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Veröffentlicht am 13.05.2025

What the River knows - Meine klare Empfehlung!

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Buenos Aires im Jahr 1884. Ein Unheil verkündender Brief aus Ägypten. Die 19 jährige Inez, die ihre Eltern auf deren Reisen nach Ägypten nicht begleiten durfte, erhält von ihrem Onkel Ricardo die Nachricht ...

Buenos Aires im Jahr 1884. Ein Unheil verkündender Brief aus Ägypten. Die 19 jährige Inez, die ihre Eltern auf deren Reisen nach Ägypten nicht begleiten durfte, erhält von ihrem Onkel Ricardo die Nachricht vom Tod ihrer Eltern. Kurzerhand beschließt sie auf eigene Faust nach Ägypten zu reisen, um mehr über das mysteriöse Verschwinden ihrer Eltern herauszufinden. Für Inez der Beginn eines spannenden Abenteuers voller Herausforderungen. Nicht nur, dass Inez im Land der Pharaonen nicht erwünscht ist, so ist sie plötzlich auch unerwarteten Gefahren ausgesetzt und mit einer aufflammenden alten Magie konfrontiert, die ihr zeitweise geradezu den Atem raubt. Ihr Ziel jedoch verliert sie dabei nie aus den Augen - sie muss herausfinden was genau mit ihren Eltern geschehen ist und was es mit ihrem Tod auf sich hat. Dazu jedoch, gilt es zunächst das Geheimnis um ihren kuriosen, vielleicht sogar gefährlichen, Onkel Ricardo zu lüften und natürlich das Rätsel um seinen überaus gutaussehenden und charismatischen Gehilfen Whit zu lösen.

Hätte mich nicht schon die interessante, im historischen Ägypten spielende Story zum Kauf des Buches „What the River knows - Geheimnisse des Nil“ von Isabel Ibañez bewogen, so hätte das wunderschöne, hochwertig mattschwarz-gummierte Cover samt Farbschnitt sein Übriges getan.
Gleich auf den ersten Seiten habe ich die Chronik Ägyptens inkl. Zeichnung positiv zur Kenntnis genommen, erst einmal studiert und gegoogelt - man möchte ja schließlich vorbereitet sein auf das was da kommt Allerdings muss ich zugeben, dass ich wegen der spanischen Elemente im Text (Begriffe, Kapitel-Überschriften etc.), dann doch erst einmal etwas skeptisch war. Auch konnte ich mich zu Anfang nicht recht entscheiden, ob ich Inez und das Ganze drum herum nun mochte oder nicht. Doch dann ging alles ganz schnell. Plötzlich war ich mittendrin. Die wundervolle Schreibweise von Isabel Ibañez hat mich einfach überrumpelt, gecatcht und in ihren Bann gezogen. Sowohl Text, als auch Dialoge sind nicht nur sehr angenehm und flüssig zu lesen, sondern machen einfach Freude, weil sie so erfrischend und lebendig sind. Ebenso die stimmungsvollen und bildgewaltigen Beschreibungen der Schauplätze und natürlich der außergewöhnlichen Charaktere, von denen man nie weiß, was man denn nun eigentlich von ihnen halten soll. Nahm ich also fortan das Buch zur Hand, so fühlte, zitterte und ärgerte ich mich mit Inez und konnte mir das historische Ägypten nicht nur lebendig vorstellen, sondern sogar riechen!
Und dann das Ende. Was soll ich sagen, ich MUSS einfach wissen wie es weitergeht, daher wurde die Fortsetzung, zeitgleich mit der Beendigung der letzten Seite sofort vorbestellt

Alles in Allem eine wundervoll geschriebene, spannende und mitreißende Geschichte mit einer starken Hauptprotagonistin. Sowohl die Figuren, als auch die Schauplätze sind einzigartig und von der Autorin ebenso beschrieben. Von unerwarteten Wendungen bis hin zu einer zarten Liebesgeschichte, die mich sehr unterhalten und gerührt hat, ist alles mit dabei und sorgt durchweg für Spannung und Lesespaß. Für mich nicht nur lesenswert, sondern ein absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Zwiegespaltenes Wiedersehen

Captain Future
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In der Neuauflage der 80er Jahre Kult-Anime-Serie von Autor Sylvain Runberg und Zeichner Alexis Tallone wird Captain Future auf eine Mission zum Planeten Megara geschickt. Auf Megara herrscht eine mysteriöse ...

