Entführungen und mehr
Die Kriminalistinnen. Der stumme ZeugeCover: Das Cover passt wunderbar zum zweiten Teil der Reihe und fügt sich somit sehr gut ein. Außerdem erinnert das Coverbild ein wenig an die Zeit der 70er Jahre und passt daher auch ganz gut zum Inhalt.
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Cover: Das Cover passt wunderbar zum zweiten Teil der Reihe und fügt sich somit sehr gut ein. Außerdem erinnert das Coverbild ein wenig an die Zeit der 70er Jahre und passt daher auch ganz gut zum Inhalt.
Inhalt: Dezember 1970: Die vierjährige Liese verschwindet spurlos von einem Kinderkarussell – Hinweise sprechen für eine Entführung. Kommissarin Lucia Specht und das Team des Düsseldorfer Polizeipräsidiums setzen alles daran, den Täter zu finden. Doch während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, wird Lucia überraschend von höchster Stelle abgezogen: Sie soll verdeckt im berüchtigten Kölner Ganovenmilieu ermitteln. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse, und Lucia muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen.
Meine Meinung: Ich kannte bereits den zweiten Teil der Reihe rund um die Kriminalistinnen, und da mir dieser gut gefallen hat, wollte ich nun gerne wissen wie es mit der Protagonistin Lucia und ihren Mädels von der Polizei weitergeht. Der Schreibstil war, wie auch schon im zweiten Teil, von Beginn an sehr locker und einfach zu lesen, deshalb hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, die Seiten fliegen nur so dahin und ich hatte das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Wobei die erste Hälfte des Buches deutlich mitreißender war in meinen Augen, aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache. Lucia Specht ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der ich mich gerne ins Leben der Kriminalistinnen gestürzt habe und dadurch dass ich die anderen Charaktere nun schon etwas besser kannte, sind sie mir mehr ans Herz gewachsen, besonders Toni mit seiner lockeren italienischen Art. Und auch Kuhn von der Düsseldorfer Polizei ist ein spannender Charakter gewesen. Ich mochte den Entführungsfall der kleinen Luise total gerne und dieser wurde in der ersten Hälfte des Buches sehr spannend, emotional und nahbar erzählt und wenn man selber Kinder hat geht einem der Fall natürlich noch mehr an Herz und Nieren. Ab der zweiten Hälfte soll Lucia dann jedoch in einer ganz anderen Sache ermitteln und der eigentliche Fall um die kleine Liese gerät immer mehr in den Hintergrund. Ich verstehe zwar, dass der Autor etwas von der damaligen Zeit einfangen möchte, aber dieser abrupte Wechsel der Krimifälle hat mir nicht so gut gefallen, ich hätte da viel lieber mehr über den Fall der kleinen Liese gelesen. Für mich war die erste Hälfte des Buches deswegen top, dann jedoch lässt das Buch aber (für mich) leider etwas nach. Das Ende ist relativ rund, auch wenn mich noch die ein- oder ander Privatsache der Charaktere interessiert hätte (Stichwort Petra oder auch Toni). Ich habe das Buch aber insgesamt sehr gerne gelesen und vergebe deshalb 4 von 5 Sternen.