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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2025

Grandioser, spannender & wendungsreicher Thriller!

Seventeen Years Later
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Siebzehn Jahre zuvor wurde Familie Primrose grausam in ihrem Haus ermordet. Für die Tat verurteilt wurde Bill Kareama, der ehemalige, maorische Privatkoch der Familie. Heute, siebzehn Jahre später, möchte ...

Siebzehn Jahre zuvor wurde Familie Primrose grausam in ihrem Haus ermordet. Für die Tat verurteilt wurde Bill Kareama, der ehemalige, maorische Privatkoch der Familie. Heute, siebzehn Jahre später, möchte True Crime Podcasterin Sloane Abbot den Fall neu aufrollen und begibt sich mit TK, dem ehemaligen Gefängnispsychologen Kareamas - der die Tat bis heute bestreitet - auf eine gefährliche Suche nach neuen Hinweisen.

Selten hat mich ein Autor, fast ein gesamtes Buch lang, immer wieder auf falsche Fährten schicken können und mich permanent falsche Schlussfolgerungen ziehen lassen, so wie es der neuseeländische Thriller-Autor J.P. Pomare in „Seventeen years later“ zustande gebracht hat. Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht neben der Spannung, Rätselraten und eine gewisse Verunsicherung. Hinzu kommen die vielschichtig geschaffenen Protagonisten, die alle auf ihre Art sympathisch sind, authentisch und sehr überzeugend rüberkommen.

Dabei wird der Fall „Kareama“ aus drei Perspektiven neu aufgerollt - auf der einen Seite erzählt Bill seine Geschichte, auf der anderen Seite der Gefängnispsychologe TK, der sich jahrelang an Bills Seite für dessen Berufung eingesetzt, sich dann aber von ihm distanziert hat und dann wären da noch Sloan Abbot und ihr Podcast-Team, die bereits neue Beweise ausfindig machen konnten. Jede Seite für sich stellt Theorien auf und legt den anderen gegenüber zunächst Skepsis an den Tag, bevor sie schließlich doch alle an einem Strang ziehen. Neben den ganzen Wendungen und Scharaden haben mir auch die eingebrachten gesellschaftlichen Themen, wie die der gesellschaftlichen Klassen, auch in Anbetracht der kolonialen Geschichte Neuseelands, und des verdeckten Rassismus sehr gut gefallen, da diese den ganzen Thriller Weg von Oberflächlichkeiten getragen haben.

Fazit: Ich bin rundum begeistert! Für mich ein absolut grandioser Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. J.P. Polare werde ich definitiv im Auge behalten und hoffe zutiefst, dass dies nicht sein letzter, auch in Deutschland veröffentlichter, Thriller bleiben wird.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Zauberhafte Ideen für Deko, Natur und Blumenliebhaber!

Meine zauberhafte Dekowelt
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Auf Social Media teilt Michaela Waldl bereits seit Langem ihre ebenso liebevollen, wie kreativen DIY und Floristik-Deko-Ideen mit ihren Followern. Nun hat sie mit „Meine zauberhafte Dekowelt“ auch ihr ...

Auf Social Media teilt Michaela Waldl bereits seit Langem ihre ebenso liebevollen, wie kreativen DIY und Floristik-Deko-Ideen mit ihren Followern. Nun hat sie mit „Meine zauberhafte Dekowelt“ auch ihr erstes Buch veröffentlicht.

Prima, dachte ich mir, das ist genau das richtige Geschenk für meine, nicht so Social Media firme, Mutter… naja und für mich, da ich dank der vielen tollen und einladenden Bilder einfach nicht anders konnte, als es vorab gründlich auf seine Qualitäten zu prüfen

Im Buch werden nicht nur kreative Ideen für den Innen- und Außenbereich - aus allerlei leicht zu beschaffenden Naturmaterialien - vorgestellt, sondern ebenso nützliche Anleitungen und Tipps gegeben. Zudem werden für DIY Einsteiger auch die verwendeten Werkzeuge erklärt und darauf verwiesen, woher man die Materialien denn nun am Besten bekommt. Für jede Jahreszeit ist etwas dabei - mit dem Buch ist man also rundum gut aufgestellt und motiviert direkt loszulegen. Besonders gut haben mir die Upcycling-Ideen gefallen, da es wohl kaum jemanden gibt, der im Keller keine alten Schätzchen rumstehen hat, die zwar nutzlos sind, von denen er sich aber dennoch nicht trennen mag. Auch die kreativen Vorschläge zum Arbeiten mit Holz fand ich sehr inspirierend. Auf jeder einzelnen Seite ist Michaela Waldls Liebe zur Natur, zu den Blumen und Pflanzen, sowie deren phantasievollen Inszenierung, in Wort und Bild, einfach spürbar und präsent.

Fazit: Ein wirklich wundervolles, buntes, lohnenswertes Buch mit allerlei kreativen Ideen und Anregungen, die nicht nur schön anzuschauen sind, sondern auch Lust darauf machen selbst loszulegen. Und die begeisterte Rückmeldung meiner Mutter kam nun auch schon

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Informativ, interessant, übersichtlich!

Durchblick Künstliche Intelligenz
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KI (Künstliche Intelligenz), insbesondere ChatGPT, ist mittlerweile in aller Munde. Doch wie funktioniert sie eigentlich, woher kommt sie und in welche Richtung wird sie gehen? Diesen und noch vielen anderen ...

