Cover-Bild Das Lied des Achill

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Eisele Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.02.2020
  • ISBN: 9783961610822
Madeline Miller

Das Lied des Achill

Michael Windgassen (Übersetzer)

Der Mythos Achill - Modern und fesselnd neu erzählt

Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön – niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen.
Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen Troja in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, nimmt Achill am Feldzug gegen die befestigte Stadt teil.
Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird.

»Ich liebe dieses Buch.« J. K. Rowling

NEW-YORK-TIMES-BESTSELLER

AUSGEZEICHNET MIT DEM ORANGE PRIZE FOR FICTION






Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2020

Griechische Mythologie modern erzählt - ein Highlight!

0

Beschreibung

Achill mit seiner halbgöttlichen Abstammung von Königs Peleus und der Meeresgöttin Thetis ist schon in jungen Jahren eine glanzvolle Erscheinung und kaum jemand kann sich seiner Anmut und ...

Beschreibung

Achill mit seiner halbgöttlichen Abstammung von Königs Peleus und der Meeresgöttin Thetis ist schon in jungen Jahren eine glanzvolle Erscheinung und kaum jemand kann sich seiner Anmut und leuchtenden Schönheit entziehen. Als der junge Prinz Patroklos von seinem Vater verstoßen wird und im Palast des Peleus aufgenommen wird treffen die unterschiedlichen Jünglinge aufeinander. Zwischen ihnen entsteht ein freundschaftliches Band, welches immer enger wird. In der Abgeschiedenheit des Waldes bei dem Zentauren Chiron erhalten sie eine tief greifende Ausbildung und bekommen den nötigen Raum um ihre Gefühle zueinander zu verstehen, bevor sie Teil eines Jahrzehnte währenden Krieges zwischen den Griechen und den Trojanern vor den Toren Trojas werden, der das Schicksal der Beiden besiegeln wird.

Meine Meinung

Mit »Ich bin Circe« schaffte Madeline Miller den Sprung in die Bestsellerlisten und landete auch direkt auf dem Regalbrett meiner absoluten Lieblingsbücher. Daher freut es mich sehr, dass der Eisele Verlag nun ihr früheres Werk »Das Lied des Achill«, wenn auch leider nur in einer broschierten Ausgabe, neu aufgelegt hat.


Die Autorin erzählt in diesem Roman die Geschichte des Achilles, einer der mächtigsten Kämpfer aus der griechischen Mythologie, neu und lässt eine ganz andere Seite des Krieges zwischen Griechen und Trojanern vor den Toren Trojas erstrahlen. Aufbauend auf Homers »Ilias« greift Madeline Miller die grundlegenden Motive der Sage auf und vermischt diese mit ihren Gedanken und Ideen zu einem absolut fesselnden Roman, der Achill und seinen Gefährten Patroklos in den Mittelpunkt rückt.

Madeline Miller beginnt die Erzählung in der Jugend des erzählenden Patroklos der als Sohn des Menoitios und der Sthenele zur Welt kommt und nach dem unglücklichen Totschlags an Kleitonymos von seinem Vater enterbt und aus seinem bisherigen Leben verbannt wird. Durch diese schicksalhafte Begebenheit kommt Patroklos an den Hof von König Peleus, dessen götterfürchtiges Herz voller Güte steckt. Außer Patroklos befinden sich noch weitere Mündel im Palast, die zu Kriegern erzogen werden, doch bisher hat keiner von ihnen es vermocht das Interesse und die Aufmerksamkeit des übermenschlich begabten Prinzen Achill zu wecken. Dies ändert sich mit seiner Anwesenheit und Achill, dem großer Ruhm in der Schlacht und die damit einhergehende Ehre prophezeit wurden, wählt sich Patroklos als Weggefährten aus.

