Ein Roadtrip der besonderen Art
Tage wie SalzwasserDie Autorin Sita Maria Frey, erzählt in ihrem Debütroman „Tage wie Salzwasser“, eine Geschichte über Liebe, Verlust und den Zusammenhalt zweier Frauen – Atlanta und Enza -.
Die Geschichte beginnt mit ...
Die Autorin Sita Maria Frey, erzählt in ihrem Debütroman „Tage wie Salzwasser“, eine Geschichte über Liebe, Verlust und den Zusammenhalt zweier Frauen – Atlanta und Enza -.
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog und einer ungewöhnlichen Geburt in Sizilien. Nur um Haaresbreite hat die Gebärende das Krankenhaus auf dem Rücksitz eines Motorrades erreicht ...
Fünf Monate zuvor. Fast eine ganz normale Beziehung zwischen der Mathematikerin Atlanta und Malte, bis zu dem Tag an dem sie trotz Pille, schwanger wird. Während bei Atlanta ein Chaos ihrer Gefühlswelt ausbricht, verhält sich Malte beängstigend ruhig, fast zu ruhig. Beide führen eine Fernbeziehung und durch ihre Schwangerschaft hofft Atlanta auf ein gemeinsames Leben, wäre da nicht die Angst, Mutter zu werden! Und dann verlässt Malte sie wortlos. Atlanta hat keine Vermutung weshalb und ist fast am Verzweifeln bis sie ein paar Notizen mit vier Namen unter Maltes Sachen findet. Sie ist sich Sicher, vielleicht eine Erklärung bei jener Adresse auf Sizilien, die ihr Malte in seinem Notizbuch zurückgelassen hat zu finden.
Völlig kopflos irrt Atlanta durch die Straßen und läuft dabei Enza vor das Fahrrad. Enza besitzt ein Fahrradgeschäft und führt dies mit Leidenschaft, denn Freunde hat sie keine. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Vaters haben sich Mutter und Tochter noch einmal enger zusammengeschlossen und die Außenwelt, ausgeschlossen. Erst als Enzas Mutter schwer erkrank, versucht sie ihre Tochter auf ihren eigenen Weg zu lenken und bittet sie, ihre Verwandten väterlicherseits in Noto an der sizilianischen Ostküste zu besuchen. Ausgerechnet einer der Orte, die auch in Maltes Notizbuch stehen. Im strömenden Regen und auf einer alten Honda Rebel machen sich die beiden ungleichen Frauen gemeinsam auf die Reise nach Sizilien. Voller Turbulenzen und unvorhersehbarer Zwischenfälle erreichen sie ihr Ziel.
Besonders beeindruckt hat mich der Epilog, der nochmal an den Prolog anknüpft und versöhnlich, die Geschichte beendet.
Der Zusammenhalt und die Entwicklung der beiden ungleichen Frauen und die daraus langsam wachsende Freundschaft, wird mit einer Leichtigkeit und in einem flüssigen Schreibstil erzählt, die mir sehr gut gefallen hat. Ein durchaus lesenswertes Debüt mit dem ich viele schöne Lesestunden hatte.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!