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Veröffentlicht am 22.11.2025

Eiskalter Winterthriller

Eisnebel
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Theo begleitet ihren Verlobten Connor über die Weihnachtsfeiertage zu seiner Familie. Die feiert traditionell auf ihrem Anwesen Idlewood, mitten im Wald gelegen und sehr abgelegen.
Während die Atmosphäre ...

Theo begleitet ihren Verlobten Connor über die Weihnachtsfeiertage zu seiner Familie. Die feiert traditionell auf ihrem Anwesen Idlewood, mitten im Wald gelegen und sehr abgelegen.
Während die Atmosphäre winterlich (schneebedeckte Bäume und Wege) und weihnachtlich (ein prachtvoller Weihnachtsbaum und weihnachtliche Traditionen wie gemeinsames Backen) ist, spürt Theo immer mehr, dass es Geheimnisse gibt, in die auch sie verwickelt ist.
Es kommt ihr so vor, als sei sie nicht zum ersten Mal auf dem Anwesen und langsam kommen Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit hoch...
Der Thriller ist ein sehr gut gemachter Thriller mit einem Spannungsbogen, der früh beginnt und in einem fulminanten Ende mündet. Theo ist eine Protagonistin, wie ich sie liebe - stark, wehrhaft und mutig. Sie scheut nicht davor zurück, alles aufzudecken, was sie befürchtet und legt sich mit der unfassbar reichen, mächtigen und wirklich einschüchternden Familie ihres Verlobten an.
Die sehr spannende Jetzt-Geschichte wird abgerundet durch Erinnerungen, die wir beim Lesen durch Theo mitgeteilt bekommen. Als 4jährige adoptiert von einem Elternpaar, bei dem die Mutter lieblos und grausam und der Vater schwach und hilflos agierten, hatte sie eine freudlose Kindheit und Jugend. An die Zeit vor der Adoption und ihre Herkunft erinnert sie sich nur bruchstückhaft, doch die Bruchstücke mehren sich, seit sie auf Idlewood angekommen ist. Trotz anonymer Drohungen lässt sie nicht locker im Bemühen die Geheimnisse aufzudecken, die sie auch selbst betreffen.

Der Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt. Er ist wirklich sehr gut und mitreißend geschrieben, ein klassischer Pageturner. Vor allem die sehr sympathische Protagonistin hat mich mitgehen lassen - und ich mag es auch immer sehr, wenn Familiengeheimnisse aufgedeckt werden und Figuren demaskiert werden.
Ich habe nicht viel vorhersehen können von den Twists, was ich immer sehr mag - und auch der Schluss hat mich absolut überzeugt.
So vergebe ich sehr gerne eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen winterlichen Thriller. Besonders mit dem "eiskalten" Farbschnitt ist er wirklich perfekt für den Herbst/Winter geeignet und auch ein echter Geschenketipp für das nahende Weihnachtsfest!

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2025

Greg feiert Jubiläum – happy 20!

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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Der neue Greg ist da – und es ist ein Jubiläumsband, der 20. Band der Reihe, unglaublich! Als Fan der ersten Stunde musste ich natürlich den neuen Greg sofort lesen – und ich war wie immer begeistert.
Das ...

Der neue Greg ist da – und es ist ein Jubiläumsband, der 20. Band der Reihe, unglaublich! Als Fan der ersten Stunde musste ich natürlich den neuen Greg sofort lesen – und ich war wie immer begeistert.
Das Cover ist diesmal pink/rot gehalten und passt mit seinem Design sehr zum Jubiläum. Das Thema ist diesmal – Gregs nahender Geburtstag! Sein Alter erfahren wir nicht, aber wir wissen nun, er hat im Juni Geburtstag. Die Tagebucheinträge zu seinem Geburtstag sind so rasant und komisch wie ich es von der Reihe kenne, liebe und ja, auch erwarte. Ich musste mehrmals laut auflachen! Ob Greg darüber sinniert, dass es ja nur eine begrenzte Zeit gibt, in der Geburtstage wirklich gut sind, bevor man dann Körperpflegeprodukte und Oberhemden geschenkt bekommt, die pädagogisch wertvollen „Action“-Figuren mit Namen wie Gabriel Gewöhnlich oder Adam Alltag, die man waschen muss, damit sie nicht stinken, seine Gedanken zu Dankeskarten und natürlich seine Party – der neue Greg ist wie immer ein Feuerwerk des Humors und der skurril-komischen Einfälle, genial abgerundet durch die typischen Kritzelzeichnungen.
Ein Highlight war für mich, dass vor allem Gregs Mutter, meine Lieblingsfigur, viel Raum in Greg 20 bekommt. Und ich fühle mich sehr gut, weil ICH noch nie einen Geburtstag einer meiner drei Kinder vergessen habe…
Mit Lachtränen in den Augen empfehle ich den neuen Greg uneingeschränkt an alle Fans der Reihe weiter, sowie alle Lesemuffel, die nur für Greg eine Ausnahme machen und ganz klar allen Erwachsenen wie mir, die in Greg so viel Wahres finden und so viel Lustiges!
Viel Spaß beim Lesen!!!!