Achilles göttliche Mutter Thetis hegt gegenüber den Menschen seit jeher Abscheu, doch besonders großes Missfallen rufen die sanft entstehenden Bande und später auch die homosexuelle Beziehung zwischen ihrem Sohn und Patroklos hervor. Madeline Miller entwirft mit sanften Pinselstrichen unglaublich greifbare und authentische Charaktere, und platziert diese in dem fesselnden mythologischen Setting um den »Trojanischen Krieg«. Die ehrliche erzählte Liebesgeschichte zwischen Achill und Patroklos entspinnt sich zart und unaufgeregt, nimmt einen mit ihrem Zauber immer mehr gefangen, denn durch die Erzählperspektive wird das Vertrauen und die Treue zwischen den beiden Weggefährten besonderen Nachdruck verliehen. Besonders ungewöhnlich und deshalb auch umso beeindruckender ist, dass die homosexuelle Liebe von Achill und Patroklos zu dieser Zeit keine Anerkennung findet und dennoch in Millers Roman niemals in Frage gestellt wird.

»Das Lied des Achill« ist eine wunderbare Interpretation der möglichen Liebesgeschichte zwischen dem Halbgott Achill und Patroklos, die mich durch Millers außergewöhnlich einfühlsamen Schreibstil von der ersten Seite an vollkommen gefangen genommen hat. Mit ihrem lebhaften Erzählstil lässt die Autorin Bilder im Kopf der Leser*innen entstehen, die direkt in das sonnige Griechenland entführen und einen das Salz des Meerwassers auf der Haut spüren lassen.

Natürlich kommt der sagenumwobene und über Jahrzehnte andauernde Krieg zwischen Griechen und Trojanern nicht zu kurz. Das Miller durch ihr Studium das nötige Hintergrundwissen mitbringt, beweist sie mit Bravour, wobei mir als Laie sicherlich einige Anspielungen bei der Nennung zahlreicher griechischen Geschlechter und deren Namen entgangen sein dürften. Trotz der heroisch und von Göttern geprägten Epoche werden auch durchaus kleineren Gefühlen und moralischen Fragen Raum gelassen und machen die Geschichte zu einer äußerst emotionalen Angelegenheit. Eine meisterhaft erzählte Geschichte, die mich tief bewegt zu Tränen rührte.

Fazit

Eine atemberaubende und berührende Liebesgeschichte, die den meisterhaften mykenischen Krieger Achill in völlig neuem Licht glänzen lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

Ein wahres Schmuckstück

0

Nachdem ich den Hype um Circe ja nicht gänzlich nachvollziehen konnte, war ich um so gespannter auf den Debütroman DasLieddesAchill von MadelineMiller.
.
Nach Beendigung des Buches kann ich kaum glauben, ...

Nachdem ich den Hype um Circe ja nicht gänzlich nachvollziehen konnte, war ich um so gespannter auf den Debütroman

DasLieddesAchill von

MadelineMiller.
.
Nach Beendigung des Buches kann ich kaum glauben, dass dieses Schmuckstück das Debüt der Autorin ist 😱
Man, was war das für eine Reise! Miller erzählt diese Lebens-/Liebesgeschichte so zart und doch intensiv, dass man sich selbst verliebt und in der Story verliert ❤️ Der Schreibstil ist hier so gefühlvoll, auf den Punkt gebracht und doch an den richtigen Stellen subtil umschreibend. Teils philosophisch angehaucht und teils ernüchternd kalt - aber alles an den richtigen Stellen angebracht 😭🙏🏻
Die Charakterzeichnung ist der Autorin hier sowas von gelungen, dass die Charaktere zu realen Personen werden. Die Entwicklung von Achill und Patroklos während ihrer gemeinsamen Reise ist spürbar und doch sehr fein. In kleinen Schritten geht sie voran und am Schluss ist man vorbereitet auf die Veränderung 🤗
Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen, die Reise mit Patroklos und Achill zu gehen. Mit ihnen geliebt, gelacht, geweint und getrauert!
Wenn nur das Ende nicht wäre, wäre dieses Buch ein absolutes Highlight geworden! Doch zum Schluss erkannte ich Parallelen zu Circe, denn auch da hatte ich am Ende das Gefühl, dass die Autorin es einfach nur schnell zu Ende bringen wollte - so leider auch hier! 😩 Das Ende wurde so schnell runtergerattert, ohne Liebe einfach schnell runtergeschrieben 😞 Und dabei hätte das Buch gerne noch 50-100 Seiten mehr haben können! Schade, wirklich schade! 😭
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐💫/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Die wahre Achillesverse des Achill

