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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2025

Zu wenig Ehrlichkeit

Die Garnett Girls
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Zu Beginn war ich mit den vielen Personen etwas überfordert, aber nach und nach wusste ich, wer wie zu wem gehört. Schnell wird klar, dass alle Garnetts nicht ehrlich zueinander sind. Alle verbergen etwas, ...

Zu Beginn war ich mit den vielen Personen etwas überfordert, aber nach und nach wusste ich, wer wie zu wem gehört. Schnell wird klar, dass alle Garnetts nicht ehrlich zueinander sind. Alle verbergen etwas, manchmal wollen sie es sich nicht einmal selber nicht eingestehen. Das größte Geheimnis ist aber, warum genau der alkoholkranke Vater die Familie verlassen hat. Die Mutter hatte danach eine lange depressive Phase und es war immer tabu, über den Vater zu sprechen. Darunter und unter der Trennung leiden alle Töchter, aber auch darüber wurde jahrelang geschwiegen. Nun beginnt es zu bröckeln. Es gibt zwischen einzelnen Familienmitgliedern Szenen mit ehrlichen Gesprächen. Wird endlich alles aufgedeckt?

Auch wenn man Einiges vermuten kann, war ich sehr neugierig, wie die Auflösung am Ende ist. Die Dynamik innerhalb der Familie ist gut dargestellt. Die unterdrückte Wut und der Frust sind spürbar. Die Mutter möchte nach außen immer eine perfekte Fassade haben. Obwohl sie viel wahrnimmt, spricht sie dies ihren Töchtern gegenüber nicht an. Dabei zeigt sich später, wie wichtig und heilsam ein klärendes Gespräch sein kann. Eindrücklich wird beschrieben, wie der Vater sich aufgrund bzw. nach seinem Alkoholkonsum verhält. Umso erschreckender, dass die älteste Tochter nach der Trennung die Flaschen der Mutter suchen muss, damit diese weniger zu trinken hat. Den Umgang mit Alkohol fand ich generell problematisch, weil dauernd Alkohol konsumiert wird und dies ausgiebig beschrieben wird.

Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Es gab aber immer wieder Momente, in denen ich die Personen gern geschüttelt hätte, weil ich Verhalten so blöd war.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Widerstand

Eine Frau zwischen gestern und morgen
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Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ...

Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ihrer Wohnung ein Versteck ein und als ihr Mann eingezogen wird, versteckt sie zunächst eine und dann zwei Personen, die verfolgt werden. Nach dem Krieg erwartet ihr Mann, dass das Leben wieder ist wie vorher. Aber Gerda versucht, auch ihre Wünsche und Vorstellungen durchzusetzen. Dafür muss sie allerdings viel Kraft sammeln. Wird sie ihren Weg gehen?

Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, selbstständig zu denken und zu handeln. Viele Aspekte und Schwierigkeiten während des Krieges und danach werden aufgegriffen. Richtig fesseln konnte mich die Geschichte leider nicht. Dafür waren die Zeitsprünge zu groß und mir fehlten noch genauere Einblicke in den Alltag und das Gefühlsleben der Figuren.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Humorvoll und berührend

Sommer ohne Plan
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Cassie hat sich von allem und allen zurückgezogen und ernährt sich überwiegend von Alkohol. Im Rausch hält sie den Kauf eines Hauses auf dem Land für eine sehr gute Idee. Den Besichtigungstermin nimmt ...

Cassie hat sich von allem und allen zurückgezogen und ernährt sich überwiegend von Alkohol. Im Rausch hält sie den Kauf eines Hauses auf dem Land für eine sehr gute Idee. Den Besichtigungstermin nimmt sie vor allem wahr, um nicht arbeiten zu müssen. Obwohl das Haus heruntergekommen ist, entscheidet sie sich sehr spontan zum Kauf und findet sich plötzlich in einem Dorf wieder. Zunächst genießt sie die Ruhe. Als sie die ersten Bewohner trifft, stellt Cassie fest, dass der Makler verbreitet hat, dass sie ein Selbsthilfe-Guru ist. Anstatt dies klarzustellen, lässt sie sich auf die Wünsche und Anforderungen ein und geht sehr kreativ damit um. Ihre Angst, dass herauskommt, dass sie gar kein Profi ist, vergeht irgendwann und sie hat zunehmend Freude an ihrer neuen Arbeit. Wird das auf Dauer gut gehen?

Die Geschichte sorgt für viele amüsante Momente und vor allem am Ende gibt es sehr berührende Szenen. Die Autorin beschreibt sehr eindrücklich, wie die Menschen sich gegenseitig beeinflussen können und dass man dem Leben und anderen Menschen eine neue Chance geben sollte.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Berührend

Beeren pflücken
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Obwohl man relativ schnell ahnen kann, was mit Ruthie passiert ist, war ich sehr neugierig, wie sich das Leben von allen entwickelt. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und man ...

Obwohl man relativ schnell ahnen kann, was mit Ruthie passiert ist, war ich sehr neugierig, wie sich das Leben von allen entwickelt. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und man erfährt immer Neues über die aktuelle Situation und die Vergangenheit. Ich mochte diese Wechsel sehr und war immer gespannt, wie es weitergeht. Das Ende war sehr berührend und stimmig.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Man kann die Felder zum Beeren pflücken vor sich sehen und die unterschiedlichen Charaktere. Diese lernt man nach und nach besser kennen und kann dadurch ihr Handeln nachvollziehen. Mir hat die Geschichte gut gefallen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Geht so

Geht so
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Leider entspricht der Titel meinem Urteil: geht so. Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass die Geschichte schnell auf das Teambuilding-Wochenende zusteuert. Stattdessen geht es seitenweise um Marisas ...

Leider entspricht der Titel meinem Urteil: geht so. Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass die Geschichte schnell auf das Teambuilding-Wochenende zusteuert. Stattdessen geht es seitenweise um Marisas Gejammer über die Arbeit und was sie sich auf YouTube anguckt. Das Wochenende ist erst im letzten Drittel. Was Marisa dort macht, fand ich sehr extrem und unverantwortlich.

Es gibt immer mal wieder kleine Momente, die mich amüsiert haben, aber insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so richtig überzeugen und Marisa wurde zunehmend nervig. Ich hatte mir wesentlich mehr von der Geschichte erwartet.

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