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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2025

Herzerwärmende Wohlfühlgeschichte

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Um Tillys Herz nach seinem Tod zu heilen, hat ihr mittlerweile verstorbener Mann Joe ihr in der kleinen Buchhandlung Book Lane ein letztes Geburtstagsgeschenk hinterlegt - ein Jahr lang erhält sie dort ...

Um Tillys Herz nach seinem Tod zu heilen, hat ihr mittlerweile verstorbener Mann Joe ihr in der kleinen Buchhandlung Book Lane ein letztes Geburtstagsgeschenk hinterlegt - ein Jahr lang erhält sie dort von nun an jeden Monat ein Buch. Zuerst unwillig und geschockt, erhält sie dort jedoch nicht nur das richtige Buch, zur richtigen Zeit, sondern auch neue Freunde und ihren Lebensmut zurück. Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page ist eine wundervolle Hommage an die Kraft von Büchern, das Leben und die Liebe.

Besonders die liebevoll ausgearbeiteten, authentischen Charaktere sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen, so dass ich es auch als nicht schlimm empfand, dass mir eigentlich recht schnell klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Das Buch liest sich jedenfalls leicht, flüssig und versprüht jede Menge - wenn vielleicht auch manchmal etwas sentimental-kitschige - Herzenswärme und stimmungsvolle Wohlfühlmomente. Obendrein vermittelt es neben der Lese-, auch inspirierende Abenteuerlust, schenkt Hoffnung und tolle monatliche Lesetipps von Januar bis Dezember.

Fazit: Gerade zu dieser Jahreszeit ein wunderschönes, stimmungsvolles Buch, das mir gute Laune, kuschelige Lesemomente und sehr viel Freude bereitet hat.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Auf dieses Buch hat der Tierschutzhund gewartet!

Tierschutzhund Lieblingshund
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Viele Menschen sind verunsichert, wenn es darum geht vielleicht zum ersten Mal einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Ein solcher Schritt will gut überlegt sein und so ergeben sich viele Fragen. ...

Viele Menschen sind verunsichert, wenn es darum geht vielleicht zum ersten Mal einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Ein solcher Schritt will gut überlegt sein und so ergeben sich viele Fragen. Ursula Löckenhoff und Simone Sombecki haben nun mit „Tierschutzhund Lieblingshund“ ein umfangreiches Werk geschaffen, das nicht nur von A-Z alle anfallenden Fragen beantwortet, sondern auch Einblicke in die Tierschutzarbeit gewährt.

Da ich nicht nur glückliche Besitzerin zweier Tierschutzhunde bin, sondern selbst viele Jahre im Auslandstierschutz tätig war und u.a. auch einen Verein geleitet habe, hat mich das Buch natürlich brennend interessiert. Und was soll ich sagen, ich bin wirklich hellauf begeistert von der Vollständigkeit dieses Buches. Genau die Fragen, die in diesem Buch umfassend, zum Thema Adoptionsprozess, zu Krankheiten, zur Eingewöhnung & Co., beantwortet werden, wurden mir jahrelang gestellt. Zu dieser Zeit, als die Vorbehalte Tierschutz- und besonders Auslandshunden gegenüber noch sehr viel größer waren, hätte ich mir genau dieses Buch gewünscht! Denn es werden nicht nur immer wieder auftauchende Fragen vollkommen ehrlich beantwortet, sondern auch Einblicke in den gesamten Vermittlungsprozess gegeben und Tierschutzarbeit damit für Interessenten transparenter, was wiederum Vertrauen schafft. Toll finde ich auch, dass sowohl auf die verschiedenen Lebensphasen und Hundearten, als auch auf die Frage der Resozialisierung eingegangen wird und es für alle Eventualitäten und Lebenslagen reichlich Tipps gibt.

Fazit: Für jeden Interessenten ein unverzichtbares Buch, das wirklich über alle Bereiche informiert, ehrlich aufklärt und dabei nichts beschönigt. Auf genau dieses Buch hat der Tierschutzhund gewartet - ich bin begeistert!

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Wertvoller Ratgeber zum Bändigen des Stresshormons

Der Cortisol-Code
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Ein gestörter Cortisolhaushalt kann nicht nur eine ganze Reihe unklarer Symptome auslösen, sondern kann sich auf lange Sicht auch negativ auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Neben unerklärlichen ...

