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Veröffentlicht am 23.08.2026

Nicht was ich mir erhofft hatte

Wicked Souls (Bd. 1)
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Nachdem mir die Hunting Souls Dilogie von Tina Köpke in Vergangenheit so gut gefallen hat, stand schon lange für mich fest, dass dieses Buch natürlich ebenfalls bei mir einziehen darf. Außerdem liebe ich ...

Nachdem mir die Hunting Souls Dilogie von Tina Köpke in Vergangenheit so gut gefallen hat, stand schon lange für mich fest, dass dieses Buch natürlich ebenfalls bei mir einziehen darf. Außerdem liebe ich die Aufmachung meines Exemplars und habe mich sehr darüber gefreut, dass wir uns erneut im gleichen Universum wiederfinden.

Leider habe ich doch recht schnell gemerkt, dass es für mich nicht das erwartete Lesevergnügen geworden ist. Schweren Herzens muss ich zugeben, dass es mir an Tiefgang, an Emotionen, aber vor allem an Atmosphäre fehlt. Außerdem kann ich mich nicht daran erinnern, dass sich die ersten Bände so sehr nach Jugendbüchern angefühlt haben, wie es mir hier vorkommt.

Natürlich muss ich dazu anmerken, dass unsere jetzige Protagonistin Lyn noch ein paar Jährchen jünger ist als ihre Schwester und das merken wir sehr deutlich. Gerade ihr Umgang mit ihrem Fluch – der ja nun einmal nicht das größte Unglück der Welt ist -, der Information der Wahrsagerin, aber ebenso ihr neues Leben an der Schule für Hexen und Hexer. Ich konnte ziemlich gut nachvollziehen, warum Gabriel zunächst den Eindruck hatte, dass sie hoch oben auf ihrem Ross sitzt, denn trotz gegenteiliger Gedanken liegt ihr Fokus eindeutig auf ihren eigenen Problemen. Ich konnte mich einfach nicht gut genug mit ihren Emotionen anfreunden und fand ihr Bemühen sich Sebastian an den Hals zu werfen eher ermüdend als alles andere.

Ich bin schon lange kein Freund mehr von Dreiecksbeziehungen, dass ich hier ganz positiv überrascht war, dass wir es nicht mit zwei verbissenen Brüdern zutun bekommen, die sich um Lyns Aufmerksamkeit streiten. Und doch war sehr schnell klar in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, denn Sebastians Interesse an einer Beziehung war quasi nicht existent. Allerdings finde ich keinen der beiden Brüder, noch unsere Protagonistin, noch andere der wiederkehrenden Charakter toll ausgearbeitet. Die Grundlagen sind in jedem Fall vorhanden, aber mir fehlt es irgendwie immer noch an Lebendigkeit und Facettenreichtum.

Auch beim Setting vermisse ich schmerzlich Mystik und Atmosphäre, an die ich mich bei den ersten beiden Bänden noch sehr gut erinnern kann. Dem Campus fehlt es an erinnerungswürdigen Details, die nicht in der Masse der Räumlichkeiten verschwinden und etwas Zeit und Geduld den Geschehnissen vor Ort etwas Leben einzuhauchen.

Und vielleicht könnte mich der Plot überzeugen, wenn ich nicht durchgängig das Gefühl gehabt hätte, dass es an aussagekräftigen Längen, an greifbaren Emotionen und mehr Zeit alles schöner auszuarbeiten gefehlt hätte. Eigentlich hatte ich den zweiten Teils bereits vorbestellt, glaube aber nicht, dass es für mich Sinn macht diesen noch zu lesen.



Fazit

Es bricht mir das Herz zugeben zu müssen, dass ich dieses Buch nicht mochte. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, doch Lyn und ihre Probleme konnten mich nicht fesseln.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.08.2026

Schöner Einstieg mit kleiner Kritik

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Ich kenne bereits ein paar Bücher dieser Autorin, welche mich bisher leider nie so richtig überzeugen konnten. Aber „Lucifer Ascending“ klang einfach zu gut, um es nicht zu kaufen. Ich möchte auch behaupten, ...

Ich kenne bereits ein paar Bücher dieser Autorin, welche mich bisher leider nie so richtig überzeugen konnten. Aber „Lucifer Ascending“ klang einfach zu gut, um es nicht zu kaufen. Ich möchte auch behaupten, dass wir von einem Highlight noch entfernt sind, ich das Buch stellenweise dennoch richtig genossen habe.

Es gibt nicht die eine große Sache, die mich gestört hat, sondern eher ein paar kleine. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unter anderem der Schreibstil. Ich kann total nachvollziehen, dass die Autorin versucht hat ihren beiden jungen Erwachsenen in ihrer Sprache treu zu bleiben, doch in meinen Augen wirkte es hin und wieder zu gewollt und zu gestellt. Zugegebenermaßen liegt meine eigene Jugend nun doch schon etwas hinter mir, aber ich habe mich ein oder zwei Mal gefragt, ob gewisse Wörter heute so noch genutzt werden. Darüber hinaus kann ich mich zum Glück gar nicht beklagen, denn der Inhalt ist toll verständlich, liest sich flüssig und kann gerade durch den herrlichen Sarkasmus immer wieder überzeugen.

Mit deutlichem Abstand zu den anderen beiden ist Lucifer – wenig überraschend – mein Favorit. Gerade sein deutliches Interesse daran die Dämonen im Allgemeinen vor Schaden zu bewahren, wie auch später Lilian, sein trockener Humor, aber auch schlicht der Fakt, dass er eben nicht nur kaltherzig und brutal ist, wenn es darum geht seine Ziele zu erreichen machten ihn schnell zu meinem Liebling.

Jupiter ist innerhalb der Geschichte von „schauen wir mal was wird“ zu „habe ich befürchtet“ abgerutscht. Eigentlich ist er total der nette Kerl, doch im Verlauf merken wir ganz schnell, dass er irgendwie immer zwischen zwei Extremen schwankt – was einerseits spannend zu beobachten war und andererseits leider sehr schnell in eine Richtung lief, die für mich von Anfang an offensichtlich war.

Lilian lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Teilweise habe ich ihr loses Mundwerkt geliebt und mir manchmal auch gewünscht sie würde sich etwas zurücknehmen und zuhören. Ihre Liebe zu Jupiter fand ich toll ausgearbeitet, aber ihren innerlichen Zwist rund um Lucifer toppt das um Längen. Ich kann ihre anfängliche Passivität verstehen, komme aber nicht um den verwirrenden Gedanken herum, dass der Rat sie jahrelang schult Dämonen zu töten, aber nicht entschieden hat, ob sie leben darf. Für mich passt das nicht so recht zusammen. Entweder ist sie durch ihre Existenz alleine bereits eine Gefahr oder nicht. Aber ihr die Abläufe des Ordens zu zeigen, wie man Bannkreise erstellt und löst und ihr geradezu eine geladene Waffe in die Hand drückt um den Ordnen von innen heraus zu zerstören, ist für mich nicht logisch. Wäre es nicht sinniger, die 25 Jahre zu warten, ob ihre dämonische Seite überhandnimmt und sie dann erst auszubilden?


Fazit


Trotz dieser kleinen Kritik kann ich sagen, dass ich absolut bereit bin mir den nächsten Teil einzuverleiben. Vielleicht löst sich das ein oder andere Problem noch in Luft auf, denn der Schluss hier macht auf jeden Fall Lust weiterzulesen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.08.2026

Highlight

The Ballad of Falling Dragons
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Ich habe so unfassbar lange darauf gewartet, endlich diesen zweiten Teil in Händen halten zu dürfen, dass ich es doch erstmal einige Tage lang ungelesen liegen gelassen habe. Doch dann ist mir wieder eingefallen, ...

