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Veröffentlicht am 06.09.2020

Sehr emotionale Geschichten

Happy End in Virgin River
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Nach einem brutalen Überfall ist Brie Sheridan am Boden zerstört. Wie soll sie je wieder allein den Alltag bewältigen oder gar einem Mann vertrauen? In Mike Valenzuela findet sie einen Vertrauten und auch ...

Nach einem brutalen Überfall ist Brie Sheridan am Boden zerstört. Wie soll sie je wieder allein den Alltag bewältigen oder gar einem Mann vertrauen? In Mike Valenzuela findet sie einen Vertrauten und auch in Virgin River bei ihrem Bruder Jack findet sie die nötige Ruhe. Doch ihr Kampf um Freiheit ist noch nicht vorbei...

Mal wieder schafft es Robyn Carr mich in das kleine Städtchen Virgin River zu entführen. Die Geschichten um die Bewohner sind mal wieder sehr emotional geworden. Dabei stehen nicht nur Brie und Mike im Vordergrund, sondern es werden auch neue Charaktere eingeführt! Zum Beispiel beweisen der junge Tommy und seine Freundin Brenda sehr viel Mut uns Stärke. Auch die vorangegangenen Protagonisten werden natürlich nicht vergessen. Während des Lesens spielt sich in meinem Kopf eine kleine Serie ab. Es ist leicht sind in die Charaktere hineinzuversetzen, auch wenn die Handlung vermutlich schon vor ein paar Jahren spielt (denn Hnadys sind noch immer nicht an der Tagesordnung!). Die Themen sind sehr berührend, es geht um Drogen, Partys, Kriegseinsätze, Schwangerschaften, Krankheiten. Gerade zum Ende hin geht es Schlag auf Schlag. Mich stört aber, dass ein Thema präsent ist und sich dann auch bei andren Nebengeschichten wiederfindet (wie schon in Band 2). Das wirkt oft zu konstruiert. Auch wie sich die Erwachsenen gegenüber den Jugendlichen als Moralapostel aufführen (Thema Verhütung) ist geradezu lächerlich. Mel wirkt ebenfalls zu oft wie Mutter Teresa, die alles weiß und alles kann! Trotz diverser kleiner Schwächen, kehre ich immer wieder gern nach Virgin River zurück um dem Alltag zu entfliehen.

Happy End in Virgin River beschäftigt sich wieder viel mit ernsten Themen, gibt aber auch Hoffnung und hat durchaus seine romantischen, aber auch witzigen Passagen!

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Temporeiches Finale

Stronger than Fate
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Kaum sind Whitney und Lincoln zurück in Gable, prasseln die nächsten Schreckensnachrichten auf sie ein. Werden sie es endlich schaffen die weige Fehde der beiden Familien beizulegen, oder haben sie doch ...

Kaum sind Whitney und Lincoln zurück in Gable, prasseln die nächsten Schreckensnachrichten auf sie ein. Werden sie es endlich schaffen die weige Fehde der beiden Familien beizulegen, oder haben sie doch keine gemiensame Zukunft als Paar?

In dem letzten Teil der Trilogie wird noch mal alles eingepackt was geht. Nach und nach werden alle Geheimnisse und Intrigen gelüftet oder entlarvt. Als Leser blieb mir kaum Zeit durchzuatmen, so rasant entwickelt sich das Geschehen. Allerdings kam mir die Wandlung einiger Charaktere ein bisschen überzogen vor und auch das Ende war mit zu viel Kitsch behaftet Das ständige "es tut mir Leid, nein mir tut es Leid" zwischendrin war leider auch kaum auszuhalten. Dass die gesamte Geschichte mit einem sehr überraschenden Knall endet, brauche ich nicht zu erwähnen. Schade, dass man nicht wirklich erfährt was aus Asa oder McKinley geworden ist, wo doch zum Schluss fast jeder dabei war. Trotz einiger Kritikpunkte schaft es Meghan March immer wieder mich mit ihren klug konstruierten Wendungen zu überzeugen!

