„I've never minded it," he went on. "Being lost, that is. I had always thought one could not truly be lost if one knew one's own heart. But I fear I may be lost without knowing yours.”
Vier Monate ist ...
„I've never minded it," he went on. "Being lost, that is. I had always thought one could not truly be lost if one knew one's own heart. But I fear I may be lost without knowing yours.”
Vier Monate ist der letzte Band der Reihe nun für mich her und dank Clares Schreibstil, beiläufig vergangene Ereignisse zu wiederholen, bin ich auch gut wieder in die Geschichte eingetaucht. Das war es dann aber leider auch schon und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt an diesem zweiten Band: An Handlung passiert eigentlich gar nichts. Die ersten 300 Seiten plätschern nur so vor sich hin, ehe es einen winzigen Schritt vorangeht und dann auch wieder auf der Stelle trampelt. Das hat mich wirklich überrascht, denn die „Infernal Devices“-Reihe ist sehr gut bewertet und das tatsächlich auch von Buch zu Buch besser. „Clockwork Prince“ jedoch fand ich leider am langweiligsten vom bisherigen Shadowhunter-Universum.
Ich verstehe, dass der Fokus hier wesentlich auf dem Liebesdreieck zwischen Will, Jem und Tessa liegt und somit auch auf dem character development, doch etwas Handlung und Spannung müsste doch drin sein! Bei der Suche nach Mortmain geht es eigentlich keinen Schritt weiter, Tessas wahre Identität ist immer noch ein Rätsel. Immerhin erfahren wir, warum Will immer so gehässig ist/war und die Nate-Storyline wird auch abgeschlossen. Das war es im Grunde schon.
Das genannte Liebesdreieck ist leider auch nicht zu hundert Prozent mein Geschmack. Mir gefällt die Dynamik zwischen den dreien eigentlich sehr und auch die Kurzgeschichte aus „Legenden der Schattenjägerakademie“, die in der Zukunft spielt, war sehr emotional. Nachdem sich Tessa hier am Ende aber nun für Jem entscheidet und Will ihr dann vom Fluch erzählt, wird sehr deutlich, dass Jem nur ein Lückenfüller war, und das finde ich einfach nicht fair ihm gegenüber. Dass das trotzdem als Liebe dargestellt wird, Tessa aber nun immer nur Gedanken für Will hat, schmerzt mich einfach. Das verleiht dem Ganzen, dass Tessa und Jem ja viel später nach Wills Tod auch noch heiraten, irgendwie einen faden Beigeschmack. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch entwickelt, auch wenn ich das Ende ja kenne.
“Clockwork Prince“ war für mich leider ein typisches Fillerbuch, mit dessen Weiterlesen ich mich aufgrund starker Langeweile sehr schwer getan habe. Ich vergebe 3/5 Sterne und hoffe, dass der Abschlussband wieder besser wird.
Reich mir deine Hand, ganz gleich, wie schmutzig du dich glaubst. Ich werde dich halten. Ganz gleich, wie sehr es schmerzt, ich werde bleiben. Ganz gleich, wie weit dein Weg dich führt, ich werde dich ...
Reich mir deine Hand, ganz gleich, wie schmutzig du dich glaubst. Ich werde dich halten. Ganz gleich, wie sehr es schmerzt, ich werde bleiben. Ganz gleich, wie weit dein Weg dich führt, ich werde dich nach Hause bringen.
Nachdem Band 1 so ein Jahreshighlight und Band 2 frisch erschienen war, musste ich natürlich direkt weiterlesen. Die Erwartungen waren wirklich hoch, auch weil die Reihe auf Goodreads mit jedem Buch besser bewertet ist. Dieser Band war ebenfalls sehr gut, nur eben leider nicht ganz so gut wie erwartet.
Storymäßig schließt Band 2 nahtlos an Band 1 an, wovon ich immer großer Fan bin. Man bleibt in der Geschichte und muss keine großen Zeitsprünge verarbeiten. Gu Mang verbleibt nun im Anwesen von Mo Xi und somit auch unter seiner Herrschaft, doch dies eher formell. Beide kämpfen weiterhin mit der Vergangenheit, an die sich Gu Mang nun langsam zu erinnern beginnt, auch wenn er die einzelnen Szenen und ihre Gefühle noch nicht einordnen kann. Es ist für beide eine extrem schwere Situation und der Schmerz ist für mich als Leserin weiterhin absolut greifbar.
“Du hättest mich beinahe getötet.“ Nur weil ich dich damals so grenzenlos geliebt habe, dass es mich das Leben hätte kosten können.
In diesem Band gibt es nun auch mehr Szenen aus Gu Mangs Sicht, wodurch seine Verwirrung und Verzweiflung noch stärker zum Ausdruck kommen als Mo Xi sie wahrnimmt. Ich habe für beide Gefühlswelten auch vollstes Verständnis, ebenso für die Gründe von Gu Mangs Verrat - nichtsdestotrotz bin ich schon sehr gespannt auf weitere Einzelheiten.
In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass nun mit der Einführung von Gu Mangs Sicht und seinen wiederkehrenden Erinnungen der Eindruck erscheint, dass für Gu Mang die Beziehung zu Mo Xi nie über eine tiefe Freundschaft hinausging und all die schmerzvollen Empfindungen und die Sehnsucht einseitig sind. Ich teile diese Sicht nicht komplett, muss jedoch trotzdem zugeben, dass ich diese Interpretation irgendwie nachvollziehen kann - und das wäre fatal für diese Liebesgeschichte. Bisher erscheint wirklich der Eindruck, dass Gu Mangs Gefühle Mo Xi gegenüber zumindest nicht ganz so tiefgreifend und allumfassend wie umgekehrt waren. Man muss jedoch sagen, dass die Erinnerungen vor allem von der Anfangszeit ihrer Beziehung stammen und Gu Mang eben auch erst anfängt sich zu erinnern. Da können die Emotionen noch gar nicht so komplex sein wie aus Mo Xis Sicht, der alle Erinnerungen hat und seit sieben Jahren Gu Mang nicht vergessen kann. Trotzdem gefällt mir der Hauch dieser Andeutung nichts besonders und hoffe sehr, dass im nächsten Band mehr dazu kommt.
Handlungstechnisch war dieses Buch wieder etwas ruhiger und auch nicht so komplett emotional geladen wie Band 1. Das hat sich auch daran bemerkbar gemacht, dass ich mir wesentlich weniger Zitate markiert habe. Aber wenn jeder Band der siebenbändigen Reihe so wäre wie Band 1, könnte ich wohl direkt noch eine Therapie beantragen.
“Verlorene Erinnerung“ ist wieder ein sehr emotionaler, doch grundsätzlich ruhigerer Band, der von mir 4,5/5 Sterne erhält.
“Niemals, wenn es in meiner Macht gestanden hätte, wäre ich dem Gedanken verfallen, das Schwert gegen dich zu richten. Einst brachtest du mir Licht und Wärme, und all das Blut, das durch mein Herz strömt, ...
“Niemals, wenn es in meiner Macht gestanden hätte, wäre ich dem Gedanken verfallen, das Schwert gegen dich zu richten. Einst brachtest du mir Licht und Wärme, und all das Blut, das durch mein Herz strömt, fließt allein um deinetwillen. Wäre dein Licht nicht in mein Leben getreten, so wäre ich nie bis an diesen Punkt gelangt.“
Mein erster Danmei und dann direkt ein Jahreshighlight. Wer hätte das gedacht? Zugegeben, die Voraussetzungen waren alle da - gay romance, lovers-to-enemies-to-lovers, who did this to you; alles im Setting von chinesischer Fantasy. Und trotzdem hat mich das Buch eiskalt erwischt, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Und das von Seite 1 an.
“Doch Mo Xi war nie ein wahrlich tugendhafter Mann gewesen. Vor Gu Mang hatte er lediglich mit niemandem Bekanntschaft gemacht, der ihn völlig die Kontrolle verlieren ließ. Er war zuerst Gu Mang verfallen.“
Gu Mang und Mo Xi - einst Geliebte, dann größte Feinde. Ein Verrat, der zumindest in dem Band noch im Dunkeln geblieben ist. Und doch ist das Wort „Geliebte“ eigentlich noch zu klein, für das, was die beiden Protagonisten hatten. Das ist allumfassende Liebe, die deine Welt aus den Angeln hebt. Die du mit jeder Faser deines Seins spürst. Und dessen Verrat du nicht vergisst.
