Profilbild von Musteplume

Musteplume

Lesejury Star
offline

Musteplume ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Musteplume über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Zäh

Nowhere Heart Land
0

Der Klappentext von diesem Buch ist sehr vielversprechend, allerdings konnte mich die Lektüre dann weniger überzeugen. Vom angepriesenen humorigen Schreibstil finde ich nicht viel wieder, stattdessen ...

Der Klappentext von diesem Buch ist sehr vielversprechend, allerdings konnte mich die Lektüre dann weniger überzeugen. Vom angepriesenen humorigen Schreibstil finde ich nicht viel wieder, stattdessen anstrengende Anglizismen.

Das Ganze ist eher dröge und es passiert einfach nichts. Es gibt wenig Handlung, selbst die Dialoge sind rar, das Buch mutet an wie ein monotoner Monolog.

Ich finde auch das Thema der Vergangenheitsbewältigung nicht überzeugend, die Protagonistin entwickelt sich wenig und bleibt ein für mich schwer zu fassender Charakter, der weder Interesse noch Sympathien weckt. Ihr Verhalten mit dem Alkoholkonsum und der an Stalking grenzenden Obsession macht das Ganze leider nicht besser.

Dieses Buch hat mich leider weder gefesselt noch berührt noch sonst irgendwie überzeugt, stattdessen war es zäh in seiner Handlung und sperrig im Schreibstil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2025

Hoffnungsvolle Begegnungen

Pearly Everlasting
0

Pearly Everlasting ist für mich ein richtiges Highlight.
Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und hallt in mir nach. Dieses Buch ist eines der wenigen, das ich behalten und nicht weitergeben ...

Pearly Everlasting ist für mich ein richtiges Highlight.
Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und hallt in mir nach. Dieses Buch ist eines der wenigen, das ich behalten und nicht weitergeben möchte.

Es handelt von einem heranwachsenden Mädchen, das mit einem Bären in einem Holzfällercamp in Kanada in den 1930ern aufwächst.

Einen Einblick in diese Zeit fern ab von den Entwicklungen in Deutschland zu bekommen, finde ich sehr faszinierend und interessant.
Das Leben der Menschen zu dieser Zeit in den kleinen Städten und in den Camps ist sehr gut dargestellt. Besonders die Liederfängerin und der Zirkuszug haben mich begeistert.

Pearly ist ein sehr liebenswerter Charakter, ich habe sie sehr gerne bei ihrer Suche begleitet. Ein Charakter, der im Gedächtnis bleibt, außergewöhnlich.

Ganz besonders hat mir aber auch der Aufbau des Buches gefallen. Es ist in viele, kürzere Kapitel gegliedert, mit poetischen Überschriften, die sich im Text wiederfinden lassen.

Ich mag dieses Buch wirklich sehr und kann mir vorstellen, es erneut zu lesen und zu genießen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2025

Mittelprächtig

Dorn. Hotel der Angst
0

Bei diesem Buch fiel mir als erstes die große Schrift auf besonders dickem Papier auf, diese macht das Buch gehaltvoller als es ist. Zumindest optisch, den inhaltlich fehlt es leider auch an ...

Bei diesem Buch fiel mir als erstes die große Schrift auf besonders dickem Papier auf, diese macht das Buch gehaltvoller als es ist. Zumindest optisch, den inhaltlich fehlt es leider auch an Gehalt.

Der Plot klingt eigentlich sehr spannend, eine wendungsreiche Serienmördersuche. Aber irgendwie ist mir die Umsetzung nicht besonders gelungen vorgekommen.
Die Charaktere sind alle skurril, aber bleiben dabei blass und unnahbar. Vieles von ihrem Verhalten konnte ich einfach nicht nachvollziehen.

Auch die Wendungen, der Verlauf der Geschichte, es ist sehr konstruiert und hat mich nicht so richtig packen können.

Also eine tolle Idee, die für mich leider an der Umsetzung gescheitert ist. Es macht auf mich den Eindruck, das noch mehr Zimmer folgen sollen, besonders das sagenumwobene Zimmer 777 wird angepriesen. Aber ich glaube, ich möchte deren Inhalt gar nicht unbedingt sehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2025

Dots warten auf connecting

Fischtage
0

Dieses Buch sieht sehr ansprechend aus und das Cover passt perfekt zum Klappentext, ein rebellischer, wütender Teenie, der seinen Weg sucht.

Das Buch streift viele Themen, wie Drogenkonsum, ...

Dieses Buch sieht sehr ansprechend aus und das Cover passt perfekt zum Klappentext, ein rebellischer, wütender Teenie, der seinen Weg sucht.

Das Buch streift viele Themen, wie Drogenkonsum, Aggression, emotionale Vernachlässigung, Vergewaltigung und Demenz. Allerdings bleibt es arg an der Oberfläche. Kein Thema wird näher ausgeführt, der Leser eher alleine gelassen.

Ella ist also wütend, ihr Bruder verschwunden, ihre Eltern kreisen in ihren eigenen Sphären und merken nicht viel.

Eigentlich bietet das Buch mit diesen Themen und der Geschichte ganz viel, aber die Umsetzung überzeugt mich nicht. Warum spricht der Fisch? Es muss ja wichtig sein, da der Titel Fischtage heißt. Aber ich verstehe es einfach nicht.

Der Schreibstil ist authentisch, dazu passt sowohl die Jugendsprache (random/ dots connecting) als auch die drastische Fäkalsprache. Mir gefällt aber beides nicht. Allerdings ist die Geschichte wirklich flüssig geschrieben und hat mich gefesselt.

Ich bin also ziemlich zwiegespalten und fühle mich am Ende mit vielen Fragen zurückgelassen. Mir fehlt der PUNKT.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2025

Mitreißend geschrieben

»Wenn Ende gut, dann alles«
0

Dieses Solobuch von Volker Klüpfel hat mich gut unterhalten.
Ein Buch über das Schreiben, im weitesten Sinne ein Kriminalfall. Am Rande eine Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine und ...

Dieses Solobuch von Volker Klüpfel hat mich gut unterhalten.
Ein Buch über das Schreiben, im weitesten Sinne ein Kriminalfall. Am Rande eine Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine und dem Schicksal der Flüchtenden.

Dieses Buch hat also sehr viel, was es wirklich lesenswert macht. Besonders der Schreibstil des Autors ist überzeugend, er ist leicht und frisch und humorvoll.

Allerdings werde ich mit dem Hauptcharakter einfach nicht warm. Dieser dümmliche Möchtegernautor ist mir zutiefst unsympathisch und das schmälert meine Lesefreude doch sehr. Ich frage mich, ob er vielleicht eine Karikatur darstellen soll. Das macht ihn nicht sympathisch, aber ein bisschen erträglicher.

Die Ukrainerin Svetlana dagegen hat mich sehr begeistert und ich freue mich darauf, ihre Geschichte weiterzulesen. Allerdings vielleicht auch eher Solo.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere