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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Wieder ein gelungener Thriller

Das heimliche Zimmer: Thriller
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Jugendliche feierten eine Party in einer stillgelegten U-Bahn-Station. Der sechzehnjährige Finn wurde brutal ermordet aufgefunden. Da es sich um einen sensiblen Fall handelt, weil das Opfer minderjährig ...

Jugendliche feierten eine Party in einer stillgelegten U-Bahn-Station. Der sechzehnjährige Finn wurde brutal ermordet aufgefunden. Da es sich um einen sensiblen Fall handelt, weil das Opfer minderjährig war, übernehmen das Spezialermittlungsteam Laura Kern und ihr Kollege Max Hartung den Fall. Schon bald gerät ein Mitschüler in Verdacht die Tat begangen zu haben. Die Ermittlungen kommen nicht von der Stelle, als ein weiteres Opfer aufgefunden wird.

Auch mit ihrem neuen Band um die Spezialermittlerin Laura Kern konnte mich Catherine Shepherd wieder begeistern. Durch ihren Erzählstil hat es die Autorin geschafft, die Spannung auf hohem Niveau zu halten und immer noch zu steigern. Es gibt falsche Fährten und Überraschungen, die meine Neugier immer mehr anstachelten, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonisten sind gut dargestellt und glaubhaft beschrieben. Gekonnt hat die Autorin in dem Thriller unterschiedliche Perspektivwechsel eingebaut, so dass man den Ermittlungsteam, den Opfern und dem Täter folgen konnte. Dieses sorgte für zusätzliche Spannung. Bis zum Schluss habe ich mit gefiebert. Wer bereits schon einen Thriller von Catherine Shepherd gelesen hat, weiß dass die Lösung des Falles immer eine Überraschung bringt.
Mich hat dieser rundum gelungene Thriller wieder gepackt und sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Das Kreuzfahrtschiff Völkerfreundschaft

Fernwehland
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Vor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, ...

Vor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, diesmal als Passagiere. Beide haben damit die Chance, sich mit den Schatten der Vergangenheit auszusöhnen. Auf der Reise treffen sie auf die Schwedin Frida, die auch eine enge Verbindung zu dem Schiff hat und die junge Elli schließt sich ihnen an.

Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte des ersten Kreuzfahrschiffes der DDR. In der Gegenwart erleben wir Simone, Frida, Elli sowie Henri. Die Vergangenheit beginnt im Jahr 1938 und endet 1981. Geschickt verbindet die Autorin die Geschichte mit den Protagonisten und dem Kreuzfahrtschiff. Der Erzählstil von Kati Naumann ist sehr bildhaft. Sie lässt in ihrem Buch die Leserschaft teilhaben, so dass man sich als Teil der Passagiergruppe fühlt. Man erlebt eine Reise in ferne Länder von denen die meisten DDR-Bürger nur träumen konnten. Abgerundet wird die Geschichte noch durch eine Zeittafel und der zwölf Namen des Schiffes sowie die technischen Daten. Mir hat die Familiengeschichte angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Eine Zeitreise in die 1970er Jahre

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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Es ist das Jahr 1970 und die Kriminalistinnen befinden sich im zweiten Ausbildungsjahr. Lucia durchläuft gerade die Vermisstenstelle. Eine Abteilung in die alle ihre letzte Hoffnung setzen, denn täglich ...

Es ist das Jahr 1970 und die Kriminalistinnen befinden sich im zweiten Ausbildungsjahr. Lucia durchläuft gerade die Vermisstenstelle. Eine Abteilung in die alle ihre letzte Hoffnung setzen, denn täglich verschwinden Personen unterschiedlichen Alters. Eine neue Meldung erreichte die Vermisstenstelle, die kleine Anneliese Wagner verschwand spurlos vom Kinderkarussell im Weihnachtsmarktgedränge.

Während der laufenden Ermittlungen wird Lucia nach Köln beordert, sie soll dort verdeckt ermitteln, denn Köln zählte zur Verbrechenshochburg der damaligen Zeit. Ihre Arbeit gestaltet sich nicht so harmlos, aber Lucia wird von den Männern unterschätzt. Als sich die Ereignisse überschlagen, muss Lucia eine Entscheidung treffen.

Dieser Krimi ist der dritte und letzte Band der Reihe um die ersten weiblichen Kriminalistinnen. Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt, wobei das mittlere Stück in der Spannung etwas abflacht und im letzten Drittel kommt es zu einem überraschenden Finale, so dass die Spannungskurve wieder ansteigt. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Alles ist sehr detailliert, bildhaft und manchmal mit einem Augenzwinkern geschrieben. Die damalige Zeit ist wunderbar eingefangen, nicht nur durch die eingestreuten Musiktitel, sondern auch die Handlungen, die dem Zeitgeist entsprechen. Die jungen Frauen sind gezwungen sich gegen die Macho-Sprüche der Männer durchzusetzen, werden nicht für voll genommen und müssen besser als ihre Kollegen sein. Zum Glück helfen sie sich untereinander und können gut neben ihren männlichen Kollegen bestehen.

