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Veröffentlicht am 11.08.2025

Konnte mich ab der ersten Seite in seinen Bann ziehen

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Ich habe das Buch mehr oder weniger in einem rutsch gelesen. Ich musste den Tag über ein paar mal pausieren, weil es andere Verpflichtungen gab, die ich nicht aufschieben konnte, aber abgesehen davon? ...

Ich habe das Buch mehr oder weniger in einem rutsch gelesen. Ich musste den Tag über ein paar mal pausieren, weil es andere Verpflichtungen gab, die ich nicht aufschieben konnte, aber abgesehen davon? Als ich heute früh mal in die Geschichte reinlesen wollte, habe ich nicht damit gerechnet, wie sehr ich von der ersten Seite an gefesselt wäre.
Matilda und Quinn sind beides echt sympathische Hauptfiguren, die eindeutig auch ihre Schwächen und Fehler haben, aber sie wirken sehr menschlich, und trotz einer eher frostigen "ersten" (zumindest für die Lesenden) Begegnung, finden die zwei sich sehr schnell gemeinsam in einem Abenteuer wieder, in dem sie sich plötzlich nur noch einander anvertrauen können. Was sich aber gar nicht so anfühlt, als wäre es ihre einzige Option, sondern eher so, als würde es einfach aus dem Wunsch eines gemeinsamen Abenteuers passieren, und wie sie so schnell von "feinden sich an" zu "sind ein Team" gekommen sind, ohne dass es sich irgendwie merkwürdig angefühlt hätte, kann ich gerade immer noch nicht sagen, aber irgendwie hat's doch geklappt, und ich fand es super, beiden Figuren zu folgen und beide Perspektiven aufs Geschehen zu bekommen. Auch weil ich beide einfach wirklich gern habe.
Auch muss ich sagen, dass alle anderen Figuren mit richtig gut gefallen haben. Ein paar waren schrecklich, ein paar hätte ich am liebsten geschüttelt und einigen gerne den Hals umgedreht, aber als Figuren für die Geschichte haben sie wirklich gut funktioniert in meinen Augen, passen alle echt gut ins Geschehen und zu den jeweils anderen Figuren, und wie Kerstin Gier es geschafft hat, trotz aller Absurditäten doch wieder eine Welt zu schaffen, die sich beim Lesen einfach natürlich anfühlt, konnte mich wieder mal überzeugen. (Obwohl ich zugeben muss, dass ihre anderen Reihen eine ganze Weile her sind bei mir, also ist es nicht so, als könnte ich das aktuell gelesene mit mehr als einem vagen sehr positiven Gefühl vergleichen, bevor ich nichts aufgefrischt habe, aber nach dem Gefühl glaube ich, dass ihr das bisher in jeder Reihe gelungen ist, soweit ich mich erinnern kann.)
Auch sehr überzeugen konnten mich die kleinen nicht ganz menschlichen Nebenfiguren, und ich hoffe so sehr, dass wir von denen noch ganz viel mehr zu Gesicht bekommen. Und generell irgendwie von allen Figuren.
Und natürlich waren die Welt und Geschichte auch sehr spannend, und einige kleine Twists von typischen Tropes und Klischees haben mir auch echt gut gefallen, und alles in allem bin ich gerade einfach nur überrascht, wie gut mir das ganze Buch gefallen hat, und ich bin sehr froh, dass ich Band 2 und 3 bereits besitze, weil gerade habe ich auf jeden Fall Lust auf mehr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2025

Sowohl unterhaltsam als auch nachdenklich

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
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Band 1 hatte ich einmal vor Jahren gelesen und fand es richtig gut, dann ein zweites Mal letztes Jahr, als es mir immer noch gefallen hat, und entsprechend hatte ich auch von Band 2 jetzt relativ großes ...

Band 1 hatte ich einmal vor Jahren gelesen und fand es richtig gut, dann ein zweites Mal letztes Jahr, als es mir immer noch gefallen hat, und entsprechend hatte ich auch von Band 2 jetzt relativ großes Erwartet, was den Witz anging, und wurde nicht enttäuscht. Das Chaos, das Allan mit sich bringt, finde ich persönlich einfach immer wieder amüsant, und die ganzen Situationen, in die er hineingerät eindeutig auch.
Womit ich gar nicht so sehr gerechnet hatte, was mir aber auch gut gefallen hat, war außerdem der politische Ton des ganzen. War in Band 1 teils auch schon so, da sich das aber großteils auf die Vergangenheit bezog war es an vielen Stellen auch einfach sehr weit weg von mir, das war hier gar nicht der Fall. Es gab so einige Dinge, über die ich vom Schreibstil her durchaus hätte lachen können, vom Inhalt her kamen sie dann der Realität trotz aller Überzogenheit doch ein bisschen nah, sodass es manchmal fast schon düster wurde in den ganzen Anmerkungen.
Was nichts daran ändert, dass es mir gut gefallen hat. Wie der Ton gewechselt ist war vielleicht manchmal ein wenig schnell, ja, und nicht immer war ich darauf vorbereitet, sodass es teils wirklich etwas viel war, aber wie Jonasson es geschafft hat, sowohl politische und Gesellschaftskritik doch recht nah an der Realität einzubauen, und gleichzeitig diese absolut chaotische und überzogene Geschichte zu erschaffen, hat mir insgesamt dann doch echt gut gefallen, und ich war sowohl gut unterhalten, als auch konnte ich ein paar Dinge lernen, als ich ein paar erwähnte Fakten nachgeschaut habe.
Alles in allem also sowohl zum Nachdenken anregend, man kann minimal was lernen, und Spaß macht das ganze auch noch. In meinen Augen absolut empfehlenswert!

