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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2025

Berührend und regt zum Nachdenken an

9 Grad
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Im Buch geht es um Freundschaft, Beziehungen, das eigene Körpergefühl, Krankheit und Umgang mit Depression. Man begleitet Josie. Ihre beste Freundin Rena ist plötzlich schwer krank. Sie macht sich große ...

Im Buch geht es um Freundschaft, Beziehungen, das eigene Körpergefühl, Krankheit und Umgang mit Depression. Man begleitet Josie. Ihre beste Freundin Rena ist plötzlich schwer krank. Sie macht sich große Sorgen und ist sehr verunsichert, weil Rena immer an ihrer Seite ist. Außerdem hat sie über Tinder Lee kennengelernt. Sie verstehen sich sehr gut. Aber Lee hat Depressionen und deshalb gerade Schwierigkeiten, das Leben zu genießen, sich selbst zu spüren und eine Beziehung zu führen. Obwohl er gleich zu Beginn über seine Erkrankung spricht und relativ offen ist, fällt es Josie schwer, dass er ihre Erwartungen nicht erfüllt. Sie sucht den Fehler immer bei sich. Generell sieht sie ihren Körper sehr kritisch. Durch das Eisbaden findet sie zu einem gesunden Körpergefühl und zu mehr Selbstsicherheit.

Ich fand das Buch sehr berührend. Es greift wichtige aktuelle Themen auf und sorgt dafür, dass man z.B. über sein eigenes Körpergefühl nachdenkt. Ich finde es sehr gut und wichtig, wie Lee seine Depression schildert und beschreibt, warum ihm Floskeln nicht helfen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Gelungener Auftakt

Tode, die wir sterben
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Das Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil sehr gut lesen. Es gibt keine lange Einleitung, sondern man ist gleich mittendrin und erfährt etwas über die beiden Ermittler. Den Anteil über die privaten ...

Das Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil sehr gut lesen. Es gibt keine lange Einleitung, sondern man ist gleich mittendrin und erfährt etwas über die beiden Ermittler. Den Anteil über die privaten Hintergründe finde ich sehr angemessen. Dadurch lernt man die beiden besser kennen, aber das Privatleben steht nicht im Mittelpunkt.

Zunächst deutet alles daraufhin, dass der 13 Jährige im Zuge eines Bandenkrieges getötet wurde. Aber ist dies wirklich der Fall? Von den Zeugen erfahren Svea und Jon zunächst kaum etwas. Ein Zeuge macht Svea misstrauisch, deshalb fährt sie nochmal zu ihm und sieht, dass seine Wohnung brennt. An Zufall glaubt sie nicht und nach und nach gibt es mehr Hinweise, dass es gar nicht um Gangkriminalität geht. Ist diese Spur wirklich richtig und wohin führt sie genau?

Mir hat der Auftakt gut gefallen. Es sind spannende Ermittlungen. Beide Ermittler kämpfen mit Ereignissen aus der Vergangenheit, sind aber fest entschlossen, ihrem Beruf nachzugehen. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, arbeiten sie gut zusammen und lernen sich zunehmend schätzen. Wie erwartet bleiben bezüglich der Ermittler Fragen offen, damit diese in den nächsten Bänden geklärt werden können.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Komplizierte Gefühlswelt

Genau so, wie es immer war
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Wir begleiten Julia durch unterschiedliche Abschnitte ihres Lebens. An die Zeitsprünge musste ich mich zunächst gewöhnen, da sie nicht extra gekennzeichnet sind und manchmal kapitelweise die Zeitebene ...

Wir begleiten Julia durch unterschiedliche Abschnitte ihres Lebens. An die Zeitsprünge musste ich mich zunächst gewöhnen, da sie nicht extra gekennzeichnet sind und manchmal kapitelweise die Zeitebene gewechselt wird. Dadurch war der Einstieg ins Buch nicht ganz einfach. Andererseits sorgten die Wechsel dafür, dass ich immer neugieriger wurde, was genau in Julias Leben passiert ist und wie es sich weiter entwickelt.

Julia ist als Charakter nicht sehr sympathisch. Sie jammert viel, bemüht sich aber kaum um Veränderung. Aufgrund ihrer Kindheit rechnet sie immer mit Ablehnung. Sie hat nie gelernt, ihre Gefühle offen zu zeigen bzw. darüber zu reden, so dass es oft zu Missverständnissen kommt. Für andere Menschen ist es schwierig, an Julia heranzukommen. Diese Schwierigkeiten begleiten sie sehr lang und manchmal habe ich mich gewundert, dass andere Menschen nicht heftiger reagieren. Zunehmend erkennt Julia dann doch, welche Probleme durch ihr Verhalten entstehen und sie versucht, sich zu ändern.

Einige Konflikte sind sehr gut nachvollziehbar. Vor allem die schwierige Kommunikation mit ihrer Teenager-Tochter hat mich zum Schmunzeln gebracht. Sehr deutlich wird, welche Erwartungen an Mütter gestellt werden und wie allein sie manchmal mit ihren Sorgen und Ängsten gelassen werden.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber ein paar Seiten weniger wären auch ausreichend gewesen. Und das am Ende im Schnelldurchlauf erzählt wird, was Julia noch passieren wird, war aus meiner Sicht unnötig. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Viele Szenen konnte ich bildlich vor mir sehen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Zu wenig Ehrlichkeit

Die Garnett Girls
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Zu Beginn war ich mit den vielen Personen etwas überfordert, aber nach und nach wusste ich, wer wie zu wem gehört. Schnell wird klar, dass alle Garnetts nicht ehrlich zueinander sind. Alle verbergen etwas, ...

Zu Beginn war ich mit den vielen Personen etwas überfordert, aber nach und nach wusste ich, wer wie zu wem gehört. Schnell wird klar, dass alle Garnetts nicht ehrlich zueinander sind. Alle verbergen etwas, manchmal wollen sie es sich nicht einmal selber nicht eingestehen. Das größte Geheimnis ist aber, warum genau der alkoholkranke Vater die Familie verlassen hat. Die Mutter hatte danach eine lange depressive Phase und es war immer tabu, über den Vater zu sprechen. Darunter und unter der Trennung leiden alle Töchter, aber auch darüber wurde jahrelang geschwiegen. Nun beginnt es zu bröckeln. Es gibt zwischen einzelnen Familienmitgliedern Szenen mit ehrlichen Gesprächen. Wird endlich alles aufgedeckt?

Auch wenn man Einiges vermuten kann, war ich sehr neugierig, wie die Auflösung am Ende ist. Die Dynamik innerhalb der Familie ist gut dargestellt. Die unterdrückte Wut und der Frust sind spürbar. Die Mutter möchte nach außen immer eine perfekte Fassade haben. Obwohl sie viel wahrnimmt, spricht sie dies ihren Töchtern gegenüber nicht an. Dabei zeigt sich später, wie wichtig und heilsam ein klärendes Gespräch sein kann. Eindrücklich wird beschrieben, wie der Vater sich aufgrund bzw. nach seinem Alkoholkonsum verhält. Umso erschreckender, dass die älteste Tochter nach der Trennung die Flaschen der Mutter suchen muss, damit diese weniger zu trinken hat. Den Umgang mit Alkohol fand ich generell problematisch, weil dauernd Alkohol konsumiert wird und dies ausgiebig beschrieben wird.

Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Es gab aber immer wieder Momente, in denen ich die Personen gern geschüttelt hätte, weil ich Verhalten so blöd war.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Widerstand

Eine Frau zwischen gestern und morgen
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Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ...

Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ihrer Wohnung ein Versteck ein und als ihr Mann eingezogen wird, versteckt sie zunächst eine und dann zwei Personen, die verfolgt werden. Nach dem Krieg erwartet ihr Mann, dass das Leben wieder ist wie vorher. Aber Gerda versucht, auch ihre Wünsche und Vorstellungen durchzusetzen. Dafür muss sie allerdings viel Kraft sammeln. Wird sie ihren Weg gehen?

Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, selbstständig zu denken und zu handeln. Viele Aspekte und Schwierigkeiten während des Krieges und danach werden aufgegriffen. Richtig fesseln konnte mich die Geschichte leider nicht. Dafür waren die Zeitsprünge zu groß und mir fehlten noch genauere Einblicke in den Alltag und das Gefühlsleben der Figuren.

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