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  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 17.11.2025

Ein toller Roman über eine starke Frau

Bernadette Swifts Gespür für Bücher
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Bernadette Swift lebt in den 1960er Jahren in New York ihren Traum - sie arbeitet in einem großen Verlag und möchte unbedingt die erste weibliche Cheflektorin werden. Doch der Weg dorthin ist steinig... ...

Bernadette Swift lebt in den 1960er Jahren in New York ihren Traum - sie arbeitet in einem großen Verlag und möchte unbedingt die erste weibliche Cheflektorin werden. Doch der Weg dorthin ist steinig...

Das Cover suggeriert einen leichten Frauenroman. Der Inhalt ist deutlich tiefsinniger als ich vom Cover her vermutet habe - wenn auch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und sehr gut lesbar. Bernadette ist eine sehr sympathische Protagonistin, die mit ihren bunten Outfits und ihrer sehr selbstbewussten Art den Lesenden bezaubert. Um sich zu entspannen, backt und kocht sie sich durch Julia Childs Rezepte oder geht mit ihre Dogge Frank spazieren. Außerdem leitet sie einen Buchclub und schart eine Gruppe ebenso inspirierender Frauen um sich, die sich von den Männern nicht mehr alles gefallen lassen wollen.

Von Beginn an habe ich sehr viel Spaß mit dem Buch gehabt und Bernadette und ihre Freundinnen sehr in mein Herz geschlossen. Selbst die Kapitel aus "Franks" Sicht waren süß gemacht und passten in das Buch.

Das Thema wurde zwar durchaus unterhaltsam umgesetzt, nichtsdestotrotz war ich streckenweise schockiert davon, was sich Bernadette und ihre Freundinnen gefallen lassen mussten (wenn man eine unangemessene Berührung eines Vorgesetzten bei der Personalabteilung meldet und als Antwort bekommt "im Bus werden Sie doch auch am Bein berührt", stockt mir dann beim Lesen doch mal der Atem!). Auch dass noch immer vieles seine Aktualität leider nicht verloren hat, hat mich beim Lesen nachdenklich gestimmt.
Alles in allem ein toll geschriebenes Buch mit wundervollen Figuren und einem für mich perfekten Schluss, das mich sehr gut unterhalten hat. Ich empfehle es uneingeschränkt weiter - und es ist ein Lesehighlight meines Lesejahres 2025!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein Highlight!

Beeren pflücken
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In Beeren pflücken begleiten wir Joes Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia, die jedes Jahr im Sommer auf den Feldern von Maine Beeren pflückt. Als die 4jährige Ruthie verschwindet, macht sich vor allem Joe ...

In Beeren pflücken begleiten wir Joes Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia, die jedes Jahr im Sommer auf den Feldern von Maine Beeren pflückt. Als die 4jährige Ruthie verschwindet, macht sich vor allem Joe schreckliche Vorwürfe. Er war der Letzte, der sie gesehen hat, als sie noch auf ihrem Lieblingsstein saß und Pause machte.
Abwechselnd lesen wir nun Joes Erinnerungen, der mit Mitte 50 todkrank im Kreis seiner Familie sein Leben Revue passieren lässt und aus Sicht einer Frau namens Norma, die in Maine als Einzelkind ihrer überbehütenden Mutter und ihres sehr zurückhaltenden Vaters aufwächst. Norma fällt schon früh auf, dass ihre Haut vor allem Sommer deutlich dunkler ist als die ihrer Eltern. Es gibt keine Fotos von ihr als Baby und Kleinkind und ihre Ohrläppchen sind anders als die ihrer Eltern nicht angewachsen. Sie hat vor allem als Kind oft Alpträume und eine imaginäre Freundin namens Ruthie...

