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Veröffentlicht am 21.03.2025

Starker Anfang, mit einer dann leider immer mehr enttäuschenden Geschichte im Anschluss

Enders Spiel
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Dieses Buch hat in meinen Augen relativ stark angefangen, und ich fand es durchaus interessant zu lesen, aber umso weiter ich kam, umso mehr hat es nachgelassen. Der Plot wurde immer langgezogener, ich ...

Dieses Buch hat in meinen Augen relativ stark angefangen, und ich fand es durchaus interessant zu lesen, aber umso weiter ich kam, umso mehr hat es nachgelassen. Der Plot wurde immer langgezogener, ich hatte irgendwann die Erkenntnis, dass eigentlich nie etwas erklärt wird, viele Erklärungen wiederholen sich in bestimmten Action-Sequenzen, die selbst fand ich manchmal in Ordnung, manchmal waren es viel zu lange Beschreibungen für Geschehnisse, wodurch jegliche Spannung für mich verloren ging, und nach und nach wurde die Kindermisshandlung im Buch immer schlimmer und schlimmer, und beim Höhepunkt der Geschichte war ich dann einfach nur noch komplett raus und habe die ganze Zeit darauf gehofft, dass es doch bitte einfach vorbei sein soll.
Leider hat die Länge der Kapitel dabei auch nicht geholfen, weil 70 Seiten einfach zu viel sind, und sich dadurch alles noch einmal mehr gezogen hat, und statt Action und Spannung fühlte es sich dann mehr an wie unendlich viele Erklärungen, und Beschreibungen, und das Tempo aus allem war extrem rausgenommen, und ab und an gab es ein paar Seiten, die ich relativ spannend fand, aber abgesehen davon habe ich mich im gesamten Buch erstaunlich schnell gelangweilt.

Was die Figuren angeht, so glaube ich, dass ich Ender irgendwann am Anfang mochte, bin inzwischen aber nicht mehr sicher, und das Alter aller Kinder ist einfach zu jung gewesen, für meinen Geschmack. Das Buch liest sich wie ein Jugendbuch, und Protagonisten in solchen Büchern sollten eigentlich Jugendliche sein, aber stattdessen ist Ender den Großteil der Geschichte über sechs, und auch danach nie so viel älter. Und andere Kinder sind unter 13 und auch schon fleißig dabei, die Welt zu verändern, aus einer Laune heraus, was für mich auch nicht geklappt hat. Kinder identifizieren sich üblicherweise mit Protagonisten, die etwas älter sind, als sie selbst, was mit diesem Buch überhaupt nicht funktioniert, und dass Ender in seinem Alter alles immer kann, und in allem perfekt ist, und ihm ständig mehr Lösungen für alles einfallen, und er nie scheitert, weil er nicht darf, und weil er es darum auch nicht tut, ging mir irgendwann unglaublich auf die Nerven.
Ich kann in Ansätzen etwas erkennen, von dem ich sagen würde, dass die Ideen interessant sein könnten, und auch die Auflösung des Buches am Ende ist eine durchaus interessante Idee, nur leider funktioniert es für mich wirklich gar nicht. Hauptsächlich, weil viel zu viele Leute mit allem davonkommen, was sie getan haben, und dann nie wirklich die Folgen von etwas gezeigt werden, was passiert. Das Buch kann nicht wirklich zum Nachdenken anregen, wenn alles in wenigen Seiten abgehakt wird und dann eigentlich keine wirkliche Rolle mehr zu spielen scheint. (Oder auf jeden Fall hatte ich das Gefühl, dass es Card dann nicht mehr wichtig war, und es ihn in der Geschichte eher gestört hat.) Weiterhin spielt hinein, dass das der ganze Aufbau der Geschichte für mich mit der Auflösung nicht mehr funktioniert. Es ist eigentlich alles an dem Buch nur eine Einleitung. Und dann plötzlich bekommst du gesagt, dass das eigentlich schon alles war. Was mich beim Lesen vom Tempo her so aus der Geschichte heraus reißt, dass es mich wirklich unglücklich macht. Außerdem bekommen zwar durchaus einige Leute das, was sie verdient haben, aber die schlimmsten kommen mit keinerlei Problemen davon, was aber auch nie wirklich wichtig erscheint, und ... es wird einfach nichts aufgegriffen am Ende.

