch unter der Trennung von ihrem langjährigen Freund, als ihre Schwester Nia sie zum ersten Mal nach langer Zeit kontaktiert. Sie lädt sie zu ihrem vierzigsten Geburtstag auf die Schäreninsel ein, auf der die beiden die Sommer ihrer Kindheit verbracht haben. Auf Tallholmen waren sie unzertrennlich. Aber das ist lange her. Mirjam entscheidet sich, der Einladung zu folgen und zurückzukehren – an den Ort, der einst ihr gemeinsames Paradies war. Doch sie ahnt nicht, was hier vor sich geht. Als die Nacht hereinbricht und ein Sturm aufzieht, muss Mirjam eine Entscheidung treffen: Ist sie bereit, bedingungslos an der Seite ihrer Schwester zu stehen?

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover konnte mich von Anfang an begeistern, denn es ist sehr stimmungsvoll und zeigt die Insel Tallholmen, dazu noch ein Bestseller aus Stockholm, das musste ich lesen.

Die Ich-Erzählerin Mirjam erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und immer wieder schweift sie plötzlich ab in ihre Erinnerungen aus ihrer Kindheit und wie sie Nia ihre Halbschwester kennenlernte und was sie zusammen erlebten. Diese Rückblicke passieren recht abrupt und machten mich oft stutzig, wo und in welcher Zeit, ich gerade bin. Eine geschmeidige Verknüpfung beider Ebenen hätte mir durchaus besser gefallen.

Mirjams Erzählungen deuten daraufhin, dass sie krankhaft auf ihre Schwester fixiert ist, während Nia zwar auch an ihrer Halbschwester hängt aber scheinbar nicht so krankhaft besessen. Schade finde ich, dass Nia nicht zu Wort gekommen ist und ihre Ansichten hier geteilt hat. Oft hatte ich den Eindruck, dass Mirjam das Zepter in der Hand hielt und die Richtung vorgab oder wollte sie Nia nur schützen ...

Nach langer Zeit stehen sich Mirjam und Nia auf der einsamen Schäreninsel wieder gegenüber und eine geheimnisvolle Spannung breitet sich aus. Unerwartet treffen zum Geburtstagsdinner nicht nur Nias Freundinnen ein sondern auch Knut, der nicht locker lässt und sich beharrlich nach Nias Ehemann Konrad, erkundigt.
Und während draußen ein Sturm aufzieht, braut sich drinnen eine Katastrophe zusammen ...

Fazit:
Die Geschichte ist zwar flüssig geschrieben aber die einseitige Erzählung der Ich-Erzählerin, brachte aus meiner Sicht keinen lebhaften Schwung in die ganze Handlung. Selbst das Drama zum Ende konnte mich nicht ganz überzeugen.

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