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Veröffentlicht am 29.10.2025

Sozialkritisch, humorvoll, spritzig!

Hustle
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Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell ...

Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell die passende Antwort und ein unkonventionelles Geschäftsmodell gefunden, doch mit dem Geld kommen auch die ersten Zweifel.

Zwar hatte ich schon viel positives gehört, trotzdem war ich beim Lesen des Klappentextes dann doch eher skeptisch und habe mit einer ziemlich oberflächlichen Story gerechnet, die da so vor sich hin plätschert. Zu Unrecht, denn mit ihrem Roman „Hustle“ ist Julia Bähr wirklich eine clevere, unterhaltsame Mischung aus Humor und Tiefgang geglückt, in der sie sich wortwitzig u.a. mit sozialkritischen Themen wie Moral, Konsum und Kapitalismus auseinandersetzt. Dabei ist ihr Schreibstil modern und lebendig, teils witzig und direkt, aber auf jeden Fall tiefgründig und auf den Punkt gebracht, so dass es beim Lesen keinesfalls langweilig wird. Zudem sind die Charaktere des Buches allesamt sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Ebenso wie Hauptprotagonistin Leonie, die auf mich nicht nur frech, sondern ebenso „echt“ wirkte. Trotz ihrer moralisch zweifelsohne sehr fragwürdigen Aktionen kam sie mir nicht verkorkst vor, vielmehr konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und fand sie äußerst kreativ. Jedenfalls hatte ich sie - nicht zuletzt ihres Haferflocken fressenden Schleimpilzes wegen - sehr schnell in mein Herz geschlossen

Fazit: Ein sehr angenehm zu lesendes, ebenso kluges wie kurzweiliges Buch mit Witz und Charme. Das Lesen lohnt sich auf alle Fälle!

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Für mich zu wirr und zickig um überhaupt hineinzufinden

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Um verlorene Seelen auf die andere Seite zu geleiten, ist Wren nach ihrem Tod an der Blackwood Academy gelandet, in einer Welt zwischen Leben und Tod um dort ihren „Ewigen Pflichten“ nachzukommen. Um diesem ...

Um verlorene Seelen auf die andere Seite zu geleiten, ist Wren nach ihrem Tod an der Blackwood Academy gelandet, in einer Welt zwischen Leben und Tod um dort ihren „Ewigen Pflichten“ nachzukommen. Um diesem Schicksal zu entfliehen gibt es nur eine Chance - sie muss sich für den magischen Wettkampf, der nur alle zehn Jahre stattfindet, nominieren und sie muss die vier Prüfungen bestehen. Doch mit diesem Wunsch und Vorsatz ist sie an der Academy natürlich nicht allein und die Regeln haben sich geändert…

Welch eine spannende Idee für einen Fantasyroman! Ein vielversprechender Klappentext und ein traumhaftes Cover samt Farbschnitt. Und dann das. Ich muss sagen, es kommt bei mir wirklich mehr als selten vor, dass ich ein Buch mal komplett abbreche. Doch habe ich bei Band 1 der Immortal Consequences Dilogie von I.V. Marie - für mich - wirklich keinen Anreiz gefunden weiterzulesen. Ich habe mich wirklich bemüht, es mehrmals probiert, doch habe ich einfach nicht in die unstrukturierte Story hineinfinden können und war jedes Mal einfach nur von den Protagonisten genervt. Bei Seite 140 habe ich es dann schließlich aufgegeben und abgebrochen. Zum Einen, weil das ganze, komplexe Magiesystem und auch die -welt nur häppchenweise und sehr schleppend erklärt werden, ich mir also auf vieles keinen Reim machen und nicht folgen konnte - ich verstehe halt ganz gerne Zusammenhänge und worum es im Ganzen geht. Zum Anderen, wird die Geschichte aus insgesamt 6 Perspektiven erzählt, die, gefühlt einfach nur nacheinander oberflächlich angerissen und abgearbeitet werden. Dadurch fehlten mir einfach sämtliche Hintergründe und auch die Tiefe. So konnte ich mich in keinen der Protagonisten auch nur ansatzweise hineinversetzen und fand sie obendrein auch noch durchweg - alle - ziemlich unsympathisch, ja fast schon abstoßend. Irgendwie hatte ich aufgrund des interessanten Klappentextes etwas anderes erwartet, so z.B. dass auch die Geleitung der Seelen aus der Zwischenwelt beschrieben und einzelne verfolgt werden, um überhaupt ein Gefühl für diese frustrierende, düstere Arbeit zu bekommen. Doch bis Seite 140 gab es für mich irgendwie nur Gezicke, erzwungenes Geplänkel, Arroganz und sich gegenseitig zugefügte Verletzungen, die sowieso wieder von alleine heilen. Für meinen Geschmack alles ziemlich verwirrend, unstrukturiert, nichts sagend und oberflächlich.