Ich habe so unfassbar lange darauf gewartet, endlich diesen zweiten Teil in Händen halten zu dürfen, dass ich es doch erstmal einige Tage lang ungelesen liegen gelassen habe. Doch dann ist mir wieder eingefallen, wie sehr ich den ersten Teil gemocht habe und dann konnten mich die über 1000 Seiten auch nicht mehr davon abhalten, endlich damit anzufangen.

Und was soll ich sagen? Die ersten 150 Seiten war ich mehr verwirrt als alles andere. Hier haben wir mal wieder ein Buch, bei dem ich um eine kurze Wiedergabe der Geschehnisse gelechzt habe, denn ich konnte mit ganz vielen Namen, Orten und Wesen nicht mehr ganz so viel anfangen, wie ich es mir selbst gewünscht hätte. Geholfen haben allerdings das Namensregister und die Auflistung der Lebewesen am Ende des Buches.

„The Ballad of Falling Dragons“ war eine Explosion aus Emotionen, Charakterentwicklung, an Kämpfen und Spannung, aber ebenso an Dynamik und tiefer Verbundenheit zu Charakteren, die leider nur auf dem Papier existieren. In meinen Augen stand gerade die Charakterentwicklung, insbesondere bei Raeve, im Vordergrund, was wir während des Lesen auch immer wieder deutlich merken. Durchbrochen von eher kleinen Plot Fortschritten sind es gerade die Emotionen und das fortschreitende Wordbuilding, was mich überzeugen können.

Dennoch gab es genug Momente, wo ich Raeve einfach nur packen und schütteln wollte, während ich sie anbrülle, dass sie doch endlich die ganze Wahrheit Preis geben und sich ihren eigenen Ängsten stellen soll. Wofür sie mich wiederrum ganz schnell zum Schweigen bringen würde. Sehe ich aber das große Ganze, kann ich ihre Zweifel und ihre Angst vor ihren eigenen Erinnerungen total verstehen. In ihrem Leben ist sie schon so viel Leid begegnet, hat so viel verloren und ihr Herzschmerz bzw. der Schmerz ihrer Anderen hat mich immer wieder eiskalt erwischt. Doch sie ist genauso bereit für ihre Lieben, ganz besonders Kaan, alles zu geben, bis zum letzten zu kämpfen, jeden Teil von sich selbst zu opfern und sich ganz ihrer Rache hinzugeben, dass die Autorin hier einen schmalen Grat zwischen Liebe und Hass perfekt einfängt.

Kaan ist der ruhige Fels in Raeves Universum. Er liebt so tief und innig, beschützt, ohne einzuengen, verteidigt, wenn er muss und versucht auf seinem Weg das Richtige zu tun, obwohl er ebenso viel verloren hat wie Raeve. Ich mag ihn sehr und denke auch, dass er das perfekte Gegenstück zu unserer leicht durchgeknallten Protagonistin ist. Über die Rückblicke in seine Vergangenheit habe ich mich gefreut, weil wir von ihm und seinem innersten Wesen so noch mehr zu sehen bekommen haben. Vermisst habe ich ein wenig seine Rolle als König, weil wir im Laufe dieses Buch zwar viel rumkommen, uns aber wenig in Burn aufhalten, wo er herrscht.

Das Worldbuilding der absolute Wahnsinn. Selbst jetzt nach diesem dicken Wälzer gibt es immer noch Dinge, die wir nicht wissen, wie Dinge, deren Geheimnisse sich endlich gelüftet haben. Ganz besonders die Liebe zwischen Drachen und Reiter habe ich ins Herz geschlossen, die unterschiedlichen Länder und deren Differenzen, diese Welt voller spannender Lebewesen, aber genauso das viele Leid, sodass die schönen Momente umso wertvoller erscheinen.


Fazit

Weiß ich jetzt wieder mal nicht, was ich mit meinem Leben anfange, bis der nächste Teil erscheint? Jap. Muss ich dann beide Bände nochmal lesen? Wahrscheinlich. Aber das ist es mir wert, denn ich hatte so unfassbar viel Freude, aber genauso Kummer der besten Art beim Lesen, dass ich es kaum erwarten kann.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.08.2026

Atmosphärisch, etwas vorhersehbar, aber dennoch sehr gelungen

When Shadows Darken the Sun
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Da ich gerade ein anderes Buch aus dem gleichen Verlag gelesen habe, fiel es mir zur Abwechslung ganz leicht, mich für mein nächstes Buch zu entscheiden. Bisher habe ich noch nichts von dieser Autorin ...

Da ich gerade ein anderes Buch aus dem gleichen Verlag gelesen habe, fiel es mir zur Abwechslung ganz leicht, mich für mein nächstes Buch zu entscheiden. Bisher habe ich noch nichts von dieser Autorin gelesen, werde aber sehnlich auf das Erscheinen des zweiten Teils warten, wie ihr gleich genauer erfahrt.

Wir starten schnell in diese wundersame Welt aus Licht und Schatten, die nicht nur mit wunderschönen Beschreibungen, interessanten Wesen und traumhaften Setting, sondern ebenso mit zwei durchsetzungsstarken wie talentierten Protagonisten glänzt. Sowohl Cass als auch Nox gefielen mir mit jedem voranschreitenden Kapitel immer besser.

Cass ist stur, impulsiv und lässt sich ungern etwas sagen, die Spiele zu gewinnen, ist enorm wichtig für ihr Volk, aber fast noch mehr für ihre strenge Königin. Lange bevor Nox hinter Cass Fassade schauen kann, hatte ich einen wagen Verdacht, welche Rolle sie wirklich spielt und doch fand ich ihr Auftreten gut gemacht. Ich fand ihre Emotionen und Gedanken zu weiten Teilen wunderbar greifbar und doch gab es genauso eine Handvoll Momente, wo ihr Fokus zu einigen Ereignissen zu flatterhaft für meinen Geschmack war. Gerade ihre Sicht auf den Nachthof, der ja nun mal das Gegenteil ihrer Heimat ist, bewies nicht nur wie schön diese Welt ist, sondern auch, dass man trotz aller Dunkelheit immer noch Atemberaubendes zu finden vermag.

Nox mochte ich insgesamt ein wenig lieber. Seine beharrliche, selbstbewusste und doch beschützende Art hat es mir leicht gemacht, zu hoffen, dass es für beide einen anderen Weg als die Spiele gibt. Ich hätte gerne noch etwas mehr von seinem Trauma zu sehen bekommen, weil ich noch einen Hauch Tiefe bei seinem Charakter vermisse.

Eigentlich bringt „When Shadows Darken the Sun“ einige spannende Dynamiken mit, doch hatte ich sowohl bei Cass als auch bei Nox engen Freunden schnell den Eindruck, dass die Freundschaften gar keine sonderlich große Rolle spielen. Hier fehlte es mir an Feinheit diesem Zusammenspiel mehr Leben und mehr Gelegenheiten zum Strahlen einzuhauchen.

Das Setting war perfekt. Ich liebe den Nachthof und die vielen, vielen Beschreibungen dessen Schönheit. Bei diesem Namen erwartet man automisch weniger Kunstfertigkeit und Geschick, doch diesen Zahn konnte mir Nina Schilling schnell ziehen. Die tollen bildgewaltigen Beschreibungen der unterschiedlichen Orte konnten mich mühelos fesseln und zum Träumen bringen.

Ich fand die Geschichte schon vorhersehbar, kann darüber aber hinwegsehen, weil ich emotional dafür auf vielen Ebenen abgeholt worden bin. Bestimmte Momente haben mir die Kehle eng werden lassen, andere konnten mich zum Schmunzeln bringen und auf den letzten 100 Seiten konnte ich das Buch aufgrund der Spannung überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.


Fazit


Trotz kleinerer Schwächen findet sich unter diesem wunderschönen Cover ein ebenso tollen Buch und ich werde mit Freuden auf den nächsten Teil warten, in der Hoffnung, dass Cass und Nox mich wieder fesseln können.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.08.2026

Typisches Romantasy-Buch

Masked by Nightfall
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Wie immer, wenn ich über ein hübsches Buch wie dieses stolpere, kann ich nicht anders, als einen Blick auf die Rückseite zu werfen. „Masked by Nightfall“ klang wahnsinnig vielversprechend, hat mich sofort ...