In der Neuauflage der 80er Jahre Kult-Anime-Serie von Autor Sylvain Runberg und Zeichner Alexis Tallone wird Captain Future auf eine Mission zum Planeten Megara geschickt. Auf Megara herrscht eine mysteriöse Epidemie, ein Virus, welches scheinbar willkürlich alle Lebensformen befällt und zu wilden Monstern mutieren lässt. Hier soll Captain Future, von der Regierung beauftragt, sowohl den Ursprung der Krankheit ausfindig machen, als auch für Frieden und Ordnung sorgen. Mit dabei natürlich die altbekannte Crew bestehend aus Grag dem Roboter, dem Androiden Otto und natürlich Professor Simon Wright, dem fliegenden Gehirn. Auch Joan wird mit auf die Mission geschickt, wovon der Captain jedoch nicht begeistert ist. Und kaum auf Megara angekommen, beginnt auch schon ein spannender Wettlauf mit der Zeit…

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich weder ein großer Fan von Mangas, noch von Comics bin. Captain Future bildet da doch eher eine Ausnahme, da er ohne jeden Zweifel das fernsehtechnische Highlight meiner Kindheit war. Keine Frage also, dass ich an dem schönen Cover in der Buchhandlung nicht vorbeikam.

Auch wenn ich zunächst etwas enttäuscht darüber war, dass manche Charaktere zeichnerisch sehr stark vom Original abweichen, so muss ich doch sagen, dass die Zeichnungen trotz allem sehr eindrucksvoll und die Farben toll gewählt sind. Vermutlich muss ich mich einfach mit dem Gedanken anfreunden, dass nicht nur ich „erwachsener“ geworden bin. Womit ich mich jedoch nicht recht anfreunden kann ist die Neuinterpretation der Charaktere, laut denen mir Joan mir wie eine Zicke vorkommt und Captain Future irgendwie auch nicht mehr der Alte ist. Nichts desto trotz ist die Geschichte spannend und mitreißend und eine Reise in die Vergangenheit wert.

Fazit: Hat man die Enttäuschung über die Abweichungen erst einmal überwunden, so hat man sich doch in die Kindheit zurückversetzt gefühlt das Lesen und Mitfiebern hat Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Wie Katzen den Blick auf das Leben verändern

Die Magnolienkatzen
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In der Ich-Perspektive erzählt Noriko Morishita in „Die Magnolienkatzen sehr berührend von ihrem Zusammenleben mit Katzen und wie diese, nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren Blick auf das Leben verändert ...

In der Ich-Perspektive erzählt Noriko Morishita in „Die Magnolienkatzen sehr berührend von ihrem Zusammenleben mit Katzen und wie diese, nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren Blick auf das Leben verändert haben. Noriko lebt bei ihrer Mutter als sie, unter der einst von ihrem bereits verstorbenem Vater gepflanzten Magnolie, eine Katzenmutter mit fünf Kitten findet. Weder Mutter noch Tochter wollen sich zunächst ihrer annehmen. Doch schließlich kommt alles Anders und mit den Katzen wieder Liebe, Hoffnung, Leben und Besuch ins Haus.

Das Buch war ein Geschenk und ich muss ehrlich gestehen, dass ich es mir weder von der Optik, noch vom Inhalt her selbst gekauft hätte. Wie Noriko, würde ich mich als absoluten Hundemensch bezeichnen, d.h. Katzen sind eigentlich so gar nicht mein Thema, weshalb mir die eine oder andere Szene und Katzengeschichte auch echt „to much“ war. Anstelle der teilweise langweiligen, dafür aber um so ausführlicheren Katzen-Alltags-Beschreibungen, hätten mich mehr Einzelheiten zu Noriko interessiert und auch eine Erklärung, ob es sich um einen autobiografischen Roman handelt. Im Großen und Ganzen, sowie im übertragenen Sinne, hat es jedoch keine Rolle gespielt, ob nun Hund oder Katz, denn worum es eigentlich geht sind Tierseelen. Tierseelen die unser Leben begleiten, es bereichern, ja sogar zum besseren wenden und nachhaltig Spuren hinterlassen. Es geht um liebevolle Fürsorge, Freude an den kleinen Dingen, um unerwartete Glücksmomente und Zufriedenheit im Hier und Jetzt. In dem Zusammenhang haben mir die immer wieder auftauchenden Weisheiten des Buches auch sehr gut gefallen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gelungen fand ich auch die sehr anschauliche Darstellungsweise, wie sich Norikos Blick auf das Leben nach und nach geändert hat.

Fazit: Eine rührende Geschichte - einfühlsam, poetisch und ehrlich erzählt. Und doch kann sie mich nicht zur Gänze überzeugen, da sich für meinen Geschmack alles doch ein wenig zu detailliert und ausschließlich um den Alltag mit den Katzen dreht, was teilweise in echt langatmigen „Tätigkeitsbeschreibungen“ ausartet.

Als Geschenkbuch für Katzenliebhaber aber sicherlich ein absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Schaffen wir es innezuhalten?

Das Parlament der Natur
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Durch unseren überheblichen, nicht nachhaltigen Umgang mit der Natur stoßen wir mittlerweile hart an unsere Grenzen. „Die hemmungslose Ausbeutung der Natur und der Menschen ist eine Sackgasse“. Und doch ...

Durch unseren überheblichen, nicht nachhaltigen Umgang mit der Natur stoßen wir mittlerweile hart an unsere Grenzen. „Die hemmungslose Ausbeutung der Natur und der Menschen ist eine Sackgasse“. Und doch wird weiterhin ignoriert, was eigentlich längst jeder weiß - die von uns geplünderten Ressourcen der Natur sind endlich! In dem Buch ”Das Parlament der Natur” beschäftigen sich nun Sarah Darwin (Ururenkelin von Charles Darwin), sowie ihr Ehemann Johannes Vogel (Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums), in einem ungezwungenen Gespräch, mit Journalist Boris Herrmann von der Süddeutschen Zeitung, mit diesem und vielen anderen, wichtigen Themen. In Form eines Interviews gehen die Experten, für jedermann verständlich, wichtigen Fragen in Sachen Natur, Umweltschutz und Politik nach und erklären unter anderem, warum sie Naturkundemuseen als Schlüssel zur Rettung der Menschheit sehen.

Laut Boris Herrmann soll das Buch als „eine Einladung zu einer Entdeckungsreise in verborgene Welten der Vergangenheit“ verstanden werden und genau das habe ich getan. Ich habe mich auf diese Reise eingelassen und so unglaublich viel gelernt! Nun verstehe ich, warum uns Exponate aus einem Museum dabei helfen Vorhersagen zu treffen und auch Entwicklungen zu beschreiben. Auch finde ich die Aussage, dass Naturkundemuseen ein Schlüssel zur Rettung der Menschheit seien und ein Ort der politischen Debatte um die Zukunft der Erde sein sollten, nicht mehr so abwegig.

Da das Buch, mit seinem Interview-Stil, eher an ein lockeres Gespräch unter Freunden - von denen eben nicht jeder ein Experte in Sachen Naturwissenschaften ist - erinnert, sind die Inhalte einfach zu verstehen und auch nachzuvollziehen. Dabei sind die Drei auch noch wahnsinnig sympathisch und natürlich in ihrer Art. Auch die besprochenen Themen sind dadurch unheimlich vielseitig und breit gefächert. Wie sagt man so schön… man kommt von von Höcksken auf Stöksken. Auf sehr ungezwungene und unkonventionelle Art, schafft dieses Buch es wirklich komplexe Themen rund um Natur, Umweltschutz und Politik anschaulich darzulegen und begreiflich zu machen.

Doch nicht nur inhaltlich komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, denn auch die Optik ist wunderschön. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher, das Buch insgesamt sehr hochwertig verarbeitet und konzipiert. Das gesamte Layout ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die dezenten Illustrationen und die vielen, aussagekräftigen Fotos, von denen ich teilweise meinen Blick gar nicht mehr abwenden konnte, bereiten beim lesen noch zusätzliche Freude und werten das Buch insgesamt auch nochmal auf. Davon abgesehen, ist es mir nun ein dringendes Anliegen dem Berliner Naturkundemuseum schnellstmöglich einen Besuch abzustatten