KI (Künstliche Intelligenz), insbesondere ChatGPT, ist mittlerweile in aller Munde. Doch wie funktioniert sie eigentlich, woher kommt sie und in welche Richtung wird sie gehen? Diesen und noch vielen anderen Fragen widmet sich „Künstliche Intelligenz“ von Brian Clegg in der Reihe „Durchblick“ aus dem KOSMOS Verlag.

Und das - genau wie angekündigt - leicht verständlich, einfach erklärt und mit vielen tollen, zum Thema passenden und selbsterklärenden, Illustrationen versehen. Ich bin ein sehr optisch versierter Mensch, weshalb das Buch auch überhaupt erst meine Aufmerksamkeit erregt hat. Die Aufmachung ist nicht nur optisch attraktiv, sondern ebenso klar strukturiert und dank Inhaltsverzeichnis sehr übersichtlich, so dass man sich auch einzelne Themen leicht für sich rauspicken kann. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und reichen von den Anfängen der KI, über die einzelnen KI Beteiche, bis hin zum heutigen Fortschritt. In den Kapiteln werden mehrere Fragen - jeweils auf einer Seite plus einer illustrierten Seite pro Frage - zum Thema beantwortet. Auch diese Art der Wissensvermittlung in kleinen, nicht gleich überfordernden Häppchen, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings fand ich, dass sich einiges mehr oder minder wiederholt hat, deshalb auch nur vier Sterne.

Fazit: Was Sachbücher angeht, bin ich grundsätzlich ein großer Fan von Büchern aus dem KOSMOS Verlag. Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht, denn „Durchblick Künstliche Intelligenz“ war für mich zum grundsätzlichen Verständnis und Einstieg in die Hintergründe der KI überaus interessant und informativ. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas mehr über KI wissen möchte, ohne aber tiefer in das Thema einzusteigen.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Zeitgemäßer Gesellschaftsroman

Aufsteiger
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Felix Licht hat nur einen Traum - nach jahrelanger harter Arbeit möchte er endlich den Posten des Chefredakteurs antreten. Doch dann, kurz vor dem langersehnten Höhepunkt seiner Karriere kommt alles anders, ...

Felix Licht hat nur einen Traum - nach jahrelanger harter Arbeit möchte er endlich den Posten des Chefredakteurs antreten. Doch dann, kurz vor dem langersehnten Höhepunkt seiner Karriere kommt alles anders, die Wahl für den Posten fällt auf eine Frau. Eine ganz besondere Frau. Bis auf die Grundmauern erschüttert, sind nicht nur seine besten Jahre seiner Karriere zum Opfer gefallen, sondern ebenso seine Ehe und echte Freundschaften.

Mit „Aufsteiger“ ist Peter Huth eine sehr pointierte und vielumfassende Gesellschaftskritik in unterhaltsamer Romanform gelungen. Einmal mehr führt er uns, unsere skrupellose Welt vor Augen, wobei er sich hauptsächlich auf das Medien - und Verlagswesen bezieht. Dabei greift er u.a. Themen wie Feminismus, Cancel Culture, Transsexualität, Rechts - Links Positionen, Klimakleber, Diskriminierung auf, was für meinen Geschmack etwas viel auf einmal war. Sein Schreibstil ist vielgestaltig, ironisch und lebendig, wobei die von ihm gezeichneten Akteure eher klischeebehaftet dargestellt sind und mir nicht ans Herz wachsen konnten. In Sachen Spannung beinhaltet die Story interessante Plot-Twists und hält sich eigentlich durchweg konstant, wobei sich die Ereignisse zum Ende hin dann extrem überschlagen und mir etwas zu dramatisch und überspitzt waren.

Fazit: Alles in Allem ein empfehlenswerter, unterhaltsamer und zudem absolut zeitgemäßer Gesellschaftsroman, der mich zwar nicht vollends packen konnte, jedoch einen interessanten Einblick in die Verlags- und Medienbranche verleiht, zum Nachdenken anregt und Fragen aufwirft.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Sozialkritisch, humorvoll, spritzig!

Hustle
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Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell ...

Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell die passende Antwort und ein unkonventionelles Geschäftsmodell gefunden, doch mit dem Geld kommen auch die ersten Zweifel.

Zwar hatte ich schon viel positives gehört, trotzdem war ich beim Lesen des Klappentextes dann doch eher skeptisch und habe mit einer ziemlich oberflächlichen Story gerechnet, die da so vor sich hin plätschert. Zu Unrecht, denn mit ihrem Roman „Hustle“ ist Julia Bähr wirklich eine clevere, unterhaltsame Mischung aus Humor und Tiefgang geglückt, in der sie sich wortwitzig u.a. mit sozialkritischen Themen wie Moral, Konsum und Kapitalismus auseinandersetzt. Dabei ist ihr Schreibstil modern und lebendig, teils witzig und direkt, aber auf jeden Fall tiefgründig und auf den Punkt gebracht, so dass es beim Lesen keinesfalls langweilig wird. Zudem sind die Charaktere des Buches allesamt sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Ebenso wie Hauptprotagonistin Leonie, die auf mich nicht nur frech, sondern ebenso „echt“ wirkte. Trotz ihrer moralisch zweifelsohne sehr fragwürdigen Aktionen kam sie mir nicht verkorkst vor, vielmehr konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und fand sie äußerst kreativ. Jedenfalls hatte ich sie - nicht zuletzt ihres Haferflocken fressenden Schleimpilzes wegen - sehr schnell in mein Herz geschlossen

Fazit: Ein sehr angenehm zu lesendes, ebenso kluges wie kurzweiliges Buch mit Witz und Charme. Das Lesen lohnt sich auf alle Fälle!

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