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Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, mit wirklich unglaublich ansprechenden Illustrationen.

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt
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Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann ...

Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann den Plan schmiedet, sie mit der Unterstützung seiner Freunde zu suchen und zurück zu holen. Dabei muss er sich gegen Eltern, Lehrer, und einen Haufen anderer Erwachsener behaupten, hat aber auch hier und da ein wenig Unterstützung an seiner Seite.
Im großen und ganzen ist das Buch wirklich sehr angenehm geschrieben. Es lässt sich leicht und unterhaltsam lesen, und mit den Illustrationen gibt es auch immer wieder einen echten Hingucker, der sehr leicht verzaubert. Archer ist dabei ein großteils sympathischer Hauptcharakter, der einfach ein Abenteuer erleben möchte, Adélaïde ein starkes Mädchen, dass sich so leicht nicht einschüchtern lässt, und Oliver ein recht feiger Junge, der eigentlich lieber überall anders wäre. Genau da liegt auch so ein bisschen eins meiner Probleme mit dem Buch. Oliver ist zwar ein sympathischer Charakter, und irgendwie mag ich ihn auch, aber gleichzeitig wirkt es auch ganz oft, als würde er seine Freunde eigentlich am liebsten zurückhalten wollen, und während ich seine Angst durchaus auch verstehe, hatte ich auch das Gefühl, dass in der Geschichte selbst nicht viel dahinter steckte. Es wirkte ein wenig, als wäre er einfach nur als Gegengewicht vorhanden, dabei war er aber entweder so schwach, dass man das durchaus mehr hätte zeigen können, oder so stark, dass es alles andere überdeckt hat. Ein wenig hatte ich bei ihm das Gefühl, als wäre er nur auf seine Angst geschrumpft worden, die dann aber gleichzeitig so klein gehalten, dass er den anderen nicht wirklich im Weg steht. Dadurch geht er leider ein bisschen unter und ist im Vergleich zu den anderen eindeutig der schwächste Charakter.
Ähnliche Schwierigkeiten hatte ich mit ein paar anderen Figuren, die ebenfalls sehr auf nur eine Eigenschaft reduziert wurden. Ganz schlimm dabei Archers Mutter, die ebenfalls stark mit der Angst zu kämpfen hat, ihren Sohn zu verlieren. Dabei aber nicht im Geringsten Rational handelt, sodass sie ihn natürlich noch mehr verliert. An sich wichtig, damit die Geschichte überhaupt funktionieren kann, und auch irgendwie eine solide Grundlage, gleichzeitig hatte ich hier das Gefühl, dass sich im Laufe der Geschichte absolut nichts an irgendwas ändert. Es findet keinerlei Entwicklung statt, die Mutter erlebt an keiner Stelle Konsequenzen, und irgendwie fand ich es sehr traurig, wie viel ganz viele von den Figuren auf der Stelle treten und sich im Laufe der Geschichte eigentlich kaum ändern.
Abgesehen davon waren es aber tolle Ideen, die Geschichte selbst war auch ziemlich cool, und dass Adélaïde nur ein Bein hat, fand ich richtig angenehm. Es spielt keine große Rolle (oder, doch, das schon, aber es ist nichts, was im Buch zwingend für Schwierigkeiten oder irgendwas sorgt), sondern ist einfach Teil von ihr, und da ich das bisher so in Kinderbüchern noch nicht gelesen hatte, war ich davon sehr positiv überrascht. Auch die ganzen kleinen Nebenstränge oder Hintergrundgeschichten zu ganz vielem mochte ich sehr, und generell auch die Interaktionen zwischen allen Figuren.
Ich fand nicht alles immer logisch oder gut gemacht, aber beim Lesen hatte ich dennoch echt viel Spaß.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Solider Kunstraub mit zusätzlichen Problemen

Schatten der Provence
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Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, ...


Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, dass Clara und ihre Mutter auch weiterhin eine Rolle spielen, wenn auch keine so große.
Die beiden Plotstränge von Kunstraub und die Trennung von Privat-/Arbeitsleben haben in meinen Augen nicht so gut zusammengepasst wie in Band 3, aufgrund der Tatsache, dass der Fall aber selbstverständlich mit dem Arbeitsleben zu tun hat, war das alles auch nicht zu weit ab vom Thema.
Unterhaltung war da, einen Kunstraub als Fall fand ich auch mal sehr spannend, weil habe ich glaube ich noch nie oder auf jeden Fall ewig nicht irgendwo gelesen, und alles in allem hatte ich wie so oft einfach 'ne gute Zeit!

