Geschichte zweier Frauen
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne TitelAuf zwei Zeitebenen wird das Leben zweier Frauen erzählt: Marlen begleiten wir ab 1945 in Güstrow und Hannah in der Gegenwart in Berlin. Verbunden sind die beiden Frauen sehe lose über eine Leinwand.
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Auf zwei Zeitebenen wird das Leben zweier Frauen erzählt: Marlen begleiten wir ab 1945 in Güstrow und Hannah in der Gegenwart in Berlin. Verbunden sind die beiden Frauen sehe lose über eine Leinwand.
Die Zeitwechsel erfolgen nicht zu schnell. Man kann jeweils in das Leben der Frau eintauchen. Durch Marlen erhält man Einblicke in die Nachkriegszeit in der DDR. Das fand ich sehr spannend. Marlen ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Adoptivmutter und ihrem Freund. Soll sie mit ihm in den Westen flüchten oder bleiben?
Bei Hannah taucht plötzlich ihr Vater auf. Warum sucht er erst jetzt den Kontakt? Soll sie sich darauf einlassen?
Hannah war mir deutlich näher als Marlen. Diese erfüllt sehr lange die Aufträge ihrer Mutter, bevor sie ihr Recht auf eigene Malerei einfordert. Die Beziehung der beiden fand ich stellenweise sehr anstrengend.
Hannah ist verunsichert, ob ihr Vater die Wahrheit sagt. Das war sehr gut nachvollziehbar. In den Abschnitten mit Hannah gab es viele Szenen, in denen trockener Humor hervor blitzte. Das mochte ich sehr.
Ich habe beide Leben sehr gern und mit großem Interesse verfolgt. Gewundert hat mich aber, wie lose die Verbindung zwischen den beiden Geschichten bleibt. Ich hatte erwartet, dass sie sich irgendwann noch begegnen.