Ein gestörter Cortisolhaushalt kann nicht nur eine ganze Reihe unklarer Symptome auslösen, sondern kann sich auf lange Sicht auch negativ auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Neben unerklärlichen Erschöpfungszuständen, leiden wir unter Schlafstörungen oder entwickeln sogar einen Diabetes mellitus. Doch was genau hat es mit dem sogenannten Stresshormon auf sich? Wodurch gerät Cortisol außer Kontrolle? Und wie lässt sich ein gesundes Gleichgewicht wieder herstellen? Damit beschäftigt sich der Cortisol-Code von Svea Golinske und Dr. med. Peter Heilmeyer, geht diesen und anderen Fragen nach und stellt zudem noch ein 30tägiges, alltagstaugliches Reset-Programm vor.

Für mich war das Buch gleichermaßen informativ, wie spannend und hilfreich. Sowohl das biochemische bzw. medizinische Hintergrundwissen, als auch die einzelnen Auswirkungen, die regulierenden Maßnahmen, Möglichkeiten und Anleitungen werden leicht verständlich dargelegt und sind somit auch für Laien und Nicht-Mediziner absolut nachvollziehbar. Super interessant fand ich z.B. auch den Exkurs in Sachen Insulin und Diabetes. Hier waren mir bislang weder die Entstehung, noch der Zusammenhang klar und bewusst. Ebenso wie mir bis zu diesem Buch nicht klar war, wie individuell die Cortisol-Problematik doch bei jedem einzelnen Menschen ist und dass da ein persönlicher Cortisol-Code, der sich wie ein Puzzle zusammensetzt echt Sinn macht. Nicht zuletzt ist es, dank der vorgestellten Fallbeispiele und Selbsttests, wirklich kein Problem sich diesen für sich selbst zu erschließen und Maßnahmen wie z.B. Ernährungsumstellung, Achtsamkeitstraining oder Sport für die Wiederherstellung der Cortisol-Balance vorzunehmen.

Fazit: Ein aufschlussreiches und überaus hilfreiches Buch, sowohl zur Vorbeugung, als auch zur Rehabilitation. Mit dem 30-Tage-Cortisol-Reset werde ich definitiv ins neue Jahr starten!

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Die Farben des Schnees

Drei Tage im Schnee
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Passend zum Jahreswechsel und den grauen, kalten Monaten bringt Ina Bhatter mit ihrem poetischen Selbstfindungsroman „Drei Tage im Schnee“ Licht in die Dunkelheit und erzählt die berührende Geschichte ...

Passend zum Jahreswechsel und den grauen, kalten Monaten bringt Ina Bhatter mit ihrem poetischen Selbstfindungsroman „Drei Tage im Schnee“ Licht in die Dunkelheit und erzählt die berührende Geschichte von Hannah. Nachdem sich im Leben der Mittdreißigerin immer mehr Unzufriedenheit breit macht, mietet sie sich für drei Tage in eine kleine, an einem See gelegene, Hütte auf dem Land ein, um dort dem geschäftigen Großstadtleben zu entfliehen. Inmitten der idyllischen, schneebedeckten Landschaft lernt Hannah die kleine Sophie kennen und mit ihr, einen Weg zurück zu sich selbst zu finden.

Da ich einfach mal so richtig faul sein wollte, habe ich zu der wunderschön eingesprochenen Hörbuchversion von „Drei Tage im Schnee“ gegriffen, völlig die Zeit vergessen und das Buch in einem Rutsch durchgehört. Bei vielen Selbstfindungsromanen habe ich Eindruck, das mit Macht eine Botschaft verkündet werden soll und sie dadurch irgendwie erzwungen wirken. Das war bei diesem Buch überraschenderweise überhaupt nicht der Fall. Während die Autorin eine wirklich stimmungsvolle, berührende Geschichte erzählt, erinnert sie den Leser nicht nur daran was im Leben wirklich zählt, sondern auch daran, wie wichtig Ruhephasen und eigene Auszeiten sind. Zudem konnte ich mich in den Erinnerungen, an die Träume und Wünsche der kindlichen Hannah, die im Laufe des Lebens in Vergessenheit geraten sind, absolut wiederfinden und in ihnen Inspiration finden. Und die Motivation manche Dinge in Zukunft wieder mit anderen Augen zu betrachten.

Fazit: Ein wirklich schönes und stimmungsvolles, kluges Buch zum runterkommen, erinnern, nachdenken.. und einfach zum Wohlfühlen!

Ein Buch, das ich sicherlich auch dieses Jahr noch, an Menschen die mir wichtig sind, zu Weihnachten verschenken werde.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Die unbekannte Seite der Medea

Medea
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Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen ...

Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt.

Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend.

Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall.

Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!

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