Veröffentlicht am 03.08.2025

Leider extrem abschreckend und eher verstörend für mich

Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln
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Ich habe das Buch für eine Challenge gelesen, und ich bin ehrlich: Ohne Challenge hätte ich es vermutlich abgebrochen. So habe ich es bis zum Ende durchgehalten, und mich die meiste Zeit leider eher durch ...

Ich habe das Buch für eine Challenge gelesen, und ich bin ehrlich: Ohne Challenge hätte ich es vermutlich abgebrochen. So habe ich es bis zum Ende durchgehalten, und mich die meiste Zeit leider eher durch die Zeilen gequält, als irgendetwas anderes.
Das Buch ist sehr verwirrend geschrieben, mit eher flachen und einseitigen Figuren, von denen es aber so viele gibt, auch mit so vielen unterschiedlichen Perspektiven, dass man wirklich leicht den Überblick verliert. Auch sind die Kapitel zwar immer mit dem Namen der Person benannt, aus deren Perspektive geschrieben wird, die Perspektiven ändern sich aber auch gerne mal im Kapitel nach ein paar Absätzen oder Seiten, sodass man sich nicht wirklich auf die Angaben verlassen kann.
Tatsächlich könnte ich darüber aber hinwegsehen, und würde vermutlich die Welt positiv hervorheben, und die Gedanken hinter dem Plot zumindest teilweise loben, sodass das Buch dann relativ mittelmäßig in meinen Augen wäre, allerdings gibt es ein für mich wesentlich größeres Problem, und das sind die wirklich heftigen Themen, die praktisch ununterbrochen angesprochen und behandelt werden, zu denen aber jegliche Aufarbeitung fehlt. In einem Buch für Erwachsene könnte ich mit der Herangehensweise leben (auch da hätte es mir nicht gefallen, aber die meisten Erwachsenen sollten ein gewisses Allgemeinwissen und gesunden Menschenverstand mitbringen, um auch düsterere Dinge einzuordnen), in einem Jugendbuch (das mich vom Schreibstil her aber eher an ein Kinderbuch hat denken lassen) hatte all das aber überhaupt nichts zu suchen, wenn man mich fragt.
Es gibt sehr viele sexuell übergriffige Szenen, sowohl zwischen Erwachsenen als auch zwischen Erwachsenen und Kindern, das ganze wird praktisch ständig irgendwie erwähnt oder irgendwer denkt drüber nach, und das ganze hat einen sehr abschreckenden alltäglichen Ton gehabt, fand ich. In einem Fantasybuch für Erwachsene könnte ich wie gesagt damit leben, wenn ich müsste, weil ich weiß, dass Leute davon ausgehen, dass das irgendwie dazugehört, aber für Kinder? Wirklich? Und dann denkt ein Mädchen (und ich meine Mädchen, nicht Frau) auch noch darüber nach, dass der Gedanke sie irgendwie doch anmacht, dass irgendwelche Männer einbrechen und über sie herfallen könnten? Ähm ... was bitte? Und irgendein Mann nimmt ein Mädchen bei sich auf, und denkt drüber nach, dass er schon immer eins als Tochter großziehen und später heiraten wollte? Und wer anderes kriegt das raus und kommt allen ernstes mit "Viele Väter haben irgendwann was mit ihren Töchtern" (kein wortwörtliches Zitat, aber inhaltlich war es ziemlich genau das) um die Ecke? Ich fand das alles wirklich verstörend, und in meinen Augen ging das alles leider gar nicht.
Und es hat auch nicht geholfen, dass praktisch alle Figuren das Gefühl haben, dass das alles schon irgendwie heiß wäre, selbst wenn ihnen mal in einem Nebensatz auffällt, dass sexuelle Übergriffigkeit vielleicht nicht ganz das richtige wäre, und dass auch keine einzige Figur mir irgendwie sympathisch war, und hätte der Fokus rein auf dem Plot von politischen Intrigen und Magie und all dem gelegen, hätte mich das Buch vermutlich ansprechen können, besonders weil ich es auch so unglaublich schön finde, aber der sexuelle Unterton war wirklich eine absolute Katastrophe, und ich bin so froh, dass es jetzt vorbei ist und ich die Reihe hiermit abbrechen kann.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Wirklich unterhaltsam

Ella in der Schule
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Ein Kind meiner Kita hatte die Geschichte als Toni-Figur dabei, weshalb ich den Wunsch erfüllt habe, sie zum Einschlafen anzumachen. In der vollen Überzeugung, dass mich nur ein weiteres Kinder-Abenteuer ...