Fazit: Von dem was ich gelesen habe bin ich ziemlich enttäuscht. Ich habe in der letzten Zeit so viele gute Bücher gelesen, dass mir meine Zeit einfach echt zu schade war, um mich bis zum Schluss weiter von Kapitel zu Kapitel zu quälen ohne in die Geschichte hineinfinden oder sie wirklich nachvollziehen zu können, ohne Sympathie. Vielleicht habe ich etwas verpasst, vielleicht wurde es besser, ich kann nur das beurteilen was ich gelesen habe und das hat mich nicht gefesselt oder gefallen. Allerdings tue ich mich immer schwer damit, die harte Arbeit von Autoren schlecht zu bewerten oder beurteilen - schließlich ist alles nur eine Frage des individuellen Geschmacks - daher gibt von mir für die wunderschöne Buchgestaltung und die echt interessante Idee zumindest zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Schwarze Löcher

Da, wo ich dich sehen kann
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Emma wird im Rahmen häuslicher Gewalt von ihrem Ehemann brutal ermordet. Sie hinterlässt ihre neunjährige Tochter Maja, die sie morgens erdrosselt auffindet, sowie ihre fassungslosen Eltern und ihre beste ...

Emma wird im Rahmen häuslicher Gewalt von ihrem Ehemann brutal ermordet. Sie hinterlässt ihre neunjährige Tochter Maja, die sie morgens erdrosselt auffindet, sowie ihre fassungslosen Eltern und ihre beste Freundin Liv. Emma hinterlässt ein schwarzes Loch. Für Maja, die von heute auf morgen aus ihrem Leben gerissen wird und sich für das Geschehen die Schuld gibt, aber auch für alle Anderen, denn „wenn jemand geht, fehlt nicht nur die Person, sondern auch ein Stück von jedem, der bleibt.“

Jasmin Schreibers neuer Roman „Da, wo ich dich sehen kann“ ist sicherlich keine leichte Kost, behandelt er doch das wichtige Thema der extremen, geschlechtsspezifischen Gewalt gegenüber Frauen, der sogenannten Femizide. Dabei lenkt die Autorin den Blick - durch verschiedene Erzählperspektiven - sowohl auf das Opfer, als auch auf die Fassungslosigkeit, Trauer und den Verlust der Hinterbliebenen und macht ebenso aufkommende Schuldgefühle, sowie strukturelles Versagen zum Thema. Beeindruckend finde ich, wie sie das Ganze dann als Naturwissenschaftlerin auch noch gekonnt mit dem Thema der Astrophysik verbindet und obendrein noch wissenschaftliche Fakten vermittelt, was ihren Roman für mich nicht nur hochinteressant, sondern auch wieder zu etwas ganz Besonderem macht.

Ich mag Jasmin Schreibers wort- und bildgewaltigen, eindringlichen Schreibstil einfach unheimlich gerne. Das was und wie sie schreibt ist authentisch, nachvollziehbar und gleichzeitig wahnsinnig ergreifend. Zwar hatte es nichts mit häuslicher Gewalt zu tun, doch habe auch ich meine beste Freundin vor ein paar Jahren durch Suizid verloren und konnte mich in den Beschreibungen und ganz besonders in diesem Satz zu einhundert Prozent wiederfinden: „Menschen hinterlassen mehr als Erinnerungen, sie hinterlassen Schwarze Löcher.“

Fazit: Dieses Buch ist gleichermaßen unterhaltsam, wie wichtig, informativ und bedeutsam. Es hat mich nachhaltig überaus bewegt, nachdenklich gestimmt und gehört auf jeden Fall zu meinem diesjährigen Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff oder doch Slytherin?

Der große magische Haus-Test. Das inoffizielle Harry Potter Testbuch
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Genau das gilt es mit „Der große magische Haus-Test“ von Marisa Hart herauszufinden. Welches Urteil wird der Sprechende Hut mit Hilfe der beinhaltenden Persönlichkeitstests fällen?

Als großer Harry Potter ...

Genau das gilt es mit „Der große magische Haus-Test“ von Marisa Hart herauszufinden. Welches Urteil wird der Sprechende Hut mit Hilfe der beinhaltenden Persönlichkeitstests fällen?

Als großer Harry Potter Fan bin ich vielleicht etwas voreingenommen und schnell zu begeistern - doch hat mir das Buch wirklich sehr viel Freude bereitet. Allerdings nicht nur die Tests, sondern insgesamt auch die liebevolle Aufmachung des gesamten Buches, denn die Seiten mit den wunderschönen Illustrationen im Aquarell-Stil sind wirklich ein Hingucker! Okay, was die Tests angeht sind die vorgegebenen Antworten natürlich schon ein wenig vorhersehbar und richtungsweisend, was ich aber als nicht wirklich schlimm empfand, schließlich geht es bei einem solchen Buch ja sowieso eher um den Spaßfaktor. Ansonsten beinhaltet das Buch, neben besagten Persönlichkeitstests, übrigens noch weitere kleine Tests, mit deren Hilfe man seinen Animagus und Patronus bestimmen, in Erfahrung bringen kann, welcher Zauberstab und auch Besen zu einem passt und vieles mehr. Für Hogwarts ist man anschließend auf jeden Fall gut vorbereitet

Fazit: Für Harry Potter Fans ist das Buch auf jeden Fall eine wunderschön anzuschauende und unterhaltsame Spielerei! Naja und für Sammler… sowieso ein Muss.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein Buch wie eine Umarmung

Sonnenaufgang Nr. 5
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Natürlich kenne auch ich Carsten Henns Buchspazierer und Geschichtenbäcker. Ich konnte also bereits erahnen, was mich emotional und sprachlich so in etwa erwarten wird. Trotzdem traf mich Sonnenaufgang ...

Natürlich kenne auch ich Carsten Henns Buchspazierer und Geschichtenbäcker. Ich konnte also bereits erahnen, was mich emotional und sprachlich so in etwa erwarten wird. Trotzdem traf mich Sonnenaufgang Nr. 5 völlig unerwartet und ganz tief in meinem Herzen.

Der 19 jährige Jonas macht sich auf, an die See, um dort nicht nur „Filmdiva“ Stella Dor zu ihrer Biografie zu verhelfen, sondern auch um sich seinen Erinnerungen zu stellen, sich selbst zu finden und letztendlich seine eigene Geschichte zu schreiben. Dabei trifft er auf mehr oder weniger skurrile - aber auf ihre Art äußerst liebenswerte - Persönlichkeiten, die, wie sich nach und nach herausstellt, alle eins gemeinsam haben - eine Vergangenheit, die sie letztlich so hat werden lassen, wie sie nun sind. Dabei geht es um Neuanfänge, um schonungslose Wahrheit, um Freundschaft, ebenso wie um Abschied und ums Loslassen, um die Macht von Erinnerungen, doch vor allen Dingen aber geht es darum, nach einem Schicksalsschlag wieder aufzustehen und seine eigene Identität zu finden.

In Sonnenaufgang Nr. 5 beweist Carsten Henn, mit seinen bildhaften Beschreibungen und poetischen, klugen Worten sein absolutes Gespür für ein gelungenes Zusammenspiel von fast schon humorvoller Leichtigkeit, gepaart mit tiefgründigen Themen, brutaler Ehrlichkeit, Authentizität und hoher Emotionalität. Kein Wunder also, das bei mir die ein oder andere Träne geflossen ist. Doch obwohl mich das Buch so tief berührt hat, hat es mir ebenso Trost und Hoffnung gespendet und mich inspiriert - wie eine warme und zärtliche Umarmung!

Fazit: Ein Buch über Menschen und über das Leben. Ein Buch voller Einfühlungsvermögen und Wärme. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und sich als eins der schönsten und ergreifendsten Bücher entpuppt hat, die ich seit Langem gelesen habe!

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