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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2023

Immer wieder überraschend

Der Lehrmeister: Thriller
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Laura Kern und ihr Partner Max Hartung vom Landeskriminalamt Berlin wurden immer dann eingeschaltet, wenn es sich um besonders schwerwiegende Verbrechen handelte. Als im Naturschutzgebiet eine weibliche ...

Laura Kern und ihr Partner Max Hartung vom Landeskriminalamt Berlin wurden immer dann eingeschaltet, wenn es sich um besonders schwerwiegende Verbrechen handelte. Als im Naturschutzgebiet eine weibliche Leiche entdeckt wird, wurden sie hinzugezogen. Um den Hals der Toten hing eine Schiefertafel mit einer Nachricht des Straftäters. Es hat den Anschein, dass weitere Morde folgen. Fieberhaft versucht das Ermittlungsteam den Täter aufzuspüren, doch schon gibt es ein weiteres Opfer.

Auch mit ihrem neuen Band um die Spezialermittlerin Laura Kern konnte mich Catherine Shepherd wieder begeistern. Durch ihren Erzählstil hat es die Autorin geschafft, die Spannung auf hohem Niveau zu halten und immer noch zu steigern. Es gibt falsche Fährten und Überraschungen, die meine Neugier immer mehr anstachelten, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonisten sind gut dargestellt und glaubhaft beschrieben. Gekonnt hat die Autorin in dem Thriller unterschiedliche Perspektivwechsel eingebaut, so dass man den Ermittlungsteam, den Opfern und dem Täter folgen konnte. Dieses sorgte für zusätzliche Spannung. Bis zum Schluss habe ich mit gefiebert. Wer bereits schon einen Thriller von Catherine Shepherd gelesen hat, weiß dass die Lösung des Falles immer eine Überraschung bringt.

Mich hat dieser rundum gelungene Thriller wieder gepackt und sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Wunderbarer Einstieg in die Geschichte

Die Insel der Wünsche - Stürme des Lebens
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1887 Hamburg - Tag für Tag verkauft Tine selbstgesammelte Blumen im Hamburger Hafen, um ihre Familie, die im Gängeviertel lebt, zu unterstützen. Ein Hotelier von Helgoland bietet ihr einen Job auf Helgoland ...

1887 Hamburg - Tag für Tag verkauft Tine selbstgesammelte Blumen im Hamburger Hafen, um ihre Familie, die im Gängeviertel lebt, zu unterstützen. Ein Hotelier von Helgoland bietet ihr einen Job auf Helgoland an. Tine nimmt all ihren Mut zusammen und reist nach Helgoland, aber schon die Überfahrt gleicht einem Albtraum. Doch wird sie auf Helgoland ihr Glück finden?

Anna Jessen hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Sehr detailliert wird der Hotelalltag skizziert, so dass man sich schnell in die Zeit von 1887 bis 1891 zurückversetzt fühlt und Einblicke in die wechselhafte Geschichte von Helgoland erhält. Da ich bereits die Insel einige Mal besucht habe, konnte ich gut in das Geschehen abtauchen. Mir hat der erste Band dieser Trilogie wunderbare Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Aufbruch in eine neue Zeit

Der Salon
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München 1963 – Leni und ihre Schwägerin Charlotte haben schwierige Zeiten überstanden, doch nun geht es mit neuem Mut aufwärts. Leni arbeitet im Salon Keller am Hofgarten und bekommt die Chance auf einen ...

München 1963 – Leni und ihre Schwägerin Charlotte haben schwierige Zeiten überstanden, doch nun geht es mit neuem Mut aufwärts. Leni arbeitet im Salon Keller am Hofgarten und bekommt die Chance auf einen begehrten Praktikumsplatz bei dem Starfriseur Vidal Sassoon in London. Auch Charlotte erhält ein Angebot wieder bei der Firma Bogner anzufangen. Die neuen Herausforderungen verändern die beiden Frauen. Leni hat ihrer Mutter ein Versprechen gegeben, doch wird sie dieses einhalten? Bei ihrer Arbeit lernt Charlotte den Fotografen Walter kennen, der ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Beide Frauen müssen weitreichende Entscheidungen fällen.

Nach dem der erste Band im Jahr 1956 spielt, führt die Handlung der Fortsetzung ins Jahr 1963. Julia Fischer hat einen sehr anschaulichen lebendigen Erzählstil. Der damalige Zeitgeist ist sehr gut eingefangen. Das Wirtschaftswunder beginnt und Träume werden wahr. Die Wünsche und das Lebensgefühl sind hautnah spürbar. Viele Themen werden angesprochen und damalige Ereignisse mit der Geschichte verwoben. Mir hat diese wunderbare Zeitreise ausgesprochen gut gefallen und spannende Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Auf der Suche nach einem besseren Leben

Strahlend schöner Morgen
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„Strahlend schöner Morgen“ ist nicht nur ein Roman, sondern auch eine sozialkritische Reportage. Es werden sehr viele fiktive Einzelschicksale beschrieben, die alle auf der Suche nach einem besseren Leben ...

„Strahlend schöner Morgen“ ist nicht nur ein Roman, sondern auch eine sozialkritische Reportage. Es werden sehr viele fiktive Einzelschicksale beschrieben, die alle auf der Suche nach einem besseren Leben sind. James Frey widmet einigen Personen nur kurze Passagen, andere Menschen kommen öfter vor und ihr Lebensweg wird über einen längeren Zeitraum geschildert. Zu diesem Kreis gehören:
Old Man Joe, ein Obdachloser, der nachts in einer Tankstelle auf der Toilette übernachten darf und am Morgen den Sonnenaufgang am Strand betrachtet. Er ist glücklich, wenn er am Tage genug Geld erbetteln kann, um sich seine Ration Chablis zu kaufen.
Die mexikanischen Einwanderer Jorge und Graciella, die glücklich über die Geburt ihrer Tochter Esperanza auf amerikanischen Boden sind und ein angenehmeres Leben suchen. Der Werdegang von Esperanza wird erzählt, die als Hausmädchen bei einer tyrannischen Chefin arbeitet und sich in deren Sohn verliebt.
Dylan, der Maddie vor ihren gewalttätigen Eltern schützen will und sich mit ihr auf den Weg in eine bessere Zukunft macht.
Der erfolgreiche Schauspieler Amberton Parker, der nach außen eine Bilderbuchfamilie verkörpert, aber in Wahrheit homosexuell ist und am Ende an einer nicht erwiderten Liebe zerbricht.
Die Kapitel über die vielen Schicksale der Personen werden immer wieder unterbrochen durch kurze Informationen über Los Angeles. Es beginnt mit der Entstehung und Entwicklung der Stadt und einzelner Bezirke. Dann fließen Fakten und Daten zu unterschiedlichen Themen wie Gewalt, Drogen, Kriminalität, Armut, verstopfte Straße, Urlauber, Reichtum und Ruhm ein.
Trotz der vielen wechselnden Abschnitte lässt sich das Buch flüssig lesen. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich geschrieben, mal liebevoll und warmherzig, dann wieder hart und brutal.
Ein sehr bewegendes und informatives Buch.

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Die Winzerin - ein gelungenes Finale

Gretas Versprechen
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Als ihr Vater Bruno stirbt, kehren die Töchter Mel, Jule und Caro nach 20 Jahren auf das Weingut Freudberg zurück. Mel kommt aus New York, wo sie glücklich verheiratet ist. Caro lebt in Berlin als erfolgreiche ...

Als ihr Vater Bruno stirbt, kehren die Töchter Mel, Jule und Caro nach 20 Jahren auf das Weingut Freudberg zurück. Mel kommt aus New York, wo sie glücklich verheiratet ist. Caro lebt in Berlin als erfolgreiche Künstlerin und Jule führt in Spanien ein gutgehendes Hotel. Jede der Töchter gibt vor, was sie nicht waren. Obwohl sie schon erwachsen sind, trägt jede eine Last mit sich herum, seit dem plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter Greta. Sie kämpfen mit Verlustängsten, Unsicherheiten und Abhängigkeiten. Werden sie sich ihren Lebenslügen stellen?

Aufgrund des Covers ist sofort erkennbar, dass auch dieser Band zu der Reihe um Die Winzerin gehört. Wir erleben ein gelungenes Finale der Trilogie. Hinter Nora Engel verbergen sich die Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar. Sie haben mit Greta und ihrer Familie wunderbare Charaktere erschaffen, die sehr sympathisch sind. Ich habe viel über die Arbeit auf einem Weingut gelernt, habe der Winzerfamilie beim Schneiden der Reben über die Schulter geschaut und war an ihrer Seite als die Lese der Trauben erfolgt. Nun genieße ich jedes Glas Wein doppelt, da ich weiß, welche harte Arbeit dahinter steckt.

Durch den flüssigen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin. Das Buch spielt im Jahr 2019. Schnell fühlte ich mich in der Pfalz wieder heimisch. Es gab sehr viele emotionale Szenen, so dass ich mit den Protagonisten gelitten und geweint habe. Auch in diesem Band gibt es wieder im Anhang eine Literaturliste sowie eine Musikliste, deren Titel im Roman genannt werden und einige Weisheiten von Greta.

Es gibt wenige Bücher, von denen ich mir wünscht, sie mögen immer weitergehen. Die Winzerin gehört definitiv dazu. Nun verabschiede ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge vom Weingut Freudberg. Mit einem lachenden Auge, weil ich diese Geschichte von Beginn an verfolgen durfte und sie mir schöne teilweise auch nachdenkliche Lesestunden bereitet hat. Mit einem weinenden Auge, weil ich nun endgültig von dem Pfälzer Weingut Abschied nehmen muss.

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