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Veröffentlicht am 23.08.2022

Stoff zum Nachdenken

Inselheimat
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Libby Page ist mir ein Begriff, denn „Im Freibad“ hatte mir echt gut gefallen.
Und auch hier schafft sie eine Atmosphäre mit vielfältigen Charakteren, die es nicht immer einfach haben und hatten.
Lorna ...

Libby Page ist mir ein Begriff, denn „Im Freibad“ hatte mir echt gut gefallen.
Und auch hier schafft sie eine Atmosphäre mit vielfältigen Charakteren, die es nicht immer einfach haben und hatten.
Lorna liebt ihre Tochter Ella über alles. Sie erfüllt ihr jeden Wunsch, denn sie hat ja nur sie. Doch als sie ihre Familie kennen lernen möchte, zögert Lorna. Denn mit der Insel Kip verbindet sich keine guten Erinnerungen. Bei ihrer Ankunft wird sie schnell mit ihren größten Ängsten und schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens konfrontiert.
Ich mochte die Idee und Geschichten, die auf kleinen Insel spielen, gefallen mir so oder so. Da kann man sich einfach mal hinträumen.
Hier muss ich jedoch sagen, dass es so manche Länge gab und ich mich nicht hundertprozentig in die Charaktere einfühlen konnte. Gerade Lorna war mir teilweise ein Rätsel und ich habe mich immer wieder gefragt, warum sie sich nie wieder bei ihren Freunden gemeldet hat. Denn Familie ist eine Sache, aber Freunde etwas ganz anderes. Dennoch fand ich es faszinierend, wie sie sich durchs Leben gekämpft hat.
Es war auch schön mehr über die Insel und deren Bewohner zu erfahren, was durch die Sicht von Alice geschieht. Denn Alice ist mit Lornas Bruder verheiratet und lebt mit ihm und ihrer Tochter auf der Insel, auf der sie sich ihr ganzen Leben aufgebaut haben.
Gerade die Inselgemeinschaft erinnert sehr an kleine Dörfer, auch wenn der Zusammenhalt glücklicherweise viel enger ist. Die Beschreibungen der Insel haben mir sehr gefallen.
Teilweise fand ich es zu vorhersehbar, andere Stellen haben mir wieder besser gefallen und ein großer Pluspunkt sind die beiden Sprecherinnen Elena Wilms und Vanida Karun, die den Charakteren extra Leben einhauchen und es wundervoll vertont haben.

Eine schöne Geschichte mit ein paar Längen. Dennoch hörenswert mit Stoff zum Nachdenken. Manchmal sollte man sich einen Schubs geben und auch mal Mut zeigen. Mut zur Veränderung, Mut sich anderen entgegen zu stellen, Mut über sich hinaus zu wachsen.

Veröffentlicht am 23.08.2022

Märchenhaftes Abenteuer

Fairy Tale Camp 1: Das märchenhafte Internat
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Wer kennt denn nicht die vielen Märchen der Gebrüder Grimm?
Magie? Die gibt es doch nur im Märchen, oder nicht? Marie lebt mit ihrem Vater allein, die Mutter hat sie vor Jahren zurück gelassen und sie ...

