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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2017

Harry Potter und dann doch nicht

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
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Simon Snow ist der größte und mächtigste Zauberer und soll die Zaubererwelt retten. Leider ist er auf den ersten Blick alles andere als begabt und kann mit seinen Kräften nicht umgehen. Zusammen mit seinen ...

Simon Snow ist der größte und mächtigste Zauberer und soll die Zaubererwelt retten. Leider ist er auf den ersten Blick alles andere als begabt und kann mit seinen Kräften nicht umgehen. Zusammen mit seinen Freunden Penelope und Agatha sowie seinem Zimmergenossen Baz besucht er das Watford Internat für Zauberer.

Als Harry Potter Fan habe ich im ersten Moment an ein Plagiat gedacht. Da ich bisher nicht mit Fanfiction vertraut war, war ich gleichzeitig neugierig und wollte wissen, wie diese Geschichte weitergeht. Gut gegen Böse und ihre Freundschaft kann alles überwinden.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die wechselnde Perspektive ist sicher Geschmackssache. Was mich wirklich gestört hat, waren die häufigen Verweise auf frühere Ereignisse, die mir als Leser jedoch nicht bekannt sind und auch nicht erklärt wurden.

Die Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen, ich konnte aber trotz anderer Namen und eigener Handlung die Bilder von Harry Potter, die dann mit diesem Buch ja doch nicht übereinstimmen, nie ganz aus dem Kopf bekommen.

Fazit: Ein eigentlich gutes Buch, das für mich als jemanden, der Harry Potter gut kennt, jedoch eher verwirrend war. Ich bleibe doch eher beim Original und habe ganz persönlich gelernt, dass Fanfiction nichts für mich ist.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Ein Buch über viele Themen

Swing Time
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Zwei junge Mädchen teilen die Leidenschaft für das Tanzen und eine etwas dunklere Hautfarbe. Sie werden Freundinnen, doch nur eine von ihnen kann ihren großen Traum, Tänzerin zu werden, in die Tat umsetzen. ...

Zwei junge Mädchen teilen die Leidenschaft für das Tanzen und eine etwas dunklere Hautfarbe. Sie werden Freundinnen, doch nur eine von ihnen kann ihren großen Traum, Tänzerin zu werden, in die Tat umsetzen. Die Andere wird Assistentin einer berühmten Sängerin und reist in deren Auftrag nach Afrika.

Sehr interessant fand ich die geschilderte Erfahrung, mit einem hellen und einem dunklen Elternteil in England als dunkelhäutig, in Afrika jedoch als hellhäutig zu gelten. Im Prinzip wird die Protagonistin in beiden Welten dadurch ausgegrenzt.

Alle Themen aufzuführen, die in diesem über 600 Seiten starken Werk angesprochen werden, ist mir nicht möglich. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt. Die Themen hätten problemlos Stoff für mehrere durchschnittlich dicke Bücher geliefert und es hätte die Möglichkeit bestanden, diese etwas intensiver aufzuarbeiten.

Was ich noch anmerken möchte, weil ich es einfach grandios finde, ist die „papego“-Option, die dieses Buch mitbringt. Diese ermöglicht es, das Buch in Papierform zu lesen, mittels einer App die aktuelle Buchseite zu scannen und bis zu 25% des Buches mobil weiter zu lesen. Ich habe diese Funktion nicht genutzt, finde das Angebot aber hervorragend und auch an dieser Stelle bemerkenswert.

Fazit: Auch wenn die Protagonistin etwas unnahbar bleibt, hat mir das Buch gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Veröffentlicht am 02.06.2017

Ein Buch wie ein Schatzkästchen

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Liebe, Freundschaft, Schuldgefühle, Hoffnung werden darin auf wunderbare Weise thematisiert. Der Schreibstil der Autorin lässt einen ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Liebe, Freundschaft, Schuldgefühle, Hoffnung werden darin auf wunderbare Weise thematisiert. Der Schreibstil der Autorin lässt einen mit seinen leisen Tönen ganz tief in die Geschichte eintauchen, als wäre man direkt dabei. Die sehr sympathische Protagonistin und die tollen Nebenfiguren verstärken den Lesegenuss zusätzlich. Durch die eingeschobenen Geschichten zu einzelnen Gegenständen handelt es sich um mehr als nur eine Erzählung. Diese kurzen Geschichten waren oft so schön, dass ich bedauert habe, dass sie nur so kurz sind, und gerne mehr erfahren hätte. Ein bezauberndes Buch, das sich wie eine warme Wolldecke anfühlt, in die man sich einhüllen kann, um für ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Ein vielschichtiges Thema

