Profilbild von MayaB

MayaB

Lesejury Star
offline

MayaB ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MayaB über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2025

Super unterhaltsam

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
0

Was für ein Buch!
Ich habe noch nie etwas von Peter S. Beagle gelesen, und ich glaube, ich hätte auch dieses Buch verpasst, aber der Titel war so faszinierend, als jemand darüber gesprochen hat, also ...

Was für ein Buch!
Ich habe noch nie etwas von Peter S. Beagle gelesen, und ich glaube, ich hätte auch dieses Buch verpasst, aber der Titel war so faszinierend, als jemand darüber gesprochen hat, also musste ich dann doch mal reingucken, und wow, war das Buch gut. Es ist so eine unbeschwerte kleine Abenteuergeschichte, und ich habe es mitten in der Nacht in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Wirklich gut geschrieben, der Stil war richtig super, eine Menge sehr guter Charaktere, und manchmal auch überraschend ernst.
Ich mochte absolut jede Figur in diesem Buch und fand, dass sogar die Nebencharaktere sehr gut geschrieben waren und ihren Tiefgang hatten, und wie die Geschichte mit Erwartungen und Wünschen arbeitete, und wie das Schicksal andere Pläne hatte, war meiner Meinung nach wirklich gut.
Es hat mich echt zufrieden gemacht, wie es für alle ausgegangen ist/wo die ganzen Leute am Ende standen/ankamen, und ich hatte einfach viel Spaß beim Lesen.
Es war vielleicht nicht die innovativste Geschichte, aber die Art und Weise, wie sie geschrieben wurde, war einfach so lustig und unterhaltsam, dass ich jeden Aspekt der Geschichte einfach echt gern hatte.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Leider nichts für mich

Der Tod kommt nach Pemberley
0

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer der Lese-Challenges gelesen, in der es darum ging, ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen, und leider war es nichts für mich. Ich habe „Stolz und Vorurteil“ ...

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer der Lese-Challenges gelesen, in der es darum ging, ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen, und leider war es nichts für mich. Ich habe „Stolz und Vorurteil“ geliebt (auch wenn ich üblicherweise kaum historische Bücher lese) und ich schätze (manchmal) Krimis, also dachte ich, dass dieses Buch durchaus Spaß machen würde, auch wenn‘s nicht mein übliches Genre ist, aber leider hat es mich nicht überzeugt.
Ich fühlte mich nicht annähernd so, wie ich mich beim Lesen von Stolz und Vorurteil gefühlt habe, denn ich habe nichts von dem Humor wiederentdeckt, und außerdem hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch manchmal versucht hat, das Original umzuschreiben oder die Absicht dahinter, warum die Figuren im Original auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt haben, und das hat mir nicht wirklich gefallen. Ich fand den Anfang ganz gut, nicht wirklich toll, aber es war ziemlich interessant zu lesen, wie die Ehe zwischen Lizzy und Darcy für Leute, die keine Ahnung hatten, ausgesehen haben könnte, das fand ich eine ziemlich nette Idee, aber leider blieb es danach nicht wirklich gut, sondern hat mich sehr schnell gelangweilt. Ich habe einfach keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen können, und der Mordfall war nicht wirklich ein Krimi, was ich mir erhofft hatte, sondern es ging mehr um einen Prozess und was die Leute dachten und dann gleich die Lösung, was wirklich nach dem Prozess passiert ist, und leider konnte ich mich einfach nicht darauf einlassen.
Ich denke nicht, dass es eine schreckliche Geschichte ist, sie war nur nicht sehr einprägsam (ich habe das meiste schon wieder vergessen), und es kommt für mich nicht einmal in die Nähe von Austens Werken oder einem guten Kriminalroman, was ich mir ja erhofft hatte. Außerdem ist es ziemlich langsam geschrieben und fühlte sich zu keinem Zeitpunkt wirklich aufregend an, also insgesamt leider kein Buch für mich.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Spannende Einblicke in Kings Leben und Schreibprozess

Das Leben und das Schreiben
0

Ich habe noch nie in meinem Leben ein Buch von Stephen King gelesen und habe es auch nicht vor, weil ich nicht glaube, dass es mir gefallen würde, und ich habe zu viel Angst davor, Recht zu haben, also ...