0

„Das Lied des Achill“ von Madeline Miller aus dem Eisele Verlag hat mich so in den Bann gezogen, dass es jetzt schon zu meinen Jahreshighlights gehört. Miller zaubert aus einer der bekanntesten Kriegsgeschichten ...

„Das Lied des Achill“ von Madeline Miller aus dem Eisele Verlag hat mich so in den Bann gezogen, dass es jetzt schon zu meinen Jahreshighlights gehört. Miller zaubert aus einer der bekanntesten Kriegsgeschichten eine emotionale, bedeutende, moderne sowie epische Liebesgeschichte von der Szenerie der griechischen Antike.

Klappentext:

Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön ― niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen die Spartaner in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, zieht Achill in den Kampf um Troja. Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird.


Meinung:

In diesem sprachgewaltigen und historisch fundierten Meisterwerk wird die Geschichte von dem antiken Helden Achill auf verblüffend neuartige Weise interpretiert. Miller weicht dabei nicht von dem antiken Stoff ab, aber die Geschichte wird von einer anderen Perspektive geschildert und zwar aus der von Patrokolos. So erhält man einen ganz anderen, neuen, frischen Blick auf den mythologischen Stoff, gerade wenn es um die Belagerung von Troja geht. Die Autorin nutzt dazu Schwach- oder Leerstellen der Ilias für Neuinterpretation. Wunderbar und clever.

Die Geschichte selbst ist mitreißend, eindringlich, unterhaltsam, episch, lebendig und spannend, selbst wenn man das Ende eigentlich kennt.

Die Protagonisten sind tiefgründig und vielschichtig gezeichnet und es ist eine ungeheure Dynamik sämtlicher Figuren zu spüren. Besonders gut ist die Darstellung der einfühlsamen Seite des grausamen Achills gelungen, seine charakterliche Entwicklung sowie die Liebesbeziehung.
Aus einer innigen Freundschaft der beiden Protagonisten wird eine alles verändernde, unendlich, bewegende und authentische Liebe. Sie gibt den beiden Kraft, lässt sie wachsen und zu den Helden werden, die wir kennen. Dabei ist die geschilderte Liebesgeschichte nicht kitschig, nicht anrüchig, einfach sehr authentisch und tief bewegend.

Die Erzählung besticht durch einen mitreißenden, lyrischen eleganten und berauschenden Schreibstil. Fast schon eine homerische Erzählweise, was es zu einem ganz besonderen Kleinod macht. Millers Sprache ist zauberhaft und lässt damit quasi die Götter und Helden wieder auferstehen. Die großartige Übersetzung von Michael Windgassen macht dies erst möglich.

Fazit:
Es ist ein mitreißender, einfühlsamer Roman über Liebe und Ehre, Verrat, Krieg und Frieden, Freundschaft, Schicksal und Götter. Eine wahre Abenteuerfahrt erwartet einen sowie eine mitreißende, tragisch, schöne Liebesgeschichte über einen Helden, den wir so nicht kannten. Unbedingt lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Die Legende des Achill

0

Der junge Patroklos wird aus seinem Elternhaus verbannt, der als gutmütig bekannte König Peleus nimmt ihn, wie andere verstossene Jungen, bei sich auf. Hier lernt Patroklos den jungen Achill kennen, ein ...

