Profilbild von MayaB

MayaB

Lesejury Star
offline

MayaB ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MayaB über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2024

Regt zum Nachdenken an

Anleitung zum Unglücklichsein
0

Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu ...

Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu gekommen zu sein, auch einmal das Original lesen zu können.
In einigen Punkten konnte es mich auch wirklich überzeugen, so regen zum Beispiel viele der Kapitel und benannten Gedanken zum eigenen Nachdenken an oder man erkennt sich in den Geschichten und Erklärungen selbst ein bisschen und kann daraus seine eigenen Schlüsse ziehen, und in dieser Hinsicht hat Watzlawick mich mit seiner eher ironischen und humoristischen Art sehr abholen können (denn natürlich sollte man seine Regeln nicht zu ernst nehmen, und ich bezweifle auch, dass irgendjemand wirklich ernsthaft unglücklich sein will).
Leider hatte ich auch manchmal das Gefühl, dass es zwischen Anekdoten und Themen nicht wirklich einen Zusammenhang gab oder vieles wurde auch nur wiederholt oder kam mir auf jeden Fall so vor, als hätte ich das in dem Buch ja eigentlich schon einmal gelesen, sodass ich trotz der Kürze des Werks dennoch das Gefühl hatte, dass es vermutlich sogar noch kürzer hätte sein können.
Philosophisch gesehen also ein sehr interessantes Werk und durchaus unterhaltsam, gleichzeitig aber auch streckenweise sehr langwierig, sodass ich leider nicht ganz so begeistert wie erhofft aus dem Lesen herausgehe.

Veröffentlicht am 27.11.2024

Pferde, Kriminalfall und Familiendrama

Nur dieser eine Sommer ...
0

Nur dieser eine Sommer hat mich tatsächlich hauptsächlich aufgrund des Covers sofort angesprochen, und das obwohl ich Pferdebücher eigentlich gar nicht mag/längst aus dem Alter (und meiner Pferde-Phase) ...

Nur dieser eine Sommer hat mich tatsächlich hauptsächlich aufgrund des Covers sofort angesprochen, und das obwohl ich Pferdebücher eigentlich gar nicht mag/längst aus dem Alter (und meiner Pferde-Phase) rausgewachsen bin. Aber das Buch ist richtig schön anzusehen, und als ich dann heute doch mal reinlesen wollte, um zu sehen, ob ich es aussortieren will oder nicht, hat es mich auch Inhaltlich sehr schnell gefesselt und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Was vermutlich hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich es beim Lesen dann gar nicht mehr als Pferdebuch empfunden habe (das ich vermutlich doch sehr schnell aussortiert hätte), sondern es ging dann tatsächlich eher in Richtung Krimi ab einem gewissen Punkt, und vorher mehr um Familienverhältnisse, was ich auch echt spannend fand. Die ganze Pferde-Geschichte rutschte für mich während des Lesens total in den Hintergrund, sogar so weit, dass ich mich irgendwann gefragt habe, warum es überhaupt ein Pferdebuch ist, weil eigentlich war das für mich plötzlich gar nicht mehr der Fokus.
Es geht trotzdem viel um Storm und wie Thea mit dem Pferd umgeht (inwiefern das realistisch ist könnte ich dabei aber echt nicht sagen, manchmal fühlte es sich etwas weit hergeholt an, aber da ich mich in dem Bereich gar nicht auskenne, muss das absolut nichts heißen), aber neben allem anderen war das ein erstaunlich kleiner Teil. Vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, weil mich einfach der Rest mehr interessiert hat.
Emotional hat mich die Geschichte rund um Thea auf jeden Fall berührt, und auch wenn es einige Stellen gab, die für mich etwas losgelöst waren oder bei denen ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum das so ist, hat mich das Buch insgesamt trotzdem super unterhalten und war wirklich angenehm zu lesen. Das Ende war schon irgendwie denkbar und ein paar Dinge habe ich mir einfach von der Art her, wie das Buch geschrieben ist, längst gedacht gehabt, aber das hat überhaupt nicht gestört und am Ende war ich doch erstaunlich zufrieden mit allem. Nicht zu 100%, weil ich auch das Gefühl hatte, dass Dinge vielleicht etwas zu schnell gingen, aber am Ende ist es ein Pferdebuch, kein Krimi, entsprechend kann ich dann doch ganz gut damit leben.

Veröffentlicht am 26.11.2024

Am Ende doch ein schönes Buch

Eine Tüte grüner Wind
0

Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen ...

Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen wird und der Ton trotzdem immer leicht und fröhlich funktioniert für mich als Kinderbuch leider nur bedingt. Lucy wird eigentlich auf irgendeine Art und Weise ziemlich vernachlässigt, und ich habe das Gefühl, das hätte mehr Thema sein sollen.
Auch ist das Buch leider nicht in Kapitel aufgeteilt, was einerseits nicht schlimm ist, weil es durchaus Abschnitte gibt und so lang ist das Buch nun auch nicht, andererseits sorgt es aber doch dafür, dass man das Gefühl bekommt, überhaupt nicht voran zu kommen.
Und dann dauert es noch Ewigkeiten, bis Lucy tatsächlich bei ihrer Tante ankommt und selbst dann geht die Geschichte noch nicht so richtig los.
Hauptsächlich handelt es sich um ein gemütliches kleines Buch, das man einfach so zum wohlfühlen lesen kann, und eigentlich mag ich solche Geschichten wirklich gerne, aber dafür ist die erste Hälfte eigentlich zu niedergeschlagen geschrieben, sodass es dann doch nicht so richtig passt.
Sobald man aber die ersten 90/100 Seiten hinter sich hat, wird die Geschichte tatsächlich auch insgesamt fröhlicher und macht gute Laune, genau wie ich vom Klappentext her erwartet hätte, und auch dann gibt es zwar noch einige Punkte, die für mich nicht so richtig gut gepasst haben (z.B. häusliche Gewalt wird so ein bisschen nebenbei mit aufgegriffen), aber im großen und ganzen gefällt es mir dann doch ziemlich gut.
Den Großteil des Buches hatte ich also leider sehr stark zu kämpfen, muss ich zugeben, umso näher es dem Ende kam, umso besser hat es mir dann aber doch gefallen und das Ende fand ich doch sehr zufriedenstellend. Mit dem Anfang gleicht das aber auch leider nur bedingt viel aus, sodass es in meinen Augen leider wirklich kein Meisterwerk ist.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Süße Geschichte

Das Handbuch für Prinzessinnen
0

Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich ...

Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich dennoch alles lebendig und die Figuren sind sympathisch genug, dass es nicht wirklich stört, dass man eigentlich das Ende schon kennt.
Leider habe ich inhaltlich mit der zweiten Hälfte so meine Probleme. So werden plötzlich reale Probleme auf wundersame Weise sehr unrealistisch gelöst (die Mutter, die ihre Tochter im Stich gelassen hat will nach der ersten Begegnung plötzlich doch ganz viel mit ihr zu tun haben und hat sie scheinbar genauso vermisst wie die Tochter sie?), Geschichtliche Ereignisse angesprochen, die in so einem Buch eigentlich nichts zu suchen haben (Nazi-Zeit, zwar sehr kindgerecht und freundlich, aber ehrlich gesagt macht es das für mich nicht besser), und generell hat für mich das Ende dann einfach nicht mehr ganz so sehr hingehauen. Da war es dann doch etwas zu viel des guten an so einigen Stellen.
Gerade den Anfang/die ersten 150 Seiten ungefähr würde ich aber durchaus als gelungenes Kinderbuch bezeichnen, und war ganz nett geschrieben.

Veröffentlicht am 23.11.2024

Manchmal etwas frustrierend, aber im großen und ganzen eher spannend und schön lebendig geschrieben

Jinx und der magische Urwald
0

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Jinx ist ein Charakter, den ich von der ersten Zeile an sofort ins Herz schließen konnte, und die Art, wie seine Gedanken geschrieben sind und man durch seine Augen ...

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Jinx ist ein Charakter, den ich von der ersten Zeile an sofort ins Herz schließen konnte, und die Art, wie seine Gedanken geschrieben sind und man durch seine Augen alles mitbekommt, hat mich total abgeholt und in die Geschichte eintauchen lassen. Wie selbstverständlich manches für ihn ist und dann anderes wieder nicht, und dass ich beim Lesen aber trotzdem merke, was davon jetzt nur für Jinx oder für die ganze Welt normal ist, hat mir echt gut gefallen, und ich hätte wirklich noch viel länger von ihm lesen können. (Vermutlich muss ich mir jetzt doch irgendwie die restlichen Bände besorgen.)
Es gab leider auch so einiges, das ich bei den anderen Figuren eher frustrierend fand (unter anderem, dass sie immer gerade ihre Meinung so geändert haben, wie es ihnen gepasst hat, und ganz oft war es egal, was Jinx tut, es war alles irgendwie falsch), gleichzeitig passte es aber auch zur Geschichte und zum Ton der Geschichte, sodass ich dann doch damit leben konnte, auch wenn es mich teilweise sehr genervt hat. Aber dafür liest sich das Buch auch wirklich schnell, sodass auch immer ziemlich bald wieder Dinge kommen, die besser laufen.
Neben den Charakteren hat mir auch die Welt/der Urwald wirklich gut gefallen, und das Konzept, wie Dinge funktionieren, gerade Magie, oder wie Jinx auf Sachen zugeht, die mit dem Urwald oder anderen Orten zu tun haben, war echt gut gemacht in meinen Augen. Ebenso die ganzen persönlichen Probleme. Manche hätten eindeutig besser gelöst werden können, aber vermutlich hätte es auch schlechter funktioniert, und es hat eindeutig für eine spannende Geschichte gesorgt, also bin ich durchaus bereit, den entsprechenden Figuren doch irgendwie zu vergeben.
Alles in allem hatte ich auf jeden Fall meine Freude an dem Buch und seinen Figuren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere