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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2024

Langweilig

Kluftinger (Kluftinger-Krimis 10)
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Dieser zehnte Teil der Kluftinger Reihe, der Jubiläumsband, ist mir quasi zugefallen. Ich habe zuvor noch kein Buch des Allgäu Kommissars gelesen und werde sicher auch nicht wieder dazu greifen.

Ich wollte ...

Dieser zehnte Teil der Kluftinger Reihe, der Jubiläumsband, ist mir quasi zugefallen. Ich habe zuvor noch kein Buch des Allgäu Kommissars gelesen und werde sicher auch nicht wieder dazu greifen.

Ich wollte zu gerne mal herausfinden, was den Charme dieser Reihe ausmacht. Schließlich gibt es eine große Fangemeinde.



Aber sorry Leute, es war nicht meins. Dieser einfältige Kommissar mit dem ausgeprägten Hang zum Fluchen, der nur selten etwas schnallt, konnte mich nicht begeistern, trotz „lustigem Dialekt“. Leider war mir der Humor viel zu platt.

Den Kriminalfall, bei dem der Kommissar selbst bedroht wird, war zu keiner Zeit spannend, und am Ende bleibt noch Vieles für eine Fortsetzung offen. (Ehrlich gesagt hasse ich das!)



Den Fans wünsche ich weiterhin viel Freude mit diesem Regionalkrimi. Die Nerven werden auf jeden Fall geschont, so vorhersehbar ist der Fall, und Kluftinger bekommt ein Enkelkind, und er stellt fest, dass er mit Hunden klarkommt, sogar dem Hund des Doktors, der nach dem Philosophen Wittgenstein nicht nach dem gleichnamigen Metzger benannt wurde. Sehr viele Belanglosigkeiten bekommen sehr viel Raum. Querlesen geht wunderbar.



Für mich war’s nix, keine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Moralische Dissonanzen - Was ist denn hier passiert?

As Good as Dead
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Nachdem mich die ersten beiden Bände dieser Reihe wirklich begeistern konnten, finde ich den Abschlussband leider furchtbar.

Im letzten Band scheint der moralische Kompass der Hauptfigur Pip Fitz Amobi ...

Nachdem mich die ersten beiden Bände dieser Reihe wirklich begeistern konnten, finde ich den Abschlussband leider furchtbar.

Im letzten Band scheint der moralische Kompass der Hauptfigur Pip Fitz Amobi nicht mehr zu funktionieren. Ich finde egal wie ungerecht das Leben mit einem umspringt und wie wenig gute Erfahrungen man mit der Polizeiarbeit gemacht hat, sollte man das Recht nicht selber in die Hand nehmen. Ich erkenne die Hauptfigur ab Mitte des Buches gar nicht wieder und kann diesen krassen Twist in einem Jugendbuch nicht gutheißen.


Ich möchte nicht spoilern und verrate hier nichts Näheres. Fakt ist, dass Pip eine sehr fragwürdige Entscheidung trifft, die ihr weiteres Leben und das ihrer Freunde und Familie für immer verändert. In einer bedrohlichen Situation versucht sie nicht einmal ihre Familie oder die Polizei mit ins Boot zu holen, da man ihr zuvor auch schon nicht geglaubt hat. Schade, ich finde diese Geschichte nicht nur traurig. Sie vermittelt der Zielgruppe auch eine falsche Message..


So gern ich die ersten beiden Bücher dieser Reihe auch mochte, dieser Teil läßt mich nicht nur enttäuscht sondern fassungslos zurück.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Herzensmenschen

Bleib, solang du willst
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Was für ein tolles Buch! Dieses Buch mochte ich so so gerne und bin durch die Seiten hindurchgeflogen.



Es geht um die beiden Schwestern Martha und Charlotte. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich. ...

Was für ein tolles Buch! Dieses Buch mochte ich so so gerne und bin durch die Seiten hindurchgeflogen.



Es geht um die beiden Schwestern Martha und Charlotte. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich. Während Martha ein bisschen chaotisch ist, Dinge spontan aus dem Bauch heraus beschließt und umsetzt und ihr Leben oft so gar nicht im Griff zu haben scheint, ist ihre ältere Schwester Charlotte viel strukturierter. Bei ihr müssen Entscheidungen grundsätzlich wohl überlegt sein.

Charlotte ist eine kinderlose Karrierefrau, verdient gutes Geld und pflegt einen gewissen Lifestyle. Ihre kleine Schwester ist seit kurzem Mutter des zuckersüßen Emil, frisch getrennt vom treulosen Ehemann, ohne Geld und ohne Job in einer regelrechten Lebenskrise.

Martha wendet sich etwas beschämt an Charlotte, die sie bei sich aufnimmt mit den Worten : „Bleib solang Du willst.“ Schon für diesen Satz mochte ich sie sofort.



Natürlich gibt es Konflikte zwischen diesen so unterschiedlichen Schwestern. Martha ist Jazzsängerin und hat ihre Leidenschaft aufgrund ihrer Mutterschaft erst einmal aufgegeben. Sie will aber auch nicht ewig bei Charlotte wohnen, ohne irgendwie einen Beitrag zum jetzt gemeinsamen Haushalt zu leisten. Doch wie soll das gehen mit einem Baby?

