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MarieausE

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Ein Buch wie ein Escher-Gemälde

Wackelkontakt
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Das Cover ist ja mal speziell, in dem Fall bin ich tatsächlich froh, dass ich mit dem E-Book nicht die ganze Zeit darauf sehen muss. Falls man es schafft, das Puzzle zum Cover (das es ja gibt) zu Ende ...

Das Cover ist ja mal speziell, in dem Fall bin ich tatsächlich froh, dass ich mit dem E-Book nicht die ganze Zeit darauf sehen muss. Falls man es schafft, das Puzzle zum Cover (das es ja gibt) zu Ende zu puzzeln, Hut ab!

Aber das Cover passt einfach perfekt zum Buch.
Es geht um Escher, der auf einen Elektriker wartet. Und der Name ist nicht zufällig gewählt, denn der Wartende heißt so wie der berühmte Künstler, der vor allem für seine schier endlos wirkenden Bilder bekannt ist. Und so ist auch das Buch.
Escher liest also beim Warten, ein Buch über einen Mafiosi. Dieser wiederum liest im Gefängnis über einen gewissen Escher, der auf einen Elektriker wartet.

Was sich etwas seltsam anhört, entwickelt sich wie ein Escherses Bild mit der Zeit zu einem Gesamtkunstwerk.
Sensationell, was Haas sich hier ausgedacht hat.
Es macht großen Spaß mitzulesen, wie Haas an den losen Enden beiderseits zieht und sich die Geschichte immer mehr aufrollt und immer mehr ineinandergreift.
Bis zum ebenfalls sehr zufriedenstellenden Ende.

Großes Lesevergnügen!

Veröffentlicht am 08.03.2025

Anregungen zu mehr Selbstliebe

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pizza und Aperol
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Schon das Cover ist wunderschön gestaltet und das setzt sich auch im Buchinneren fort. Jedes neue Kapitel ist mit einer vorangestellten ganzen Illustrationsseite zu einem echten Hingucker geworden. Ich ...

Schon das Cover ist wunderschön gestaltet und das setzt sich auch im Buchinneren fort. Jedes neue Kapitel ist mit einer vorangestellten ganzen Illustrationsseite zu einem echten Hingucker geworden. Ich habe schon lange kein so schön gestaltetes Buch mehr gelesen.

Es geht um Eva, bei der gerade mal so gar nichts rund läuft. Unfreiwillige Trennung vom Partner, Job verloren und ihre Mutter wird nicht müde, ihr die Kinder- und Partnerlosigkeit unter die Nase zu reiben.
Mit einem gerade geerbten Bulli macht sich Eva auf nach Italien und lernt sich selbst neu kennen.

Soweit, so gut.
Die Autorin ist Mentaltrainerin und Coach und hat wertvolle Anregungen für mehr Selbstliebe in eine Romanform gepackt. Und hier liegt für mich ein wenig der Hase im Pfeffer begraben: es ist ein nettes Drumherum um das Thema, aber keine mitreißende Erzählung, wie am Buchrücken angekündigt.
Für mich wirkte es sehr konstruiert, die Botschaft ist klar und dann wurde eine Art Geschichte darum herum gebaut.
Die war für mich nicht immer stimmig. So hat Eva einen schönen alten VW-Bus geerbt und fährt mit ihm nach Italien, übernachtet unterwegs aber in Pensionen und bemerkt erst bei Ankunft, dass es ja ein Camping-Bus ist. Ernsthaft?

Lust auf Italien macht das Buch aber total! Und es bestärkt auch Nein zu sagen, sich selbst zu hinterfragen und nicht so streng mit sich zu sein.

Insgesamt hat mich die Geschichte einfach nicht gepackt - wobei ich die Grundidee schon gut finde.

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  • Cover
Veröffentlicht am 07.03.2025

Irland und Frauenleid

Coast Road
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Das Buch ist schon optisch eine Augenweide. Der Schutzumschlag mit der aufgerissenen Tapete und den typischen irischen Cottages, so schön. Und dann die Überraschung: auch unter dem Schutzumschlag geht ...

Das Buch ist schon optisch eine Augenweide. Der Schutzumschlag mit der aufgerissenen Tapete und den typischen irischen Cottages, so schön. Und dann die Überraschung: auch unter dem Schutzumschlag geht das Motiv weiter. Ob ich schon im Januar das schönste Cover des Jahres gefunden habe?

Aber nun zum Inhalt. Da hört die Idylle nämlich sofort auf. Es geht um Colette Crowley, die Mann und Kinder und ein idyllisches Küstenstädtchen in Irland für ihren Geliebten verlassen hat. Das ging schief und nun ist sie zurück - und das Getratsche im Städtchen kennt keine Grenzen.
Ihr Mann verweigert den Kontakt und auch ihre Kinder kann sie nicht sehen.

Als Schriftstellerin gibt sie Schreibkurse und zwischen einer Teilnehmerin und ihr entsteht eine Bekanntschaft, Freunschaft wäre vielleicht etwas zu viel. Bis sich die Ereignisse überschlagen.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, die Handlung spielt vor 200 Jahren. Mir war nicht klar, dass es in Irland noch nicht mal 30 Jahre her ist, dass die Möglichkeit einer Scheidung eingeführt wurde.
Die Frauen in der Geschichte sind alle eher passiv, ertragen ihr Elend. Und dann wieder sehr, sehr wütend.
Die Männer hingegen sind bis auf den Pfarrer durchgehend selbstherrliche und wahrlich unsympathische Zeitgenossen.

