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Veröffentlicht am 18.08.2025

Das große Krabbeln - ein Highlight!

Im Schatten von Giganten
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Jasmin Schreiber ist nicht nur Schriftstellerin, Illustratorin und Naturfotografin, sondern auch Biologin, und das mit Leib und Seele. Bereits seit der Kindheit gilt ihre besondere Vorliebe und Aufmerksamkeit ...

Jasmin Schreiber ist nicht nur Schriftstellerin, Illustratorin und Naturfotografin, sondern auch Biologin, und das mit Leib und Seele. Bereits seit der Kindheit gilt ihre besondere Vorliebe und Aufmerksamkeit allen Arten von Krabbeltieren, denen sie nun auch ihr neuestes Buch „Im Schatten von Giganten“ gewidmet hat. Sie lädt den Leser ein, mit ihr die spannende Welt von meist verborgenen Insekten und ungesehenen Mikroorganismen zu entdecken.

Warum auch immer, aber auch ich mag Insekten. Empfinde sie in keinster Weise als ekelig, sondern mag es, sie bei ihren Aktivitäten zu beobachten und ihre Vielfältigkeit zu bestaunen. Irgendwann bin ich in einer Talkshow dann über Jasmin Schreiber gestolpert, wie sie mit großer Leidenschaft über ihre Vorliebe für Insekten sprach. Ich fand sie nicht nur auf Anhieb sympathisch, sondern auch in ihrer Begeisterung so mitreißend, dass ich mir daraufhin gleich ihre ersten beiden Bücher zulegen musste. Genau diese Begeisterung ist auch in diesem Buch auf jeder Seite spür- und lesbar! Die Autorin berichtet zwar mit Fachausdrücken, jedoch leicht verständlich und zudem authentisch, von ihren eigenen Erfahrungen, Vorlieben und eben Entdeckungen, die sie in insgesamt 8 Lebensbereiche aufteilt. Neben Leben unter Steinen oder Leben im Totholz findet sich ebenso Leben in speziellen Mikrohabitaten, zudem ist alles mit schönen, großformatigen Fotos versehen. Gerade die Kapitel in denen es um Moose und Flechten ging, fand ich absolut spannend. Es handelt sich hier also nicht um ein reines, starr Insekten beschreibendes Sachbuch - das vermutlich sowieso nur die Wenigsten zur Hand nehmen würden - sondern vielmehr um ein Buch, das Lust zum rausgehen und forschen machen soll. Das für Kleinstlebewesen begeistern und gleichzeitig sensibilisieren und gleichzeitig aufzeigen soll, wie gigantisch und ausgeklügelt unsere Natur schon im allerkleinsten ist. Und genau das, ist der Autorin wieder einmal hervorragend gelungen!

Um alles unter einen Hut bzw. Buchdeckel zu bringen, konnte natürlich nicht auf jedes einzelne Lebewesen genauer eingegangen werden (das hätte den Rahmen wohl mehr als nur einfach gesprengt). Darum geht es meiner Meinung nach in diesem Buch auch gar nicht und dafür gibt es heutzutage ja zum Glück, bei weitergehendem Interesse, ja auch Google

Fazit: Für mich ein absolutes Jahreshighlight! Ich habe auf unterhaltsame und dennoch authentische Art und Weise wieder einiges dazugelernt und mich von Frau Schreiber mitreißen und begeistern lassen. Sicherlich werde ich beim nächsten Gassigang auch den ein oder anderen Stein oder Totholzast heben und mir die Zeit nehmen, richtig hinzuschauen, was für viele sicherlich auch eine lohnenswerte Achtsamkeitsübung wäre!

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Veröffentlicht am 13.08.2025

„Ein bisschen wat hinter die Löffel hat noch keinem geschadet“

Der Sommer am Ende der Welt
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Als Verschickungskind verbringt Hannas Mutter den Sommer 1963 in einem Kinderkurheim auf Borkum. Sechzig Jahre später will Journalistin Hanna den bislang verdrängten, traumatischen Erlebnissen ihrer Mutter ...

Als Verschickungskind verbringt Hannas Mutter den Sommer 1963 in einem Kinderkurheim auf Borkum. Sechzig Jahre später will Journalistin Hanna den bislang verdrängten, traumatischen Erlebnissen ihrer Mutter nachspüren und fährt mit ihrer Tochter Katie zur Recherche auf die Insel. Nach und nach kommt sie, mit Hilfe des Inselarztes Ole, in den sie sich verliebt, den erschütternden Ereignissen von Damals auf die Spur. Doch das Ausmaß der Ereignisse sind verstörender als sie sich je hätte vorstellen können.

