Wer das Gewürz kontrolliert, kontrolliert die Galaxis
Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn unter dem Sand liegt das Gewürz. Diese Droge, die man auf Arrakis im großen Stil abbaut, verleiht Menschen die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und bildet damit die Grundlage der interstellaren Raumfahrt. Als Letos Armee in einen tödlichen Hinterhalt gerät und der Herzog fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei Arrakis‘ Ureinwohnern, den Fremen, unter. Diese erkennen in ihm den lange vorhergesagten Messias, und Paul rüstet sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug …
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Der Anfang war etwas holprig - viele Begriffe, die nicht erklärt werden, Arrakis - der Wüstenplanet in Dauerschleife, aber (!) dranbleiben lohnt sich. Ist die erste Hürde genommen, wird dieses Buch richtig ...
Der Anfang war etwas holprig - viele Begriffe, die nicht erklärt werden, Arrakis - der Wüstenplanet in Dauerschleife, aber (!) dranbleiben lohnt sich. Ist die erste Hürde genommen, wird dieses Buch richtig gut. Wir begleiten Paul Attreides auf seine Reise und ich konnte es nicht erwarten, den zweiten Teil auch noch zu lesen. Es ist definitiv mal anderer Lesestoff.
Ich hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht ...
Ich hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht war genau das das Problem? Denn leider fiel es mir wirklich unglaublich schwer, die Begeisterung anderer Leute nachzuempfinden.
Ich sehe ein dass Dune zu seiner Zeit ein sehr neues und innovatives Buch war, und dass es zweifellos die Grundsteine für so einige andere Werke gelegt hat, und tatsächlich finde ich die Welt auch wirklich interessant und fand die Geschichte durchaus spannend, aber ich hatte selten so zu kämpfen, eine Geschichte zu lesen. Oder mir anzuhören, denn tatsächlich bin ich sehr schnell auf ein Hörbuch umgestiegen, und selbst da musste ich teilweise wirklich kämpfen, um mir mehr als 20 Minuten am Stück anzuhören.
Mit dem Stil konnte ich leider gar nicht warm werden (vielleicht liegt es auch an der Übersetzung?), der Anfang war sehr unübersichtlich, und mit der Zeit konnte ich zwar immer mehr verstehen und war nicht mehr verloren, gleichzeitig wurde der Stil aber nicht besser und die Figuren wurden mir an keiner Stelle irgendwie wichtig. Ich fand sie durchaus interessant, und die Rollen die sie zu spielen hatten oder spielen wollten oder nicht spielen wollten und all das, aber hauptsächlich als Konzepte. Es waren gute Ideen, die aber nie mehr als das wurden, und eigentlich fühlte sich niemand für mich echt an. Das gemischt mit dem unnahbaren Stil hat mich manchmal echt an meine grenzen gebracht, und so sehr ich mir auch gewünscht hätte, die Geschichte zu lieben, am Ende konnte ich einfach durch die Erzählung doch nicht genießen, worum es ging. Sowohl durch die Art des Schreibens, als auch viele Handlungen und Gedanken der Figuren, als auch "kleinere" Angelegenheiten (wie
Misogynie) innerhalb der Geschehnisse. Nicht, dass nicht zumindest einiges auch durchaus in die Geschichte gepasst hätte, und gerade bei Fremdenfeindlich zum Beispiel hat Herbert sich zweifellos etwas gedacht, aber es war trotzdem sehr schwer zu lesen, wie mit den Frauen umgegangen wurden, und welche Rollen ihnen zugeschrieben waren (wenn überhaupt welche).
Zusätzlich hatte ich zwar beständig das Gefühl, dass die Einsätze zwar sehr hoch waren, gleichzeitig war ich aber auch nie im geringsten besorgt, und irgendwie war es einfach schwer.
Also von der reinen Geschichte, dem Worldbuilding und dem Konzept der Figuren her hat es mir echt gefallen, kleinere Entscheidungen im Inhalt, die Figurenumsetzung und der Schreibstil haben es mir aber sehr schwer gemacht, das Buch tatsächlich zu mögen, geschweige denn zu genießen.
"Ich darf mich nicht fürchten. Die Furcht tötet das Bewußtsein. Die Furcht führt zu völliger Zerstörung. Ich werde ihr ins Gesicht sehen. Sie soll mich völlig durchdringen. Und wenn sie von mir gegangen ...
"Ich darf mich nicht fürchten. Die Furcht tötet das Bewußtsein. Die Furcht führt zu völliger Zerstörung. Ich werde ihr ins Gesicht sehen. Sie soll mich völlig durchdringen. Und wenn sie von mir gegangen ist, wird nichts zurückbleiben. Nichts außer mir."
Dieses Buch wollte ich wirklich mögen. Wirklich. Mein Partner hatte mir es immer wieder angepriesen und den Film haben wir auch inzwischen 3x gesehen. Dennoch sind "Der Wüstenplanet" und ich einfach nicht miteinander warm geworden, so dass ich das Buch nach knapp 200 Seiten in 6 Monaten abgebrochen habe.
Es gab leider nichts, was mich catchen konnte. Die Handlung war unglaublich zäh, keinerlei Spannung, endlos detaillierte Gespräche und Gedanken und Umgebungsbeschreibungen. Die Charaktere, zu viele, um den Überblick zu behalten, zu unnahbar, um sie im Gedächtnis oder im Herzen zu behalten. Vielleicht war diese geschaffene Welt von Frank Herbert auch einfach zu groß und genial für mich - ich habe ungefähr alle 5 Zeilen Begriffe hinten im Glossar nachschlagen oder meinen Partner fragen müssen, was das gerade Gelesene für eine Bedeutung hat, denn ich habe es einfach nicht verstanden.
Für andere mag "Der Wüstenplanet" genial sein, ich kann dies nur für den Film aussprechen (wirklich, schaut ihn euch an!), also muss die Grundidee, die ja aus dem Roman stammt, mich trotzdem beeindruckt haben. Nur der schriftlichen Umsetzung konnte ich leider gar nichts abgewinnen. Für die gelesenen 200 Seiten vergebe ich deswegen 1/5 Stern.