Ein weiterer spannender Kriminalfall
Schwarzer AugustBand 4 von Lost in Fuseta konnte mich auch wieder großteils überzeugen. Ich muss gestehen, dass ich teilweise das Gefühl habe, das persönliche Leben von Lost spielt etwas zu sehr in die Geschichte mit ...
Band 4 von Lost in Fuseta konnte mich auch wieder großteils überzeugen. Ich muss gestehen, dass ich teilweise das Gefühl habe, das persönliche Leben von Lost spielt etwas zu sehr in die Geschichte mit rein, da ich eher interessiert an den Fällen bin, als an der Liebesgeschichte zwischen Soraia und Lost, gleichzeitig gelingt es Ribeiro aber wieder einmal, dass das Gefühl nicht überhand gewinnt, sodass ich nie genervt von der Beziehung war, ich hatte nur manchmal das Gefühl, es könne darauf hinauslaufen. Gleichzeitig würde den Büchern aber vermutlich auch etwas fehlen, wenn das alles kein Thema mehr wäre, entsprechend bin ich vermutlich eher recht glücklich damit, wie das ganze aufgebaut ist.
Den Fall an sich fand ich wieder ziemlich spannend, gerade weil so viel auf dem Spiel zu stehen scheint, gleichzeitig ist aber auch recht schnell klar, dass es so viel dann doch nicht ist, und diesmal fiel es mir etwas schwer, mit dem ganzen mitzufiebern. Oder eher: Ich hatte das Gefühl, dass es diesmal nicht so viel zum miträtseln gab. Vielleicht irre ich mich auch, oder habe die vorherigen Bücher gerade doch irgendwie falsch im Kopf, aber ich hatte diesmal mehrfach das Gefühl, dass Erkenntnisse komplett aus dem Nichts kamen, und habe mich gefragt, wie genau man darauf kommen sollte, wenn nicht Lost darauf gekommen wäre. Auch war die Auflösung nicht unbedingt nach meinem Geschmack, da sie ein wenig zu losgelöst war irgendwie. Der Fall an sich aber hat mir gut gefallen, also wie die einzelnen Personen das ganze angegangen sind, und auch die jeweiligen Motivationen aller beteiligten konnte ich durchaus nachvollziehen, und mochte wie viel davon geschrieben war, weshalb ich insgesamt dennoch sehr viel Freude an der Geschichte empfunden habe.
In einen Punkten fand ich den Fall also etwas schwächer als vorherige, in anderen aber gleichzeitig stärker, und insgesamt habe ich auch alles am Buch wieder ganz gerne gelesen. Zwar ein paar Mal mit der Sorge, dass etwas zu viel werden könnte, aber im Endeffekt mochte ich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen (zwischen allen, nicht nur Lost und Soraia) sehr gerne. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe insgesamt weiter verfolgen werde, da ich auch das Gefühl habe, sie lässt sich eigentlich jederzeit gut unterbrechen und Band 5 habe ich nicht mehr, aber gleichzeitig kommt man auch immer wieder gut in die einzelnen Fälle rein, also wenn es sich ergibt, dann lese ich sicherlich auch noch den ein oder anderen nächsten Fall, denn noch sind Lost und seine Kollegen und Mitmenschen mir durchaus sehr sympathisch.