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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Detailliert und Praxisnah

100 Übungen für Westernreiter - Band 1
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Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ...

Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ist, und sich in der Praxis so sehr leicht umsetzen lässt. Das Buch beginnt ganz simpel mit den einfachsten Bahnregeln und steigert sich dann über Bahnfiguren, Übungen mit Stellung, Übungen mit Wendungen zu Western Horsemanship und Trail Patterns. Gegen Ende enthält es sogar einige Erklärungen zum Thema Ausritte.

Ich hätte mir leider einige Übungen mehr gewünscht. Meiner Meinung nach nimmt das Buch sehr viel Raum für die "Leichten" Übungen ein, die jede:r bereits kennen sollte der/ die bereits einmal (Western-)Reitunterricht in Anspruch genommen hat. Gegen ende wird es dann mit den Trail und Western Horsemanship Übungen sehr kompliziert, man hätte eine Menge Dinge aufzubauen, worauf ich im Alltag nicht immer Lust habe. Aus diesem Grund hätte ich mehr Übungen erwartet, die man recht einfach mit ein paar Stangen/ Pylonen ausführen kann.

Trotz diesem kleinen Makel ein recht hilfreiches und unkompliziertes Buch, ich überlege mir auch den zweiten Band zu kaufen.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart

Eine vergessene Schuld
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"Eine vergessene Schuld" wirft viele Fragen auf, die sowohl 1945 als auch heute brandaktuell sind. Es geht um Wehrdienstverweigerung und um Schuldgefühle. Die Verknüpfung eines Attentats auf einen ehemaligen ...

"Eine vergessene Schuld" wirft viele Fragen auf, die sowohl 1945 als auch heute brandaktuell sind. Es geht um Wehrdienstverweigerung und um Schuldgefühle. Die Verknüpfung eines Attentats auf einen ehemaligen Verfassungsrichter mit drei Handlungssträngen in der Vergangenheit erschafft ein komplexes Gesamtbild. Dies lässt sich schwer als leichte Lektüre bezeichnen. Auch wenn der Roman sich gut lesen lässt, regen die vielen aktuell, sowie historisch relevanten Themen sehr zum Nachdenken an. An einigen Stellen, will das Buch sehr viel, und man muss sich als Leser auf die gesellschaftskritischen Themen und den anspruchsvollen Diskurs einlassen wollen.



Besonders gut gefällt mir der Schreibstil von Arne (Michael) Jensen. Die schweren Themen lassen sich hervorragend lesen, scheinen sehr akribisch recherchiert worden zu sein, und sind um relevante Fakten ergänzt, die mir an einigen Stellen die Augen geöffnet haben. Die Charaktere stellen individuelle Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten dar.



Dieses Buch ist empfehlenswert für alle diejenigen, die Interesse daran haben, sich gedanklich intensiv mit gesellschaftspolitischen und historischen Themen auseinanderzusetzen. Es sollte eine Bereitschaft bestehen, sich mit Fragen der Schuld und Moral zu beschäftigen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Distanzierte Freundschaftsdynamiken

Spielverderberin
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Aus der Sicht der Protagonistin Sophie nimmt „Spielverderberin“ uns mit auf eine nachdenkliche Reise zwischen Stadt- und Landleben. Die drei Freundinnen Sophie, Lotte und Romy sind gemeinsam in einer „Bauernschaft“ ...

