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Veröffentlicht am 15.07.2025

Achtung, Abwärtsspirale!

She’s Not Sorry – Du könntest die Nächste sein
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Wow! Mary Kubica liefert einen richtig fiesen Psychothriller ab, der mit voller Wucht überrascht. Im Zentrum steht Meghan, eine alleinerziehende Pflegekraft, die es schafft, auf jeder Seite emotional anwesend ...

Wow! Mary Kubica liefert einen richtig fiesen Psychothriller ab, der mit voller Wucht überrascht. Im Zentrum steht Meghan, eine alleinerziehende Pflegekraft, die es schafft, auf jeder Seite emotional anwesend zu bleiben. Irgendwie wie eine Freundin, in deren Leben man heimlich reinschaut und hofft, dass alles noch gut ausgeht. 


Als plötzlich die junge Komapatientin Caitlin ins Spiel kommt, fragt man sich: Suizid oder Mord? Und natürlich wird das Rätsel nicht einfach abgearbeitet, sondern verknüpft mit einer zweiten, noch düsteren Story: eine bedrohte Freundin, eine real aufziehende Gefahr, böse Typen schlurfen vorbei, und plötzlich ist auch Meghans Tochter im Spiel.

Kubicas Talent: Sie baut all diese Erzählstränge so täuschend beiläufig auf, dass man das Gefühl bekommt, man wüsste schon, was Sache ist, nur um im entscheidenden Moment brutal überrascht zu werden. Man gleitet von Kapitel zu Kapitel, immer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Der Klinik‑Setting‑Touch, die düsteren Gassen … einfach atmosphärisch dicht.

Und obwohl dieses Buch so herrlich packend ist, wirkt es nie oberflächlich. Die Figuren sind kein Einheitsklotz, sondern echte Menschen – mit Sorgen, Wut, Panik. Dadurch ist man mitten drin, nicht nur dabei. Die Autorin jongliert gekonnt zwischen Familienbande, Vertrauen, Misstrauen und „wer jetzt warum über die Klinge springt“ und das endet in einem Finale, das sich anfühlt wie ein Dolchstoß nur um auf der letzten Seite dann nochmal richtig zuzuschlagen. Mega!

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Meeresrauschen und Lebensfragen (Hörbuch)

Das Geschenk des Meeres
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Dies ist eine Geschichte, die nicht nur durch ihre Erzählweise, sondern auch durch die tiefgründige emotionale Reise der Charaktere überzeugt. Die Autorin entführt uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise ...

Dies ist eine Geschichte, die nicht nur durch ihre Erzählweise, sondern auch durch die tiefgründige emotionale Reise der Charaktere überzeugt. Die Autorin entführt uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise an die Küste von Cornwall, wo das Meer nicht nur ein Kulisse ist, sondern eine zentrale Rolle im Leben der Protagonistin spielt.
Das Hörbuch wird von einer warmen, fast meditativen Stimme begleitet, die die Atmosphäre perfekt einfängt und die Seele streichelt. Die Erzählung dreht sich um die Suche nach innerer Heilung, das Loslassen von Schmerzen und das Finden von Liebe und Frieden, die oft in den einfachsten Momenten des Lebens verborgen sind.

Die Geschichte ist emotional, aber niemals aufdringlich. Vielmehr schafft es die Autorin, die großen Themen wie Trauer und Hoffnung auf eine sehr einfühlsame Weise anzusprechen. Gerade die Protagonistin, deren Entwicklung und Selbstfindung im Mittelpunkt stehen, wirkt authentisch und greifbar, was durch die Erzählweise noch verstärkt wird. Die ständigen Rückblicke auf ihre Vergangenheit und die intensive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Gefühlen und Ängsten lassen den Zuhörer regelrecht mit ihr mitfühlen.

Besonders schön finde ich die Tatsache, dass die Autorin hier keine spektakulären Wendungen oder dramatischen Höhepunkte braucht, um die Zuhörer zu fesseln. Stattdessen zieht sie den Hörer mit einer ruhigen, aber stetig wachsenden Spannung in den Bann. Der Weg ist das Ziel – und dieser Weg ist sowohl im Inneren der Protagonistin als auch in der wunderschönen Landschaft von Cornwall zu finden.

Insgesamt ist es ein Hörbuch, das durch seine sanfte Erzählweise und die starke emotionale Tiefe überzeugt. Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die gleichzeitig berührt und beruhigt, wird hier fündig.
Das Meer als Metapher für das Leben – mit seinen Tiefen, seinen Stürmen, aber auch seinen ruhigen Momenten.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Fesselnder Auftakt, aber der Spannungsbogen hakte (Hörbuch)

Gerächt sein sollst du
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Dieses Hörbuch entführt uns in das verträumte Schärenstädtchen Kristinestad. Eine idyllische Kulisse, die Kaisu Tuokko atmosphärisch dicht zeichnet. Der langsame Spannungsaufbau sorgt dafür, dass man richtig ...

Dieses Hörbuch entführt uns in das verträumte Schärenstädtchen Kristinestad. Eine idyllische Kulisse, die Kaisu Tuokko atmosphärisch dicht zeichnet. Der langsame Spannungsaufbau sorgt dafür, dass man richtig eintauchen kann. Doch genau hier liegt auch die Schattenseite: Für meinen Geschmack driftet die Erzählung zu sehr ins Innenleben der Ermittler … sagen wir: tiefgründig, fast schon psychologisch. Eevi Manner und Mats Bergholm sind facettenreich charakterisiert und ihre Gefühlswelten werden minutiös durchleuchtet. Das schafft Nähe, aber lenkt auch vom eigentlichen Mordfall ab.

