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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2025

Humorvolle Einblicke auf hoher See

Willkommen an Bord
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Zur Einstimmung auf eine Aida-Kreuzfahrt habe ich mir das Cartoonbuch „Willkommen an Bord“ aus dem Schaltzeit Verlag gegönnt – und es ist die perfekte Vorbereitung.
Im Vorwort führt Markus Krebs auf humorvolle ...

Zur Einstimmung auf eine Aida-Kreuzfahrt habe ich mir das Cartoonbuch „Willkommen an Bord“ aus dem Schaltzeit Verlag gegönnt – und es ist die perfekte Vorbereitung.
Im Vorwort führt Markus Krebs auf humorvolle Weise in das Buch ein, das die lustigen, skurrilen Situationen an Bord einer Kreuzfahrt aufs Korn nimmt. Vom ersten Treffen mit schrulligen Mitreisenden bis zu den wilden Bordpartys – die Zeichnungen sind detailreich, die Sprüche sind pointiert und bringen einen zum Schmunzeln.
Auch als Kreuzfahrt-Neuling kann ich mich schon mit vielen Szenen identifizieren. Besonders die Einblicke in das Leben der Crew sind genial.
„Willkommen an Bord“ ist der perfekte Vorgeschmack auf unsere Reise. Ich bin schon gespannt, mit welchen Erlebnissen wir von der AIDA zurückkehren.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Der Tod, der am Dienstag kommt: Ein fesselnder Cosy-Crime aus Castle Knoll

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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Nach dem Erfolg von „Das Mörderarchiv“ kehrt die Krimiautorin Kristen Perrin mit „Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt“ zurück nach Castle Knoll, einem idyllischen Ort, der stets von dunklen ...

Nach dem Erfolg von „Das Mörderarchiv“ kehrt die Krimiautorin Kristen Perrin mit „Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt“ zurück nach Castle Knoll, einem idyllischen Ort, der stets von dunklen Geheimnissen umgeben ist.

Die Wahrsagerin Peony Lane trifft Annie und prophezeit, dass vor Jahren jemand Olivia Gravesdown ermordet hat. Kurz darauf wird Peony selbst tot im Wintergarten von Annie aufgefunden, erstochen mit einem Dolch, auf dem Annies Fingerabdrücke sind. Nun muss Annie herausfinden, wer die Wahrsagerin getötet hat und warum ihr die Tat angedichtet wird. Dabei stützt sie sich auf das Mörderarchiv ihrer verstorbenen Tante Frances, das geheime Informationen über die Dorfbewohner enthält. Doch je mehr sie erfährt, desto deutlicher wird, dass jemand ein dunkles Geheimnis zu bewahren versucht.

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Erzählsträngen: der Gegenwart von Annie und der Vergangenheit um ihre Tante Frances. Annie, die sowohl Krimiautorin als auch Hobbyermittlerin ist, deckt nicht nur Peonys Mörder auf, sondern gräbt auch in den Ereignissen der 1960er-Jahre rund um den Tod von Olivia Gravesdown. Besonders wichtig sind dabei Frances’ Tagebücher und die mysteriösen Prophezeiungen von Peony.

Annie ist eine sympathische, scharfsinnige Hauptfigur, doch die Vielzahl an Dorfbewohnern und die vielen Geheimnisse können den Überblick erschweren. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart macht das Buch komplex, aber spannend. Der durchblinkende britische Humor und die tiefen Emotionen sorgen für eine angenehme, nicht kitschige Atmosphäre. Das dörfliche Castle Knoll ist als Kulisse ausgezeichnet und verstärkt den Charme der Erzählung.

Trotz einiger Verwirrungen beim Wechsel der Erzählstränge bleibt „Der Tod, der am Dienstag kommt“ eine fesselnde und unterhaltsame Cozy-Crime-Geschichte. Geheimnisse, historische Rückblicke und stetig voranschreitende Ermittlungen halten den Leser bis zum Schluss in Atem.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein Kriminalfall zwischen Spannung und Gemütlichkeit

Der Weihnachtsmordclub
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Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, ...

Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, auch bekannt als die „Häkeldamen“ – helfen bei den Vorbereitungen für das Krippenspiel in Archsum. Doch statt festlicher Stimmung herrscht in der Kirche eine angespannte Atmosphäre, als mehrere Diebstähle passieren. Die Situation eskaliert, als die Leiterin der Jugendgruppe vom Stern von Bethlehem erschlagen wird. Während die Kirchenverantwortlichen von einem Unfall ausgehen, sind die Häkeldamen überzeugt, dass es sich um einen Mord handelt, und nehmen die Ermittlungen selbst in die Hand.

Dieser weihnachtliche Krimi ist eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich hervorragend als Hörbuch eignet. Es fordert den Hörer nicht zu viel Aufmerksamkeit und lässt sich entspannt nebenbei genießen. Die Sprecherin Christ Nonnast bringt die verschiedenen Charaktere lebendig zum Leben, indem sie mit unterschiedlichen Stimmen und Akzenten spielt. Besonders die Häkeldamen, mit ihrer charmanten, aber auch etwas schusseligen Art, stehen im Mittelpunkt und treiben die Handlung voran.

Die weihnachtliche Atmosphäre wird gut eingefangen, doch das Setting auf Sylt bleibt eher blass und hätte genauso gut an einem anderen Ort spielen können. Der Spannungsbogen ist, wie es bei vielen „Cosy Crime“-Romanen der Fall ist, eher flach, und die Auflösung des Falls fällt unspektakulär und wenig packend aus.