Ein Kind meiner Kita hatte die Geschichte als Toni-Figur dabei, weshalb ich den Wunsch erfüllt habe, sie zum Einschlafen anzumachen. In der vollen Überzeugung, dass mich nur ein weiteres Kinder-Abenteuer Richtung Paw Patrol, Feuerwehrmann Sam oder Leo Lausemaus erwarten würde. War's nicht. Erzähler und Geschichte haben ungefähr drei Sätze gebraucht, um mich von sich zu überzeugen, und heute habe ich das Hörbuch auf YouTube gesucht und es tatsächlich von Anfang bis Ende genießen können. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, wie lustig ich die Geschichte finden würde. Ich mag Kinderbücher generell, meistens jedenfalls, aber ich hätte nie damit gerechnet, wie sehr ich dieses hier mögen würde. Und dann war es wirklich genau mein Humor. Absolutes Chaos, Kinder, die überhaupt keine Ahnung haben, was eigentlich los ist (aber gleichzeitig der festen Überzeugung sind, ihre angeklebten Watte-Bärte würden irgendwen tatsächlich dazu bringen, sie für erwachsene zu halten), während man als Erwachsener sehr wohl versteht, was genau vor sich geht, und wie falsch genau Dinge interpretiert werden. Dabei bleibt das Buch die ganze Zeit über sehr leicht und freundlich, und an keinem Punkt gerät irgendwer in ernste Schwierigkeiten, was ich persönlich sehr zu schätzen wusste.
Es ist einfach Chaos von der ersten bis zur letzten Minute/Seite, und ich fand es richtig unterhaltsam. Wer mal was zum Lachen für zwischendurch braucht und wem nach leichter Lektüre ist: Absolute Empfehlung. Ich konnte mich in der Kita gut zusammenreißen, nicht loszulachen, aber als ich's jetzt privat gehört habe, war ich wirklich ständig mindestens am Grinsen und laut gelacht wurde auf jeden Fall auch. Wird bestimmt nicht der letzte Teil der Reihe für mich sein.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Unglaublich fesselnd und spannend

Interview mit einem Vampir
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Interview mit einem Vampir war ... eine Erfahrung, würde ich sagen. Ich wusste ja, dass es sich um ein Horror-Buch handelt, und ein klein wenig hatte ich auch Ahnung vom Inhalt, aber wow habe ich nicht ...

Interview mit einem Vampir war ... eine Erfahrung, würde ich sagen. Ich wusste ja, dass es sich um ein Horror-Buch handelt, und ein klein wenig hatte ich auch Ahnung vom Inhalt, aber wow habe ich nicht damit gerechnet, wie unwohl ich mich beim Lesen fühlen würde. Aber auf eine gute Art und Weise? Die Vampire haben es auf jeden Fall geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen, und ich fand es absolut faszinierend, wie die Welt aufgebaut war. Ich lese nicht oft Vampir-Romane (eher gar nicht), aber ich hatte das Gefühl, dass hier viele Themen aufgegriffen werden, die man üblicherweise eher am Rande erwähnt, wenn überhaupt. Wie Claudias Schwierigkeiten mit ihrem kindlichen Körper, während sie selbst aber natürlich längst kein Kind mehr ist. Und dann irgendwie aber doch. Aber eben nicht wirklich.
Auch die anderen Figuren fand ich unglaublich faszinierend, und während ich sie alle nicht wirklich mochte, habe ich sie gleichzeitig sehr schnell ins Herz geschlossen. Sie sind auf keinen Fall sonderlich sympathische Zeitgenossen, aber für die Welt und die Geschichte haben sie in meinen Augen wirklich gut funktioniert. Und irgendwie mochte ich sie auch schon, eben als Figuren, aber keiner von all den Leuten war wirklich liebenswert oder so. Was ich beim Lesen sehr interessant fand.
Generell hatte die Geschichte für mich viel Gegensätzliches, sodass ich sie einerseits oft abschreckend fand, gleichzeitig aber durchgängig ziemlich begeistert und fasziniert war, und ich glaube genau das mag ich an dem Buch auch. Es war nicht wirklich gruselig, aber dennoch finde ich Horror als Genre durchaus passend gewählt, denn irgendwie war es das trotzdem, und insgesamt war es sehr düster und nachdenklich, und ich konnte es echt kaum aus der Hand legen.
Die Übersetzung hat dabei denke ich auch eine Menge Arbeit geleistet. Ich habe teilweise ins Englische reingelesen, und fand die Übersetzung nicht immer ganz getreu, aber ich fand sie dafür unglaublich flüssig zu lesen und inhaltlich bleibt sie durchaus am Original, entsprechend hatte ich da eigentlich kaum Probleme mit und war sehr zufrieden mit meiner deutschen Ausgabe und werde vermutlich auch noch mehr aus der Reihe lesen, wenn mir mal wieder nach ein bisschen Unwohlsein zumute ist.