Die Malerin der Revolution
Die Farben der Revolution. Éléonore und RobespierreDie Autorin Jeanette Limbeck, versteht es mit ihrem neuen historischen Roman „Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre“ auf eine eindrucksvolle Weise, die Schrecken der Französischen Revolution ...
Die Autorin Jeanette Limbeck, versteht es mit ihrem neuen historischen Roman „Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre“ auf eine eindrucksvolle Weise, die Schrecken der Französischen Revolution aus der Sicht von Robespierres großer Liebe, seiner Verlobten Éléonore, zu erzählen.
Paris, 1791. Die junge Malerin Éléonore Duplay ist auf dem Marsfeld, um eine Petition für ein allgemeines Wahlrecht zu unterzeichnen – und entgeht nur knapp einem Blutbad an den versammelten Bürgern. Éléonore flüchtet zu ihrem Vater und anderen Gegnern der absolutistischen Monarchie in den Jakobinerklub. Dort begegnet sie dem attraktiven, charismatischen Revolutionsführer Maximilien Robespierre und diese Begegnung, verändert ihrer beiden Leben für immer.
Éléonore ist die älteste Tochter des Schreinermeisters Maurice Duplay und seiner Frau Françoise-Éléonore Vaugeois. Von Kindheit begeistert sich Éléonore für die Malerei und erhält zunächst nur die Unterstützung durch ihren Vater, während ihre Mutter ablehnend reagiert. Robespierre sucht immer mehr die Nähe der Familie Duplay und ermuntert Éléonore sogar, zu einem Studium für Malerei. Was damals für Frauen fast unmöglich war gelingt ihr. Éléonore studiert dann während der Französischen Revolution Malerei unter Jean-Baptiste Regnault an der Académie des inscriptions et belles-lettres und setzt sich furchtlos für die Frauenbewegung und ihre eigenen Überzeugungen und Rechte als Frau und Künstlerin ein.
Während Maximilien Robespierre, für die Höhen und Tiefen der Französischen Revolution steht. Gefeiert als der Unbestechliche und kompromisslose Verfechter von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, stürzt er Frankreich in eine Ära des radikalen Umbruchs. Mit scharfsinniger Rhetorik und eiserner Entschlossenheit führt er die Revolution, doch seine Methoden werden immer rücksichtsloser.
Éléonore und Maximilien Robespierre werden nach zahlreichen Irrungen und Wirrungen ein Liebespaar. Sie hoffen auf eine gemeinsame Zukunft, doch Robespierre lebt als Politiker gefährlich und auch Eleonore bekommt zu spüren, was es heißt, als Frau in einer von Männern dominierenden Welt zu leben.
Maximilien Robespierre wird selbst Opfer seiner revolutionären Prinzipien und kann am Ende der Guillotine nicht entkommen. Nach seiner Hinrichtung wird Éléonore bekannt als la Veuve Robespierre (die Witwe Robespierre). Als Erinnerung an ihre große Liebe, bleibt Éléonore nur ein von ihr selbst gemaltes Portrait von Maximilien, das sie vor der Vernichtung bewahren konnte.
Besonders hervorheben möchte ich den ausführlichen Anhang mit den fiktiven und realen Charaktere, dem Glossar und den Anmerkungen zur historischen Genauigkeit.
Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihren fiktiven und realen Charaktere sowie den gut recherchierten historischen Ereignissen, eine sehr bewegende und emotionale Geschichte über eine große Liebe während der Schrecken der Französischen Revolution, zu erzählen. Interessant finde ich, wie gekonnt und geschickt die Autorin hier eine ganz andere Seite von Maximilien Robespierre, lebendig und mitreißend schildert.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!