Veröffentlicht am 11.10.2025

Sehr spannend

Der Schwarm
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Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte ...

Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte und eine Woche ohne Internet war, kann ich sagen: Ich hab's endlich geschafft, und ich bin froh, dass er's empfohlen hat, weil es hat tatsächlich viel Spaß gemacht. Eindeutig kein gutes Einschlaf-Buch (niemand ist überrascht), aber das hat mich nicht daran gehindert, dass ich es mehrere Tage lang in jeder Freien Minute (auch vorm Einschlafen) gehört habe, weil es so spannend und unterhaltsam war, und ich einfach immer unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Mich hat nicht alles überzeugt, und zum Beispiel von den ganzen Beziehungs-Sachen zwischendurch war ich die ganze Zeit eher genervt, dadurch, dass ich den Plot selbst aber so spannend fand, und der durchgängig im Vordergrund war oder zumindest aller paar Seiten wieder in den Vordergrund gerutscht ist, war ich aber auch nicht enttäuscht.
Gab's Figuren, bei denen ich das Buch am liebsten gegen eine Wand geworfen hätte? Ja. Aber da die auch eindeutig so gewollt waren, kann ich das der Geschichte wohl kaum vorwerfen, und die Figuren, die ich mögen sollte, mochte ich großteils auch. Nicht alle, oder ich fand nicht alle toll, aber ich fand sie alle interessant, und ich war ihnen auf jeden Fall durchgängig wohlgesonnen. Sie sind menschlich, sie machen Fehler, und manchmal nerven sie, aber ... das tun meine besten Freunde auch, also nichts, was mich Leute hassen lassen würde, auch nicht, wenn sie fiktional sind.
Etwas unstimmig bin ich über ganz viele Referenzen im Buch, bei denen ich dann häufiger dachte "ist mir das jetzt zu direkt?", und ich bin auch immer noch nicht sicher. Das präsenteste Beispiel, dass ich bei der Schwarm persönlich ganz oft an "Die Vögel" denken musste (habe den Film nie gesehen, aber irgendwie entsteht da trotzdem eine Assoziationskette bei mir) und im Buch irgendwann auch jemand davon spricht, das aktuelle Geschehen verfilmen zu lassen, und am besten von Hitchcock Fichtung Die Vögel. Einerseits war's ein netter Moment, weil ich beides eben auch miteinander verbinde, andererseits ist es mir irgendwie auch zu direkt.
Insgesamt nicht schlimm, aber ich weiß auch nichts, ob's mir beim Lesen dadurch mehr Spaß gemacht hat.
Ändert aber nichts daran, dass ich grundsätzlich sehr viel Spaß hatte, und mir das Buch von Anfang bis Ende großteils gut gefallen hat. Sehr unterhaltsam!

Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider sehr enttäuschendes Ende

Eona - Drachentochter
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Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, ...

Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, dachte ich mir: warum nicht?
Jetzt darf sich das alte Buch über ein neues Zuhause bei anderen Leuten freuen, weil bei mir wird es auf jeden Fall nicht bleiben. Es ist nicht zwingend, dass das Buch schlecht ist, es hat sogar einige echt gute Elemente, die mir super gefallen haben, es ist nur die Mischung aus "Hauptfigur soll schlau sein aber bemerkt die offensichtlichsten Dinge nicht" und "erwachsener Antagonist möchte an Macht kommen und hält sexuelle Gewalt an einer zwölfjährigen für die Lösung" ähm ... let's maybe not? Natürlich ist er ein Bösewicht, und Bösewichte treffen böse Entscheidungen, aber ich muss sagen, ich bin glaube ich einfach über die Zeit hinweg, in der ich sowas noch als akzeptable Bösewicht-Motivation gesehen habe, und bin inzwischen eindeutig mehr auf der Seite von "Oh mein Gott, warum, sie ist zwölf!" wäre sie erwachsen gewesen, könnte ich zumindest irgendwie damit leben, dann wäre es "nur" 'ne Bösewicht-Sache, aber sie ist ein Kind! Irgendwo muss doch 'ne Grenze sein!
Wie auch immer. Darüber hätte ich tatsächlich noch irgendwie hinwegsehen können, bzw. wären es vermutlich drei Sterne geworden, weil egal wie offensichtlich ich die Lösung für Eonas Probleme auch finde, oder wie sehr ich nie wieder vom Bösewicht hätte lesen wollen, ich glaube, dass das Buch für die richtige Zielgruppe tatsächlich okay gewesen wäre.
Und dann kam die Wunderheilung und die Tatsache, dass Eona am Ende "nicht mehr kaputt" ist, weil sie ihre Behinderung verliert ... nein Danke.
Das Buch hatte zwei richtig gute Sachen in meinen Augen und das war einmal die (natürlich nicht so benannte, aber dennoch vorhandene) trans Frau, die mich richtig positiv überrascht hat, und die ich als Figur echt cool fand, und einmal Eonas verletztes Bein, weil es Protagonisten mit Einschränkungen leider noch immer viel zu selten in Büchern gibt. Leider kann die großartige Lady Dela als Nebencharakter für mich nicht aufwiegen, wie enttäuscht ich über die Wunderheilung am Ende war, und entsprechend gibt es von mir keine drei Sterne mehr. Bestimmt ist das Buch trotzdem super für die Entsprechende Zielgruppe, für mich ging es ab dem Punkt nur eben leider von einem "nicht für mich" zu einem "okay, jetzt bin ich maßlos enttäuscht" über.
Vielleicht liegt es an der gekürzten Version, dass manches nicht ausgearbeitet genug war, aber da die Tatsachen wohl kaum dazuerfunden wurden, wenn es sie vorher nicht gab, macht es für mich nicht so richtig einen Unterschied.

Veröffentlicht am 10.10.2025

Mein liebster Band der Reihe bisher

Mörderische Provence
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Ich habe die Geschichte auch als Hörbuch gehört und bin ehrlich: vermutlich nicht die beste Einschlaf-Lektüre. Es wurde teils wirklich sehr düster, und gerade die Illusionen der Täter hätte ich mir echt ...

Ich habe die Geschichte auch als Hörbuch gehört und bin ehrlich: vermutlich nicht die beste Einschlaf-Lektüre. Es wurde teils wirklich sehr düster, und gerade die Illusionen der Täter hätte ich mir echt nicht aus deren Perspektive anhören müssen, aber im Endeffekt spricht das alles vermutlich nur für das Buch, weil es die düstere Stimmung so gut rübergebracht hat.
Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß, fand auch die Täter-Sichten echt gut (wenn auch wirklich widerlich) geschrieben, und obwohl ich mich erst einen Tag vorher bei einer Freundin beschwert hatte, dass ich mich nicht fürs Privatleben der Familien interessiere, wenn ich einen Krimi lese, war ich hier überraschend interessiert an Leclercs Familie, und hätte sogar gerne mehr von ihnen gelesen. Hätte nicht gedacht, dass die in der Reihe noch auftauchen, und mochte die Clara-Tyson-Kombi wirklich gerne (Leclerc-Tyson sind aber natürlich auch immer noch ein tolles Duo).
Außerdem sind der private und der Kriminal-Handlungsstrang diesmal richtig schön Hand in Hand nebenher gelaufen und haben sich gegenseitig in ihrer Geschichte unterstützt. Ganz abgesehen natürlich von den tollen Nebenfiguren (ich muss sagen, Figuren, die Probleme lösen, und dann niemandem ein Sterbenswörtchen davon verraten, stehen echt hoch auf meiner Liste von Liebsten Figuren), die hier wirklich echt was drauf hatten. Hätte nicht gedacht, wie heftig das teilweise werden würde, aber ... es war eine positive Überraschung, trotz Blutrünstigkeit.
Insgesamt sehr unterhaltsam und spannend und die Reihe gehört eindeutig zu den Krimi-Reihen, von denen ich auch immer wieder was lesen würde, wenn mir was in die Hände fiele.