Aus der Sicht der Protagonistin Sophie nimmt „Spielverderberin“ uns mit auf eine nachdenkliche Reise zwischen Stadt- und Landleben. Die drei Freundinnen Sophie, Lotte und Romy sind gemeinsam in einer „Bauernschaft“ im Süthland aufgewachsen. Auch wenn Sophie auf dem Land groß geworden ist, kann sie dem Landleben nicht viel abgewinnen. Um Lehramt zu studieren, folgt sie Romy nach Köln. In beiden Welten, im Landleben als auch im Stadtleben fühlt sie sich wie eine Außenseiterin. Die ohnehin schon komplizierte Jugendzeit der drei Freundinnen wird noch erschwert durch verwirrende Beziehungen, psychische Probleme und toxische Freundschaftsdynamiken. Ein Erlebnis in ihrer Vergangenheit belastet Sophie, dies verschärft ihre Obsession mit Romy und überschattet ihre Freundschaft zu Lotte. In Zeitsprüngen im Abstand von 4 Jahren werden wir über das Geschehene aufgeklärt. Marie Menke schafft es, mit ihrem Schreibstil die (gefühlte) Dramatik des Teenagerdaseins zu transportieren. Leider war mir dies an vielen Stellen zu pessimistisch. Besonders der zu schwarze Blick auf das Landleben und die Klassenvergleiche von Sophie haben es mir etwas schwer gemacht. Gerade dies macht es aber vielleicht auch so authentisch. Gegen Ende hätte ich mir allerdings einen weniger offenen Ausgang für die drei gewünscht.

Im Großen und Ganzen gefällt mir die kontrastreiche Handlung zwischen Stadt- und Landleben sehr gut. Es ist eine nachdenkliche Geschichte darüber, was es auslösen kann, wenn Freundschaften (oder Beziehungen) nicht so wohlwollend sind, wie wir es uns wünschen würden. Wer gerne nachdenklichere pessimistischere Romane liest, findet mit „Spielverderberin“ eine nette, kurzweilige Lektüre!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Bewegende Kontraste

Das Licht in den Wellen
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Janne Mommsen schafft es in "Das Licht in den Wellen" die Kontraste zwischen der kleinen Insel Föhr und der Weltmetropole New York sowie den Kontrast zwischen dem Jahr 1947 und 2022 interessant darzustellen. ...

Janne Mommsen schafft es in "Das Licht in den Wellen" die Kontraste zwischen der kleinen Insel Föhr und der Weltmetropole New York sowie den Kontrast zwischen dem Jahr 1947 und 2022 interessant darzustellen. Viele der Szenen konnten mich sehr berühren, Janne Mommsen stellt die Gefühlswelt und die Entwicklung von der auf Föhr geborenen und nach New York ausgewanderten Inge bewegend dar. Allerdings war mir das Ende der Geschichte etwas zu "abrupt", weswegen ich nur 4 von 5 Sternen vergebe. Ich hätte mir gewünscht, dass einige der Generations-Konflikte, die im Laufe des Buches aufgedeckt wurden, am Ende noch aufgelöst worden wären. Gegen Ende wechselt Inge einige Male zwischen New York und Föhr, dies erschien mir etwas sprunghaft und für die Story irgendwie kontraproduktiv.

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte sehr gefallen. Die fast 100-Jährige Inge ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit einer fortschrittlichen Weltanschauung. Zudem ist das Cover echt wunderschön!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Berührende Mutter-Tochter Beziehung

Halbinsel
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Obwohl "Halbinsel" eher etwas distanziert von der Beziehung zwischen Anett und ihrer Tochter Linn berichtet, konnte mich dieses Buch doch sehr tief berühren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mich ...

Obwohl "Halbinsel" eher etwas distanziert von der Beziehung zwischen Anett und ihrer Tochter Linn berichtet, konnte mich dieses Buch doch sehr tief berühren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mich selbst in der Geschichte sehr wieder-finden konnte.

Der Schauplatz Nordfriesland, besonders mit dem Kontrast zu Berlin gefällt mir sehr.

Der Schreibstil von Kristine Bilkau lässt sich sehr gut lesen. In einfachen Sätzen erhält man einen Einblick in die Komplexen Sorgen, Erwartungen aber auch das Trauma von Anett, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte, selbst wenn ich mich sonst eher mit Linn vergleichen würde.

Ich habe das Buch an einem Nachmittag durch gelesen, es ist mit 220 Seiten auch recht dünn, aber für eine kurzweilige Unterhaltung gut geeignet.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Generationskonflikte sind vermutlich etwas, was viele Menschen betrifft, und Kristine Bilkau schafft es dieses Thema ganz ohne vorwurfsvoll zu sein, von beiden Seiten zu beleuchten.

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