Das Buch ist keine einfache Kost. Es liest sich zwar leicht, ist aber heftig in seiner Aussagekraft.
Die Moral von der Geschichte der Frauen ist…Nein, das kann ich nicht verraten, das wäre gespoilert.
Jedenfalls kam mir die Handlung nach Beendigung des Buches gar nicht mehr wie aus einer längst vergangenen Zeit vor, sondern sehr aktuell.

Für fünf Sterne hat es nicht ganz gereicht, weil es sich für meinen Geschmack gegen Ende hin etwas gezogen hat. Trotz der rasanten Entwicklung.
Aber auf jeden Fall ein aufwühlendes und sehr lesenswertes Buch mit stark gezeichneten Charakteren.

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  • Cover
Veröffentlicht am 06.03.2025

Spicy & Royal

Dark Cinderella
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Das Buch hat mich etwas ratlos hinterlassen.

Anfangs war ich sehr angetan. Es sind kurze Kapitel, die sich ruckzuck und schön leicht lesen, man kommt richtig in einen Leseflow.

Die Geschichte spielt ...

Das Buch hat mich etwas ratlos hinterlassen.

Anfangs war ich sehr angetan. Es sind kurze Kapitel, die sich ruckzuck und schön leicht lesen, man kommt richtig in einen Leseflow.

Die Geschichte spielt in einem fiktiven skandinavischen Königshaus in einem fiktiven Land - allerdings gibt es die realen skandinavischen Länder wie Schweden und Dänemark auch. Gut gemacht, mal etwas ganz anderes.

Die Royals leben im goldenen Käfig und sind stets darauf bedacht, welche Außenwirkung sie erzielen.
Dann gibt es noch unsere Buchheldin Sofie, die sich ins Schloss einschmuggeln will, um das Verschwinden ihrer besten Freundin aufzuklären. Wenn doch nur der Thronprinz nicht so schrecklich attraktiv wäre!

Die Handlung wird immer abwechselnd aus Sicht von Sofie und Maximilian erzählt und die Story ist eigentlich echt gut. Sofie aus einer normalen Familie und Maximilian, der das Leben im Könighaus ein wenig satt hat. Soweit, so gut. Klar voller Klischees, aber gut erzählt.

Im letzten Drittel bekommt die Handlung allerdings ein anderes Gewicht, das sich so auch schon vorher abgezeichnet hat: es wird spicy. Und zwar dermaßen, dass die sonstige Handlung massiv in den Hintergrund rückt.
Das war für mich total unstimmig und hat mir die Lesefreude auch ziemlich vermiest.
Als Krönung gab es dann noch einen fiesen Cliffhanger und meine Stimmung war im Keller.

Fazit: Anfangs war ich sehr begeistert, alles in allem aber nicht mehr als drei Sterne.

Veröffentlicht am 04.03.2025

Spannender Krimi mit viel Ostsee-Atmosphäre

Dunkle Asche
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Gudrun Möller bekommt eine neue, bezüglich ihrer Versetzung ausgesucht wortkarte Kollegin, in der Abteilung Cold Case zugewiesen.
Zusammen untersuchen sie einen Mordfall, der dreißig Jahre zurückliegt. ...

Gudrun Möller bekommt eine neue, bezüglich ihrer Versetzung ausgesucht wortkarte Kollegin, in der Abteilung Cold Case zugewiesen.
Zusammen untersuchen sie einen Mordfall, der dreißig Jahre zurückliegt. Eine junge Frau wurde brutal ermordet und die Spuren dann anschließend bei einem Brand vertuscht.

Das Buch hat mir aus zweierlei Gründen gut gefallen.
Zum einen ist da die volle Ladung Ostsee-Atmosphäre. Kalifornien, Laboe, da wurden Erinnerungen an den letzten Urlaub wach.
Zweiter Punkt - natürlich noch wichtiger - es ist ein wirklich spannender Krimi mit interessanten Ermittlerinnen. Man kann gut mit rätseln und zumindest ich war voll auf der falschen Spur.
Gudrun Möller als eine der beiden Ermittlerinnen hat deutlich mehr Raum bekommen, ihr Privatleben war relativ dominant. Aber nicht unpassend, das hat gut zum Buch gepasst. Ich schätze, dass in weiteren Bänden dann Judith Engster etwas mehr in den Vordergrund rückt.

Für die vollen fünf Sterne hat es nicht ganz gereicht, weil ein ehemaliger Ermittler, jetzt pensioniert, ständig im Büro des jetzigen Cold-Case-Unit-Chefs abhängt und nicht nur Gudrun Möller, sondern auch mich zunehmend genervt hat. Das war einfach unrealistisch. Genauso wie der Showdown.
Davon abgesehen war es aber ein richtig guter Krimi mit ständig steigendem Spannungsbogen. Ich würde auch bei Folgebänden wieder mitlesen.