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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Agententhriller

Dunkelmann
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Dieses Buch hat mich gut unterhalten.
Allerdings wurde mir auch wieder deutlich, warum ich nicht allzu gerne Agententhriller lese.
Es ist sehr actiongeladen und rasant, aber immerhin wirkt es ...

Dieses Buch hat mich gut unterhalten.
Allerdings wurde mir auch wieder deutlich, warum ich nicht allzu gerne Agententhriller lese.
Es ist sehr actiongeladen und rasant, aber immerhin wirkt es noch relativ authentisch, wahrscheinlich, weil einer der Autoren ein Insider ist.

Dieser Thriller kombiniert eine Menge Handlungsstränge, es ist durchaus spannend, aber fast ein wenig zu viel Action für meinen Geschmack.

Vielleicht mag ich aber auch einfach keine Agenten, das sind für mich eher Maschinen zum töten statt moralische Individuen. Immerhin haben Maja und Daniel ein bisschen Tiefgang, aber richtig warm werde ich mit ihnen auch nicht. Vor allem aber stört mich die „Firma“ rundherum.

Insgesamt ein lesenswertes und unterhaltsames Buch, jetzt reicht es für mich mit diesem Genre aber auch erst einmal wieder für längere Zeit.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Mut zum Leben

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Dieses Buch gefällt mir ganz besonders gut!

Die Protagonistin Sophie ist Mitte zwanzig und fühlt sich gelangweilt und gefangen in ihrem Leben, das sie zur Zeit in einem Praktikum am Computer ...

Dieses Buch gefällt mir ganz besonders gut!

Die Protagonistin Sophie ist Mitte zwanzig und fühlt sich gelangweilt und gefangen in ihrem Leben, das sie zur Zeit in einem Praktikum am Computer in einer Groẞstadt verbringt. Spontan kauft sie ein sehr renovierungsbedürftiges Haus in der Ostdeutschen Provinz.

Ich kann ihre Gedanken und ihr Handeln so gut nachvollziehen. Und es ist erfrischend, sich einfach mal vorzustellen, es zu tun, statt nur davon zu träumen.
Sophie ist sehr reflektiert, der Schreibstil sehr klar, als Leser bin ich ganz dicht an ihr dran.
An ihren Zweifeln, ihren Selbstvorwürfen, ihrem Aktionismus und ihrer Lebensfreude und Selbstzufriedenheit.

Dieses Buch transportiert für mich eine herrliche optimistische Stimmung, die richtig ansteckend ist.

Und ich liebe die Hühner! Und die Bekanntschaften. Und die leise, aber deutliche Positionierung gegen Nazis.

Ich mag dieses Buch! Von vorne bis hinten! Es ist eines der wenigen, das bei mir wohnen bleiben darf.


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Veröffentlicht am 09.03.2026

Verhältnismäßig langatmig

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Luisa wird in München mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und folgt zusammen mit dem Hauptkommissar Ramin Brunner den Hinweisen.

Der Fall wird auf unterschiedlichen Zeitebenen ausgebreitet, ...

Luisa wird in München mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und folgt zusammen mit dem Hauptkommissar Ramin Brunner den Hinweisen.

Der Fall wird auf unterschiedlichen Zeitebenen ausgebreitet, in Rückblicken wird auf die Vergangenheit Luisas Bezug genommen.
Leider helfen auch die verschiedenen Zeitebenen nicht, in diesem Buch die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten, manche falsche Fährte ist zu offensichtlich, manche Verstrickung einfach nur verwirrend.

Auch die Protagonisten bleiben mir zu flach, zu blass. Ich bekomme kein richtiges Bild von ihnen, wobei Luisa mit ihrem eidetischen Gedächtnis eigentlich viel Potential für einen spannenden Charakter bietet und auch Ramin sympathisch wirkt.

Als Auftakt einer neuen Reihe catcht mich dieses Buch nicht, ich finde es verhältnismäßig langweilig und langatmig.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Und jetzt?

Salto
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Salto hat mir hervorragend gefallen.

Es geht um Marko. Marko hat gerade sein Abitur gemacht, er hat Pläne. Auf diese Pläne hat er seit Jahren hingearbeitet. Also kann das Leben jetzt losgehen, ...

Salto hat mir hervorragend gefallen.

Es geht um Marko. Marko hat gerade sein Abitur gemacht, er hat Pläne. Auf diese Pläne hat er seit Jahren hingearbeitet. Also kann das Leben jetzt losgehen, oder?
Und da ist Claire, seit der Mittelstufe Markos feste Freundin.
Die beiden kommen aus sehr unterschiedlich situierten Elternhäusern. Claire stehen alle Möglichkeiten offen, oder?

Dieses Buch ist sehr nüchtern und schnörkellos geschrieben und doch kam bei mir sofort eine große Nähe zu Marko zustande.

Das Buch zeigt sehr authentisch, wie es Abiturienten und Studienanfängern oft mal ergehen kann. Und es zeigt, dass man noch so viel planen kann, am Ende kommt halt doch das Leben dazwischen.

Ein Buch über das Erwachsenwerden, über Familie und Freundschaft, über Verantwortung, für sich und andere.

Ich mag diesen Autoren sehr und kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Freiheit ohne Grenzen

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Dieses Buch hat mich tief bewegt.
Es handelt von Lale, die in den 80ern in einer kommunistischen MännerWG aufwächst.
Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was das Ganze sehr nah werden ...

Dieses Buch hat mich tief bewegt.
Es handelt von Lale, die in den 80ern in einer kommunistischen MännerWG aufwächst.
Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was das Ganze sehr nah werden lässt.
Zum Glück gibt die Autorin immer wieder ausblickende Einblicke in die Zukunft der Protagonistin, was mich sehr beruhigt hat. Lale übersteht es. Lale bleibt ganz.

Dieses Buch hat mir wieder sehr deutlich gemacht, warum ich Pädagogik studiert habe, es hat meine Ideale vom Menschen retten und Welt verbessern definitiv getriggert. Aber gleichzeitig hat es mich auch darin bestärkt, nicht mehr in der Suchthilfe arbeiten zu wollen.
Es ist nämlich nicht möglich, jeden zu retten.
Und mir fällt es schwer, mich abzugrenzen. Von Klienten und auch von Lale.

Es macht auch sehr deutlich, dass eine Kindheit ohne Grenzen auch eine Kindheit ohne Schutz ist. Und es zeigt die Nachteile antiautoritärer Erziehung, weil dieses auch ein Ablehnen von Verantwortung ist.

Dieses Buch hat mich gefesselt und tief bewegt und ich hoffe sehr, dass es nicht allzu autobiografisch ist.

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