“Seit jeher hatte Mo Xi sich mit Bedacht verhalten, sich selbst so tief herabgesetzt, seine Wünsche und Erwartungen klein gehalten. Er hatte es nie gewagt, Gu Mangs erstes Mal für sich zu beanspruchen, und hatte stattdessen all seine eigenen, bedeutenden ersten Male, behutsam und voller Hingabe, in Gu Mangs Hände gelegt. Er hatte es nie offen ausgesprochen, wie wertvoll ihm diese Momente waren, zu stolz, seine Fassde der Stärke aufzugeben. Doch tief in seinem Herzen hielt er stets an der Hoffnung fest, dass Gu Mang diese ebenso schätzen würde.“
Die Geschichte wird aus Mo Xis Sicht erzählt und wechselt immer wieder recht abrupt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Erzählweise ist dadurch aber immer rund, die Übergänge sind fließend, und man konnte stets deutlich erkennen, in welchem Zeitabschnitt wir uns gerade befinden. Der Wechsel hat das Buch noch emotionaler gemacht, als es so schon war. Oh, die Emotionen dieser Geschichte…
“Warst du es nicht immer? Du warst es, der mich provozierte, du warst es, der mich aufsucht…“ Ob in guten oder in schlechten Tagen. In Armut wie in Reichtum, ungeachtet dessen, was die Zukunft bringen mag. Du warst es, der mit einem Lächeln an meine Seite trat. „Du hattest mich glauben lassen…“ … dass es eine Freundschaft geben könnte, frei von jeder Erwartung, eine Güte, die bedingungslos dem anderen gilt, unabhängig davon, ob sie jemals erwidert werden würde. Dass es so etwas wie Güte, Aufrichtigkeit und eine unerschütterliche, wahrhaftige Treue wirklich geben könnte. „Du warst es, der mich vom Abgrund zurückgeholt hat.“
Die Autorin des Buches konnte die Emotionen so beschreiben, wie ich es seit „The Song of Achilles“ nicht mehr erlebt habe. Die Geschichte trotzt nur so vor Trauer, Schmerz, Reue, Verrat, Hass, Leid und auch allumfassender Liebe. Die Gefühle sind so roh, so echt, so spürbar, dass sich mein Herz schon beim Gedanken daran zusammenzieht. Man muss mit den Charakteren einfach mitleiden und ich habe mehrfach einfach nur geweint. Das Schicksal dieser beiden Liebenden ist unfassbar grausam und beide leiden auf ihre Weise unter dem Verrat. Mo Xis mit dem Wissen, was war und hätte sein können, gepaart mit der schmerzvollen Frage nach dem „Warum nur?!“, was ihm verwehrt bleibt, und Gu Mang ganz unwissentlich unter den Folgen seines Verrates.
“Ihm blieb nichts als diese Lotussiegel an ihren Hälsen, die stummen Zeugen dessen, was sie einst geteilt hatten, Zeugen dessen, wie aufrichtig, offen und unverzagt Mo Xis Hingabe einst gewesen war.“
Zu bedeutenden Szenen gibt es Zeichnungen im Buch, die die Emotionen wunderbar rüberbringen. Doch die Autorin kann nicht nur Gefühle wunderbar schreiben und zeichnen, auch die Handlung ist super interessant und spannend. Sie ist zwar untergeordnet zu den Charakteren bzw. lag der Fokus in diesem Buch eher auf der Einführung der Welt und der Darstellung des emotionalen Zwiespalts, in dem sich Mo XI als Ausgangslage befindet, aber es gibt einen roten Faden und jede Szene ist ihr eigenes Puzzlestück. Zur Welt gibt es übrigens hinten auch ein mehrseitiges Glossar, was hilft, den Überblick zu bewahren, obwohl jeder Begriff bei Einführung auch leicht verständlich erklärt wird.
