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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Etwas langatmig

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Der Donnerstagsmordclub ermittelt wieder.

Diese Fortsetzung habe ich lang herbeigesehnt und bin nach dem Lesen etwas enttäuscht. Der Fall war dieses Mal etwas unrund, sehr langatmig, der Spannungsbogen ...

Der Donnerstagsmordclub ermittelt wieder.

Diese Fortsetzung habe ich lang herbeigesehnt und bin nach dem Lesen etwas enttäuscht. Der Fall war dieses Mal etwas unrund, sehr langatmig, der Spannungsbogen hat da doch sehr gelitten.
Dieser Teil ist auch anders als die anderen, nicht die trauernde Elisabeth steht im Vordergrund, sondern die Tochter der schwatzhaften Joyce, Joanna.
Vielleicht verliert die Geschichte allein dadurch schon an Verve, das Ende, an dem Elisabeth maßgeblich beteiligt ist, fand ich nämlich wieder großartig.

So geht es um die Entschlüsslung eines Codes, eine Menge Geld, Mord und Verschwinden, das klingt dieses Mal aber tatsächlich spannender als es ist, Nebensächlichkeiten stehen im Vordergrund, sind aber gar nicht so charmant und liebenswert wie sonst.
Auch Coopers Chase und das Ermittlerpaar ist dieses Mal nur am Rande Thema.

So insgesamt hat dieses Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllen können.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Enttäuschend

Über die Toten nur Gutes
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Von diesem Autoren habe ich „Kein guter Mann“ gelesen und jetzt etwas Ähnliches erwartet.
Dieses Buch ist jedoch komplett anders, es ist ein abgedrehter Cosy-Krimi.

Mads ist Trauerredner, hat ...

Von diesem Autoren habe ich „Kein guter Mann“ gelesen und jetzt etwas Ähnliches erwartet.
Dieses Buch ist jedoch komplett anders, es ist ein abgedrehter Cosy-Krimi.

Mads ist Trauerredner, hat früh seine eigene Mutter verloren und lebt mit seinem schrulligen Vater zusammen.
Diesen Part finde ich sehr lesenswert. Mads Charakter, sein Vater, aber auch seine Arbeit werden humorvoll und doch tiefgründig dargestellt.

Dann stirbt allerdings sein Freund und Mads beginnt zu ermitteln.
Und jetzt strotzt die Geschichte quasi vor Plattitüden und es ist alles drin verwurstelt worden, was einen Kriminalfall ausmacht.
Das ist mir zu viel, zu konstruiert, zu sehr auf lustig gemacht. Zu viel Mafia, zu viele Klischees. Es könnte direkt satirisch sein, aber auch dafür stimmt es nicht.
Es kommt mir vor wie eine Suppe, in der Bröckchen schwimmen: „Persönliche Betroffenheit“, „knurrige Komissarin“, „Bedrohung“, „undurchdachte Aktionen“ und so weiter…

Ein großer Pluspunkt ist das authentische Plattdeutsch in diesem Buch, es ist tatsächlich genau so, wie es im Norden gesprochen wird. Das gefällt mit gut.

Allerdings werde ich von diesem Autoren andere Bücher bevorzugen.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Mann mit Hut

Himmelerdenblau
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Himmelerdenblau hat mich komplett überzeugt und ich freue mich hiermit eine neue Autorin entdeckt zu haben, deren vorherige Werke ich unbedingt lesen möchte.

Prof. Dr. Theo Novak ist ein grandioser ...

Himmelerdenblau hat mich komplett überzeugt und ich freue mich hiermit eine neue Autorin entdeckt zu haben, deren vorherige Werke ich unbedingt lesen möchte.

Prof. Dr. Theo Novak ist ein grandioser Charakter. Der ehemalige Chefarzt, jetzt an Demenz erkrankt, zeigt ganz deutlich, was diese Krankheit anrichtet und wie die Würde genommen wird. Aber er ist ein Mann mit Hut und Gewehr, er hat sich so viel Würde wie möglich bewahren können, daher schmerzt es, seine Einschränkungen mitzuerleben.
Seine Demenz ist sehr authentisch dargestellt, der Leser kann hier mitfühlen.

Die Geschichte um die vor 20 Jahren verschwundene Tochter ist sehr spannend, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. TrueCrime und Podcasts, es gibt viele verschiedene Stränge, die allesamt gut harmonieren, es gibt überraschende Wendungen und eine nicht nachlassende Spannung.
Ich bin absolut begeistert!

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Schlesien

Die Verlorene
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Die Verlorene ist ein herausragendes Werk. Miriam Georg entwickelt sich weiter, ihre Bücher werden gehaltvoller, es geht auch ohne große Liebesgeschichte als Nebengeschichte.

Dieses Buch ist ...

Die Verlorene ist ein herausragendes Werk. Miriam Georg entwickelt sich weiter, ihre Bücher werden gehaltvoller, es geht auch ohne große Liebesgeschichte als Nebengeschichte.

Dieses Buch ist sehr authentisch, man merkt, dass die Autorin eine persönliche Beziehung zum Geschriebenen hat.

Das Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben.
Die Geschichte von Änne, ihrem Aufwachsen und den Erlebnissen in Schlesien und die Geschichte ihrer Nachkommen, die sich auf Spurensuche begeben.

Die Geschichte ist so sehr fesselnd und sehr lehrreich, über Schlesien wusste ich bisher wenig, für mich war das gleich Vorpommern, aber es ist ja doch ganz anders.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, authentisch, emotional und berührend und sehr informativ, ich bin rundum begeistert und freue mich auf weitere Werke dieser Autorin!

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Nerdig

Cosmix
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Dieses Sachbuch in Comicform ist schon irgendwie großartig.
Allerdings ist es definitiv nicht so, dass es plötzlich komplexe Konstrukte allgemeinverständlich macht, diese Wissenschaft, besonders ...

Dieses Sachbuch in Comicform ist schon irgendwie großartig.
Allerdings ist es definitiv nicht so, dass es plötzlich komplexe Konstrukte allgemeinverständlich macht, diese Wissenschaft, besonders die Physik bleibt so komplex und abstrakt und für mich seit Schulzeiten kaum greifbar, so dass mich dieses Buch in seiner Detailreichheit und seinem Umfang zwar absolut begeistert, es mir aber nicht dabei hilft, diese Themen leichter zu verstehen.

Ich glaube, dieses Buch ist ein tolles Geschenk für Menschen, die eh tief im Thema stecken, für PhysikerInnen oder Studierende der Naturwissenschaften. Ich als GeisteswissenschaftlerIn freue mich sehr über die bunten Bilder, aber das große Ganze bleibt mir verborgen.

Ein Buch, das absolut simpel aussieht, es aber in sich hat. So viele Informationen. Ich hoffe, dass ich bei jedem Lesen einfach ein kleines bisschen schlauer werde.

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