Stronger than fate ist wirklich ein sehr temporeiches Finale. Es hat einfach Spaß gemacht ein Teil der Riscoff/Gable Fehde zu sein. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher von Meghan March, denn sie machen einfach nur süchtig!

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Wichtiges Thema wurde nicht gut genug umgesetzt

Weil alles jetzt beginnt
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Evvie will gerade ihren Mann verlassen als dieser tödlich verunglückt. Für Evvie keine leichte Zeit, denn alle halten ihren Mann für einen "Heiligen". Um Abwechslung in ihr Leben zu bringen, lässt sie ...

Evvie will gerade ihren Mann verlassen als dieser tödlich verunglückt. Für Evvie keine leichte Zeit, denn alle halten ihren Mann für einen "Heiligen". Um Abwechslung in ihr Leben zu bringen, lässt sie den Baseballstar Dean bei sich einziehen. Auch sein Leben steht am Abgrund. Aus der anfänglichen Distanz der beiden entwickelt sich schnell eine Freundschaft ohne die keiner mehr sein möchte...

Es ist wirklich schwer dieses Buch zu bewerten, denn es lässt mich ein bisschen verwirrt zurück. In der ersten Hälfte des Buches lernt man sehr viel über die Lebensphasen von Evvie und Dean kennen. Ihre zarte Annäherung ist wirklich süß und witzig beschrieben. Als Leser merkt man schnell wie vertraut sie sich geworden sind. Doch ab der Mitte des Buches frage ich mich wo das Ziel hinführen soll, denn das offensichtliche ist sofort klar, aber dann? Es fehlt an Spannung oder wenigstens ein wenig Drama. Auch Evvies Erklärung warum sie ihren Mann verlassen wollte, ist am Ende gesehen ziemlich banal. Zumal auch nie wirklich auf die Ehe eingegangen wurde und es mir schwer fällt mich da hineinzuversetzen. Zu Beginn hat das Buch noch Einteilungen nach den Jahreszeiten, zum Ende hin wird ein Jahr auf drei Seiten gequetscht. Auch die anfänglichen Gefühle der Charaktere sind plötzlich nicht mehr zu spüren. Evvie und Dean wirken lieblos miteinander und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Zusätzlich verwirrte mich die Erzählperspektive, denn zwischenzeitlich wurde dann mal aus Deans Sicht erzählt. Die Beschreibungen der Kleinstadt in Maine sind dagegen sehr gut gelungen und ich konnte mich gut in das Küstenstädtchen hineinversetzen.

Weil alles jetzt beginnt ist ein durchwachsener Roman. Auf der einen Seite war die Geschichte witzig und blühte voller Leben, auf der anderen Seite war es verwirrend und plätscherte vor sich hin. Ein für mich wichtiges Thema wurde einfach nicht gut genug ausgearbeitet. Von Anfang an fehlte außerdem der gewisse Wow Effekt um wirklich hängen zu bleiben.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Unterhaltsame Geschichte über Neuanfänge

Happy Ever After – Wo dich das Leben anlächelt
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Zoe wohnt mit ihrem Sohn Hari in einer kleinen Bruchbude in London. Hari spricht mit seinen vier Jahren noch nicht und sein Vater Jaz träumt einer DJ Karriere hinterher. Ein Angebot von Jaz' Schwester ...

Zoe wohnt mit ihrem Sohn Hari in einer kleinen Bruchbude in London. Hari spricht mit seinen vier Jahren noch nicht und sein Vater Jaz träumt einer DJ Karriere hinterher. Ein Angebot von Jaz' Schwester Surinder kommt da gerade recht. In Schottland soll Zoe vorübergehend den Bücherwagen von Nina leiten und außerdem als Au-Pair für Ramseys Kinder arbeiten. In seinem großen Herrenhaus findet sie Obdach und auch Hari scheint in Schottland aufzublühen. Wären da nur nicht Ramseys Kinder...

