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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tolles Spin-off

Heir
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Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, ...

Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, die Vorgängerreihe zuerst zu lesen. So sind sowohl das World-Building als auch die Charakterdynamiken deutlich besser zu verstehen. Schließlich geht es in diesem Spin-off zu einem Großteil um die Kinder der Protagonisten aus der AEITA-Reihe.
Mit Quil, Sirsha und Aiz gibt es drei neue Protagonisten. Vor allem Quil und Sirsha habe ich schnell ins Herz geschlossen, da ihre inneren Konflikte sehr nachvollziehbar geschildert waren. Womit ich ein kleines Problem hatte, ist der Umstand, dass sich die Protagonisten die meiste Zeit über nicht am selben Ort aufhalten. Ähnlich ging es mir bereits im vierten Band von AEITA: Die Perspektiven und damit verbundenen Handlungsstränge waren alle interessant, haben mich jedoch nicht gleich stark mitreißen können.
Mal abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist wie gewohnt flüssig zu lesen. Außerdem bietet das Buch sowohl gut ausgearbeitete Haupt- und Nebencharaktere als auch ein interessantes World-Building. Mein persönliches Highlight waren die kleinen Auftritte von Elias, Laia und Helena. Da habe ich gleich Lust bekommen, die AEITA-Reihe noch einmal zu lesen.

Alles in allem ein gelungenes Spin-off mit neuen interessanten Protagonisten und bekannten Lieblingscharakteren.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Eine tolle Regency-Romcom

Bloß nicht mit einem Duke verlobt
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„Bloß nicht mit einem Duke verlobt“ war mein erstes Buch der Autorin Jenni Fletcher und gleichzeitig mein Lesehighlight im März. Der lockere Schreibstil konnte mich von Beginn an überzeugen und auch die ...

„Bloß nicht mit einem Duke verlobt“ war mein erstes Buch der Autorin Jenni Fletcher und gleichzeitig mein Lesehighlight im März. Der lockere Schreibstil konnte mich von Beginn an überzeugen und auch die Handlung hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Besonders die Protagonistin Caro, die nach einer schlechten Erfahrung ihren ganzen Lebensplan infrage stellt, war mir sehr sympathisch. Sie macht im Roman eine Entwicklung durch und lernt, für sich selbst und andere einzustehen. Mit ihren beiden Freundinnen Lilly und Imogen sowie Caros Verwandten gab es zudem viele interessante Nebencharaktere. Entsprechend freue ich mich schon sehr auf den dritten Band, in dem es um Imogen geht, und hoffe, dass dieser bald ins Deutsche übersetzt wird.
Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen, da ich die Beziehungsentwicklung als authentisch wahrgenommen habe. Obwohl es zum Ende hin etwas dramatisch wurde, waren die Gründe für den Konflikt für mich nachvollziehbar.

Alles in allem eine tolle Regency-Romcom mit einer sympathischen Protagonistin und wundervollen Nebencharakteren.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Unterhaltsames Buch

Dance of Thieves
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„Dance of Thieves“ ist Band 1 des Spinn-Offs zu den „Chroniken der Verbliebenen“, die ich bereits vor einigen Jahren gelesen habe. Das Vorwissen ist nicht unbedingt nötig, aber natürlich enthält dieses ...

„Dance of Thieves“ ist Band 1 des Spinn-Offs zu den „Chroniken der Verbliebenen“, die ich bereits vor einigen Jahren gelesen habe. Das Vorwissen ist nicht unbedingt nötig, aber natürlich enthält dieses Buch Spoiler für die vorangegangene Reihe.
Meiner Meinung nach tritt das World-Building hinter die Liebesgeschichte und die allgemeine Handlung zurück. Wer hier große Fantasy-Elemente erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein, da das Buch eher einem historischen Roman ähnelt. Mich hat das Ganze nicht gestört, da der Leser so sofort ohne große Erklärungen in die Handlung geworfen werden kann.
Die ersten 150 Seiten habe ich eigentlich ohne Unterbrechung durchgelesen und auch die letzten 150 Seiten waren Spannung pur. Im Mittelteil gab es leider ein paar Längen, da sowohl die Entwicklung der Liebesgeschichte als auch die allgemeine Handlung etwas stagnierten bzw. in einem langsameren Tempo behandelt wurden als zuvor. Dafür gab es in diesem Teil viele schöne Momente zwischen dem Protagonisten Jase und seiner Familie, die ich im Allgemeinen sehr liebgewonnen habe.
Als Kritik würde ich anführen, dass die Probleme am Ende etwas zu einfach gelöst wurden. Das war aber wohl auch der Autorin selbst bewusst, denn die letzte Seite stellt das Happy-End komplett in Frage. Entsprechend bin ich gespannt auf den zweiten Band und hoffe dort noch auf ein paar mehr Actionszenen.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch mit fiesem Cliffhanger.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Süße Liebesgeschichte

Under Your Spell – Dein Verstand sagt Nein. Aber dein Herz Ja.
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„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das ...

„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das Buch eine tolle Atmosphäre erschaffen hat und ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe.
Beim Buch handelt es sich um keine typische Rockstar-Romance. Auf kreischende Fans wird verzichtet, da das Buch zu einem großen Teil in einem abgelegenen Häuschen spielt. Theo soll dort neue Songs komponieren, während Clemmie für ihn in dieser Zeit als persönliche Aufpasserin fungiert.
Ich mochte sowohl Theo als auch Clemmie sehr. Beide waren bodenständig, liebenswert, lustig und wie gemacht füreinander. Noch mehr als die Liebesgeschichte der beiden konnte mich jedoch die tolle Verbindung, die Clemmie zu ihren beiden Schwestern hat, überzeugen.
Es gab nur zwei kleine Punkte, die mich gestört haben. Zum einen passte das Drama am Ende nicht wirklich zur bedachten Art der Protagonisten und zum anderen wurde das Wort „hecheln“ inflationär gebraucht. Ich gehe davon aus, dass diese Wortwahl zum Teil auch auf die Übersetzung zurückzuführen ist. Auf jeden Fall musste ich leider jedes Mal an Hunde denken und war entsprechend irritiert.

Alles in allem eine charmante Liebesgeschichte mit sympathischen Haupt- und Nebencharakteren.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Leider nichts Besonderes

Regen
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Ich habe fast alle Werke von Ferdinand von Schirach gelesen; über seine Stories habe ich sogar meine Bachelorarbeit geschrieben. Entsprechend hatte ich auch an seinen Theatermonolog „Regen“ hohe Erwartungen, ...

Ich habe fast alle Werke von Ferdinand von Schirach gelesen; über seine Stories habe ich sogar meine Bachelorarbeit geschrieben. Entsprechend hatte ich auch an seinen Theatermonolog „Regen“ hohe Erwartungen, die dieses Mal leider nicht erfüllt werden konnten.
Vielleicht entfaltet der Text erst gesprochen seine Wirkungen, denn beim Lesen wirkte alles auf mich etwas zusammenhanglos. Der Protagonist macht sich Gedanken über Themen wie das Schreiben, die Schuld oder auch die griechische Mythologie. An sich ganz nett, aber wer seine anderen Bücher kennt, dem dürfte vieles bekannt vorkommen. Bevor sich eine richtige Handlung entfalten kann, ist der Text auch schon wieder vorbei; die zweite Hälfte des Buches besteht aus einem Interview, das zwar interessant zu lesen war, jedoch kaum Bezug zum vorangegangenen Text hat.

Alles in allem ein Buch, von dessen Inhalt bedauerlicherweise nicht viel hängen bleibt.

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