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Veröffentlicht am 12.11.2019

Das hatte ich mir anders vorgestellt

Verborgen im Gletscher
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Eine deutsche Reisegruppe besteigt auf Island einen Gletscher. Die Reiseleiterin will auf die Veränderungen der Gletscher hinweisen, denn diese schmelzen viel schneller als früher. Und zu ihrem Entsetzen ...

Eine deutsche Reisegruppe besteigt auf Island einen Gletscher. Die Reiseleiterin will auf die Veränderungen der Gletscher hinweisen, denn diese schmelzen viel schneller als früher. Und zu ihrem Entsetzen entdeckt die Reiseleiterin eine Leiche im tauenden Gletscher. Die Polizei erkennt in der aufgetauchten Leiche Sigurvin, der vor 30 Jahren spurlos verschwand. Die Polizei hatte damals schnell einen Hauptverdächtigen, der jedoch immer seine Unschuld beteuert hat. Das tut er auch jetzt noch - schwer vom Krebs gezeichnet, blickt er selbst dem Tod ins Auge und beteuert immer noch seine Unschuld.

Der frühere Kommissar Konrad erfährt von dem Fund auf dem Gletscher. Er fährt sofort in die Pathologie, denn der Fall Sigurvin hat ihn nie losgelassen. Er war nie wirklich davon überzeugt, dass der einzige Verdächtige die Tat begangen haben soll. Er hat oft mit Hjaltalin gesprochen und irgendwie scheint er ihm geglaubt zu haben, dass er die Tat nicht begangen hat. Er sagte zwar, dass er nicht in der Nähe war, als Sigurvin verschwand, hat aber immer ein Geheimnis aus seinem Alibi-Zeugen gemacht.

Der erste Teil dieses Cold Case-Falles ist tatsächlich interessant und ich freue mich auf einen spannenden Krimi. Leider werde ich schwer enttäuscht, denn die Geschichte nimmt plötzlich eine ganz andere Wendung. Was sich wie ein Krimi gelesen hat, entwickelt sich zu einem langatmigen und immer langweiligeren Buch über komplizierte Familienverhältnisse und wechselt zudem ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dabei weiß ich leider nie so genau, mit wem ich es gerade zu tun habe und immer mehr Personen tauchen in dieser Geschichte auf, ich verliere immer mehr den Zusammenhang. Und wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, hätte ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen! Ich bekomme vom Lesen Kopfschmerzen und muss mich zwingen, weiter zu lesen!
Leider fehlen Hinweise, in welcher Zeitzone man sich gerade befindet oder mit wem man es in diesem Kapitel oder Absatz zu tun hat, völlig. Ob und in welchem Zusammenhang dieser Absatz zum eigentlichen Mordfall steht, erfahre ich auch nicht immer. Und wie Kommissar a.D. Konrad letztlich auf die Spur des Mörders gekommen ist, ist mir nicht wirklich klar. In dem Moment, in dem es noch einmal richtig spannend wird, verliert sich der Autor in halbseidenen Andeutungen, die alles andere als logisch sind. Oder die Vorgeschichte hat mich so ermüdet, dass es mir nicht auffällt.

Von diesem Roman hatte ich viel mehr erwartet. Seit Jahren habe ich wahre Lobeshymnen auf isländische Krimis gehört und gerade dieser Autor wurde mir oft empfohlen. Es war mein 1. und wird wohl auch mein letzter Roman von Arnaldur Indriason sein. Schade.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Der Totenschiffer - Ein Ostfriesland-Krimi

Der Totenschiffer
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Band 2 um Kommissar Enno Heeren und die Psychologin Hannah Tergarten.

Man findet auf der Jümme-Fähre die Leiche eines Mannes. Der Mörder hat einen Hammer und die Leiche eines Hundes bei dem Mann zurückgelassen. ...

Band 2 um Kommissar Enno Heeren und die Psychologin Hannah Tergarten.

Man findet auf der Jümme-Fähre die Leiche eines Mannes. Der Mörder hat einen Hammer und die Leiche eines Hundes bei dem Mann zurückgelassen. Handelt es sich um einen Ritualmord? Es gibt Hinweise auf die griechische Sage um Cahron, den Totenschiffer.
Die Psychologin Hannah Tergarten wird von der Leeraner Kriminalpolizei um Hilfe gebeten. Bald darauf findet man die Leiche einer Frau mit einer Münze unter der Zunge - dem Fährlohn für Charon. Der Druck auf die Ermittler steigt......

Veröffentlicht am 22.10.2019

Und dann war Stille

Und dann war Stille
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Der Feind ist näher als gedacht - nach einer Geiselnahme braucht die Psychologin Hannah Tergarten Zeit für sich selbst, um wieder zur Ruhe zu kommen. Sie flüchtet aus ihrem bekannten Umfeld und nimmt sich ...