Im Grunde handelt es sich um die Fortsetzung zu "Wo das Glück in Büchern wohnt". Gott sei Dank kommen diese Hauptcharaktere aber nur sehr kurz in diesem Buch vor, denn Nina wirkt mir hier viel zu arrogant und rechthaberisch. Zoe ist eine liebenswerte Person. Es ist schön wie sie sich um die Kinder bemüht und in dem alten verstaubten Haus wieder Leben einkehrt. Ramsey wirkt dagegen bis zum Schluss blass und in sich gekehrt. Es fällt sehr schwer sich mit ihm zu identifizieren. Die Kinder sind typisch aufmüpfig, zeigen aber auch ihre sanften Seiten. Zum Beispiel sagt Patrick in jedem Satz das Wort "total", was aber nie nervig rüberkommt. Am faszinierendsten ist und bleibt aber die unglaublich lebhaften Beschreibungen von Schottland. Es wirkt alles so friedlich und naturverbunden und auch die Darstellung des alten Herrenhauses mit großem Grundstück und Anbindung zum Loch Ness laden zum Träumen ein. Einzig Jenny Colgans Schreibstil bleibt recht verwirrend. Die ständigen Einfügungen in Sätze und Perspektivenwechsel sind schon recht anstrengend.

Wo dich das Leben anlächelt ist ein unterhaltsamer Roman über Neuanfänge. Die Charaktere sind liebenswürdig, die Geschichte spannend aufgebaut und das Setting einfach nur traumhaft schön.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Ein Tag aus der Sicht von ...

Und auf einmal diese Stille
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Ich bin mir sicher, jeder weiß noch genau was er am 11. September 2001 gemacht hat. Ich weiß es definitiv, denn ich war noch ein Kind und wurde das erste Mal in meinem Leben mit solch einer schrecklichen ...

Ich bin mir sicher, jeder weiß noch genau was er am 11. September 2001 gemacht hat. Ich weiß es definitiv, denn ich war noch ein Kind und wurde das erste Mal in meinem Leben mit solch einer schrecklichen Tat konfrontiert. Ich wundere mich jedes Mal, dass es nun schon fast 20 Jahre her ist, denn manchmal fühlt es sich noch an wie gestern.

Ich bin froh, dass sich das Buch nicht mit der Wahrheitsfindung beschäftigt, denn die steht auf einem anderen Blatt. Viel mehr kommen hier all die Menschen zu Wort, die diesen Tag überlebt haben oder jemanden verloren haben. Jede einzelne Geschichte ist unglaublich berührend und während all ihrer Aussagen läuft ein innerer Film in meinem Kopf ab. Viele Details dieses Tages sind sehr erschreckend und schonungslos, fast schon nüchtern, erzählt. Aber genau das braucht es um zu begreifen, dass das nicht nur irgendwelche Geschichten sind, sondern wirklich passiert ist. Besonders die Aussagen der Feuerwehrmänner, Polizisten, Sanitäter und des Sicherheitspersonals haben mich zu Tränen gerührt, denn viele von ihnen wussten, dass es ihr letzter Tag sein könnte. Trotzdem sind sie ohne zu zögern bereit gewesen bis zum Schluss so viele Menschen wie möglich zu retten. Oder durch welchen dummen Zufall manche Menschen in den Flugzeugen gesessen haben -oder eben nicht. Aber auch wie sich wild fremde Menschen untereinander geholfen und unterstützt haben war sehr bewegend. Eine Tugend die in der heutigen Zeit viel zu oft vergessen wird! Oft wirken die vielen Namen sehr erdrückend und trotzdem lohnt es sich, jede einzelne Seite zu lesen. Einziger Kritikpunkt für mich ist, dass es in der deutschen Fassung keine entsprechenden Karten der Ort gibt (in der englischen Version sind sie enthalten!), die wären an manchen Punkten, zum besseren Verständnis, hilfreich gewesen.

Und auf einmal diese Stille spiegelt diesen Tag so wieder, wie es sein sollte -aus der Sicht der Überlebenden und sogar Toten! Ich konnte das Buch nicht auf einmal lesen, denn viele Szenen nahmen mich emotional zu sehr mit und ich brauchte eine Pause. Damit glaube ich, hat der Autor sein Ziel erreicht, dass wir diesen Tag aus der Sicht der mutigen Helden, Überlebenden, Opfern und deren Angehörigen in Erinnerung behalten!

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