Wie immer, wenn ich über ein hübsches Buch wie dieses stolpere, kann ich nicht anders, als einen Blick auf die Rückseite zu werfen. „Masked by Nightfall“ klang wahnsinnig vielversprechend, hat mich sofort neugierig gemacht und deshalb habe ich es letztlich gekauft.

Für mich siedelt sich der Inhalt irgendwo zwischen passabel und war in Ordnung an. Gerade nach dem Hype der letzten Jahre, was das Romantasy-Genre, angeht, habe ich immer wieder die Hoffnung, dass mich ein Buch nochmal so richtig mitreißt und überrascht. Leider bin ich hiervon nur so semi begeistert. Die beiden größten Schwächen sind für mich zum einen die Vorhersehbarkeit und, dass in meinen Augen nicht alles wirklich logisch erschien. Und gleichzeitig bin ich emotional nicht immer abgeholt worden.

Elodie hat mich mit ihrem anfänglichem Verhalten und auch zwischendurch gerne etwas in die Irre geführt. Gerade ihre ersten Tage in der Zeltstadt, umgeben von fremden Männern und Frauen, hat mich ihr krasses Bedürfnis ihr Dasein als Frau zu verschleiern mehr verwirrt als alles andere. Ich meine, es war doch klar, dass ihr unterwürfiges Verhalten und ihre Versuche ihr Antlitz zu verbergen bei allen anderen nur mehr Fragen hervorrufen würden. Und so finden sich immer wieder Momente, wo ich Elodie nicht wirklich verstehen konnte, und das hat meinen Spaß am Lesen doch etwas gehemmt. Ich mochte sie trotzdem. Sie bricht mit der richtigen Intention zu ihrer Reise auf, möchte ihrer Familie helfen, zeigt im Verlauf immer mehr ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen.

Jax ist arrogant, vorlaut, kampferprobt und Elodie ist so sehr damit beschäftigt ihn von sich zu stoßen, ihn anzuschmachten oder ihm wehtun zu wollen, dass seine Geheimnisse eine schockierend geringe Rolle spielen. Wie das Ende wohl beweist. Ich mochte ihn, hatte aber immer das Gefühl, dass er nie alle Karten auf den Tisch gelegt hat.

Ich habe es weiter oben bereits kurz angesprochen, aber für mich war das Buch leider furchtbar vorhersehbar. Es gibt wirklich nur sehr wenige Elemente, die man nicht bereits nach den ersten Kapiteln hätte kommen sehen können. Einerseits hat sich diese Vorhersehbarkeit durch die Briefe zwischen Elodie und Jax sehr schnell eingeschlichen, andererseits kenne ich nun schon so viele Bücher dieses Genres, dass gewisse Dinge mich gar nicht mehr fesseln können.

Grundsätzlich gibt es darüber hinaus, aber auch sehr schöne Aspekte, wie die zögerlich startenden Freundschaften der Anwärter untereinander, ich konnte Elodies Angst entdeckt zu werden verstehen, auch ihre Zweifel gegenüber Jax waren nachvollziehbar, es gab Action und Spannung.

Das Worldbuilding macht auf mich bei genauerem Nachdenken einen sehr blassen und flachen Eindruck, was daran liegt, dass weder das entscheidende Setting – „der Bruch“ -, noch die magischen Fähigkeiten, oder die Erben, oder die Götter oder alles dazwischen wirklich lebendig dargestellt wird.



Fazit

Ich weiß noch nicht, ob ich der Reihe treu bleiben werden, obwohl ich zugeben kann, dass ich gerne wissen möchte, wie es mit Elodie und Jax, aber vor allem der anderen Seite des Bruches weitergeht. Vermutlich werde ich mich spontan entscheiden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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