Ich habe noch nie in meinem Leben ein Buch von Stephen King gelesen und habe es auch nicht vor, weil ich nicht glaube, dass es mir gefallen würde, und ich habe zu viel Angst davor, Recht zu haben, also lieber auf Abstand bleiben. Aber ich habe vor Jahren viel Gutes über dieses Buch gehört (und es dann irgendwie vergessen), und ich bin selbst Schreiberling (oder versuche es zumindest), und es ist keine seiner Horror-Geschichten, also habe ich sofort zugesagt, als mein Bruder mich plötzlich fragte, ob ich sein Exemplar lesen wolle.
Und ich habe es nicht bereut. Die Mischung aus Schreibtipps und Memoiren war wirklich interessant zu lesen, und ich fand es toll zu erfahren, wie King bestimmte Dinge sieht. Ich stimme nicht allem zu, aber ich verstehe, worauf er hinauswollte, und viele seiner Tipps sehe ich durchaus ein. (Ich zum Beispiel schreibe auch eher „Szenen“ als Plots, und gehe von dort aus weiter, und das hat bei mir bisher ganz gut funktioniert, obwohl ich auch alles am Ende noch mal abschreibe/neu schreibe, was er wohl nicht tut.)
Außerdem habe ich nicht nur viel über Kings Einstellung zum Schreiben gelernt, sondern auch über ihn persönlich, denn ich wusste zwar, dass er ein Bestsellerautor war und ein wenig darüber, wie er schreibt, aber ich wusste nicht das Geringste über sein Leben, so dass ich auch hier viel Neues gelernt habe.
Es ist in erster Linie ein Buch über das Schreiben (wie besonders der Titel „On Writing“ auch zeigt), kein Buch darüber, wie man schreibt, oder Tipps, oder ein Kapitel für jede Regel oder so etwas, aber es gibt Regeln und Ratschläge in dem Buch, gemischt mit Geschichten aus Kings Leben, und es war meiner Meinung nach sehr inspirierend. Ich würde also sagen, dass man das Buch durchaus als Ratgeber/Handbuch lesen kann (schätze ich), aber ich denke, dass man in diesem Fall mit etwas anderem glücklicher sein könnte, und hier geht es eher um eine andere Perspektive, aus der man vielleicht lernen kann, was ich anders bewerten würde als einen Ratgeber. Trotzdem sehr gut und informativ, und ich glaube nicht, dass ich einen „echten“ Ratgeber vorziehen würde.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Schöne Welt, schwache Romanze

A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht
0

Die Geschichte war ganz nett, und die Welt, in der sie spielt, hat mir sehr gut gefallen. Sie war ziemlich magisch, und obwohl ich persönlich überhaupt keinen Tee mag, lese ich immer gerne darüber. Es ...

Die Geschichte war ganz nett, und die Welt, in der sie spielt, hat mir sehr gut gefallen. Sie war ziemlich magisch, und obwohl ich persönlich überhaupt keinen Tee mag, lese ich immer gerne darüber. Es ist wirklich beruhigend und schön, über Menschen zu lesen, die sich so viel Mühe bei der Zubereitung von Tee geben und über die Wirkung nachdenken, und ich hatte das Gefühl, dass Lin all das wunderbar umgesetzt und dann noch ein wenig Magie hinzugefügt hat. Wahrscheinlich, weil ich immer das Gefühl habe, dass die Zubereitung von Tee etwas Magisches ist, sodass es für mich super funktioniert hat, dass hier jetzt einfach echte Magie mit eingebracht wird.
Ich mochte auch das politische Geschehen, obwohl ich zugeben muss, dass ich manchmal ein bisschen verloren war, und ich mochte die ganze Idee des Wettbewerbs und wie Ning gelernt hat, wie anders die Welt für sie im Vergleich zu den Leuten im Palast war. Und auch ihre Motivation, ihre Schwester zu retten, war wirklich stark, und ich wusste es sehr zu schätzen, dass das die ganze Zeit über ihre oberste Priorität war.
Das Einzige, was mir nicht ganz gefallen hat/von dem ich das Gefühl hatte, dass es nicht immer gepasst hat/was mich teils verwisst hat, war der „mysteriöse (und gutaussehende) Junge“ und alles, was damit zu tun hatte. Also, ich habe es verstanden, und es war nicht völlig abwegig oder schlecht, nur ... es fühlte sich an, als ob es zuerst zu schnell ging, dann wurde es langsamer, dann war es nur noch ein ständiges Hin und Her, wohin die Geschichte gehen würde, und irgendwann war ich genauso verwirrt wie Ning, aber auch darüber, warum Ning verwirrt war/warum sie bestimmte Dinge dachte. Und ich weiß immer noch nicht, was ich von dieser ganzen Geschichte halte. Also: hat er gelogen? Aber wie mit dem Tee? Und woher wusste Ning sofort, dass er gelogen hat oder dachte, dass er gelogen hat, wenn die Prinzessin zur gleichen Zeit gelogen haben könnte, warum also den Kerl verdächtigen, der den Tee getrunken hat, und nicht die Prinzessin, die es nicht getan hat? Muss ich ihn jetzt verdächtigen? Muss ich nicht? Ich schätze, ich werde es im nächsten Buch herausfinden, das ich vermutlich auch lesen werde, aber ich wünschte, dieses Buch hätte mir ein wenig mehr gegeben, um zu verstehen, was genau vor sich ging. (Oder vielleicht habe ich das alles auch nur irgendwie verpasst oder nicht verstanden, mag sein.) Mir gefällt zwar irgendwie, wie es ausgegangen ist, aber auch dieser Teil der Geschichte kam mir im Vergleich zu allem anderen ein bisschen unterentwickelt vor. Vor allem die Romanze. Es fühlte sich einfach so an, als gäbe es keine wirklichen Gefühle, also hat mich das nicht wirklich überzeugt, obwohl ich Kang für einen ziemlich guten Charakter hielt. Vielleicht ist das der Grund für meine Verwirrung? Wenn es nur eine politische Sache gewesen wäre, hätte es für mich vermutlich besser funktioniert.
Aber auch wenn mich das verwirrt hat, hat mir der Rest der Geschichte gut gefallen, und die Charaktere und ihre Dialoge und Interaktionen fühlten sich ziemlich echt an, und es war leicht, sich darauf einzulassen. Ich glaube, das Ende-Ende hätte mir auch nicht gefallen, aber die Beschreibung des zweiten Buches spoilert ziemlich, was als Nächstes passiert, also habe ich das Gefühl, dass das Ende eher schwach ist und nicht wirklich schlecht? Aber ich werde sehen, wie es im Kontext der ganzen Geschichte wirkt, wenn ich das zweite Buch gelesen habe, denn ich werde ziemlich sicher weitermachen. Ich fand Lins Schreibstil ganz nett und ich mag die Welt und die Charaktere wirklich, also mal sehen, was da noch kommt (und wann ich die Zeit dafür finde).

Veröffentlicht am 22.03.2025

Absolut übertrieben, richtig lustig, super zu lesen

Boyfriend Material
0

Dieses Buch hat wirklich viel Spaß gemacht. Ich habe es mir auf Deutsch angehört, während ich auf Englisch gelesen habe, und das hat für mich ziemlich gut funktioniert. Ich fand auch die Übersetzung ins ...