Verschickungskinder. Ein wichtiges und wirklich lange verdrängtes Thema, auf das Eva Völler mit ihrem Roman „Der Sommer am Ende der Welt“ aufmerksam machen möchte. Doch leider verliert es sich, meiner Meinung nach, zunehmend in der Liebesgeschichte zwischen Hanna und Ole. Davon abgesehen, fand ich es auch nicht ideal noch weitere Themen, wie die Verbrechen während der NS-Zeit, mit aufzugreifen und miteinander zu kombinieren - irgendwie verliert dadurch jedes einzelne Thema für sich an Dramatik und Wichtigkeit. Stattdessen hätte ich halt gern noch mehr „Zeitzeugenberichte“ gelesen, was allerdings auch damit zusammenhängen kann, dass ich selbst auch ein Verschickungskind bin, wenn auch ein spätes der 80er Jahre, wenn auch mit nicht ganz so schlimmen Erfahrungen. Was mir jedoch bis zu diesem Buch gar nicht bewusst war, ich nun auch fast 40 Jahre als „dumm gelaufene“, schlechte Kindheitserinnerung abgetan habe! Da sieht man also mal, wie wichtig es ist solche Themen auch in Unterhaltungsromanen aufzugreifen - ohne dieses Buch hier, wäre ich nie auf dieses Thema gekommen! „Ein bisschen wat hinter die Löffel hat noch keinem geschadet“, so hieß es auch noch in den 80ern, da wurde wurde man als Kind nicht wirklich ernst genommen und hinterher einfach nicht mehr drüber gesprochen.

Ansonsten fand ich sowohl die Insel-Atmosphäre, als auch die thematisch bedrückende Atmosphäre in dem Buch hervorragend beschrieben und auch die Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Zwar hatte ich mit Hanna und Katie anfangs so meine Probleme, das hat sich dann aber irgendwann auch gelegt. Ergriffen war ich von Sabines Zeitzeugenberichten, die haben mich einige Nächte nicht schlafen und in meinen Erinnerungen graben lassen und waren gut recherchiert. Allerdings ist mir, die Story betreffend, einiges auch nicht ganz so schlüssig erschienen und auch einige Fragen blieben schlussendlich unbeantwortet.

Fazit: Alles in allem hat mir der Roman jedoch sehr gut gefallen und mich, als ehemaliges Verschickungskind, zutiefst berührt und gleichfalls animiert, mich näher mit dem Thema auseinander zu setzen und nach Sachliteratur Ausschau zu halten.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Eine Erkundungstour für Ohren, Augen und kleine Fingerchen

Mein erstes Vorlese-Fühlbuch - Bist du eine Katze?
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Bei der Vorlesegeschichte „Bist Du eine Katze?“ von Kathrin Lena Orso und Iris Blanck nimmt eine kleine Katze Kinder ab 18 Monaten mit auf eine liebevoll gestaltete Bauernhof-Erkundungstour. Dort treffen ...

Bei der Vorlesegeschichte „Bist Du eine Katze?“ von Kathrin Lena Orso und Iris Blanck nimmt eine kleine Katze Kinder ab 18 Monaten mit auf eine liebevoll gestaltete Bauernhof-Erkundungstour. Dort treffen sie natürlich auf verschiedene Tiere wie Hund oder Esel.

Das besondere an diesem Büchlein ist natürlich, dass es sich nicht nur um ein Vorlese-, sondern eben auch um ein Fühlbuch handelt. Kinder erleben somit nicht nur akustische und optische, sondern eben auch haptische Reize, was ich persönlich großartig finde. Dazu sei allerdings gesagt, dass ich selbst keine Kinder habe, sondern das Buch von mir verschenkt wurde. Doch ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, es zuvor selbst in Ruhe einmal anzuschauen, durchzublättern und zu befühlen. Dabei empfand ich das kleinformatige Papp-Bilderbuch als recht hochwertig verarbeitet, zumal ich mir habe sagen lassen, dass es extra über abwaschbare Seiten verfügt. Sowohl die Illustrationen, als auch die kleinen Reime, sind absolut süß und wirklich liebevoll umgesetzt, obgleich ich auf den ersten Blick erstmal dachte „was schauen denn die Tiere so grimmig und stechend“. Dem Fühlstoff (Fell der einzelnen Tiere) kann man einfach nicht widerstehen, auch wenn mir da vielleicht ein wenig abwechslungsreichere Materialien gewünscht hätte, die den Unterschied der einzelnen Tiere, nach der immer wiederkehrenden Frage „Bist Du eine Katze?“, noch wesentlich deutlicher gemacht hätte.

Fazit: Ein niedliches und tolles Buch, wie ich finde, mit dem Kinder wirklich mit allen Sinnen begreifen und somit auch lernen können. Als Geschenk war es jedenfalls ein voller Erfolg! Bei groß ist es toll angekommen, während es bei klein mit großer Begeisterung angenommen und immer wieder befühlt wurde.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Gals. Big love. True friends.

Eine von uns
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Gina, Annie, Laura und Sara - die Gals. Einst waren sie eine unzertrennliche Mädchenclique, “Big love, true Friends“ ihr zusammenschweißendes Motto. Bis sich schließlich eine von ihnen Herzensbrecher ...