Depression abzugeben
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Wie kann ich die Erlebnisse, Gefühle und Lebensgeschichte eines Menschen bewerten? Darf ich das überhaupt? Diese Frage stellt sich mir bei einem Buch dieser Art immer wieder. Trotzdem möchte ich ein paar ...

Wie kann ich die Erlebnisse, Gefühle und Lebensgeschichte eines Menschen bewerten? Darf ich das überhaupt? Diese Frage stellt sich mir bei einem Buch dieser Art immer wieder. Trotzdem möchte ich ein paar Kommentare zu diesem Buch abgeben.

Als selbst nicht Betroffene habe ich in jedem Fall einen sehr guten Einblick in die Krankheit bekommen. Die Schilderungen und Empfindungen von Uwe Hauck wirken auf mich sehr ehrlich, realistisch und machen das Buch dadurch auch unterhaltsam. Sicher ist jeder Fall anders, aber da er auch andere Patienten indirekt zu Wort kommen lässt, ist sein Bericht nicht einseitig. Auch in die Abläufe der Therapie mit all ihren Problemen und Schwächen wird man einbezogen. Ich kann mir vorstellen, dass es für den Autor schwierig war, über seine eigene Familie und deren Verhalten ihm gegenüber zu schreiben. Trotzdem hat er es getan und für mich sehr gut gelöst. Ich kann nicht beschreiben warum, aber der Schreibstil und Ton des Buches verdeutlichen für mich die Krankheit noch zusätzlich.

Ich möchte dieses Buch jedem, der sich für dieses Thema interessiert, ohne Einschränkung empfehlen. Wie die Beschreibungen auf einen Betroffenen wirken können, kann ich allerdings nicht beurteilen.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Psychologie
  • Originalität
  • Cover
Veröffentlicht am 22.05.2017

Parallelwelten - welche ist real?

Der Brief
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Marie erhält einen seltsamen Brief von ihrer früheren Schulfreundin Christine. Darin werden Dinge erwähnt, die auf den ersten Blick nie geschehen sind, Situationen und Umstände, die es nicht gibt. Christine ...

Marie erhält einen seltsamen Brief von ihrer früheren Schulfreundin Christine. Darin werden Dinge erwähnt, die auf den ersten Blick nie geschehen sind, Situationen und Umstände, die es nicht gibt. Christine erhält im Gegenzug eine Nachricht von Marie, in der Ereignisse angesprochen werden, die niemand wissen kann. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Das Buch beginnt fast unheimlich und düster. Wer steckt hinter diesen Briefen? Diese Frage zieht sich durch große Teile des Buches und macht es dadurch sehr spannend. Was ist Realität, wie hängt alles zusammen. Das war sicher die ungewöhlichste Geschichte, die ich seit langem gelesen habe. Durch die subtile Spannung konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Emotionen der Protagonisten werden gut herausgearbeitet. Die Nebenfiguren bleiben dagegen eher flach. Während des Lesens habe ich immer wieder gedacht, dass der Schluss das Buch entweder zu einer grandiosen Erzählung machen kann, oder zu einem Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Leider trat dann der zweite Fall ein. Die Idee und Frage, was eigentlich „real“ ist, wie verschiedene Personen etwas empfinden oder erleben, ist generell durchaus interessant. Die Umsetzung war mir in diesem Fall aber einfach zu extrem, zu sehr konstruiert und die Realitäten weichen für mich zu stark voneinander ab, so dass kaum Berührungspunkte bestehen. Ich habe mich gefragt, was die Autorin mir durch die Geschichte mitteilen möchte, wohin sie mich mitnehmen will, bleibe aber etwas ratlos zurück.

Eine Bewertung im Mittelfeld erhält das Buch, weil es durchaus spannend und interessant ist. Für meinen Geschmack aber doch etwas zu verrückt.