Der junge Patroklos wird aus seinem Elternhaus verbannt, der als gutmütig bekannte König Peleus nimmt ihn, wie andere verstossene Jungen, bei sich auf. Hier lernt Patroklos den jungen Achill kennen, ein Halbgott, Sohn von Peleus und der Meeresgöttin Thetis. Von Beginn an ist Patroklos von Achill angetan und weicht ihm nicht von der Seite…bis beide merken dass sie mehr empfinden als nur Freundschaft…doch dann zieht der Krieg gegen Troja auf und beide müssen sich entscheiden wie sie handeln wollen…
„Das Lied des Achill“ ist 2011 erschienen, erhält nach dem Erfolg von „Ich bin Circe“ jetzt erneut eine Neuauflage die vom Cover und ganzen Design sehr gelungen ist. Das Gold, der Kopf von Achill, die Blätter fallen sofort ins Auge und machen neugierig.
Jedoch muss ich gleich vorab anmerken dass man hier merkt dass dies das erste Buch der Autorin war, ich bin froh dass mich ihr zweites Buch „Ich bin Circe“ so mitreissen konnte. Leider war dies hier nicht der Fall.
Der Schreibstil ist locker, leicht, gut zu verstehen, aber es fiel mir hier und dort doch schwer gewisse Personen auseinanderzuhalten. Es fehlt bei diesem Buch einfach ein Personenregister damit man manchmal kurz „Spickeln“ kann wer denn nun wer ist.
Die zwei Hauptprotagonisten sind Patroklos und Achill, beide treffen in jungen Jahren aufeinander und könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Achill eher das junge, sprunghafte Gemüt ist der unbekümmert lebt, aber nicht hochmütig, ist Patroklos von dem ganzen Sein des Achill angetan, er vergleicht sich ständig mit ihm und rückt so in den Hintergrund.
Und das zieht sich auch durch das ganze Buch – ja, es ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, das ist okay, gut umgesetzt und überzeugend. Jedoch ging mir das Bewundern und das ständige mein Achill hier und da irgendwann ziemlich an den Nerv, denn ich hätte auch gerne mehr über Patroklos erfahren, dieser geht aber bei der ganzen Schwärmerei fast gänzlich unter.
Die Verwandlung des Achill, überhaupt wie die Autorin Achill darstellt hat mir sehr gut gefallen. Wir verfolgen und lernen ihn kennen als jungen Achill, seine Unbekümmertheit und sein Wesen waren interessant und auch den Wandeln auf dem Weg nach Troja und in den Krieg haben mich sehr fasziniert. Auch wenn er seine Halbgott Habe herunterspielt und das auch weiterhin machen möchte, so ganz gelingt es ihm nicht und er legt eine charakterliche Verwandlung hin. Hier kommt er den Legenden um sich selbst dann doch schon nahe.
Bis es aber gegen Troja geht, bis die beiden einen eigenen Weg gefunden haben vergeht viel Zeit im Buch und es war nicht sonderlich spannend, interessant oder dass ich das Buch nicht öfter mal weglegen konnte. Es ist einfach kein Vergleich zu dem zweiten Buch „Ich bin Circe“. Unter dem Strich konnte mich das Buch, gerade, zum Ende hin dann gar nicht überzeugen weil es einfach gegen die Legende von Achill geht. Ja, dem ein oder anderen wird es sehr romantisch erscheinen, mir hat das aber nicht wirklich zugesagt. Ich bin auch froh dass ich das zweite Buch „Ich bin Circe“ zuerst gelesen habe, denn die Autorin hat einiges an Geschichte, Legenden, Mythologie rund um Griechenland mit seinen Halbgöttern und Göttern drauf.
Auch wenn mich ihr „Ich bin Achill“ nicht gänzlich überzeugen konnte bleibe ich der Autorin treu und hoffe und spanne schon auf ihr nächstes Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere