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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Hinter die Fassade gucken

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Ms Darling kontrolliert und notiert, was in ihrem Haus vor sich geht. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird sofort von ihr ermahnt. Die neue Untermieterin ihres Nachbarn kann nur für Ärger sorgen: gefärbte ...

Ms Darling kontrolliert und notiert, was in ihrem Haus vor sich geht. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird sofort von ihr ermahnt. Die neue Untermieterin ihres Nachbarn kann nur für Ärger sorgen: gefärbte Haare und Tattoos. Aber ist Ms Darling wirklich eine "alte Meckertante" und die neue Nachbarin eine "Unruhestifterin"? Als das Haus abgerissen werden soll, rücken die beiden unfreiwillig zusammen und gucken hinter ihre Fassaden. Welcher Charakter verbirgt sich tatsächlich hinter den einzelnen Nachbarn? Und kann man den Abriss verhindern?

Ich fand die Geschichte sehr berührend und herzerwärmend. Die Charaktere wachsen einem zunehmend ans Herz, wenn sie sich nach und nach öffnen. Immer wieder gab es Szenen, bei denen ich schmunzeln musste. Die Figuren sind mit viel Liebe gezeichnet und durch die lebhaften Beschreibungen hat man oft das Gefühl, dabei zu sein. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man taucht sofort in die Geschichte ein und ist sehr neugierig, wie es weitergeht. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Umsetzung hat mich nicht überzeugt

Die kleine Sache Widerstand
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Das Thema des Buches finde ich sehr wichtig, aber die Umsetzung hat mich leider nicht überzeugt. Immer wieder gibt es kurze Einschübe, was mit Personen in Zukunft passieren wird. Das hat meinen Lesefluss ...

Das Thema des Buches finde ich sehr wichtig, aber die Umsetzung hat mich leider nicht überzeugt. Immer wieder gibt es kurze Einschübe, was mit Personen in Zukunft passieren wird. Das hat meinen Lesefluss sehr gestört. Außerdem habe ich mehr als einmal die Übersicht über die Personen verloren. Vielleicht kennen andere Menschen viele der Namen die erwähnt werden, aber obwohl ich schon viele Bücher aus der Zeit gelesen habe, konnte ich mit einigen Namen nichts anfangen. Für mich wäre eine kurze Erklärung/Fußnote hilfreich gewesen.

Ich hatte erwartet, dass man Melanie Berger und ihren Erlebnissen durch das Buch sehr nahe kommt. Da es aber kaum Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt gibt, war das zumindest bei mir nicht der Fall. Nur bei den Szenen aus der aktuelleren Zeit hatte ich das Gefühl, wirklich einen Eindruck von ihr zu bekommen. Ich hatte mehr erwartet als das überwiegend Fakten und Personen aufgezählt werden.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Die Idylle ist sehr trügerisch

Der Honigmann
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Das Leben in Fischbach scheint perfekt zu sein: eigenes Häuschen, Natur drumherum, nette Nachbarn, alle verstehen sich gut. Doch dann brodelt die Gerüchteküche: was ist mit dem Honigmann, der ein kleines ...

Das Leben in Fischbach scheint perfekt zu sein: eigenes Häuschen, Natur drumherum, nette Nachbarn, alle verstehen sich gut. Doch dann brodelt die Gerüchteküche: was ist mit dem Honigmann, der ein kleines Geschäft für Honig und Deko führt und so nett zu Kindern ist? Ist er ein verurteilter Straftäter? Hat er erneut Taten begangen? Schnell eskaliert die Situation. Er muss auf jeden Fall weg, egal ob er etwas gemacht hat oder nicht, er könnte ja noch was machen. In einer WhatsApp-Gruppe schaukeln sich die Menschen gegenseitig hoch. Was wird passieren?

Der Autor hat die Entwicklung sehr gut beschrieben. Zunächst lernt man die Idylle kennen und die ersten Risse. Dann konzentriert sich alles auf den Honigmann. Sehr treffend wird geschildert, wie schnell alle mit einem Urteil sind und wie schnell es auch wieder umschlagen kann. Ich fand dies sehr eindrücklich und realistisch. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Man hat schnell ein Bild vor Augen und ahnt, wie die Figuren reagieren werden. Der flüssige Schreibstil ist sehr angenehm. Es gibt überraschende Wendungen, so dass man neugierig ist, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Sehr berührend

Mein drittes Leben
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Nachdem ihre 17-Jährige Tochter bei einem Unfall ums Leben kommt, fällt Linda in ein tiefes Loch. Sie steckt in ihrer Trauer fest, kann nichts anderes mehr fühlen, keine Nähe zulassen. Sie mietet einen ...

Nachdem ihre 17-Jährige Tochter bei einem Unfall ums Leben kommt, fällt Linda in ein tiefes Loch. Sie steckt in ihrer Trauer fest, kann nichts anderes mehr fühlen, keine Nähe zulassen. Sie mietet einen Hof in einem Dorf und verkriecht sich dort. Die körperliche Arbeit lenkt sie ab. Sie kann aber nach wie vor nur von Stunde zu Stunde Leben. Ihr Mann besucht sie alle 2 Wochen. Aber wie lang kann er dies noch aushalten? Langsam baut sie zu einzelnen Personen wieder eine Beziehung auf. Findet sie doch zurück ins Leben?

Mich hat das Buch sehr berührt. Lindas Gefühlswelt ist sehr authentisch. Auch die anderen Figuren finde ich sehr gut dargestellt. Man fühlt mit Linda, aber auch mit den anderen, weil deren Perspektive nicht ausgeklammert wird. Auch wenn Linda im Mittelpunkt steht, verfolgt man das Leben der anderen Figuren. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Szenen sind sehr gut beschrieben. Das Buch zeigt, dass Trauer individuell ist und es keinen Zeitplan dafür gibt. Es zeigt gleichzeitig die Hoffnung auf, dass man irgendwann doch wieder Freude am Leben haben und nach vorne gucken kann.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Anders als der Klappentext erwarten lässt

Bei aller Liebe
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Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass es auf der Hochzeit mit vielen Therapeuten zu Verwirrungen und gelüfteten Geheimnissen kommt, die humorvoll erzählt werden. Stattdessen wird aus drei Perspektiven ...

Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass es auf der Hochzeit mit vielen Therapeuten zu Verwirrungen und gelüfteten Geheimnissen kommt, die humorvoll erzählt werden. Stattdessen wird aus drei Perspektiven eine Geschichte erzählt, die durch Affären und Überschneidungen geprägt ist. Manchmal musste ich überlegen, wer noch mal zu wem gehört. Es sind nur drei Therapeuten auf der Hochzeit und nur einer hat eine zentrale Rolle in der Geschichte.

Malcolm überreicht auf der Hochzeit seiner Nichte Agnes einen Brief ihrer verstorbenen Mutter und lüftet somit ein Land gehegtes Geheimnis. Die Kapitel aus Sicht von Malcom (Theologe), Joe (Therapeut) und Agnes (Philosphin) sorgen für Einblicke in die Vergangenheit und aktuelle Entwicklungen. Generell mag ich wechselnde Perspektiven, aber hier fand ich es anstrengend, da manche Kapitel sehr lang sind.

Den Schreibstil fand ich schwierig. Die Sätze sind oft schwülstig und hochgestochen. Die Figuren und ihr Verhalten waren mir unsympathisch. Ich konnte mich nicht für die Geschichte begeistern.

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