Gina, Annie, Laura und Sara - die Gals. Einst waren sie eine unzertrennliche Mädchenclique, “Big love, true Friends“ ihr zusammenschweißendes Motto. Bis sich schließlich eine von ihnen Herzensbrecher Matt angelt und spurlos verschwindet. Als Jahrzehnte später das Haus von Gina abbrennt, kommen Sie und ihre Familie im Haus von Annie unter, die sich für längere Zeit im Ausland aufhält. Zurück in ihrem Heimatort, in dem einst Sara verschwand und nach Auftauchen der mysteriösen Haushälterin Mary, beginnt für Gina ein Alptraum und ein düsteres Geheimnis bahnt sich den Weg ins Licht.

Ich habe „Eine von uns“ von Samantha Hayes als Hörbuch gehört und fühlte mich, auch durch die beiden Sprecherinnen Jutta Seifert und Mona Fischer, akustisch gut unterhalten. Spannung und die geheimnisvolle Atmosphäre kommt in erster Linie dadurch auf, dass die Story aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, wobei sich hauptsächlich Gina und Mary abwechseln. Nach und nach kommen Einzelheiten aus der Vergangenheit ans Licht, wobei sich dies zunächst ziemlich hinzieht. Nichts desto trotz fand ich den Einstieg in die Geschichte überaus stark und es dementsprechend schade, dass die Spannung zur Mitte hin immer weiter abflacht ist, die Geschichte schnell vorhersehbar wurde und mich nicht mehr recht packen konnte. Ab dem letzten Drittel etwa, wurde in Sachen Spannung dann nochmal aufgetrumpft, doch da konnte ich das Ganze irgendwie schon nicht mehr nachvollziehen. Nicht, weil es zu kompliziert zum nachverfolgen gewesen wäre, sondern weil ich sowohl die Reaktionen der Charaktere, als auch den Schluss an sich, völlig schräg und unglaubwürdig fand.

Fazit: Nichts was mich vom Hocker gehauen hat, doch als Hörbuch sehr unterhaltsam. insgesamt ein solider Psychothriller mit spannenden Momenten, Enthüllungen und allerlei Wendungen, aber eben auch Schwächen.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Liebe, Hoffnung, Hundepfoten ❤️

Große Träume auf kleinen Pfoten
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In Ihrem Roman „Große Träume auf kleinen Pfoten“ schickt Molly Blum die Journalistin Mina nach Cornwall, um dort über das kleineTierheim „Paulas Paradies“ zu berichten, deren Bewohner kurz davor stehen, ...

In Ihrem Roman „Große Träume auf kleinen Pfoten“ schickt Molly Blum die Journalistin Mina nach Cornwall, um dort über das kleineTierheim „Paulas Paradies“ zu berichten, deren Bewohner kurz davor stehen, das Dach über dem Kopf zu verlieren. Mina, seit kurzem Single und enttäuscht von der Liebe, kann kaum glauben, dass sich ausgerechnet Christopher als Leiter des Tierheims entpuppt, mit dem sie vor vielen Jahren eine unvergessliche Nacht verbrachte, bevor tragische Umstände sie voneinander trennten. Nach anfänglicher Ablehnung, nähern sich Beide - dank treuer Hundeaugen und dem gemeinsamen Ziel, das Tierheim retten zu wollen - einander wieder an. Wird es für Paulas Paradies, Christopher und Mina doch noch ein Happy End geben?

Da Liebesgeschichten eigentlich nicht so unbedingt mein bevorzugtes Genre sind, war es eigentlich ausschließlich der Klappentext, in dem es um Cornwall und zudem noch um ein Tierheim ging, der mich ungemein ansprach. Und was soll ich sagen, zu meiner großen Überraschung hat mich die Geschichte und der sympathische Schreibstil von Molly Blum sofort auf eine solch hartnäckige Art drangekriegt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte und es tatsächlich fast in einem Rutsch durchlesen musste. Zum Einen fand ich die Story spannend und mitreißend, mochte das ganze Cornwall-Flair und die Hauptcharaktere wahnsinnig gern, zum Anderen hat mich die herauslesbare Tierliebe der Autorin beim lesen einfach glücklich gemacht. Ich war selbst viele Jahre aktiv im Tierschutz tätig, hatte die Verantwortung für ein Tierheim und unzählige Begegnungen wie die mit Hope und leider noch Schlimmere und konnte an vielen kleinen Details herauslesen, dass Molly Blum aus Liebe und Erfahrung schreibt oder natürlich, wahnsinnig gut recherchiert hat.

Fazit: Eine spannende Herzens-Wohlfühl-Geschichte von der ich hoffe, dass sie nicht nur für gute Unterhaltung sorgt, sondern zusätzlich auch nochmal für Schicksale wie Hope und Lilly sensibilisiert.

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