Der Feind ist näher als gedacht - nach einer Geiselnahme braucht die Psychologin Hannah Tergarten Zeit für sich selbst, um wieder zur Ruhe zu kommen. Sie flüchtet aus ihrem bekannten Umfeld und nimmt sich eine kleine Wohnung in einem Turm in der Burg Stickhausen. Ihre 1. Patientin ist eine junge Frau, die frisch verliebt ist und nicht weiß, was sie machen soll. Hannah unterhält sich mit Anneke, sie braucht keine Therapie, nur Jemanden, mit dem sie reden kann. Am nächsten Tag erfährt Hannah, dass Anneke tot ist, sie soll Selbstmord begangen haben. Hannah kann nicht daran glauben, denn sie hat mit dem Mädchen geredet und es war voller Lebensfreude. Hannah will herausfinden, ob sie sich geirrt hat in dem Mädchen oder ob es sich um Mord handeln könnte. Dabei hilft ist ein Mann, der Kontakt zu ihr aufgenommen hat: Der Kommissar Enno Heeren. Sie hat ihn bei der Geiselnahme kennengelernt. Sagt er. Sie kann sich gar nicht daran erinnern.

Es ist der 1. gemeinsame Fall von Kommissar Enno Heeren und der Psychologin Hannah Tergarten.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Drecksspiel - Das soll ein Thriller sein?

Drecksspiel
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Bei dem Klappentext habe ich schnell Spannung aufgebaut - aber was ich dann lese, ist alles andere als spannend. Seit der Ex-Polizist David Cross nach einem Undercover-Einsatz untertauchen musste, hat ...

Bei dem Klappentext habe ich schnell Spannung aufgebaut - aber was ich dann lese, ist alles andere als spannend. Seit der Ex-Polizist David Cross nach einem Undercover-Einsatz untertauchen musste, hat sich sein Leben radikal verändert. Am Anfang wird die Geschichte erzählt. Hannah und Philipp sind spontan in den Urlaub gefahren. Während er noch einmal wegfährt, richtet sie sich im Ferienhaus ein, sie hat sich verführerisch angezogen und will Philipp überraschen. Im Schlafzimmer schläft ihre kleine Tochter. Sie hört die Tür und glaubt, Philipp wäre zurückgekehrt. Sie dreht sich um und ein fremder Mann steht vor ihr. Er hält ihr den Mund zu, hindert sie am Schreien.... sie hat Angst um das Leben ihrer Tochter, sie ist bereit, für ihre Tochter alles zu tun und den Fremden abzulenken.....

Der Ex-Polizist David Cross arbeitet als privater Ermittler, als Problemlöser in seinem neuen Fall geht es um einen grausamen Entführungsfall. Nach dem Einstieg mit der Erzählung, wie Hannah überwältigt wird und um das Leben ihrer Tochter bangt, kommen langweilige Szenen und Gespräche, denen man kaum folgen kann. Die Handlung wird immer verworrener, ich weiß kaum noch, um wen es gerade geht. Ich bin vollkommen raus aus der Geschichte, blättere immer wieder zurück und versuche, den roten Faden zu finden. Vergeblich. Ich finde keinen Zugang zu dieser Geschichte oder dem Autor und frage mich, ob es an seinem seltsamen Erzählstil liegt oder an mir. Wer kann das sagen?

Veröffentlicht am 22.10.2019

Eine Enttäuschung für Fans von Klaus-Peter Wolf

Mord am Leuchtturm
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Als ich diese Kurzgeschichten von Klaus-Peter Wolf bekam, habe ich damit gerechnet, Ann-Kathrin Klasen in den Geschichten zu finden und den trotteligen Kommissar Rupert. Aber von Spannung oder Nervenkitzel ...

Als ich diese Kurzgeschichten von Klaus-Peter Wolf bekam, habe ich damit gerechnet, Ann-Kathrin Klasen in den Geschichten zu finden und den trotteligen Kommissar Rupert. Aber von Spannung oder Nervenkitzel konnte in den Geschichten keine Rede sein. Ich habe nicht alle Geschichten gelesen. Denn schon nach der 4. oder 5. Geschichte stellte ich fest, dass alle gleich sind und sich die Handlungen kaum unterscheiden. Ich war gelangweilt und enttäuscht von dieser Krimi-Sammlung. Es machte keinen Spaß - und ich habe das Buch nicht bis zum Ende gelesen. Ich habe die Storys nur noch überflogen aber es stellte sich bei mir nicht der Wunsch ein, alle Geschichten zu lesen.

Von Klaus-Peter Wolf erwarte ich mehr als seichte Unterhaltung. Dieses Buch hält nicht was es verspricht. Schade.