Als Lesende wissen wir also schnell, Norma ist Ruthie - und wurde von ihren Eltern als Kleinkind entführt. Diese Ausgangslage ist für mich als Mutter natürlich sehr harter Tobak und hat mich echt mitgenommen.
Die Entwicklung und das Leben von Joe und "Norma" entwickeln sich beim Lesen quasi gleichzeitig und haben mich beide gleichermaßen gefesselt. Wie Norma sehr oft fast auf die Wahrheit stößt, war sehr gut gemacht. Aber auch Joe und seine Tragödien haben mich tief berührt. Die Familie erlebt ein Trauma, als die jüngste Tochter spurlos verschwindet und die Polizei nicht bereit ist, zu helfen. Auch später erleidet die Familie weitere Unglücke, die vor allem Joe sehr zusetzen und die er nicht verarbeiten kann. Das Aufwachsen als Mi'kmaq in den 1970er Jahren ist geprägt von Rassismus, den die Familie immer wieder erleben muss. Im Gegensatz dazu wächst Norma als Weiße auf, ein sehr gut gemachter Gegensatz in dem Roman, der den Rassismus nochmal verdeutlicht!

Mich hat der Roman stark berührt. Die Protagonisten waren alle bis hin zu Nebenfiguren sehr deutlich gezeichnet und vor allem Norma und Joe haben mich absolut erreicht. Auch die Atmosphäre der geschilderten Landschaften und Zeit, in der der Roman stattfindet, waren perfekt gelungen und haben meinen Lesegenuss nochmal verstärkt.

Ich kann das Buch von Herzen weiterempfehlen - es ist eindeutig ein Lesehighlight des Jahres 2025 für mich!

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein ruhiges Buch voller Atmosphäre

Der Krabbenfischer
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In Der Krabbenfischer werden wir nach Longferry, England in die 1960er Jahre mitgenommen. Thomas Flett lebt hier in sehr einfachen Verhältnissen mit seiner Mutter. Sie wurde mit 15 Jahren mit ihm schwanger ...

In Der Krabbenfischer werden wir nach Longferry, England in die 1960er Jahre mitgenommen. Thomas Flett lebt hier in sehr einfachen Verhältnissen mit seiner Mutter. Sie wurde mit 15 Jahren mit ihm schwanger und lebt nach dem Tod ihres Vaters allein mit Thomas. Dieser hat die Schule abgebrochen und übt den Beruf seines Großvaters aus - Krabbenfischer. Mit gerade mal Anfang 20 wirkt er viel älter und vor allem sehr müde und desillusioniert. Er hat Träume und ist heimlich verliebt, aber er hat keine Kraft, seine Träume (vor allem von der Musik) auszuleben - und neben seinem harten Leben als Krabbenfischer auch einfach keine Zeit dafür. Alles ändert sich, als ein amerikanischer Regisseur in sein Leben tritt.

Auf gerade mal etwas über 200 Seiten kommen wir Thomas und seinem Leben sehr nahe - und die Atmosphäre des Buches nimmt von der ersten Seite an den Lesenden sehr mit. Ich konnte Kälte, Müdigkeit, Mühsal und Schmerzen wirklich richtig mitfühlen! Toms Leben ist brutal anstrengend, aber noch viel schlimmer war es fast, zu lesen, wie ein so junger Mensch schon so desillusioniert sein kann.

Dass sich durch das Auftauchen Edgars sehr viel ändert, war sehr faszinierend zu lesen - und auch der Twist am Schluss des Buches hat mich umgehauen. Am besten gefiel mir, wie sehr sich Thomas verändert hat und auf jeden Fall der Schluss des Buches!

Eine klare Leseempfehlung für ein ruhiges, aber beeindruckendes Buch!

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