Ich fand es toll, wie es trotz einiger Streitereien immer wieder Verständnis für den anderen und letztendlich auch Lösungen gab. So sollte eine Geschwisterbeziehung sein, ein Herzensmensch, der einen auffängt und bedingungslos liebt.

Gegen Ende gibt es noch einen überraschenden Twist, der für mich wie ein Schlag in den Magen war und mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte.

Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und angenehm. Ich mochte auch die abwechselnden Erzählstimmen von Martha und Charlotte, die mich ihren unterschiedlichen Charakteren sehr nahe brachte.

Ich kann diesen wirklich Herz erwärmenden Roman von Ilinca Florian jedem wärmstens empfehlen, der gerne Geschichten von starken Frauen liest und Freude an einem tollen Schwesternbuch hat.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Packender Politthriller

Höllenfeuer
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Peter Grandl läßt in diesem Thriller Alpträume wahr werden. Mich hat es beim Lesen wirklich gegruselt, weil man sich vorstellen kann, dass das Geschilderte leider genauso passieren könnte.

Immer wieder ...

Peter Grandl läßt in diesem Thriller Alpträume wahr werden. Mich hat es beim Lesen wirklich gegruselt, weil man sich vorstellen kann, dass das Geschilderte leider genauso passieren könnte.

Immer wieder webt der Autor reale Ereignisse in seine Geschichte mit ein, was sie noch wirklichkeitsnäher erscheinen lässt.


Direkt zu Beginn gibt es einen terroristischen Anschlag auf eine Münchener U-Bahn, eine verheerende Tat, die aber erst der Anfang einer IS Terrrorzelle ist, die Tod und Verderben zu den „Ungläubigen“ bringen will.

Es geht in dem Buch ganz viel um Religion und Glauben, insbesondere wie der Glaube zu manipulativen Zwecken instrumentalisiert wird.

Der Prozess der Radikalisierung von Menschen wird sehr gut beschrieben und natürlich auch wie Terroristen unser Rechtssystem bestens kennen und nutzen.

Der Thriller „Höllenfeuer“ entwickelt von der ersten Seite an einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann und ist unglaublich spannend. Ständig bahnt sich eine neue Katastrophe an. Manches sieht man kommen, aber es gibt auch viele überraschende Twists.

Das Personal in diesem Thriller ist umfangreich. Wer den Überblick verliert, findet auf den letzten Seiten aber eine Auflistung zur besseren Einordnung.


Peter Grandl garantiert spannenden Lesegenuss und wer einen richtig packenden Thriller sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Eine krasse Geschichte

Trophäe
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Der Name des Protagonisten sagt schon alles. Er heißt Hunter White und ist genau das, ein weißer reicher Mann (Amerikaner) der zum Jagen nach Afrika fliegt. Im Gepäck hat er neben seinem Doppelkalibergewehr ...

Der Name des Protagonisten sagt schon alles. Er heißt Hunter White und ist genau das, ein weißer reicher Mann (Amerikaner) der zum Jagen nach Afrika fliegt. Im Gepäck hat er neben seinem Doppelkalibergewehr noch seine Jagdlizenz, für die er eine sechsstellige Summe hingeblättert hat und die ihn berechtigt ein Spitzhornnashorn zu schiessen. Er tötet, um Trophäen mit nach Hause zu nehmen. Das Nashorn ist das letzte Tier der sogenannten Big Five und würde seine Sammlung vervollständigen.



Hunter‘s Jagd ist perfekt organisiert. Er hat vor Ort einen Mann ( van Heeren), der alles arrangiert, Fahrer, einheimische Fährtenlesen, Proviant.

Doch es kommt nicht zum erfolgreichen Abschuss, da Wilderer ihm zuvorkommen und „sein Nashorn“ widerrechtlich anschiessen, was schlimmer ist, als es sauber zu erschiessen, da das Tier noch leiden muss.

Hunter fühlt sich betrogen. Dann wird er von Van Heeren gefragt, ob er schon mal von den Big Six gehört hat …..! Menschenjagd, echt jetzt?!

Wie erwartet, kehrt Hunter seine moralischen Bedenken schnell unter den Teppich und lässt sich überzeugen mit der Jagd auf einen Jungen des Dorfes noch etwas Gutes zu tun. Das Geld, dass er zahlt, sichert Zukunft und Wohlstand der Dorfgemeinschaft und somit ihr Überleben. So kann man sich Mord auch schönreden.

Das Buch fordert und empört und was der Autorin wirklich toll gelungen ist, ist dass sie ihre Leser dazu verführt zwischendurch wie Hunter zu denken und seine Rechtfertigungen zu glauben und auch nachvollziehen zu können. Das muß ein Buch erst mal schaffen und dafür alleine finde ich es schon großartig.

Die Autorin schildert sehr authentisch die Lebensrealitäten in Afrika. Das Land selbst, in welchem der Roman spielt wird nicht genannt, weil es auch Hunter eigentlich nicht interessiert.

Die wunderschöne aber auch unerbittliche Natur wird sehr bildhaft dargestellt. Es gibt grausame Szenen, die man aushalten muss aber Bauchschmerzen bekommt man vor allem von den moralischen Abgründen, die sich vor einem auftun.



Große Empfehlung und Highlight

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