Dieses Buch hat wirklich viel Spaß gemacht. Ich habe es mir auf Deutsch angehört, während ich auf Englisch gelesen habe, und das hat für mich ziemlich gut funktioniert. Ich fand auch die Übersetzung ins Deutsche ziemlich gut. Vieles wurde verändert (z.B. alle Witze, die Alex erzählt werden), aber immer mit der gleichen Bedeutung/dem gleichen Gefühl, und das hat wirklich gut funktioniert. Ich fand zwar die Originalwitze besser, aber es war nicht zu weit weg, und obwohl es ganz anders war, haben die Szenen alle funktioniert. (Vielleicht nicht die mit Whales, der war auf Deutsch ein echtes Durcheinander und hat im Englischen aber vollkommen Sinn ergeben („How do you get two whales/to wales in a car?“), aber sonst hat es gut funktioniert.)

Für mich hat sich das Buch nicht wirklich angefühlt, als wäre es eine „echte“ Geschichte, was ich etwas schade fand. Alle Figuren sind ein bisschen zu übertrieben, absolut lächerlich, und Bridge's Leben ist ... Ich will sie als beste Freundin, aber was zum Teufel ist mit ihrem Job los? (Ich habe wegen ihr Tränen gelacht, und wünschte, es gäbe ein Buch einfach nur darüber, aber trotzdem: Was zur Hölle?)
Ich mochte die Figuren trotzdem wirklich sehr, und ich mochte auch das Chaotische/Lächerliche, und ich habe die Witze wirklich genossen und wie sich alles entwickelte, aber es fühlte sich nicht so an, als wäre es eine Geschichte, die tatsächlich passieren könnte. Sie war einfach nicht sehr realistisch. Obwohl es einige Probleme gab und es manchmal sehr ernst war (vermutlich hätte es sogar ein sehr ernstes Buch sein können, aber das war es einfach nicht). Ich habe das Gefühl, dass die Geschichte wahrscheinlich etwas emotionaler hätte sein können, wenn sie ernster gewesen wäre, und ich denke, dann wäre sie mehr wie die Geschichten gewesen, die ich normalerweise lese, und hätte mich vielleicht mehr für das Liebesleben von Luc und Oliver interessiert, aber ich mochte es trotzdem sehr. Genau wie ich auch Luc und Oliver mochte, und ich fand das Buch durchaus emotional, es war nur so, dass sehr ernste Sachen mit den absolut verrücktesten Dingen kombiniert wurden, die im Hintergrund passierten (was genau meine Art von Humor ist, also obwohl ich eigentlich oft keine lustigen Bücher mag, war dieses hier echt super und genau mein Ding), so dass ich keine Chance hatte, wirklich emotional zu werden/wirklich für die Charaktere zu fühlen, weil es einfach so eine Achterbahn und ein Auf und Ab war, dass die Zeit nicht wirklich da war, irgendwas richtig zu fühlen (zumindest für mich nicht).


Doch während all die Dinge, die vor sich gingen, verrückt waren und die Charaktere zwar liebenswert aber auch ziemlich unrealistisch, fand ich (das war die lächerlichste Freundesgruppe, die ich mir hätte vorstellen können), hatte ich das Gefühl, dass Luc und Oliver tatsächlich eine anständige Charakterentwicklung hatten und ich konnte während der ganzen Geschichte sehen, warum beide so handeln, wie sie‘s gemacht haben. Außerdem gab es von Anfang an Andeutungen über bestimmte Dinge, und alles, wie sie geschrieben wurden, wirkte sehr durchdacht. Ich finde nicht, dass sie ihrem Alter entsprechend gehandelt haben (Luc ist angeblich 28, mir kam er eher wie Anfang 20 vor), aber sie waren meiner Meinung nach gute Charaktere, und sie passten in die Geschichte und haben auch zusammen gut funktioniert, was wirklich schön war.

Also insgesamt nicht sehr realistisch, aber sehr leicht und schön zu lesen als lustiges Buch, das mit verrückten Charakteren viel zu überdreht ist (+ einige ernste Szenen). Ich hatte auf jeden Fall eine gute Zeit! (Und ich werde ziemlich sicher irgendwann noch die nächsten Bücher lesen (oder zumindest den nächsten Band) und hoffe wirklich, dass sie genauso lustig und lächerlich sind).