Wer kennt denn nicht die vielen Märchen der Gebrüder Grimm?
Magie? Die gibt es doch nur im Märchen, oder nicht? Marie lebt mit ihrem Vater allein, die Mutter hat sie vor Jahren zurück gelassen und sie ist bodenständig und glaubt nicht an Märchen. Bis sie ins Fairy Tale Camp eingeladen wird. Und da sie die Sommerferien nicht allein verbringen möchte, nimmt sie die Einladung an und landet in einer fantastischen Welt voll Magie.
Schon das Cover ist sehr einladend und nachdem man am Anfang Marie kennen lernt und sich noch nicht so recht vorstellen kann, wohin die Geschichte führt, ist man ab Eintritt ins Schloss verzaubert. Es gibt so viel zu entdecken, so viele Personen kennen zu lernen und es macht einfach Spaß gemeinsam mit Marie alles zu erkunden.
Die Einbindung von Märchen in die Realität ist hier gekonnt verwoben und ich fand es sehr amüsant, so mancher Frage von Marie zu lauschen, die teilweise keine Ahnung von Märchen hat. Mir hat auch die Mischung von bekannten Märchen mit unbekannteren super gefallen, so bekommt man auch noch Anreize zu recherchieren und sich vielleicht auch ein Märchenbuch zu zu legen.
Gerade die Dialoge waren sehr unterhaltsam und auch so manches Fettnäpfchen in das Marie ahnungslos stolpert. Und doch enthält diese Geschichte auch viel, das man mitnehmen kann. Sei es das Vertrauen untereinander, die Freundschaft der Kinder und auch das Mädchen stark und Jungs schwach sein dürfen. Jeder darf seine Stärken und Schwächen zeigen.
Untermalt wird die zauberhafte Geschichte noch von Zeichnungen von Frau Annika, bei denen man auch manches Mal herzhaft lachen kann (ich sage nur Regenwolke).
Das Buch spielt mit manchen Klischees und ich fand gerade das mit der Mutter Geiß herzerwärmend, wie auch so manch andere Szene. Denn es ist nicht immer alles so wie es anfangs erscheint. Und durch die Fragen von Marie bekommt man auch noch einige Informationen, auch wenn manche Frage als Märchenkenner schon lustig war.

Ich kann das Buch definitiv empfehlen und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn es gibt mindestens noch zwei weitere Bände mit Marie und ihren Freunden, denn ihr Abenteuer ist noch nicht vorbei!

Veröffentlicht am 23.08.2022

Ideensammlung mit sehenswerten Orten in der Oberpfalz

Glücksorte in der Oberpfalz
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Im Droste Verlag gibt es die Glücksorte-Reihe, in der man viele verschiedene Orte findet. Hier in diesem Reiseführer geht es ausschließlich um die Oberpfalz, was ja der Titel schon verrät.
Ganz am Ende ...

Im Droste Verlag gibt es die Glücksorte-Reihe, in der man viele verschiedene Orte findet. Hier in diesem Reiseführer geht es ausschließlich um die Oberpfalz, was ja der Titel schon verrät.
Ganz am Ende des Buches findet man eine Karte mit allen vorgestellten Glücksorten. Einerseits natürlich eine grandiose Idee, andererseits ist es etwas unübersichtlich gestaltet, wenn man eine Nummer aus dem Buch sucht. Andersherum ist es aber ganz gut, wenn man die Nummern eines Ortes nachschlagen kann. Vielleicht wäre hier eine kurze Liste neben der Karte optimal, dann müsste man nicht ständig blättern und hat so schon einen groben Überblick, ob der Punkt überhaupt interessant ist. Oder man notiert sich vorab die Zahlen und Orte, die man sich ansehen möchte und prüft dann, wo sie liegen.
Zu jedem der achtzig vorgestellten Orte gibt es ein einseitiges Foto und eine Seite Text mit Beschreibung, Adresse und Verweis auf eine Mail und Parkmöglichkeit. Auch ein kleiner Tipp mit weiteren Informationen ist immer zu finden. Mir gefallen die Texte zu den Orten, sie sind super schnell gelesen und enthalten die wichtigsten Informationen ohne langweilig zu werden.
Ich habe auf jeden Fall schon einen kleine Liste was sehenswert ist und werde diese nach und nach besuchen. Es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas, sei es ein Tiergehege, eine Manufaktur, Wanderungen, das ein oder andere Museum und noch viele weitere wunderbare Orte, die es zu entdecken gilt.
Die Reihe bleibt mir auf jeden Fall im Gedächtnis, da es noch viele weitere Orte zu entdecken gibt.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung, auch wenn die Karte am Ende nicht wirklich übersichtlich ist. Eine wunderbare Ideensammlung, was man in der Oberpfalz alles unternehmen und entdecken.

Veröffentlicht am 21.08.2022

Auf ins nächste Abenteuer!

Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. Der verborgene Meisterschlüssel. (Flüsterwald, Staffel II, Bd. 1)
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Nach dem mit Band vier die erste Staffel des Flüsterwald-Abenteuers von Lukas und seinen Freunden abgeschlossen ist, geht es jetzt weiter mit Staffel zwei, die auch wieder auf vier Bände ausgelegt ist. ...

