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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2022

Naja

Die Jagd
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"Ein Journalist, der zu viel weiß. Ein Sohn, der seinen Vater verrät. Ein Oligarch, der keine Gnade kennt. Ein korrupter Schreiberling ohne jeden Skrupel. Medien, die auf Bestellung einen Ruf ruinieren. ...

"Ein Journalist, der zu viel weiß. Ein Sohn, der seinen Vater verrät. Ein Oligarch, der keine Gnade kennt. Ein korrupter Schreiberling ohne jeden Skrupel. Medien, die auf Bestellung einen Ruf ruinieren. Sasha Filipenko erzählt die Geschichte des idealistischen Journalisten Anton Quint, der sich mit einem Oligarchen anlegt. Worauf dieser den Befehl gibt, Quint fertigzumachen. Die Hetzjagd ist eröffnet."

Im Grunde ist mit dieser Inhaltsangabe schon das ganze Buch zusammengefasst. Der Schreibstil bzw. der Aufbau des Buches ist interessant, aber auch gewöhnungsbedürftig. Teilweise fand ich das Buch ein wenig langatmig und auch unübersichtlich, das Ende dramatisch.

Das Buch habe ich gelesen, weil mir "Rote Kreuze" sehr gut gefallen hat. Hätte ich diesen Roman zuerst gelesen - wäre es wahrscheinlich das letzte dieses Autors gewesen. Das Thema war interessant, die Ausführung, wie schon gesagt, teilweise ein wenig langweilig.

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Veröffentlicht am 03.12.2022

Gewohnt witzig

Rehragout-Rendezvous
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Was macht man als Polizist, wenn ein Erwachsener verschwindet, es aber keine Leiche gibt? Damit muss sich der Franz diesmal auseinandersetzen. Besagter Mann hat sich in den letzten Jahren immer wieder ...

Was macht man als Polizist, wenn ein Erwachsener verschwindet, es aber keine Leiche gibt? Damit muss sich der Franz diesmal auseinandersetzen. Besagter Mann hat sich in den letzten Jahren immer wieder einmal eine Auszeit genommen. Notgedrungen beginnt er doch zu ermitteln. Währenddessen vertritt Susi den kranken Bürgermeister und entwickelt sich zur Powerfrau die alles umkrempeln will. Damit stößt sie nicht nur auf Gegenliebe. Und auch zu Hause läuft nicht alles rund - Oma will endlich ihre Pension genießen, wofür die meisten Mitbewohner wenig Verständnis haben. Trotzdem müssen Haushalt und Kochen weiterhin erledigt werden.

Ein gewohnt humorvoller Krimi in Niederkaltenkirchen.

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Veröffentlicht am 17.11.2022

Schöner, gefühlvoller Roman

Dein perfektes Jahr
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Hannah ist rundherum glücklich - seit vier Jahren verliebt in Simon und auch beruflich hat sie sich verändert. Alles läuft also perfekt - bis Simon schwer erkrankt und erfährt, dass er nur noch wenige ...

Hannah ist rundherum glücklich - seit vier Jahren verliebt in Simon und auch beruflich hat sie sich verändert. Alles läuft also perfekt - bis Simon schwer erkrankt und erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat. Während Simon sein Schicksal annimmt, möchte die immer positiv denkende Hannah Simon helfen, seine Krankheit zu besiegen. Deshalb schenkt sie ihm zum Jahreswechsel einen bereits ausgefüllten Filofax, in dem sie jeden Tag eine kleine Aufgabe eingetragen hat.

Als Jonathan wie jeden Morgen von seiner Joggingrunde an der Alster zurück kommt, entdeckt er am Lenker seines Fahrrades eine Tüte mit einem Filofax. Für jeden Tag des Jahres sind bereits Termine eingetragen. In der Hoffnung, auf den Besitzer des Filofaxs zu treffen, beginnt er die Aufgaben zu lösen und die eingetragenen Termine wahrzunehmen.

Während sich Jonathans Leben im Laufe der nächsten Wochen komplett ändert, bricht für Hannah die Welt zusammen, als Simon plötzlich verschwindet.

Die einzelnen Kapiteln handeln immer abwechselnd von Jonathan und Hannah und manchmal kreuzen sich die Wege mehr oder weniger zufällig, bis dann endlich doch ein Kennenlernen stattfindet.

Die Sprache ist einfach gehalten und der Roman dadurch leicht zu lesen. Zu Beginn ist man vielleicht über manche Reaktionen der Protagonisten erstaunt, aber wenn man weiter liest, sind diese doch durchaus nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Ein sehr interessanter Roman

Rote Kreuze
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Die 90 jährige Tatjana erzählt ihrem jungen Nachbar ihr Leben in Moskau unter Stalin. 1910 wurde sie als Tochter zweier Russen in London geboren. Da ihre Mutter bei der Geburt starb, engagierte ihr Vater ...

Die 90 jährige Tatjana erzählt ihrem jungen Nachbar ihr Leben in Moskau unter Stalin. 1910 wurde sie als Tochter zweier Russen in London geboren. Da ihre Mutter bei der Geburt starb, engagierte ihr Vater ein englisches und ein französisches Kindermädchen für sie. Im Alter von 9 Jahren zog Tatjanas Vater mit ihr wieder nach Moskau, in der Hoffnung, dass der Kommunismus endlich Gleichberechtigung bringen würde. Tatjana verliebt sich und heiratet einen jungen Russen - bald darauf wird ihr Glück durch eine kleine Tochter erweitert.

Arbeit findet Tanja in Außenministerium, wo sie Dokumente übersetzt und abtippt.. Als ihr Mann in Kriegsgefangenschaft gerät, beginnt Tanja um ihr Leben zu zittern, denn Kriegsgefangenschaft war gleichbedeutend mit Deserteur und bedeutete Gefangenenlager oder Tod für die ganze Familie.

Trotz des ernsten Themas, ist der Roman sehr leicht zu lesen. Tanja erzählt ihrem Nachbarn jeden Tag ein Stückchen mehr vom Leben in Russland unter Stalin. Zwischendurch wird immer wieder aus Originaldokumenten - vor allem Korrespondenz mit dem Internationalen Roten Kreuz - zitiert.

Einige Stellen /Zitate haben mir besonders gut gefallen:

"Das Glück hat immer eine Vergangenheit, und jeder Kummer hat eine Zukunft"

"Sei tapfer, Tata, aber nicht dumm. Leg den Kopf nicht aufs Schafott. Sei schlau, aber nicht zu stolz zum Nachgeben. Das ist Weisheit! Sag lieber ja, und lauf weg. Versuche nicht, einem Menschen mit einem Messer zu beweisen, wie mutig du bist" - Rat von Tanjas Vater an seine Tochter

"Erkläre einem Idioten nicht, dass er ein Idiot ist, du erzählst einem Baum auch nicht, dass er aus Holz ist"

"Aber jetzt, wo in meinem Leben alles vorbei ist.... jetzt denkt sich Gott, dieser von mir erdachte Gott, für mich Alzheimer aus, weil er Angst hat. Er hat Angst, mir in die Augen zu schauen! Er will, dass ich alles vergesse. ....Alzheimer ist die stärkste Bestätigung, dass er mich fürchtet"

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Ein bisschen schräg aber trotzdem ein Krimi

Hawelka & Schierhuber spielen das Lied vom Tod
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Typischer Wiener Humor - teilweise ziemlich schräg und sicher nicht immer politisch korrekt - man muss ihn mögen und damit umgehen können, um das Buch zu lesen. Eigentlich habe ich mir nach den ersten ...

Typischer Wiener Humor - teilweise ziemlich schräg und sicher nicht immer politisch korrekt - man muss ihn mögen und damit umgehen können, um das Buch zu lesen. Eigentlich habe ich mir nach den ersten Seiten nicht viel Krimigefühl erwartet, war dann aber angenehm überrascht. Unter dem humorvollen Mantel steckt ein Kriminalroman mit einer durchaus schlüssigen Handlung.

Die Charaktere der beiden ermittelnden Beamten kann ich noch nicht so richtig auseinander halten und ich weiß auch noch nicht, wie ich diese einschätzen soll, aber Henk und Frau Berlakovic (besonders letztere) sind mir schon ans Herz gewachsen.



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