Leider sehr anstrengend zu lesen
Der WüstenplanetIch hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht ...
Ich hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht war genau das das Problem? Denn leider fiel es mir wirklich unglaublich schwer, die Begeisterung anderer Leute nachzuempfinden.
Ich sehe ein dass Dune zu seiner Zeit ein sehr neues und innovatives Buch war, und dass es zweifellos die Grundsteine für so einige andere Werke gelegt hat, und tatsächlich finde ich die Welt auch wirklich interessant und fand die Geschichte durchaus spannend, aber ich hatte selten so zu kämpfen, eine Geschichte zu lesen. Oder mir anzuhören, denn tatsächlich bin ich sehr schnell auf ein Hörbuch umgestiegen, und selbst da musste ich teilweise wirklich kämpfen, um mir mehr als 20 Minuten am Stück anzuhören.
Mit dem Stil konnte ich leider gar nicht warm werden (vielleicht liegt es auch an der Übersetzung?), der Anfang war sehr unübersichtlich, und mit der Zeit konnte ich zwar immer mehr verstehen und war nicht mehr verloren, gleichzeitig wurde der Stil aber nicht besser und die Figuren wurden mir an keiner Stelle irgendwie wichtig. Ich fand sie durchaus interessant, und die Rollen die sie zu spielen hatten oder spielen wollten oder nicht spielen wollten und all das, aber hauptsächlich als Konzepte. Es waren gute Ideen, die aber nie mehr als das wurden, und eigentlich fühlte sich niemand für mich echt an. Das gemischt mit dem unnahbaren Stil hat mich manchmal echt an meine grenzen gebracht, und so sehr ich mir auch gewünscht hätte, die Geschichte zu lieben, am Ende konnte ich einfach durch die Erzählung doch nicht genießen, worum es ging. Sowohl durch die Art des Schreibens, als auch viele Handlungen und Gedanken der Figuren, als auch "kleinere" Angelegenheiten (wie
Misogynie) innerhalb der Geschehnisse. Nicht, dass nicht zumindest einiges auch durchaus in die Geschichte gepasst hätte, und gerade bei Fremdenfeindlich zum Beispiel hat Herbert sich zweifellos etwas gedacht, aber es war trotzdem sehr schwer zu lesen, wie mit den Frauen umgegangen wurden, und welche Rollen ihnen zugeschrieben waren (wenn überhaupt welche).
Zusätzlich hatte ich zwar beständig das Gefühl, dass die Einsätze zwar sehr hoch waren, gleichzeitig war ich aber auch nie im geringsten besorgt, und irgendwie war es einfach schwer.
Also von der reinen Geschichte, dem Worldbuilding und dem Konzept der Figuren her hat es mir echt gefallen, kleinere Entscheidungen im Inhalt, die Figurenumsetzung und der Schreibstil haben es mir aber sehr schwer gemacht, das Buch tatsächlich zu mögen, geschweige denn zu genießen.