Das Buch erzählt ganz ruhig und sanft die Geschichte über die drei Frauen. Das mochte ich. Auch die Naturbeschreibungen fand ich insgesamt schön, aber manchmal wäre etwas weniger auch ausreichend gewesen. ...
Das Buch erzählt ganz ruhig und sanft die Geschichte über die drei Frauen. Das mochte ich. Auch die Naturbeschreibungen fand ich insgesamt schön, aber manchmal wäre etwas weniger auch ausreichend gewesen. Die Vergleiche mit den Bienen fand ich irgendwann zu viel. Viele Momente haben mich berührt: alle kämpfen mit Trauer, Verlust und Ängsten. Etwas verwirrend fand ich aber, dass Megan isoliert im Wohnwagen bleibt, ohne jegliche Ablenkung und das gar kein Thema ist. Insgesamt reden die Figuren in der ersten Hälfte sehr wenig miteinander, aber das scheinen sie auch nie gelernt zu haben. Nach und nach kommen sich alle näher und bauen (wieder) eine enge Beziehung zueinander auf und alles entwickelt sich sehr schnell positiv. Ausgeklammert wird dabei ein Teil der Realität (z.B. Finanzen), aber es ist ja ein Roman. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten.
Der Erzähler hat eine bipolare Störung und leidet seit vielen Jahren unter den Symptomen und den Folgen. Während der letzten Manie hat er bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Kontakte verloren und viel Schlimmes ...
Der Erzähler hat eine bipolare Störung und leidet seit vielen Jahren unter den Symptomen und den Folgen. Während der letzten Manie hat er bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Kontakte verloren und viel Schlimmes gemacht. Aus der anschließenden Depression findet er nicht mehr heraus. Er hat keine Kraft mehr, erneut neu anzufangen. Da erscheint ihm das Haus Sonne wie die perfekte Lösung: Dort soll man seine Träume ausleben und dann mühelos aus dem Leben scheiden können. Doch ist das wirklich so einfach? Nach und nach verstärken sich Zweifel beim Erzähler. Das Personal überzeugt ihn aber doch wieder, dass er den richtigen Weg gewählt habe. Wird er den Weg bis zum Ende gehen?
Der Autor vermittelt sehr gute Einblicke in die Welt eines psychisch kranken Menschen. Eindrücklich geschilderte Szenen sorgen dafür, dass man das Leben mit der Krankheit und deren Auswirkungen ansatzweise nachempfinden kann. Das hat mich sehr beeindruckt, zumal vermutlich viel Persönliches enthalten ist. Vor allem die Scham und die Schwere der Depression sind gut spürbar. Die Zweifel sind sehr gut und nachvollziehbar geschildert. Aufgrund der Beschreibungen hat man das Haus zur Sonne und die Personen gut vor Augen. Ich war gespannt, wie es am Ende ausgeht.
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Rezension zu Das brennende Mädchen von Claire Messud
Freundschaft und Verlust
von Mirja103 vor ein paar Sekunden
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Rezension
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Mirja103vor ein paar Sekunden
Der Roman hat drei Teile. Im ersten wird die Freundschaft der beiden Mädchen beschrieben, im zweiten Teil wie sie sich auseinanderleben und im letzten Teil und im letzten Teil stellt sich die Frage, wie gut man jemanden kennen kann.
Der erste Teil hat mich gefesselt, weil die Freundschaft intensiv beschrieben wird und man fühlen kann, wie nah sich die beiden sind. Im zweiten Teil kamen bei mir zunächst Erinnerungen hoch, wie sich in meiner Teenager-Zeit Freundschaften verändert haben. Insgesamt war er mir aber zu lang. Es wurden zu viele Situationen geschildert, in denen gezeigt wurde, dass die Freundschaft eigentlich nicht mehr besteht und nur die Erzählerin sich wünscht, dass es wieder anders wird. Auch die Ereignisse im letzten Abschnitt fand ich vom Stil her etwas anstrengend. Es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Cassie Peter etwas erzählt hat und dieser es an die Erzählerin weitergegeben hat. So oft war das nicht nötig. Außerdem wird nicht aufgeklärt, was wirklich Realität war und was Cassie sich nur ausgemalt hat.
Nach dem Klappentext und den ersten Seiten dachte ich, dass es ein unterhaltsames Buch sein könnte. Die Frauen sind mir aber zunehmend auf die Nerven gegangen. Fast alles wird negativ kommentiert, sie ...
Nach dem Klappentext und den ersten Seiten dachte ich, dass es ein unterhaltsames Buch sein könnte. Die Frauen sind mir aber zunehmend auf die Nerven gegangen. Fast alles wird negativ kommentiert, sie finden sich teilweise blöd und für mich war nicht nachvollziehbar, warum sie sich treffen. Den Schreibstil fand ich plump und einige Szenen daneben. Und die dauernde Betonung der Vorurteile ohne diese zu hinterfragen geht gar nicht. Mag sein, dass es Leser*innen gibt, deren Humor das genau trifft, aber ich verstehe nicht, warum das Buch auf der Longlist steht.
Zu Beginn konnte mich die Geschichte noch fesseln, aber dann hatte sie aus meiner Sicht zunehmend Längen. Ich hatte erwartet, dass man Hannah hautnah durch ihr Leben begleitet und dabei auch die geschichtlichen ...
Zu Beginn konnte mich die Geschichte noch fesseln, aber dann hatte sie aus meiner Sicht zunehmend Längen. Ich hatte erwartet, dass man Hannah hautnah durch ihr Leben begleitet und dabei auch die geschichtlichen Entwicklungen miterzählt werden. Mir ist Hannah aber bis zum Ende fremd geblieben. Da ihre Gedanken und Gefühle kaum beschrieben werden, konnte ich nicht mit ihr fühlen. Auch der Weg zur Krankführerin wird nur angerissen. Häufig wird eingestreut, was in der Zukunft passieren wird. Das fand ich zunehmend störend. Die geschichtlichen Entwicklungen werden auch nur am Rande erwähnt. Ich hatte nach dem Klappentext mehr von dem Buch erwartet.