Nicht nur der Kriminalfall, sondern auch die Zeitreise in das Jahr 1970 hat mir gefallen. Schade, dass wir uns nun von den Kriminalistinnen verabschieden müssen.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Der vergessene Apfelhain

Der alte Apfelgarten
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Die beiden Crowdie-Schwestern sind sehr unterschiedlich. Bette hatte schon früh die elterliche Farm an der Steilküste von Schottland verlassen und lebte als Scheidungsanwältin in London. Ihre zehn Jahre ...

Die beiden Crowdie-Schwestern sind sehr unterschiedlich. Bette hatte schon früh die elterliche Farm an der Steilküste von Schottland verlassen und lebte als Scheidungsanwältin in London. Ihre zehn Jahre jüngere Schwester Nina war nach einer gescheiterten Ehe mit ihrem Sohn Barnaby auf den Hof zurückgekehrt. Als überraschend ihr Vater Bern stirbt, stellt sich heraus, dass er das Testament geändert hat und beide Töchter zu gleichen Teilen die Farm vererbt. Sie haben nicht nur den Hof geerbt, sondern auch einen Haufen Schulden. Die beiden Schwestern müssen sich zusammenraufen, um diese Last zu stemmen. Als sie einen vergessenen Apfelhain am Rande der Klippen entdecken, keimt Hoffnung auf, denn auf den alten knorrigen Bäumen wächst eine seltene Apfelsorte, die sich perfekt für die Herstellung von Cider eignet.

Einfühlsam und voller Wärme erzählt Sharon Gosling die Geschichte. Der flüssige Schreibstil ließ mich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Durch die bildhaften Beschreibungen setzte mein Kopfkino ein und zeigte mir wunderbare Bilder von dem Apfelhain. Die Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar. Es gab überraschende Wendungen, auch war einiges vorhersehbar, aber dieses störte meinen Lesegenuss nicht. Die Charaktere sind liebenswert gezeichnet und machten im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch. Schnell war ich in der Handlung mitten dabei und streifte durch den Apfelgarten. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Barnaby, der Superheld Seepocke genannt werden wollte.
Mir hat dieser wunderbare Wohlfühlroman sehr gefallen und angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Eine Bereicherung für beide Seiten

Neuanfang in Notting Hill
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Jess lebt seit einem Jahr bei ihrer Freundin Debs und deren Familie. Hier hat sie Unterschlupf gefunden, nach dem Liam, ihr Ex-Freund, sich mit ihrem Ersparten aus dem Staub gemacht hat. Ein neuer Partner ...

Jess lebt seit einem Jahr bei ihrer Freundin Debs und deren Familie. Hier hat sie Unterschlupf gefunden, nach dem Liam, ihr Ex-Freund, sich mit ihrem Ersparten aus dem Staub gemacht hat. Ein neuer Partner ist nicht in Sicht, aber Jess benötigt dringend eine Unterkunft. Eine Zeitungsanzeige klingt ansprechend und so trifft Jess auf die fast 80jährige Joan, die sich in ihrem Haus einsam fühlt.

Bei einem Gläschen Wein schlägt Jess ihrer neuen Vermieterin Joan vor, wenn sie online geht, würde sie versuchen offline zu gehen. Joan nimmt den Vorschlag an und auch Jess lässt ihre Finger vom Handy. Als Jess herausfindet, dass ihre Vermieterin noch immer an ihrer ersten Liebe hängt, stellt sie Nachforschungen an. Wird das Zusammenleben eine Bereicherung für beide Frauen werden?

Die Autorin hat einen angenehmen Erzählstil. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Joan und Jess erzählt. Da die beiden Frauen altersmäßig fast Mutter und Tochter ein könnten, werden Leserinnen vieler Altersklassen mit diesem Buch angesprochen. Es geht um Einsamkeit, ständige Internetpräsenz, neue Herausforderungen annehmen und der Suche nach Glück. Die Charaktere der beiden Protagonistinnen sind aufgrund ihres unterschiedlichen Alters interessant gezeichnet. Durch die wechselnde Erzählweise wird das Leben der beiden Frauen hautnah spürbar. Für alle, die romantische Geschichten lieben, kann ich dieses Buch empfehlen. Es bietet eine kleine Auszeit vom Alltag, in der man beim Lesen an nichts denken muss und eintauchen kann.

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