Fazit: Innen wie Außen ein absolut hochwertiges und interessantes Buch, in dem schlussendlich eine sehr wichtige Botschaft vermittelt wird, nämlich dass unser höchstes Bestreben darin liegen sollte, „das zu schützen was wir noch haben und wiederherstellen, was schon zerstört wurde“. Ich hoffe, dass diese Botschaft viele Menschen erreicht und an den richtigen Stellen ankommt. Ich jedenfalls spreche meine absolute Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Wenn Spannung ohne Action auskommt

Der Gott des Waldes
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Liz Moore nimmt uns in ihrem Buch „Der Gott des Waldes“ mit ins Jahr 1975. Es ist August. In einem Sommercamp, inmitten der nordamerikanischen Adirondack Mountains, verschwindet die 13-jährige Barbara. ...

Liz Moore nimmt uns in ihrem Buch „Der Gott des Waldes“ mit ins Jahr 1975. Es ist August. In einem Sommercamp, inmitten der nordamerikanischen Adirondack Mountains, verschwindet die 13-jährige Barbara. Es beginnt eine großangelegte, verzweifelte Suche nach dem vermissten Mädchen, die das Leben einiger Menschen für immer verändern wird. Barbara ist nicht irgendein Mädchen und Barbara ist auch nicht das erste Kind der wohlhabenden Familie van Laar, das hier verschwindet - bereits 14 Jahre zuvor galt eine ebenso große Suchaktion ihrem, unter mysteriösen Umständen verschwundenen, Bruder Bear, der bis heute nicht wieder aufgetaucht ist.

Die Geschichte ist nicht einfach nur spannend, sondern ebenso tiefgründig und gesellschaftskritisch, da sie nicht nur die damaligen Unterschiede zwischen Mann und Frau aufzeigt, sondern auch vom amerikanischen Geldadel erzählt und den Unterschieden, sowie Ungerechtigkeiten zwischen arm und reich. Dabei sind die unterschiedlichen Charaktere, angefangen bei Judyta, einer der ersten weiblichen Kriminalbeamtinnen des Staates, über Alice, Barbaras und Bears Mutter, bis hin zu Louise, der jungen Campbetreuerin aus schwierigen Verhältnissen, unglaublich gut und greifbar ausgearbeitet und beschrieben. Auch die Beschreibung des Settings ist unglaublich fesselnd, ich konnte die dichten Wälder geradezu riechen und habe mich mit jeder Seite mehr in die Adirondack Mountains geschlagen, war von Anfang an mittendrin und motiviert nebenher erstmal ausgiebig zu googeln. Jetzt weiß ich sogar wie ein Adirondack-Stuhl ausschaut!

Neben den vielen Wendungen - ich habe im Verlauf des Buches vermutlich jeden irgendwann einmal verdächtigt - hat mir jedoch der „gestückelte“ Schreibstil und die Aufteilung der einzelnen Kapitel ganz besonders gut gefallen. Das „Hier und Jetzt“ im Jahr 1975, das sich über die Monate Juni bis August erstreckt, wird immer wieder von Rückblicken in die 1950er Jahre, sowie in das Jahr 1961 und 1963 unterbrochen. Obendrein kommt es zu ständigen Perspektivwechseln, so dass die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Was lesetechnisch kompliziert klingt, wird von der Autorin jedoch praktisch und überschaubar mit einer Art Zeitleiste unter den einzelnen Kapitel-Überschriften gelöst, so dass man wirklich nie den Überblick verliert und den Zusammenhängen problemlos folgen kann. Diese Art der Schreibweise erzeugt eine gute Portion zusätzliche Spannung. Von den zweierlei offenen und quälenden Fragen - was ist mit Bear passiert und wo ist Barbara - einmal abgesehen, möchte man durch den Schreibstil einfach unentwegt wissen, wie es denn nun an der einen Stelle, mit der jeweiligen Person weitergeht. Bei mir hat es jedenfalls den „nur noch ein weiteres Kapitel“ Suchtfaktor ausgelöst.

Fazit: Obwohl die Geschichte ohne actionreiche Handlungen und blutrünstige Szenen auskommt, ist sie einfach unsagbar spannend und hat es immer wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Das Buch ist ein absolut atmosphärisches Highlight mit gelungenen Wendungen und überraschendem Ende. Was will man mehr - für mich eine klare Leseempfehlung!

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