Das komplette Ende, also die letzten paar Seiten, hat mir wieder minimal etwas besser gefallen, aber gleichzeitig macht mich trotzdem der gesamte Aufbau wirklich unglücklich, ich habe keine Ahnung, was genau ich vom Buch halten soll, oder wie ich es einordnen sollte, und dann wird bis zum letzten Kapitel extrem penetrant erwähnt, wie unglaublich jung alle Figuren sind, was mich bei jeder Erwähnung wieder komplett rausgerissen hat.
Alles in allem hat das Buch durchaus interessante Ansätze, aber leider wird für mich nie etwas zufriedenstellendes daraus gemacht, weil alles eigentlich abgebrochen wird oder unvollendet bleibt, bevor es an einen Ort kommt, an dem wirklich etwas daraus wird, und dass es gefühlt keinerlei Konsequenzen für egal wen gibt (besonders nicht für die, die es bräuchten), und auch der Blick von anderen Leuten auf Personen sich eigentlich echt selten ändert, obwohl das als Konsequenz wirklich mal etwas gewesen wäre, bei dem es sich gelohnt hätte, mehr darauf einzugehen, weil nach so vielen Geschehnissen können Dinge nicht so ähnlich bleiben, und dann wird Leuten ihre Erfahrung oder Sorge regelmäßig von allen Seiten abgesprochen, und ... ich weiß auch nicht.
Alles in allem bin ich einfach nur extrem unzufrieden damit, dass aus einem relativ "okayen" Anfang und an sich starken Ideen am Ende dann das geworden ist. Hat mich leider doch ziemlich enttäuscht, das Buch.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Passende Fortsetzung

Winston (Band 2) - Agent auf leisen Pfoten
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Am Anfang fiel es mir diesmal sehr viel schwerer, in das Buch herein zu kommen, und sehr lange Zeit fand ich es zwar angenehm zu lesen und die Geschichte ganz spannend, es gab aber auch immer wieder Dinge, ...

Am Anfang fiel es mir diesmal sehr viel schwerer, in das Buch herein zu kommen, und sehr lange Zeit fand ich es zwar angenehm zu lesen und die Geschichte ganz spannend, es gab aber auch immer wieder Dinge, die mir nicht gefallen haben, wie Momente, in denen einfach alle Kinder auf dem Schlauch standen, oder wenn die Kinder mal wieder davon gesprochen haben, dass eine Katze irgendwas doch nicht gemacht haben kann. Nach dem erlebten kam es mir einfach lächerlich vor, dass noch immer so oft daran gezweifelt wurde, ob Winston irgendwas wirklich gemacht hat.
Aber das Ende (so die letzten 60 Seiten) fand ich wirklich unglaublich gut, hatte sehr viel Spaß, und war auch viel am Lachen. Ich hätte mir eventuell gewünscht, dass es etwas vorhersehbarer gewesen wäre, damit das Miträtseln besser funktioniert (auch wenn ich wusste, was Sache war, aber das basierte alles eher auf einem vagen Gefühl als tatsächlichen Hinweisen), aber sonst hatte ich wenig daran auszusetzen. Es gab ein paar überraschende Wendungen, die ich aber äußerst gelungen fand, und die Endsituation dann hat mich sehr zufrieden zurückgelassen.
Die Figuren waren alle ziemlich sympathisch, wie auch im ersten Band, die Geschichte großteils niedlich, und auch wenn ich einiges nicht so sehr mochte, hat das Ende doch auch vieles wieder für mich rausgeholt, sodass es mir jetzt insgesamt trotzdem echt gut gefallen hat. Eine schöne Fortsetzung zu Band 1, denke ich!

Veröffentlicht am 21.03.2025

Süß, teils etwas undifferenziert

Winston (Band 1) - Ein Kater in geheimer Mission
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Eine sehr niedliche Geschichte mit intelligenter Katze und sehr mutigem Mädchen und viel Teamwork. Ich hatte Spaß am Lesen, und mochte es, wie die Figuren sich gegenseitig unterstützt und ergänzt haben, ...

Eine sehr niedliche Geschichte mit intelligenter Katze und sehr mutigem Mädchen und viel Teamwork. Ich hatte Spaß am Lesen, und mochte es, wie die Figuren sich gegenseitig unterstützt und ergänzt haben, nur teilweise kamen mir ein paar Dinge etwas undifferenziert vor. Nicht vollkommen abwegig oder so, dass ich gar nicht damit klargekommen wäre, aber das Mädchen macht eigentlich sehr unreflektiert genau das, wie sich ihr gegenüber verhalten wird, und es wird nie wirklich thematisiert, dass es kein gutes oder richtiges Verhalten ist. Sobald man darüber nachdenkt wird es natürlich deutlich, aber irgendeine direktere Thematisierung hätte ich mir dennoch gewünscht.
Trotzdem sehr niedlich!

Veröffentlicht am 21.03.2025

Echt coole Geschichte

Monsta
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Ein wirklich unglaublich niedliches Buch, in dem ein Monster seinem "Kint" einen Brief schreibt. Sehr schön kurzweilig, mit lebendigen Zeichnungen und der Brief an sich erzählt auch eine Geschichte, und ...

Ein wirklich unglaublich niedliches Buch, in dem ein Monster seinem "Kint" einen Brief schreibt. Sehr schön kurzweilig, mit lebendigen Zeichnungen und der Brief an sich erzählt auch eine Geschichte, und an einem Punkt auch erstaunlich emotional, womit ich wirklich nicht gerechnet habe, aber großteils einfach nur eine sehr süße Geschichte für zwischendurch, die viel Spaß macht, und sowohl Kindern als auch deren Eltern gut gefallen dürfte, denke ich.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Süß, leider sehr offenes Ende

Noch mal!
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Das Buch an sich ist wirklich sehr niedlich. Sowohl die Zeichnungen, als auch die Idee der Geschichte, und für viele Kinder ist es vermutlich auch vollkommen ausreichend, wie es aufgebaut ist. Auch, dass ...

Das Buch an sich ist wirklich sehr niedlich. Sowohl die Zeichnungen, als auch die Idee der Geschichte, und für viele Kinder ist es vermutlich auch vollkommen ausreichend, wie es aufgebaut ist. Auch, dass auf der Rückseite ein Loch in das Buch "gebrannt" ist, genau wie durch die letzte Seite, ist eigentlich eine schöne Idee. Leider fehlt der Geschichte aber ein wenig das Ende, weil sie wirklich einfach sofort aufhört, und dann das Loch im Buch ist, und ich kenne so einige Kinder, für die das als lustiges Ende gut funktioniert, gleichzeitig wird dadurch das Buch aber nicht richtig beendet, und ich kenne auch so einige Kinder, die vermutlich fragen würden, wie es danach jetzt weitergeht. Auch sorgen die Löcher im Buch dafür, dass es für kleine Kinder eindeutig leichter wird, es kaputt zu machen, wenn sie anfangen, daran herum zu fummeln, was je nach Umständen (zum Beispiel in der Kita) zweifellos irgendwann der Fall sein wird.
Trotzdem eine niedliche Geschichte, und auf jeden Fall kein schlechtes Buch, oder ich würde es nicht als schlecht bezeichnen, es ist nur auch nicht wirklich ideal, in meinen Augen.