Insgesamt ist Der Weihnachtsmordclub ein leichter Wohlfühlkrimi, der vor allem durch seine sympathischen Hauptfiguren und humorvolle Momente unterhält. Wer unblutige Krimis mit einer festlichen Note sucht, wird hier fündig. Die Häkeldamen waren für mich jedoch zu klischeehaft, und ihre schrulligen Eigenheiten wirkten teils übertrieben. Der Kriminalfall selbst hätte spannender und fesselnder sein können – so bleibt das Hörbuch eher gemütlich und entspannt als packend.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Ein Jahr ohne Alkohol

Ein Mann, ein Jahr, kein Alkohol.
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Das Buch „Ein Mann, ein Jahr, kein Alkohol“ von Felix Hutt erzählt seine persönliche Geschichte zum Thema Alkohol. Ich habe bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen und finde es immer spannend, wie ...

Das Buch „Ein Mann, ein Jahr, kein Alkohol“ von Felix Hutt erzählt seine persönliche Geschichte zum Thema Alkohol. Ich habe bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen und finde es immer spannend, wie Menschen ihre Probleme mit Alkohol schildern und welche Lösungen sie finden.

Am Abend seines 44. Geburtstags beschließt Felix Hutt, ein Jahr lang keinen Alkohol mehr zu trinken, um zu erfahren, was das für ihn und sein Umfeld bedeutet. In seinem Buch hinterfragt er das gesellschaftliche Normalmaß des Alkoholkonsums, besonders das männliche Trinkverhalten und die damit verbundenen Gruppenzwänge. Auf seiner Reise des Nüchternwerdens erlebt er sowohl erschütternde als auch inspirierende Momente und lernt nicht nur seine Freunde, sondern auch sich selbst besser kennen.

Schonungslos offen und mit viel Mut schildert Hutt seine Gedanken- und Gefühlswelt. Als jemand, der im ähnlichen Alter wie der Autor ist und ebenfalls in Bayern aufgewachsen ist, kann ich die Selbstverständlichkeit des Alkohols, vor allem das Bier auf dem Land, gut nachvollziehen. Besonders in der Jugend gibt es kaum Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen, was das Trinkverhalten angeht und wie man sich in Sachen „Dazugehörigkeit“ fühlt.

Das Entschuldigen, mal nichts zu trinken, ist in vielen Kreisen absurd. Wer das Rauchen aufgibt, wird gefeiert, aber beim Alkohol gibt es diese Anerkennung nicht. Wenn der Gegenüber nicht trinkt, fühlt sich oft jemand auf den Schlips getreten. Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, so sehr hat es mich berührt und ich konnte in vielen Aspekten relaten. Der Schreibstil ist flüssig und sehr persönlich. Viele Momente haben mich nachdenklich gemacht, besonders die Frage, was wir Eltern mit unserem Umgang mit Alkohol unseren Kindern vorleben.

Ich hoffe sehr, dass sich die Gesellschaft im Umgang mit Alkohol wandelt. Es sollte nicht mehr nötig sein, sich zu rechtfertigen, wenn man nicht trinkt. Das Bewusstsein, dass Alkoholismus nicht nur „die anderen“ betrifft, sondern subtiler und weiter verbreitet ist, muss geschärft werden. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Todesfälle an der Nordseeküste

Tod an der Küste: Zwei Ostfrieslandkrimis
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Mit „Zwei tote Frauen“ startet Anja Urban ihre Krimi-Reihe rund um die Kommissarin Vivien Stein, die neu bei der Kriminalpolizei Leer angefangen hat. Die Handlung beginnt mit dem rätselhaften Tod einer ...

Mit „Zwei tote Frauen“ startet Anja Urban ihre Krimi-Reihe rund um die Kommissarin Vivien Stein, die neu bei der Kriminalpolizei Leer angefangen hat. Die Handlung beginnt mit dem rätselhaften Tod einer jungen Frau im beschaulichen Ostfriesland – ein scheinbarer Suizid, der auf den ersten Blick als solcher erscheint. Doch schon bald muss Vivien erkennen, dass sich hinter der Fassade des vermeintlich einfachen Falls mehr verbirgt. Als dann eine weitere Leiche auftaucht, wird der Fall noch undurchsichtiger. Mit viel Charme, aber auch einer gesunden Portion Skepsis, begibt sich Vivien auf die Spurensuche und muss sich gleichzeitig mit ihrem unausgesprochenen Konflikt mit ihrem neuen Kollegen Tamme herumschlagen, der ihren Ermittlungen nicht immer förderlich ist.
Der Lesefluss ist grundsätzlich in Ordnung, und die Beschreibung von Viviens Charakter sowie ihres bisherigen Werdegangs hat mich schnell in das Buch einsteigen lassen. Auch das für Regionalkrimis typische Lokalkolorit ist spürbar und schafft eine authentische Atmosphäre, die gut zur Geschichte passt. Allerdings ist beim Lesen kaum Spannung aufgekommen – die Handlung plätscherte oft vor sich hin und ließ mich nicht so recht mitfiebern. Zwar hat es für mich nicht zum Abbruch des Buches gereicht, da ich doch wissen wollte, wie die Geschichte endet, doch insgesamt bleibt der Eindruck eines eher durchschnittlichen Krimis.
Für ein leichtes Buch zwischendurch mag „Zwei tote Frauen“ durchaus geeignet sein, aber für einen Krimi, der wirklich fesselt oder einen über längere Zeit beschäftigt, fehlt es an der nötigen Tiefe und Spannung. Ich werde vorerst keine weiteren Bücher der Autorin lesen.

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