Nach dem mit Band vier die erste Staffel des Flüsterwald-Abenteuers von Lukas und seinen Freunden abgeschlossen ist, geht es jetzt weiter mit Staffel zwei, die auch wieder auf vier Bände ausgelegt ist.
Das Cover lässt wieder gut in die Geschichte blicken und verrät schon, das es sehr abenteuerlich zu geht.
Lukas und Ella wollen unbedingt wieder zurück in den Flüsterwald, auch wenn der Alltag nicht so viel Zeit übrig lässt. Doch bei ihrem Spontanbesuch werden sie gleich angegriffen und auch im Flüsterwald geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Wer hat die Katze angegriffen? Gemeinsam mit Punchy, Rani und Felicitias machen sie sich auf, um den Flüsterwald erneut zu retten.
Auch dieser Band hat mir wieder richtig gut gefallen, vor allem weil man eine neue Bedrohung, aber auch neue Fleckchen und ganz besonders neue Wesen des Flüsterwalds kennen lernen darf. Das liebe ich ja am meisten, denn Andreas Suchanek hat hier eine tolle Umgebung mit faszinierenden Wesen erschaffen. Was genau dazu kommt, verrate ich nicht, dass muss jeder selbst lesen. Super ist auch die kurze Zusammenfassung „Was bisher geschah“ am Anfang. Diese kann man lesen oder eben auch nicht, je nachdem wie lange die vorherigen Bände her sind.
Es geht relativ schnell richtig spannend weiter und die Freunde haben nur kurze Verschnaufpausen, doch gerade die finde wichtig. Denn es muss ja nicht immer nur Probleme geben, es darf auch mal etwas nach Plan laufen.
Die Charaktere kennt man bereits aus der ersten Staffel und sie haben noch alle ihre Eigenheiten, gerade Rani ist wieder gewohnt frech und launisch, wobei ich finde, das er immer noch nicht ernst genommen wird von seinen Freunden. Er ist so ein bisschen der Charakter, der manchmal nervt, aber doch einfach auch wichtig ist. Punchy hat diesmal eine Überraschung in petto, das fand ich sehr gelungen und wirkt sich sicherlich noch auf die weitere Geschichte aus.
Ganz besonders gefällt mir die Reise durch den Flüsterwald mit den wechselnden Schauplätzen. So gibt es stetig Neues zu entdecken und es wird nicht langweilig.

Ich kann auch diesen Auftakt der zweiten Staffel sehr empfehlen und fiebere der Fortsetzung schon entgegen.

Veröffentlicht am 21.08.2022

Hat definitiv noch Luft nach oben

Nemesis 2: Vom Sturm geküsst
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Band zwei lag jetzt eine Weile da, jetzt habe ich ihn endlich gelesen und werde wohl irgendwann die nächsten zwei Bände lesen, doch Priorität hat das nicht zwingend. Für mich ist die Reihe nach diesem ...

Band zwei lag jetzt eine Weile da, jetzt habe ich ihn endlich gelesen und werde wohl irgendwann die nächsten zwei Bände lesen, doch Priorität hat das nicht zwingend. Für mich ist die Reihe nach diesem Band grob abgeschlossen.
Nach dem offenen Ende des ersten Bandes ist man anfangs nur bei Lucian und begleitet die Geschichte aus seiner Sicht. Meist ist der Schreibstil recht einfach, manchmal klingt es wie gesprochen und ist leider nicht immer wirklich flüssig bzw. fesselnd. So klang es manchmal etwas grob oder abgehackt und ich hatte stellenweise so meine Probleme. Doch im Großen und Ganzen kann das Buch gut gelesen werden, auch wenn es so manche Länge gibt und es schon recht vorhersehbar ist.
Für mich war es auch am Ende abgeschlossen, bis man den Epilog liest, der natürlich noch jede Menge Raum für Spekulationen lässt (ich habe schon so eine Vorahnung, wie das laufen wird). Zudem war es doch recht kitschig, das hat mir nicht so gut gefallen.
Doch ich mochte die Gaben, die Idee mit den Wächtern und den Menschen, die ihre Aufgabe erfüllen müssen.

Die Geschichte bekommt 3,5 Sterne. Doch ich finde sie ist nicht für Jedermann und man sollte sich definitiv die Leseprobe ansehen, ob einem der Stil gefällt.