Besonders zu Beginn wirkt das stete Reflektieren über Motive und Gefühle melodiös, später sogar meditativ allerdings auf Kosten des Tempos. Der Fall selbst zieht sich dadurch in die Länge; die Spannung bleibt eher geduldig, statt zuzubeißen. Wer sich an fesselnder Action oder schnellen Wendungen erfreut, muss sich hier auf ein gemächlicheres Erzähltempo einstellen. Fans von Charakterdrama und emotionaler Tiefe kommen aber gut auf ihre Kosten.

Unterm Strich vergebe ich 3,5 von 5 Sternen: ein solider skandinavischer Krimi mit starker Atmosphäre, leider etwas zu introspektiv und mit zu wenig Drive im Ermittlungsverlauf.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Wenn Schweigen Wunden reißt (Hörbuch)

Die Nacht der Bärin
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In „Die Nacht der Bärin“ entführt Kira Mohn die Hörer:innen auf eine stille, aber tief erschütternde Reise irgendwo zwischen Wald, Wirklichkeit und Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Jule, 26 Jahre alt, ...

In „Die Nacht der Bärin“ entführt Kira Mohn die Hörer:innen auf eine stille, aber tief erschütternde Reise irgendwo zwischen Wald, Wirklichkeit und Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Jule, 26 Jahre alt, die nach einem handfesten Streit mit ihrem Freund plötzlich erkennen muss: Das, was sie erlebt, war Gewalt. Sie zieht sich zurück, sucht Zuflucht bei ihren Eltern und wird dort mit dem Tod ihrer Großmutter konfrontiert, einer Frau, zu der nie eine echte Beziehung bestand. Doch als Jule gemeinsam mit ihrer Mutter das alte Haus der Großmutter aufräumt, kommen Dinge ans Licht, die das Bild der Familie für immer verändern.

Mohn erzählt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen: Während wir Jule in der Ich-Perspektive durch die Gegenwart begleiten, entfaltet sich parallel die Kindheitsgeschichte ihrer Mutter und Tante – erzählt in einer stillen, fast märchenhaft entrückten Rückblende. In dieser Vergangenheit steckt viel Dunkelheit: emotionale Kälte, häusliche Gewalt und die stille Not von Kindern, die sich in Fantasiegeschichten flüchten, weil die Realität keinen Schutz bietet. Das Schöne an dieser Konstruktion ist, dass beide Erzählstränge nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sich gegenseitig kommentieren, spiegeln und vertiefen.

Als Hörbuch funktioniert dieser Wechsel besonders gut. Die einfühlsame Stimme von Anne Sofie Schietzold verleiht Jules Perspektive etwas Warmes, etwas Verletzliches – ohne jemals sentimental zu klingen. Der Text selbst bleibt klar und zurückhaltend, ohne große Dramen, aber mit einer leisen Wucht, die sich Kapitel für Kapitel verstärkt. Besonders eindrucksvoll sind die kurzen Einschübe: einzelne Sätze, Gedanken oder Erinnerungsfetzen die sich wie Splitter zwischen die Erzählung schieben und das emotionale Gewicht verdichten.

Trotz des schweren Themas gelingt es der Autorin, die Geschichte zugänglich zu halten. Sie schreibt nie plakativ oder dramatisierend, sondern mit viel Gespür für Zwischentöne. Die Art, wie sie von familiärem Schweigen, alten Verletzungen und dem Erkennen von Mustern erzählt, ist sensibel und respektvoll. Am Ende ist es eine Geschichte über Befreiung, über die Kraft des Hinschauens und die Hoffnung, dass Schmerz nicht für immer weitergegeben werden muss.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Ein kleiner Wutball mit großem Herz

Wilma und der Wutknödel
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Die Autorin schafft es, ein durchaus ernstes Thema wie Wut auf eine humorvolle und zugängliche Weise zu verpacken. Wilma ist ein echtes Original: Sie hat ein großes Herz, aber auch einen explosiven Charakter, ...

Die Autorin schafft es, ein durchaus ernstes Thema wie Wut auf eine humorvolle und zugängliche Weise zu verpacken. Wilma ist ein echtes Original: Sie hat ein großes Herz, aber auch einen explosiven Charakter, der bei kleineren Ärgernissen schnell zu einem Wutknödel heranwächst. Dieser witzige, fast schon magische Gegenstand hilft ihr, ihre Gefühle zu verstehen und zu bewältigen.

Die Geschichte ist lebendig erzählt, mit einer erfrischenden Mischung aus Abenteuer, Humor und kleinen, feinen Weisheiten, die in einer kinderfreundlichen Weise verpackt sind. Die Sprache ist leicht verständlich und gleichzeitig unterhaltsam. Besonders schön ist, dass die Geschichte nicht nur den Umgang mit Wut thematisiert, sondern auch Mitgefühl, Freundschaft und das Akzeptieren der eigenen Gefühle in den Mittelpunkt stellt.

Der Wutknödel, als Symbol für aufgestaute Emotionen, wird zu einem kleinen Helfer, der Wilma hilft, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen und dabei den Leser/Zuhörer zum Schmunzeln bringt. Die Illustrationen untermalen die Geschichte perfekt und schaffen eine noch stärkere Verbindung zur Emotionen, die das Buch transportiert.

Ideal für kleine Wutbürger und alle, die lernen wollen, ihre Gefühle auf spielerische Weise zu steuern.

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