“Warte auf mich. Ich werde mit jeder Faser meines Seins kämpfen, auf blutgetränkten Schlachtfeldern werde ich mir einen Namen machen, und jeden verdienten Ruhm will ich einsetzen, um mir das Recht zu erwerben, an deiner Seite zu sein. Warte auf mich. Ich werde dir ein Zuhause schenken.“
“Kalter Verrat“ ist ein hoch emotionaler Reihenauftakt, der auch meine Welt erbeben lassen hat. Band 2 ist schon auf dem Weg zu mir und ich kann es kaum erwarten! Bitte bitte, gebt mir ein Happy End! 5+/5 Sterne, ein absolutes Jahreshighlight!
„That journal entry is fascinating, but all wrong. I was at home when you called that night. And I broke every speed limit to get to you.”
„Wild Love“ hat ganz zufällig in Marrakesch zu mir gefunden - ...
„That journal entry is fascinating, but all wrong. I was at home when you called that night. And I broke every speed limit to get to you.”
„Wild Love“ hat ganz zufällig in Marrakesch zu mir gefunden - im Tausch gegen ein anderes Buch, was ich bis dahin schon fertig hatte. Und ich bin wirklich froh über diese zusätzliche Urlaubslektüre gewesen!
Das Buch hat wenig Handlung und wird vor allem von den Protas Ford und Rosie und ihrer Beziehungsentwicklung zueinander getragen. Ich fand das an sich gar nicht so schlimm, denn die Dynamik zwischen den beiden, frech und humorvoll und teils funkenschlagend, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Nebencharaktere rund um West und vor allem Cora, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, machen die Geschichte sehr familiär und cozy.
Stellenweise fand ich es merkwürdig, dass Rosie und Ford zu ihren Vergangenheits-Ichs wirklich gesagt haben, sie hätten einander gehasst und hatten das auch wirklich so in Erinnerung, dabei zeigen die Tagebucheinträge nichts anderes als Zuneigung und Sicherheit zueinander. Immerhin wurde dadurch eine neue Sichtweise für ein wenig Handlung in die Geschichte eingebracht und man hat gemerkt, wie lange Rosie und Ford schon ineinander verliebt sind.
Größtes Manko war für mich hier das „Hindernis“, dass Rosie die kleine Schwester von West ist, Fords bestem Freund. Es wurde niemals, nicht einmal ansatzweise, der Hauch an Info gegeben, dass West irgendetwas dagegen hätte, wenn sein bester Freund und seine Schwester sich daten. Trotzdem war das ewig Thema; und als das dann durch war, wurde halt die „Boss/Angestellte“-Tüte aufgemacht. Ernsthaft? Das ist euer Grund, nicht zusammen zu sein? Es gibt keinerlei Abhängigkeit voneinander, sämtliche Argumente dazu wurden ständig entkräftet und wiederholt. Das war etwas ermüdend, hier unnötig Szenen aufzubauschen, warum die Charaktere jetzt nicht zusammen sein können. Es gab sogar noch eine dritte, fällt mir grad ein. Naja, man muss die Seiten ja irgendwie füllen. Hier hätte etwas Raffung dem Buch ganz gut getan.
Mit Rosie hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten, wenn sie meiner Ansicht nach etwas sehr extra war, auf Krampf teilweise. Ich mochte die Provokationen und frechen Flirtereien zwischen ihr und Ford ja sehr, davon hat ihre Beziehung ja auch sehr gelebt, aber die Farbeimer-Szene und auch das Ende waren mir persönlich zu überdreht und kindisch. Ich hätte mir ebenfalls etwas mehr und auch früher Spice gewünscht, oder eben mehr Slow burn.
Ansonsten war die Dynamik zwischen beiden sehr romantisch und verständnisvoll. Ford ist ein toller Bookboyfriend, es gibt etliche süße Szenen, in der seine kleinen Gesten eine sehr große Tragweite haben. Silvers Schreibstil ist hier also wirklich gekonnt emotional und auch die Kleinstadt-Vibes vom Lande kamen ziemlich gut rüber.
“Wild Love“ bekommt von mir 4/5 Sterne für eine sehr cute Lovestory, die bereits bis in die Kindheit zurückreicht, jedoch für zu wenig Handlung zu viele Längen hat.